Voigtländer Bergheil: FAQ´s

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    • Rietschel Linear in Compur mit Bergheil-Bajonett

      Habe einen Rietschel Linear Anastigmath 4.5/90 (um 1905, 8 Linsen in 2 Gruppen) in einem Compur von 1925 (Frontgew. M27.5x0.5, also etwas kleiner als Compur 0).
      Kameraanschluß ist ein Bajonett, dessen Spitzen etwa über den Rädchencompur hinausragen(57.5mm Durchmesser. Abschrägung im Bereich der Nummer) hinausragen und ganz nach Bergheit aussehen (zudem ist der Kommentar des Vorbesitzers: "Bergheil").
      Sieht professionell aus, dürfte recht selten sein, echtes Einzelstück ist es nicht (siehe *) )
      Vorder- und Hinterlinse sind entfernbar, aber der Anschraubring sitzt fest (könnte auch ein Stück zusammen mit dem Bajonett sein). Ziemlich klar, doch leider zeigt die hintere Gruppe Pilze (wenngleich die Qualität sicher noch nicht merklich beeinträchtigend)

      Welcher Größe Bergheil-Bajonett entspricht das?
      Die Beschreibung läßt also Verwendung als WW an 4x5" vermuten.

      *) Das Vademecum schreibt u.a.: "In use, an f4.5/9cm example No 117,38x in a dialset Compur (of about 1924-5) illuminated 5x4 and the 6x9
      area was well resolved, the sharp area spreading out on closing down and at f16 it was a very decent semiwide
      angle lens as a 9cm covers 5x4in with movements, with really good contrast and sharpness, which
      makes the design worthwhile as it does have that touch of speed in the centre."
    • Re: Voigtländer Bergheil: FAQ´s

      Habe inzwischen eine Bergheil 9x12.
      Damit ist meine ursprüngliche Frage geklärt - das 9x12-Bergheil-Bajonett hat grob gemessen 64mm Außendurchmesser, das mit dem Rietschel etwa 59mm - es muß sich also um ein 6(.5)x9-Bajonett handeln.
      Fehlt jetzt nur noch zusätzlich die passende Bergheil ...

      Skala (für ein 135er) und die dazu exakt passende Unendlichkeitseinstellung der 9x12 Bergheil geben allerdings ein Rätsel auf:
      Den Compur müßte ich "nur" noch 6mm weiter vorne einbauen, damit die Einstellungen passen - dann ginge aber das Gehäuse nicht mehr zu.

      Für ein 135er in einem Rädchen-Compur müßte definitiv ein anderer unendlich-Anschlag gesetzt worden sein, es wird jedoch der originale verwendet.
      Zu diesem Anschlag würde ein 128-130mm-Objektiv passen.
      Gab es so ein Objektiv für die 9x12-Bergheil überhaupt - dann wäre nur die Skala ersetzt worden - ?
    • Re: Bergheil-Service/Radcompur

      Hallo Andreas,

      an meiner Bergheil war der oberste Drehknopf, also der zur Seitverstellung, hoffnungslos festgebacken.

      "Andreas Bieg" wrote:

      Hallo Snert,

      schön, einen Bergheil Fachmann zu treffen. Das einzige Teil der Bergheil, an das ich mich bislang nicht getraut habe, ist der Verstellmechanismaus der Frontstandarte. Zum Glück reichte bislang aber auch die Behandlung der Mechanik "von außen" mit WD40, feinem Nähmaschinenöl und etwas Fett, um die Verstellungen wieder gängig zu machen.


      Das geht - aber bitte mit Gefühl, Geduld, und ohne Gewalt. Es kann eine harzige Angelegenheit sein. Deshalb muß erstmal das Arbeitsgebiet so weit wie möglich eingegrenzt werden, das Harz klebt beim Entfernen überall, es verteilt sich gleichmäßig auf alles, was in der Nähe ist, und es ist hartnäckig. Teures Lösungsmittel empfiehlt sich eher nicht - ich habe etwa 100 ml Spiritus verbraucht.

      Mehr dazu siehe: Blende-und-Zeit-Forum - Forum › Analoge Photokameras, Objektive, Zubehör › Platten- u. Planfilmkameras › Bergheil

      Was nicht drinsteht, ist wie's genau geht (aber man kann es ahnen). Am besten zuerst schmutzunempfindliche Kleidung anziehen.
      Die Arbeit selbst ist nicht schwierig, doch Bilder während des Zerlegens zu machen kann trotzdem beim Zusammenbau sehr helfen.
      Die Einzelteile sollte man wie üblich in der Reihe des Zerlegens ablegen - aber so, daß sie sich nicht selbständig machen.
      Aber keine Panik - wirklich kleine Schräubchen, Federchen etc. gibt es dabei keine.

      Standarte von der Kamera trennen. Bügel 'vereinzeln' - u.a. sind paar Schrauben sind zu lösen - dann noch eine Schraube oben am Bügel entfernen. Von beiden Seiten arbeiten, langsam und mit Gefühl.
      Sich auf eine Schlammschlacht einstellen. Das verharzte Fett breitet sich über alles aus, was in der Nähe ist. Alles, was damit in Berührung kommt, muß später gründlich entharzt werden. Etwas - nicht zuviel(!) - Wärme kann helfen.

      Danach Schmieren mit wenig(!) harzfreiem Öl bzw. Maschinenfett. Ich habe zum Öl ein wenig Graphitpulver zugegeben. Seitshift läuft jetzt wieder butterleicht.

      Gruß, Heinz