Projektor für 4 x 5

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    • Moin Wolfgang,

      ja, sowas habe ich schon gesehen, auch in Funktion. Gab es bis in die 1970er Jahre von der Firma LIESEGANG. Danach wurde Anfang der 1980er ein 9x12 Projektor von GÖTSCHMANN vorgestellt, in der Form und Anwendung ähnlich einem Overhead-Projektor, nur qualitativ erheblich besser und entschieden mehr Licht. Beide konnte ich mir damals überhaupt nicht leisten, stand aber mit offenem Mund vor der Projektionswand. Später hätte ich dann kaufen können, aber dann gabs nichts mehr.

      LIESEGANG hatte die Produktion eingestellt und der GÖTSCHMANN ging wohl nie in Serie. Seitdem denke ich über Selbstbau nach. Komponenten wurden inzwischen hinreichend beschafft, aber wie das so ist: Die Zeit fehlt und ein williger Feinmechaniker.

      Es muß allerdings noch einen Hochleistungsprojektor in Produktion für diese Formate geben, sogar als eine Art Magazinprojektor, kombiniert mit einer Starklichtquelle. Zumindest habe ich in den letzten Jahren verschiedentlich Anzeigen darüber gesehen. Momentan überlege ich gerade, wo und suche selbst. Nicht, daß ich jetzt so ein Ding anschaffen möchte, da ist Hauptfrau stark dagegen, weil dann die Familie zum Kaffetrinken nicht am Tisch, sondern am Projektor sitzen müsste, aber interessieren täte es mich schon.

      Von dem ehemaligen LIESEGANG-Projektor besitze ich übrigens sogar so etwas wie eine Konstruktionszeichnung. Wenn also Interesse besteht, sowas selbst zu versuchen würde ich auch eine Kopie `rausrücken.

      Gruß Jan


      o.k., o.k. ich bin mal wieder zu spät dran und hab´meiner Wunschvorstellung freien Lauf gelassen, Tschuldigung!

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    • Moin Wolfgang et al.,

      da springe ich doch auch mal auf den Zug auf. Also: ich habe im realen Leben bislang keine Projektoren gesehen, nur in der Bucht zu Preisen, zu denen ich mir nicht mal ein Auto kaufen wuerde. Hoechstens eine Kamera ;)

      In meinem ersten Vorstellungsthread gab es auch eine kleine Diskussion zum Selbstbau eines Diaprojektors, siehe
      forum.grossformatfotografie.de/viewtopic.php?p=15327

      Da ich mittlerweile eine Kamera (seit sehr kurzem :) ) mein eigen nenne gehen natuerlich alle Sicherungen mit mir durch. Ich ueberlege auch wieder, wie ich nicht nur Dias selber entwickeln kann, sondern auch vergroessern. Ich muss zwar zugeben, dass ich dieses "kleine" Bild auf einem Glastraeger als super-cooles Objekt ansehe, aber der Projektionssprung reizt mich doch noch. Wobei ich beim Selbstbau auch erstmal skeptisch bin, ob das so gut klappt.
      Im genannten thread hat jemand auch auf die Moeglichkeit der Nutzung (quasi Missbrauch!) eines Vergroesserers gesprochen -- was mit Sicherheit auch eine Moeglichkeit waere. Im Grunde genommen sind das natuerlich genau die Anforderungen, die man auch in der Grossprojektion erfuellt haben moechte: planes Objekt plan vergroessert mit gleichmaessiger Flaechenhelligkeit -- allerdings diesmal an die Wand geworfen.
      Die Farbtemperatur des Lichts spielt natuerlich auch eine Rolle, was wenigstens bei SW nachrangig ist.

      Ich muss zugeben, dass das gerade nicht das aktuellste Thema ist, mit dem ich meine Bastelwut besaenftige (das ist eine motorisierte Nachfuehrung zur Astrophotographie, d.h. kein GF und hier ganz boese ;) ). Aber auf laengere Sicht wollte ich mich damit nochmal beschaeftigen.
      Was schwebt Dir denn vor, d.h. in welchem Rahmen von Projektion und Basteln? Prinzipiell habe ich zumindest auch grosse Lust mich auf so ein Projekt einzulassen. Wobei mir zu dieser Stunde noch ganz andere Probleme einfallen wie z.B. nach der Halterung der Dias, ....

