Meinungen zur Mentor 13x18

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    • hppruefer wrote:




      Ich habe das Machwerk mitsamt dem Loch seinerzeit (2014!) mit Cubit konstruiert; war für mich am einfachsten, weil wir es ohnedies am Lehrstuhl hatten. Man bekommt es seit einigen Jahren nicht mehr für Ausbildungszwecke, nur noch kommerziell, und da ist es extrem teuer, so ca 10k US$. Es ist auch kein richtiges CAD, sondern ein FEM-Preprocessor, ich konnte zum Glück STL exportieren, was man für den 3d-Druck braucht, vielleicht kann die heutige Software auch direkt STEP importieren. Es gibt aber FreeCAD gratis (es kann viel mehr als Cubit, dafür ist die Bedienung mühsam, ein echter CAD-Konstrukteur bin ich auch nicht gerade). Tutorials dafür gibts im Netz, und es läuft auch auf dem Mac.
      Es gibt einige kostenlose CAD Programme. OpenSCAD ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, sollte für den Zweck aber gut funktionieren. Autodesk Fusion360 gibt es für Hobbyanwender auch kostenfrei.

      Gruesse, klw
    • Richtig, ich würde – wenn ich bei der für mich günstigen Lösung der vorhandenen Sinar Blende bleibe- nichts von vorn einstellen müssen/können, sondern die Blende mit der Zugschnur bedienen.
      Für das erste, ungeduldige s/w Testfoto auf unserem Hinterhof hatte ich den Hebel bei ca. Blende 16 mit einer aufgebogenen Büroklammer fixiert.

      Habe ebenfalls keinen Schimmer von Sinar… las aber, dass normalerweise auf die vorgewählte Blende erst bei der Belichtung vom internen Kameramechanismus geschlossen wird; also eine Art Springblende. Es gibt auch andere Ausführungen - aber bei meinem Deal war eben diese Platine mit Druckblende dabei.
      Jetzt bin ich eher froh darüber, weil hinten in der Kamera genug Platz für deren Bedienung ist; ich denke gerade über die Betätigung durch einen winzigen Getriebemotor nach, der unten in einer Ecke am Tubus sitzt, langsam den Faden bis zur gewünschten Stellung aufwickelt und das Getriebe hält ihn sicher dort fest … bis der Motor umgepolt die Blende wieder öffnet. Das sollte machbar sein, wenn ich nur einen Batteriehalter mit 2 Kontaktspitzen an gut erreichbare Kontakte halte und verhütet allzuviel Manipulation an der hoffentlich sorgfältigen Scharfeinstellung.

      hppruefer wrote:

      Was mit einem neukonstruierten Tubus ginge, wäre etwas mehr Tiefe. Im Gegensatz zu mir musst du ja keine Bedienelemente erreichen. Den "neuen" Tubus könnte man evtl etwas taillieren, damit man ihn leichter in die Kamera "würgen" kann. So eine Art Eieruhr ist mit 3d-Druck machbar!

      Eckig oder nicht ist fast egal. Das Runde muss ggf ins Eckige: Da kann man gerade mit dem 3d-Druck wunderbare Fassungen/Lagersitze oder so basteln.
      Danke für deine Anteilnahme und den Denkanstoß, ja, das klingt verlockend, sich einen wirklich passgenauen, schlankeren Tubus mit einem schönen Sitz auszudenken, ebenfalls gleich mit einem Klemmsitz für das Motörchen an der richtigen Stelle… ^^
      Ich schaue mal, was mir meine technischen Musici für Hilfestellungen anbieten können.

      Da die Details zur Objektivanpassung drohen, diesen Thread um allgemeine Meinungen zur 13x18 Mentor zu sprengen, würde ich für weitere Einzelheiten dann einen extra Thread eröffnen (oder ein Mod trennt das Geschriebene ab Beitrag 16 oder 18 ab und nennt es "Grandagon-N 90mm f4,5 an 13x18 Mentor" oder irgendwie passend…).

      Inzwischen sehe ich zu, das Gebilde etwas aufzuhübschen und zu komplettieren. Das erste Farbdia auf E 100 G könnte ich ja auch mal zeigen in der Galerie.??

