Meinungen zur Mentor 13x18

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    • Meinungen zur Mentor 13x18

      Hallo,


      leider habe ich in den Weiten des Internets leider noch nicht so viel konkretes über die 13x18 mentor kameras(ich meine die laufbodenkamera) finden können. mir ist bekannt dass sie einen eingebauten schlitzverschluss hat, dass sich zumindest die frontstandarte relativ reichlich verstellen lässt und dass sie eigene, nicht standartisierte filmkassetten benötigt

      mich würden aber noch einige andere dinge brennend interessieren:

      -aus welchem material ist die kamera- aluminium oder holz?

      -wie stabil sind die konstruktion und die verstellbarkeiten vielleicht im vergleich zu einer anderen holzkamera wie der tachiahara oder shenhao?

      -die kamera scheint sehr schwer zu sein, liegt das am schlitzverschluss, denn man ja sicher ausbauen kann(?)?

      -hat die kamera noch andere nachteile(im vergleich mit anderen laufbodenkameras? ich denke daran wenn ich so eine kamera bekommen könnte, ein 13x18 rückteil von plaubel dranzuschrauben und den schlitzverschluss auszubauen da ich ihn nicht benötigen würde.

      vielen dank für eure hilfe!

      Michael

      ps: falls es jemand interessiert bisher fotografiere ich mit einer umgebauten polaroid 110b kamera die ich mit einem 4x5 rückteil und einem schneider press-xenar 127mm ausgerüstet habe, das ist eine tolle handkamera!
      wenn das interessiert lese doch mal bei photo.net im lf forum nach da gibt es jede menge anregungen
    • Hallo pjotr,
      den Schlitzverschluß kannst Du drinlassen. Lässt ihn halt offen stehen.
      Aber gerade das Geräusch des Verschlusses hat was. Hier ausgelöst, wird noch in Tokyo ein Erdbeben registriert.
      Die Mentor lässt sich leicht auf international umbauen. Ihre Präzision beim Einstellen hängt von Deiner Präzision beim Gucken auf der Mattscheibe ab.
      Kannst Du photographieren?
      Dann kannst Du auch mit der Mentor photographieren.
      Bist Du Designfetischist?
      Dann bist Du mit der Holz-Metall-Kunstleder-Kamera der blutarmen Zeit voraus. Sie ist in dieser Beziehung nicht zu überbieten und damit wohl die Spitze der optischen Freudlosigkeit.
      HG, rainer brö.
    • rainer,
      es ist mir natürlich klar dass man mit so ziemlich jeder kamera fotografieren kann. bei der mentor wäre mir das design auch eher egal. ich wollte nur von jemandem der die kamera kennt wissen wie stabil sie ist wenn man alle verstellmöglichkeiten festgezogen hat und wie präzise die mechanik ist - das ist bei einer gf-kamera doch sehr wichtig- jedenfalls entscheidender als das design.
      den schlitzverschluss will ich ausbauen weil ich vermute dass er für einen grossen teil des gewichts der kamera(ca 6kg) verantwortlich ist

      Gruss,
      pjotr
    • Mentor 13/18

      Hallo pjotr,
      eine Präzisionskamera ist sie nicht. Darum meinte ich auch "nach Sicht" einstellen. Von meiner Deardorff war ich das gewohnt und es störte mich nicht, da ich z.B. Architektur ganz selten photographierte. Der Verschluß dürfte entgegen Deiner Vorstellung rel. wenig wiegen.
      HG rainer brö.
    • Ich hab auch so eine Mentor. Mit dem Tessar macht sie sehr gute Bilder. Es ist schärfer und klarer, als mein Symmar 150 mm.

      Sie kann das Objektiv horizontal und vertikal verschwenken, seitlich verschieben, hochstellen und bei abgeklapptem Laufboden auch nach unten shiften. Das Rückteil ist drehbar für Hoch- und Querformat, läßt sich zusätzlich allseitig schwenken.