      Und @jan: ich habe Interesse an der Konstruktionszeichnung. Und noch eine Frage (ohne Kenntnis der Zeichnung): wozu brauchst Du einen Feinmechaniker?

      Gruesse,
      Christoph
    • Guten Morgen Christoph,

      naja, wenn man ein anderes Gerät zu einem solchen Diaprojektor umstricken möchte, der letztlich wirklich gut und lichtstark projiziert und vor allem dauerhaft problemlos zu benutzen ist, also über eine bloße Guck-mal-es-funktioniert-Bastellösung hinausgeht, wird man schon eine Reihe von Metallarbeiten ausführen müssen, die ich nicht ausführen kann. Schon deshalb nicht, weil mir die Räumlichkeit für eine Metallwerkstatt fehlt.

      Bleiben wir nur bei dem Beispiel Vergrößerer: Dieses Gerät ist normalerweise weder mit einer genügend starken Lichtquelle, noch mit einer entsprechenden Kühlung für das Dia ausgestattet. Hat ein Vergrößerer auch nicht nötig. Es fehlt eine funktionelle und genaue Diaführung und es eignet sich ein Vergrößerungsobjektiv nicht wirklich zur Diaprojektion, also muß ein solches, möglichst hochwertiges Projektionsobjektiv nicht nur beschafft, sondern auch mit einer entsprechenden, mit einer Scharfstellmöglichkeit versehenen Führung ausgestattet werden.

      Über die Rahmen müssen sich ebenfalls Gedanken gemacht werden, obschon ich da bereits Exemplare aus Holz besitze. Diese entsprechen aber nicht meiner Vorstellung eines praktikablen Wechselrahmenprinzips. Also auch hier Neukonstruktion und kleine Serie anfertigen.

      Mir schwebt eben eine Projektionsmöglichkeit vor, welche den Qualitätsvorsprung eines 9x12 Dias auch wirklich auf die großflächige Leinwand bringt. Nicht nur zu eigenen Erbauung, sondern auch zur Vorführung von z.B. großen Landschaftspanoramen (6x12), in die man sich hineinstellen kann und an den Bäumen die Blätter zählen. Es sollte schon eine Lösung sein , die wenigstens den technischen Stand eines guten Schiebeprojektors aus den 1950/60er Jahren, verbunden mit moderner Lichttechnik (z.B. 36V 400W Halogen) besitzt. Ganz klar: Vor allem wenn man eine Projektion vor Publikum realisieren möchte, ist das weder schnell gebastelt noch eine billige Angelegenheit.

      ... und um das ganz klar zu sagen: Ich glaube nicht, daß sich anschließend damit Geld verdienen lässt. Im besten Fall lassen sich mit einem etwaigen Erlös aus öffentlichen Vorführungen die Schmerzen etwas lindern. Darum muß der Spaß nicht nur erdacht werden, es muß ein williger Feinmechaniker gefunden werden, der mit Engagement daran mitarbeitet weil ihm die Sache Spaß bereitet, ohne übliche Stundenlöhne zu fordern. Das ein Solcher nicht alles umsonst machen kann, ist auch klar, aber allein die Beschaffung der Materialien kostet einiges an Geld. Vor allem aber ist wichtig, einen Mann zu finden, der, wenn sich beim arbeiten herausstellt, daß etwas nicht so funktioniert, wie man es erdacht hat, nicht anfängt zu meutern weil er Teile 2-3mal ändern, neu anfertigen soll oder nacharbeiten muß. Sei versichert, so einer ist garnicht einfach zu finden.

      Christoph, gib mir mal gelegentlich Deine emil-Adresse per pN. Ich werde die Zeichnung heraussuchen, scannen und versenden. Wird aber ein paar Tage dauern.

      Gruß Jan
    • Ausser von Götschmann und Liesegang gab es noch einen 9x12/4x5" Projektor nmaens Noblux, hergestellt von Noblex. Das war Anfang/Mitte der 90er Jahre, das Teil wurde von Linhof vertrieben. Nach 1-2 Jahren war es aber nicht mehr im Programm.
    • "jan" wrote:


      Christoph, gib mir mal gelegentlich Deine emil-Adresse per pN. Ich werde die Zeichnung heraussuchen, scannen und versenden. Wird aber ein paar Tage dauern.