      Herzliche Grüße zurück. Joachim
    • @ hppruefer: Ich sehe gerade, dass du das 35er Apo-Grandagon an der Großformatkamera einsetzt. Wie groß ist bei dir der Bildkreis?
      Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man bei 6x9 noch ein, zwei Zentimeter verstellen können soll. Andererseits gibt es diese Optik auch für die Horseman 6x12. Und um die Verwirrung perfekt zu machen, habe ich mit meinem 35er mal - allerdings nicht auf unendlich - auf 9x12 fotografiert, und da sah es so aus, als würde das 35er sogar 9x10-11 ausleuchten. Leider hat die Aufnahme aus anderen Gründen Licht gekommen, so dass ich jetzt nicht genau sagen kann, wie viel insgesamt möglich ist. Vielleich sogar noch mehr? Weißt du da Genaueres?
    • In diesem Dokument beschreiben sie die Maße, Bildkreise, max. empfohlene Formate usw.
      rodenstock-photo.com/Archiv/d_…nalogobj__27-42__8221.pdf

      Aber es finden sich dazu auch noch etwas abweichende Blätter – z.B. aus russischer Quelle:
      prograf.ru/rodenstock/largeformat_en.html

      Einmal ist nur bis 6x9, das andere Mal von 6x12 die Rede…
      (jeweils bis zu dem Modell/der entsprechenden Tabelle vorscrollen)
    • Schwarzweißseher wrote:

      Wie groß ist bei dir der Bildkreis?
      Ich zitiere mich selbst ...

      hppruefer wrote:

      Es war in gewisser Hinsicht auch schwachsinnig: Bei einem Bildkreis von 120mm taugt es gerade für die üblichen Rollfilmformate bis zum kleinen Panorama 6x12. Brauche ich im Grunde nur für Buntbilder, weil die auf Planfilm sehr ins Geld gehen.
      Schwachsinn, weil ich das Objektiv wunderschön fand, es sehr günstig war UND ich glaubte, es auf einer normalen versenkten Plaubelobjektivplatte montieren zu können. Kann man auch. Aber Unendlich gibts dann nicht mehr. Dezenter Schwachsinn auch, weil es eben nur für Rollfilm geht. Außerdem habe ich mich verschrieben. Bildkreis ist 125mm, nicht 120mm.

      Hier findest du die Daten (etwas blättern ist angesagt):
      rodenstock-photo.com/Archiv/d_…nalogobj__27-42__8221.pdf

      Das Datenblatt nennt gut 2cm Verstellweg für 6x7. Geht. 6x12 ist von der nominellen Formatdiagonale nah am Bildkreis. Also nur Panorama im Grundzustand.

      Für 4x5 nehme ich das 72er Super Angulon XL als Extremweitwinkel. Ist zwar etwas weniger weitwinklig als das 65er Grandagon (was jetzt in der nicht verstellbaren Malefic-Kamera sitzt), hat aber dafür viel mehr Verstellweg. Bildkreis fast 230mm! Dem 35er auf 6x7 entspricht da eher das 58er Super Angulon XL (habe ich auch noch) mit einem arg kleinen Bildkreis von 166mm.


      Joachim war schneller! Die russische Tabelle ist die etwas hübschere und vermutliche neuere Version. Aber auch da ist der Bildkreis 125mm, und der reicht definitiv für 6x12. Habe ich schließlich selbst so genutzt.

      Jetzt doch noch Grüße, hp
      Al é bun sciöch' al é ...
    • Auch wenn das Thema schon etwas betagt ist: Die Mentor Studio ist eine sehr stabile Laufbodenkamera und steht einer 13/18 Linhof-Technika oder deren tschechischem Nachbau Magnola nicht nach. Versenkte Objektivplatten gab es im Original in mindestens 3 Ausführungen, ich habe mir dafür noch einen Zwischenring aus Rotguss gedreht (für das 100-er und das 120-er Weitwinkel-Aristostigmat), um noch weiter zurücksetzen zu können (Die originalen Objektivplatten hatten am Übergang vom zylindrischen Teil des Tubusses zum konischen Teil eine Schraubverbindung, dort kann verlängert werden). Eine meiner Mentor Studio spendete mir den Tuchverschluss für meine große Studiokamera, so daß ich einen Verschluss mit 180 mm freier Öffnung habe, ideal für die 420-er und 480-er Heliare sowie die großen Voigtländer!