      Der Schlitzverschluß ist gut, nur ist das Langzeitenwerk bei meiner Kamera verharzt gewesen. Nach längerem Tüfteln habe ich es wieder zum laufen gebracht. Der Verschluß geht aber bei den Momentzeiten auch ohne. Einen Drahtauslöser hab ich mir aus einer Fahrradbremse (Griff und Bowdenzug gebaut).

      Die Kassetten sind eine Eigenkonstruktion der Firma und nicht kompatibel mit internationalem Rückteil. Wenn man keine Blech-Planfilmeinlagen hat und auf Platten verzichten will (gäbe es bei Wephota und Banse & Grohmann), kann man sich mit Bilderrahmengläsern 13x18 behelfen. Auf diese kommt der Planfilm und beides wird in die Kassette gelegt. Es gab auch Reduziereinlagen für 9x12.

      Wenn man sich ein 13x18 Rückteil mit Graflock oder so anpaßt, hat man zwei Nachteile: der Minimalauszug wird verringert und der Schlitzverschluß ist weiter weg vom Film. Vielleicht müßte man den ganzen Mattscheibenrahmen der Mentor demontieren. Andererseits gibt es im Internet immer wieder Mentor-Kassetten für wenig Geld zu kaufen.
      Mein Exemplar der Mentor ist aber schon recht ausgenudelt. Der Schwenk um die vertikale Achse wackelt. Aber da man am Objektiv bei der Auslösung nicht fummeln muß, laß ich das Ganze eben auswackeln.

      Zum Material: Das Gehäuse ist aus Stahlblech. Daher auch das Gewicht der Kamera.

      Mit dem Ausbau des Verschlusses sparst Du nicht viel. Er ist ziemlich simpel aufgebaut: 2 Rollos, ein paar Federn und Kurvenscheiben. Geschätztes gewicht ca. 1/2 Pfund.

      Du verpaßt ohne Schlitzverschluß viele Möglichkeiten:
      Die Objektiv-Platine kann man sich aus Sperrholz nachbauen und alle möglichen Linsen anpassen (Vergrößerungsobjektive etc.) Ich habe mir den Kopf eines Leitz-Hektor 135 mm angepaßt. 9x12 leuchtet er locker aus.

      Hier noch ein Link: dessauphoto.de/Prospekte/body_prospekte.htm

      Gruß
      Thomas
    • Hallo Michael,
      .. und vielen Dank Thomas für Deine ausführlichere Beschreibung, die ich aus eigenen Überlegungen und Erfahrungen ergänzen möchte.
      Die Laufboden-Mentor hat keine Null-Rasterungen. Die Präzision von Gehäuse und Originalkassetten (z.Zt. aus einer einzigen Quelle 2 Stck. ca. 45 €) scheint mir ohne das normale, reichliche Abblenden fragwürdig. Trotz abklappbaren Bodens ist die Mentor wie alle Laufbodenkameras keine typische WW-Kamera (WW-Balgen? Verstellbarkeit? Vignettierung des Bodens im Hochformat?) Auch mit komplett ausgetauschtem und auf Plaubel umgebautem Rückteil liegt die Filmebene weiter zurück wie beim Original und die Kamera selbst wird nochmal deutlich schwerer. Als 4/5 Kamera im Hauptgebrauch draußen macht sie auf Dauer keinen Sinn.