      @jan
      Ich war so frei und hab Dir auch meine Email-Adresse gesendet.
      Mich würde die Zeichnung auch interessieren - wäre nett wenn Du mir die schicken könntest.

      lg
      StePH
    • Interesse habe ich auch, wenn zu erwarten ist, dass die Wand-Bilder sehr gut werden.
      Einen Handwerker habe ich auch an der Hand, der was in einer Firma zum normalen Preis machen kann.
      Es wird bedeutend günstiger, wenn man genaue Vorstellungen hat, wie die Teile gefräst oder gedreht werden sollen.
      Ich hatte 15 Bajonettadapter bauen lassen und die Hälfte des Aufwandes
      war das Planen und Programmieren.

      Gruß
      carum
    • Hallo Jan et al.,

      "jan" wrote:


      [...]
      ...ein anderes Gerät zu einem solchen Diaprojektor umstricken möchte, der letztlich wirklich gut und lichtstark projiziert und vor allem dauerhaft problemlos zu benutzen ist, also über eine bloße Guck-mal-es-funktioniert-Bastellösung hinausgeht
      [...]
      Mir schwebt eben eine Projektionsmöglichkeit vor, welche den Qualitätsvorsprung eines 9x12 Dias auch wirklich auf die großflächige Leinwand bringt.


      Ja, da stimme ich Dir zumindest teilweise zu. Das waere auch mein Ziel -- und genau da habe ich momentan so meine Zweifel, dazu aber gleich noch mehr.

      "jan" wrote:


      Nicht nur zu eigenen Erbauung, sondern auch zur Vorführung [...]
      ... wenigstens den technischen Stand eines guten Schiebeprojektors aus den 1950/60er Jahren, verbunden mit moderner Lichttechnik (z.B. 36V 400W Halogen) besitzt. Ganz klar: Vor allem wenn man eine Projektion vor Publikum realisieren möchte, ist das weder schnell gebastelt noch eine billige Angelegenheit.
      [...]


      Ich stimme Dir weiter zu, in dem, was Du schreibst. Aber das ist auch der Punkt, an dem unsere Vorstellungen auseinander gehen. Ich gedenke nicht mit einem solchen Projektor ausserhalb meiner kleinen vier Waende zu agieren. Unter dem Gesichtspunkt sehe ich noch viel groessere Schwierigkeiten, ganz so wie Du schon angedeutet hast.

      Mein Ziel ist es eher einen einzigen (Bastel-)Protoypen zu bauen, der bei erfolgreichen Tests weiter ausgebaut wird. Was Dir vorschwebt hoert sich fuer mich eher an wie das Bauen mehrerer Prototypen an -- wie Du ja auch selber schon schreibst.

      Die Schwierigkeit, die ich fuer mich sehe ist genau der Qualitaetssprung, den Du beschreibst. Ich erinnere mich gerne, dass ich einem Freund von mir KB-Dias auf einem akzeptablen Diaprojektor gezeigt habe und direkt danach MF-Dias (mit gleicher Bildgroesse) auf einem ziemlich guten Projektor -- ihm fiel der Unterschied sofort auf; wobei ich nur auf die Wand projeziert habe. Wenn mit dem Selbstbau-GF-Projektor nicht wenigstens ein weiterer sichtbarer Schritt erreichbar ist, und wenn das nicht mit "einfachen" Mitteln zu erreichen ist, dann werde ich das Projekt abbrechen.

      Als das zentrale Problem sehe ich nach wie vor die gleichmaessige (und ausreichende) Flaechenhelligkeit der Beleuchtung bei Nicht-Bruzzeln des Dias an. Wobei ich in meinem Wohnzimmer deutlich weniger Helligkeit brauche als fuer eine Vorfuehrung vor groesserem Publikum. Bei wirklich grossen Projektionen wuerde ich uebrigens annehmen, dass die Projektionslinse wichtiger wird; sowohl in Punkto Lichtstaerke, als auch Schaerfe und Farbtreue. Ich frage mal vorsichtig: an welche Projektionsmassstaebe hast Du Dir so vorgestellt? Ich dachte bei mir an sowas wie 1,50m Breite, d.h. gerade mal ein Vergroesserungsfaktor von 12. Die Konstruktion wird damit zwar etwas laenglich, hat aber den Vorteil, dass ich sie mir noch leisten kann.