      Viele Grüße

      Thomas
      Der Fotograf zum Maler: Geiles Bild - mit welchem Pinsel gemalt?
    • Hallo JoachimK,

      ich nutze auch die Mentor Studio 13x18 und die Panorama 2 mit 13x18. Zu dem habe ich eine alte Holzreisekamera 18x24 auf Mentor-Platine umgebaut. So kann ich meine 3 großen Objektive an allen Kameras benutzen.

      Mein Angulon 6,8/120 habe ich mit einer Holzleistenkonstruktion 25 mm versenkt. Damit sitzt es sicher und gut einstellbar auf dem Schlitten der Mentor Studio.

      Mein Sinaron W 6,8/115 hat mich vor ähnliche Probleme gestellt, wie du sie auch hast. Ich habe als erstes den Distanzring auf der Platine entfernt. Die Platine habe ich dann an den Seiten auf Mentorformat geschliffen. Für die Höhe und Dicke habe ich oben und unten je Buchenleisten mit Epox angeklebt.
      Die Blende wird bei mir auch mit einer Schnur eingestellt. Dafür habe ich ein Loch in die Platine gebohrt, ein Stück schwarzen Schrumpfschlauch eingeklebt und eine gewachste Schnur durch den Schrumpfschlauch auf die Vorderseite geführt. Hier gibt es einen Ring, ähnlich einem Blendenring, der durch Drehung die Blende verkleinert. Beim Zurückdrehen reicht der Federzug der Blende aus, die Schnur straff zu halten. Die Skala mit den Blendenzahlen muss ich noch vorn einzeichnen. Soweit bin ich noch nicht gekommen.
      Um dieses Objektiv an der großen 18x24 einzusetzen, muss ich das hintere Glied abschrauben, die Platine mit dem Vorderglied einsetzen und dann das Hinterglied anschrauben. Das ist zwar umständlich, aber es geht.
      Das Objektiv passt auch gerade auf den Einstellschlitten der Mentor Studio und lasst sich somit gut auf unendlich einstellen.

      Grüße Ralf
    • Hallo Ralf
      Ich habe ein Sinaron 240 den ich gerne an einer Panorama 1 (18x24k
      einsetzen würde. An der Blendeneinstellung überlege ich schon lange,
      die Idee mit der Schnur ist interessant.
      Können Sie bitte Bilder einstellen?

      Da es hier um die Mentor 13x18 geht
      Mein benutzte ich noch mit dem 210 Objektiv der Einsatz mit einen Weitwinkel
      ist geplant. Die Rückseite ist auf normal Kassetten um gebaut.
      Die Mattscheibe ist in einer umgebauten Kassette eingeklebt.

      Gruß Bernd
      9x12 ist eine schöne Negativ Größe
    • New

      Hallo Ralf,
      danke für die Einblicke und die aufschlussreichen Fotos.

      Ja, ich hatte auch lange darüber nachgedacht, wie ich die Blendensteuerung irgendwie auf die Außenseite bringen könnte ..
      Aber da ich gar keine Platine in dem Sinne um die Sinarblende habe, sondern der Rundkörper im Konus dieses Rohrstückes sitzt, hätte ich entweder „außen herum“ gemusst oder am Rand durch den Blendenkörper bohren. Beides erschien mir zu abwegig.
      Deine Lösung ist praktisch.

      Das Problem steht mir ja auch noch bevor, auf einer Skale die zugehörigen Blendenwerte mögl. exakt aufzutragen.
      Das habe ich zunächst nur annähernd gemacht und war dabei von der allgem. Rechnung (sogar mit nicht gerundeten Blendenwerten) ausgegangen und hatte die Ergebnisse in ein PDF layoutet und - wie in obigem Bild gezeigt - dann auf dem Leuchtpult mit der nackten Blende verglichen. Nun, da die Form der 5-lamelligen Blende eh mit einem Kreis interpoliert werden muss, kommt es auf die rechnerisch ermittelten 2. Stellen hinter dem Komma wohl nicht an. :lol: Aber nun sind noch Fragen offen.

      Etwas verunsichert hat mich dann aber die Lektüre des Threads
      Hat ein Copal #1 immer die gleiche maximale Öffnung? (aka Blendenskala für Copal No. 1)
      genauer: der Beitrag #4 von zoz schon.
      Bedeutet das also, ich kann die ermittelten Blenden-Durchmesser nicht an der freiliegenden Blende selbst abschätzen, sondern nur durch die Frontlinse blickend??
      Ist es sicher, dass bei dieser Blende die Verstellwege zwischen den Stufen gleich groß sind?