      Der von Thomas beschriebene Nutzen des Schlitzverschlusses ist relativ, da bei den "neueren" Modellen die kürzeste Zeit 1/30 ist und bei den Vorgängern 1/100. Im Normalfall reicht das natürlich und sie ist preiswert.
      Ich habe daher beschlossen, sie nicht umzubauen und meine dafür bereits erworbenen Plaubel-Teile für eine spezielle WW-Kamera zu verwenden.
      HG, rainer brö.
    • Hallo rhiner00!
      ich habe deinen Bericht zu der Mentor gelesen wo du einen einkaufquelle für orginalkassetten nennst!kannst du mir diese quelle nennen.ich wäre dir dankbar,ich habe selbst so ein monster!

      danke,gut licht!
    • Mentorkassetten

      Hallo canoman,
      werde mal in meine Zettelkiste gucken. Das war im Mai. Ob er noch welche hat? Ich melde mich bei Dir im Hintergrund.
      HG, rhiner00
    • "rhiner00" wrote:

      Trotz abklappbaren Bodens ist die Mentor wie alle Laufbodenkameras keine typische WW-Kamera (WW-Balgen? Verstellbarkeit? Vignettierung des Bodens im Hochformat?)

      das ist beim 13x18 format aber weniger ein problem.
      deswegen LIEBE ich auch so meine technika 13x18 - da habe ich das 110erXL ohne probleme verwendet. allerdings fotografiere ich meistens im querformat.

      "rhiner00" wrote:

      Ich habe daher beschlossen, sie nicht umzubauen und meine dafür bereits erworbenen Plaubel-Teile für eine spezielle WW-Kamera zu verwenden.
      HG, rainer brö.

      das interessiert mich sehr!!!
      gruss
      robert
    • Hallo Leute!
      zu diesem Thema habe ich auch eine Frage in die Runde. Welches Objektiv,bzw.welche Brennweite lässt sich an einer Mentor 13x18 im WW Bereich quer ohne Einbußen benutzen? Nach meinem Umbau und Teilrestaurierung ist es wieder eine richtige kamera geworden.Macht richtig Spaß.Leider habe ich nur ein Symmar 5,6 / 300,möchte aber "mehr Bild" haben.
      Kann mir da jemand weiterhelfen?

      Danke schon mal!
      Lothar
    • hallo lothar,
      meine kürzeste brennweite für die mentor ist ein altes 165er tessar, das 13x18 auch noch gut ausleuchtet.
      kürzere brennweiten habe ich für 13x18 nicht, und das 90mm angulon das ich für 4x5 habe, kann ich definitiv vergessen, das leuchtet das format nicht aus.
      grüsse aus berlin
      uwe
    • Mir ist bewusst, dass der Thread schon über 13 Jahre alt ist.
      Aber da es thematisch hierher passt — und ich noch nicht absehen kann, ob es der geschätzten Forumsgemeinde lieber wäre, ein neues Thema zu lesen oder auch das alte recycled werden sollte — schreibe ich das mal fort:

      Meine beiden (einzigen) GF Kameras sind Mentor(en), eine Holzkamera (so schätze ich) etwa aus den Fünfzigern und die ‚letzte‘, quasi fabrikneue aus dem Eigentum des letzten Firmenchefs (und Sohn des Entwicklers dieser Kameras) vor seinem Weggang in den Westen. Die dürfte so von Anfang bis Mitte der 80er sein.

      Einen Vergleich zu anderen Laufbodenkameras oder gar zu teuren, extrem robusten Fachkameras kann ich mangels Erfahrung nicht ziehen; denke aber, dass sie (also die neue jetzt) in puncto Stabilität in ihrer Klasse mindestens durchschnittlich abschneidet.
      Das hängt natürlich, abgesehen vom Aufbau usw. auch vom Zustand der Mechanik und dem verwendeten Objektiv(gewicht) ab, oder - wie der uli schrieb- davon, ob man zur besseren Ausbalancierung versenkte Objektivplatten verwendet.

      @uli: In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob deine 50mm reversierte Platte für das 120er ein Eigenbau, eine Spezial-Anfertigung oder ein Standardprodukt sind?

      Ich habe zwei 210mm Normal-Objektive mit unterschiedl. Anfangsöffnung, eines davon in einer versenkten Platine von ca. 30mm, ein russisches 300er (sehr schwer, an selbstgebauter Sperrholzfront) und seit kurzem ein tolles Grandagon-N 90mm an Sinar-Platte mit DB.