      Die Vergroesserer-Umbauen-Idee halte ich uebrigens auch nicht fuer die beste Idee. Die Kondensorlinsen klauen ja -- aber typischerweise stimmt die Lichtfarbe nicht und das Negativ ist nicht wirklich gut thermisch geschuetzt. Inwieweit zusaetzliche Probleme hinzukaemen kann ich (noch) mangels GF-Vergroesserer nicht beurteilen. Falls mir allerdings zwei in den Schoss fallen sollten, dann werde ich das trotzdem mal ausprobieren. :wink:

      Wo ich Dir uebrigens nicht folgen kann ist, warum ein Vergroesserungsobjektiv kein gutes Projektionsobjektiv sein sollte. Die Schwierigkeit bei beiden Aufgaben besteht darin eine plane Flaeche auf eine plane Flaeche abzubilden, was ueberhaupt nicht trivial ist. Das Problem der Fuehrung/Fokussierung sehe ich dabei als nicht so wahnsinnig schwer an -- nur die exakte Ausrichtung der Achsen. :wink:

      Gruesse,
      Christoph
    • Guten Morgen Leute,

      @ Carum

      natürlich sollen die Bilder gut werden, aber das macht bekanntlich nicht der Projektor, sondern der Knipser hinter der Kamera.

      Aber Spaß beiseite, genau dies ist ja der Grund für meinen Wunschgedanken: Eine Projektion, die mindestens Faktor 2 besser ist als MF. Wenn ich bei 6x7 ein Panorama projizieren möchte, gehe ich bei der Verwendung von WESS- oder GEPE- Rahmen von einem Format von ungefähr 2,6 x 6,8 cm aus. Kann ich ein 6x12 cm Dia mit vergleichbarer technischer Ausstattung an die Wand bringen, sollte ein ernstzunehmender Qualitätsvorsprung sichtbar werden. Wie ich das oben beschrieb, habe ich mir das mal vor etlichen Jahren anschauen können und war damals sosehr beindruckt, daß ich das auch machen wollte und gespart und zusammengekratzt habe, bis ich mir eine Master-Technika kaufen konnte. Nur waren damit meine Möglichkeiten erschöpft und meine Projektionstechnik blieb bei MF stehen, was ja zugegebenermaßen auch nicht schlecht ist.

      @ Christoph

      nein, ich will keine Kleinserie auflegen. Vor interessiertem Publikum projizieren aber vielleicht schon. Auch gehen meine Wünsche da doch über das heimische Wohnzimmer hinaus, weil mir meine Erfahrung zeigt, daß - übrigens gilt das auch schon für den Vergleich von KB- und MF-Dias - eine solche Projektion erst dann so richtig zeigt was in den Bildern steckt, wenn man so projiziert wie es bei Dia- und Multivisionsschauen vorgemacht wird. Ich denke da schon an das, was ich selbst anschauen konnte, also so 5-7m Bildbreite. Natürlich nicht nur, aber auch. Erst dann wird der Unterschied in der Leistungsfähigkeit zwischen der Formaten richtig deutlich und hier setzt sich auch eine MF-Projektion bereits ganz erheblich von einer KB-Projektion und natürlich erst recht von einer auch noch so gut und teuer produzierten Beamerprojektion ab. Außerdem möchte ich in der Bildgröße schon etwas über dem liegen, was ich mit einer Großvergrößerung (1 - 1,5m Kantenlänge) so erreichen kann, obwohl dieser Vergleich natürlich hinkt. Übrigens projiziere ich auch im Wohnzimmer nach Möglichkeit auf 2,2m Bildbreite, auch wenn ich dafür mal Tische und Stühle rücken muß.

      Der Grund, warum ein Vergrößerungsobjektiv sich nicht so richtig zur Projektion eignet liegt an zwei anderen Stellen: für eine korrekte Ausleuchtung des Bildfeldes wird die Wendel oder auch der Lichtbogen der Lichtquelle in der Hauptebene (Blendenebene) des Objektivs abgebildet. Die sorgfältige Wahl des Projektionskondensors ist entscheidend für die Größe dieser Abbildung. Diese Abbildungsgröße ist der eigentliche Maßstab für die Lichtstärke meines Projektionsobjektivs. Die Lichtstärke des Objektivs alleine bringt noch nicht die Helligkeit. Andererseits kann der Kondensor noch so groß abbilden, wenn das Objektiv seinerseits nicht die nötige Öffnung bietet, um diese Abbildung weitgehend oder besser zur Gänze aufzunehmen. Also nur das korrekte Zusammenspiel zwischen der Größe der Lichtquelle, Brennweite des Kondensors und Lichtstärke des Objektivs bietet die nötige Helligkeit und deren gleichmäßige Verteilung für eine knackige Projektion.