      Bei Erhalt des Objektivs mit der Sinar-Platine war hinten der rote (Offenblenden-begrenzungs-) Knöbel mit der Aufschrift 5,6 eingeschraubt, obwohl das das 4,5er Grandagon ist.
      War der nur der Vollständigkeit der Sinar-Platte halber beigelegt/montiert, oder hat das noch eine andere Bewandtnis?

      Dankbare Grüße. Joachim
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      Hallo Joachim,

      ich bin bei der Blendenfestlegung von gleicher Winkelverteilung auf der Rückseite der Platine ausgegangen.
      Blende 6,8 bis 45 sind 5,3 Blenden auf ca. 75° Hebelauslenkung verteilt.

      Den Vergleich eines 5-Ecks mit einem Kreis hatte ich auch überlegt: der Umkreis wäre zu groß für den Vergleich, der Inkreis wäre zu klein.
      In diesem Fall würde ich die Länge von Spitze des 5-Ecks zur gegenüberliegenden Fläche messen und mit dem rechnerischen Durchmesser der Blende vergleichen.

      Eine Messung bzw. Bewertung würde ich möglichst nicht durch eine Optik machen, sondern direkt an den Blendenlamellen.

      Gruß Ralf
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      Hallo Ralf,

      danke für die Hinweise. Dann werde ich das nochmal sorgfältig vergleichen – ausgehend von dem Bl. 5,6 -Begrenzer dann gleichmäßige Marken zu setzen.

      Die Blendenform mit einem Kreis zu vergleichen ist schon eigen; es ist ja auch kein regelmäßiges Fünfeck, die Seiten sind keine Geraden, sondern haben leichte "Bäuche" … und dazu noch asymmetrisch. Vom ersten opt. Eindruck her würde ich die Bl. 5,6 auch noch enger ziehen, als der Anschlag sie hält, aber 1. kann man das schwer einschätzen, weil die Blendenebene weit über der Vergleichsgrafik auf dem Leuchtpult liegt - und das zielende Auge Bereiche darunter sehen kann, die bei streng parallelem Blick verdeckt wären, und 2. gehe ich mal davon aus, dass die Schweizer Experten die Stellung schon korrekt bemessen haben werden. Die sich bei großen Öffnungen bildenden Ecken irritieren halt etwas.
      Zum Glück wird es mit zunehmendem Blendenwert einfacher.

      Meine theoretisch errechneten Werte waren:
      Bl. 5,6(57) = 15,9 mm
      8 = 11,25
      11(,31) = 7,95
      16 = 5,62
      22(,63) = 3,98
      32 = 2,81
      45(,25) = 1,99 mm (… wobei das mit den Nachkommastellen dann praktisch Humbug ist.)
      Ich werde froh sein, das auf halbe Millimeter gerundet erkennen zu können oder einen eingestellten Messschieber zum Vergleich nahe heran zu halten. Ich will die Blende nat. weder beschädigen noch zerkratzen.

      Viele Grüße
      Joachim
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      Thomas Kreil wrote:

      …Versenkte Objektivplatten gab es im Original in mindestens 3 Ausführungen, …
      Hallo Thomas,
      danke für den Hinweis,. Ich hatte darauf noch nicht reagiert, das aber mit großem Interesse und Staunen gelesen.
      Leider ist nirgends etwas derartiges zu finden (also bei ebay u. vgl.), was auch an meiner wachsenden Ungeduld und dem Frust bezgl. der "gekauften" und "tauben, kommerziellen" Suchergebnisse bei Google liegen kann.

      Für den Moment bastele ich an meiner gegenwärtigen Lösung für das 90er Rodenstock erstmal so weiter; später eruiere ich die Möglichkeit eines 3D-Druckes.
      Trotzdem würde mich eine weitere versenkte Platine für die Mentor sehr interessieren, in die ich dann das unsäglich schwere und große 300er Industar 4,5 etwas einlassen könnte und somit für mehr Balance sorgen.
      Das scheint eine sehr schöne Portraitlinse zu sein; ich habe aber erst einen m.o.w. gelungenen Versuch damit an der alten Holzkamera hinter mir.

      Viele Grüße
      Joachim