      Zu den Verschlusszeiten: Ich hatte die alte Mentor ausgemessen: 1/25 war das kürzeste (bei Einstellung hundertstel) was sie noch schaffte, auch mit vorsichtig um einige Umdrehungen nachgespannten Federn. Die Folgezeiten dementsprechend auch in Abstufung viel länger. Ok soweit, die Mechanik ist alt und müde, ich weiß nicht ob und was man (mit den Federn des Rollos) anstellen müsste, um auch nur in die Nähe der vorgegebenen Zeiten zu kommen..
      Ich persönlich denke ja, dass die nie wirklich erreicht worden sind (oder nur kurze Zeit nach Neuzustand) und man deshalb dann bei den neuen Modellen erst gar nicht über die 1/30 hinaus gegangen ist. Bei der neuen habe ich in die Verschlusszeiten noch nicht vermessen, denke aber, darauf kann man sich wohl verlassen.

      Natürlich war mein Ziel, dieses Rodenstock irgendwie an die Mentor zu bringen.. was schon ziemlich extrem ist.
      Nach erfolglosem Versuch, einen Copal 1 zu ergattern — und der Erkenntnis, dass der gar nicht bedienbar gewesen wäre, weil das Objektiv buchstäblich IN der Kamera sitzen muss, bin ich jetzt an einem Selbstbau einer Platte mit ca. 4 cm Rückversatz dran. Der Sinar-Blendenkörper verbleibt so wie er war und sichert somit die korrekte Montierung und Justage der beiden Linsenelemente.
      Nachteil: Die Blende ist nur von innen/hinten einstellbar - und auch nur durch entsprechenden Kniff, der sie dann in der gewünschten Position gegen die Rückholfeder feststellt. Da bin ich noch dran.

      Ich habe auch schon auf die Weise 2 Testbilder gemacht, die recht vielversprechend aussehen; allerdings gibt es bei der Enge in dem nicht WW-geeigneten und auch nicht wechselbaren Balgen keinerlei Verstellmöglichkeiten mehr, außer, einen guten Zentimeter nach oben zu shiften, damit der Laufboden nicht im Bild ist. Dann klemmt mein Gebilde aber schon innen an der Balgen-Decke.
      Abklappen des Laufbodens bringt nichts, weil dann die Stabilität der Frontstandarte nicht mehr gegeben ist, und man nicht mehr auf unendlich scharf stellen könnte. Die Front steht eh schon nur mit 3/4 des Fußes noch auf der Vorderschiene, Luft zum Einstellen lasse ich gerade mal 3-5 mm,
      Das vordere Linsenglied ist nahezu bündig mit der Frontplatte, vom Hinterglied bis zum Schlitzverschluss ist ein knapper cm Platz.
      Sehr abenteuerlich, ich weiß.. ;)
    • Ich weiß nicht, ob es hilft ... ich habe für meine Profia einen Objektivtubus mit 50mm Tiefe gebaut, damit ich das 35er Grandagon auch auf Unendlich einstellen konnte. Das Objektiv ist bedienbar; den Tubus habe ich als 3d-Druck konstruiert und auf eine Profiaplatine mit entsprechendem Ausschnitt montiert. Wie groß sind die Mentor Objektivplatten?

      Bastelgrüße von hp
      Al é bun sciöch' al é ...
    • 3D-Druck klingt interessant; der Gedanke daran blitzte auch bei mir kurz auf… aber da ich es kaum aus Lust- und Zeitgründen schaffen würde, die erforderliche Datei selbst zu erstellen und mich in entspr. Programme einzuarbeiten, würde das (z.B. als Auftrag im hiesigen Conrad, die sowas anbieten) ein Volumen erreichen, das ich nicht darstellen kann und will. Ich muss dieses mein Hobby aus der Portokasse bestreiten - und die ist mager.