      Dazu kommt aber noch ein technisches Problem: Da, wo die Wendel der Lichtquelle abgebildet wird, also mitten im Objektiv, konzentriert sich auch eine gehörige Portion Wärmestrahlung. Zwar gilt diese Beleuchtungsanordnung auch für jeden korrekt eingestellten Kondensorvergrößerer, nur ist ein solcher in der Regel weder mit einer solchen Lichtquelle ausgestattet, wie sie für die Projektion nötig ist, noch und vor allem bleibt der Vergrößerer nicht stundenlang eingeschaltet, sodaß sich die Wärmebelastung der Optik in Grenzen hält. Aus diesem Grunde sind Projektionsobjektive zwar eher nicht ganz so hoch korrigiert wie Vergrößerungsobjektive, aber normalerweise aus freistehenden Linsen ohne Kittschichten konstruiert.

      Neben einer leistungsfähigen, aber auch nicht zu lauten Lüftung mit entsprechender Luftleitung zu den neuralgischen Stellen des Projektors ist es erforderlich, Wärmeschutzfilter vor dem Dia anzubringen. Ferner gibt es heute die Möglichkeit, die Kondensoroberflächen mit einer dichroitischen Vergütung zu belegen, welche das sichtbare Licht durchlässt, einen Großteil der Wärmestrahlung jedoch reflektiert. DIA-AV Regina Strube bot das mal auch nachträglich an für einen Preis von ca. 30,- € je Linsenoberfläche. Es ist dies allemal sinnvoll, da für einen Erhalt der nicht ganz billigen GF-Dias die Bildfenstertemperatur 55 - 60°C nicht überschreiten sollte, andereseits zu dicke Wärmeschutzfilter die Farben der Projektion doch recht erheblich ins Cyan verschieben.

      Ihr seht sicher, wenn man da anfängt, sich ernsthafte Gedanken zu machen, wird nach und nach klar, daß man schon einiges an Zeit, Material und auch nicht zuletzt Geld investieren muß um über die o.a. Bastellösung hinaus zu kommen. Auch ohne gleich in eine Kleinserie einzusteigen.

      @ acroell

      Du hast recht, den hatte ich ganz vergessen. Ich hab´ gleich gestern mal bei Noble, Kamerawerk Dresden, angerufen. Eine äußerst liebenswürdige Dame versprach, mir Unterlagen dieses Gerätes zuzusenden, wenn sie denn noch vorhanden seien. Mal sehen, was kommt. Das Gerät wurde in höchstens 40 - 50 Exemplaren gefertigt, bei einem Preis von ca. 4000,- DM. Es hat sich wohl nicht durchgesetzt und wurde schnell wieder aus dem Programm gestrichen. Offensichtlich gibt es doch nicht so viele Spinnerte, die meinen, GF-Projektion sei besser als Beamer (obwohl, Beamer gab´s ja "damals" noch nicht).



      Ich wünsche Euch allen ein schönes Adventwochenende

      Gruß Jan

      The post was edited 1 time, last by jan ().

    • Hi Jan,

      wie sähe es eigentlich mit den neuen Hochleistungs-LED's aus. Zwanzig Stück (also für jeden Quadratzoll eine Luxeon-LED) davon auf eine Platine müssten doch eine entsprechende Ausleuchtung bringen und die Helligkeit für Räume ausreichen. Eine Bündelung mittels zweier Linsen müsste doch genauso machbar sein ...

      Nur mal so 'ne laienhafte Idee ;)

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • Wenn ich hier so lese, dann habe ich den Eindruck, dass wohl noch niemand über den alten Thread gestolpert ist der hier ganz oben schonmal angeführt wurde und auf Pani verweist.

      pani.com/home/frames.html
      -> Produkte
      -> Projektion

      Hier kann man sich zumindest Anregungen holen.

      lg
      Steph
    • Moin Steph,

      zugegeben, ich hatte das bislang übersehen.

      Bei aller Liebe, die gezeigten Projektionen sind schon toll, wenngleich nicht ganz das, was ich mit einer Projektion machen möchte. Aber ansonsten schiessen die Dinger sowohl leistungs- wie gewichts- und vor allem wahrscheinlich auch kostenmäßig bei weitem über das hinaus, was ich bei meinen schon sicherlich etwas hochgestochenen Wünschen beabsichtigen würde. Wahrscheinlich benötigt man auch einen 380V Drehstrom-Anschluß oder gar einen eigenen Moppel. Von der Kühlung der Dias, die bei dieser Anwendung sicherlich auch keine Umkehr-Unikate sein dürfen, mal ganz abgesehen. Wahrscheinlich haben diese Dinger ein Kühlgebläse bei dem einem im Saal die Hosenbeine flattern würden.

      Aber eine Anregung zur technischen Problembewältigung ist es schon, deshalb vielen Dank für den nochmaligen Hinweis. Man soll eben gründlich lesen, bevor man den Mund aufmacht.

      Gruß Jan
    • Moin Leute,

      es hat doch etwas länger gedauert, da ich in den letzten Wochen etwas stark eingespannt war, aber nun will ich mal mein Versprechen einlösen.

      Ich habe ja schon im Dezember, wie bereits berichtet, bei NOBLE angerufen und man hat mir dort versprochen, mir Informationsmaterial zuzusenden. Dies habe ich inzwischen erhalten. Der Brief enthielt ein kurzes, sehr freundliches Anschreiben sowie die Photokopie des seinerzeitigen, zweisprachigen Prospektblattes. Leider ist die Abbildung des Projektors recht duster, es lohnt kaum den Scan. Also werde ich den ohnedies nur kurzen, deutschen Text abschreiben:

      Projektor NOBLUX 4x5

      Der Großbildprojektor NOBLUX 4x5 wurde speziell für die anspruchsvolle Präsentation professioneller Diapositive im Format 4"x 5" (9x12cm) und im Rollfilmformat 6x12cm (5x12cm) entwickelt.

      Der Produktphilosophie der Werke NOBLE entsprechend ist dieser Stehbildwerfer bei praxisgerecht einfachem Aufbau und optimalem Preis-Leistungsverhältnis mit allen Merkmalen für eine optimale Bildwiedergabequalität ausgestattet.

      - Höchste Bildschärfe und Brillanz durch Fachprojektionsobjektive von NOBLAR T und NOBLAR

      - Wechselobjektive für optimale Bildgröße und Projektionsentfernung

      - Hohe Lichtleistung bei maximaler Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung durch eine spezielle Innenreflektor-Halogenlampe und ein optimiertes asphärisches Lichtführungssystem

      - Geräuscharmes Kühlgebläse und Wärmeschutzfilter zum Schutz des Dias vor zu großer Erwärmung

      - Formatgerechte einfache Bedienung

      - Spezialzubehör

      Diese Leistungsmerkmale lassen den Projektor für jeden Panorama- und Großformat-Fachfotografen zum unentbehrlichen Werkzeug zur Präsentation seiner Spitzendias in Studio und Labor werden.

      In der Grundausstattung, mit dem preisgünstigen Standardobjektiv VISIOPLAN, wird er darüber hinaus jeden Liebhaber der Panoramafotografie besonders ansprechen.

      Technische Merkmale:

      - Großbildprojektor für Dias der Nenngrößen 14x14 cm und 7x14 cm
      Nutzformate 4"x5" (9x12 cm) sowie 6x12 cm (5x12 cm)

      - Standardobjektiv VISIOPLAN 4/280mm

      - Halogenlichtwurflampe mit Innenreflektor 230V/500W (115v/500W) Sicherung 4,1A (6,3A) Sockel GY 9,5 Lebensdauer ca. 50 Std.

      - Diawechselschieber für Einzeldiaprojektion, abnehmbar als Wechselstelle

      - 3-linsiges Kondensorsystem mit Asphäre und Wärmeschutzfilter

      - Geräuscharmes Kühlgebläse

      - Sicherheitsthermowächter

      - Schalter für Projektionslampe

      - Höhenverstellung

      - Netzanschluß 220-240V/50Hz oder 110-120V/60Hz, je nach Ausführung

      - Gewicht 12Kg mit Objektiv

      - Abmessungen 650mm x 290mm x 200mm

      Zubehör

      - Koffer

      - Wechselobjektiv NOBLAR T 6,7/360mm mit Zwischentubus

      - Wechselobjektiv NOBLAR T 4/420mm mit Zwischentubus

      - Gläser und Masken für Format 5x12cm und 4"x12"

      - Noblux B70

      - Bildbandführung für Rollfilm mit motorgetriebenem Transport (Anm.: Ich glaube, es ist diese Bildbandführung, welche als B70 bezeichnet wird, obschon 2 getrennte Punkte aufgeführt sind)

      Es folgt noch ein übliches Diagramm zu den Projektionsverhältnissen Bildgröße : Projektionentfernung für die 3 aufgeführten Objektive, aus dem hervorgeht, daß die Mindestprojektorentfernung beim 280er bereits reichlich 2m beträgt und sich dann eine Bildbreite von ca 0,9 - 1,0m ergibt.

      Beigelegt hatte man mir noch einen kompletten Rahmen für 5x12 cm Panoramadias als Muster. Dieser besteht aus zwei ca. 2mm starken Glasplatten im angegebenen Format, an den Kanten sorgfältig geschliffen und alle 4 Ecken 45° abgeschrägt, jeweils einer schwarzen und einer weißen Kartonmaske, sowie 4 selbstklebenden Umrandungsstreifen in grün und weiß für alle 4 Seiten der zusammengefügten Diagläser. Folglich ging die Rahmung in etwa so vor sich, wie sie bis in die 1960er Jahre hinein auch für KB-Dias allgemein üblich wahr, bis dann die bis heute üblichen Kunststoffrahmen auf den Markt kamen. Die Methode ist zwar einfach und sicherlich auch verbesserungswürdig, aber gegebenenfalls auch ohne Werkssupport fortführbar, da man sich Gläser passender Größen, Kartonmasken und Klebestreifen relativ leicht selbst beschaffen könnte.

      Leider hat man sich zur Freigabe der Konstruktionszeichnung nicht durchringen können, wie man mir schrieb. Ob man aber die Pruduktion wieder in Gang bringen kann für eine Auflage von 1-3/12 Dutzend?? Ich selbst kann mir im Augenblick eine solche Investition von vielleicht 2500,- € leider nicht leisten obschon ich stark interessiert wäre. Aber man müsste hat mal nachfragen: Vielleicht kann ja noch ein einzelnes Exemplar aus vorhandenen Teilen zusammengesetzt werden. Manchmal ist so etwas aufgrund eines Ersatzteilüberhangs möglich. Voraussetzung für ein solches Telefonat sollte aber eben auch ein finanzieller Überhang sein, sonst kommt man sich dort veräppelt vor.

      Adresse: KAMERAWERK NOBLE GmbH Dresden-Germany,
      Bismarckstraße 56, D-01257 Dresden, Tel.: 0331/2806-0

      So weit, so schön! Betrachten lässt sich das Gerät übrigens, mehr schlecht als recht weil nur sehr klein gezeigt, in den älteren LINHOF-Gesamtkatalogen aus der Mitte der 1990er Jahre.

      Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag

      Gruß Jan

      Ps.: Ich hoffe, jetzt alle Schreibfehler gefunden zu haben. :oops:

      The post was edited 3 times, last by jan ().

    • Ein weiterer GF-Projektor

      Hallo, ich habe seit einigen monaten öfter mal in dieses forum reingeschaut, da ich evtl. zum GF aufsteigen will.
      Nun, da gibt es noch die projektorenreihe von Hardware Xenon,
      binn durch eine anzeige im Diamagazin von 1997 drauf aufmerksam geworden. Mit automatischem 40fach diawechsler für 18x18 oder 4x5inch... und pc anschlussmöglichkeit. Leider scheint diese firma keine webseite zu haben
      aber beim googeln findet man doch einige andere firmen die diese benuzen und verleihen... irgendwo konnte man sowas für ca 200 euro am tag leihen.

      Xenon Hardware Deutschland GmbH Claudiastr. 5 51149 Köln Fon 02203-181683 Fax 02203-181684 Großbild-Diaprojektoren der Hochleistungsklasse

      bye Claus
    • Moin, moin,

      "Ich glaube, das Xenon Gerät sprengt etwas die Dimensionen: "

      ... das glaube ich allerdings auch. Bei aller Liebe: Aus welcher Steckdose im Wohnzimmer sollen denn die 3 - 8000W kommen??! Und aus welchem Portemonaie die täglichen 200,- € Leihgebühr? Schließlich muß ja auch noch angefahren und abgeholt werden.

      Aber mit rumspielen würd´ ich schon mal gerne.

      Gruß Jan