      Die genauen Maße der Mentor Platine habe ich nicht im Kopf, muss ich messen und nachreichen. Es klingt abartig, aber ich habe meine Bastelei mit einem zurechtgesägten Stumpf eines 110er Abflussrohres begonnen, weil da die Sinar-DB so schön zu festem Sitz zu bringen war. Das Maß der Tiefe ist somit durch die Kröpfung des Rohres vorgegeben - was natürlich mit einer Sonderanfertigung eleganter ginge und die Front noch bequemer aufstellen würde. Aber schon jetzt zieht das Ganze enorm an der Arretierung (nach hinten/unten).

      Ich kann ja später noch ein Bild des momentanen Stadiums einstellen, obwohl es jetzt noch sehr räudig aussieht, weil auch meine letzte Dose Kameralack mittendrin aufgab.

      Engagierte Bastelgrüße zurück ;)
    • Naja, die Sache mit dem 3d-Druck hat sich so ergeben, weil der Lehrstuhl, an dem ich gearbeitet habe, einen 3d-Drucker beschafft hat, eigentlich relativ sinnfrei. Da ist mir der Gedanke gekommen, Kamerahilfsteile damit herzustellen. War Konstruktionsübung für mich und Erfahrung sammeln für die Kollegen. Ansonsten sind da hauptsächlich Daleks, Minions und ähnliches Zeug entstanden ...

      Das Ding hat eine äußere Kantenlänge von 140mm. Die Form als Stufenpyramide ist entstanden, damit ich es in die Profia-Standarte "einkippen" kann. Bewährt hat es sich. Hast du Zugang zu CAD? Ich kann dir ein STEP-File schicken. Oder ich denke selber mal über ein Muster für dich nach. Das ist nur schwierig, weil dafür die Platzverhältnisse in der Mentor wichtig sind (siehe mein "Einkippproblem").

      Ich sehe, dass du in Dresden wohnst. Das ist fast am anderen Ende der Welt, von Bochum aus gesehen. Schade, ich war Ende Juni in Dresden ... da war eine Design-/Konstruktionstagung (eee2019). Hast du Zugang zur TU? Da gibt es eine Reihe netter hilfsbereiter Menschen.

      So weit fürs Erste,
      optimistische Grüße von hp

      Al é bun sciöch' al é ...
    • Hallo hp,

      erstmal vielen Dank für die aufschlussreiche Beschreibung.

      Ich habe insofern Zugang zur TU, als ich im angeschlossenen Uni-Klinikum die Mediziner-BigBand coache und dirigiere.
      Nun, es sind auch einige Andere (Studenten) dabei, wie Maschinenbauer, auch ein Physiker und 2 fertige Ärzte…
      Da kann ich mal nachfragen, über was für Ressourcen die verfügen. Allerdings ist jetzt Semesterpause und es geht erst im Okt. weiter.

      CAD: Ich hatte vor Jahren mal ein paar Stunden mit Cheetah 3D auf dem Mac gespielt; eine Lizenz kostet aber auch 99$ und ansonsten brauchte ich sowas nie. Ein Nachbar von mir ist Ingenieur und hat mal Modelle bzw. Formen dafür zum Tiefziehen entworfen; er hat einen VR-tauglichen PC und ich werde mal fragen, ob er eine entsprechende Software hat und beherrscht – die Chance ist jedenfalls groß.

      Das Stufenpyramiden-Design ist ein sehr interessanter Ansatz. Das Problem, das Gebilde einkippen zu müssen, habe ich hier auch. Das geht wirklich nur sehr knapp.
      Da ich durch die Verwendung der Sinar Blende als verbindendes Element und das Rohr bisher ja noch "rund" unterwegs bin, müsste die entweder auch dort hinein gehen, oder aber etwas anderes (Copal 1) die Funktion übernehmen.
      Klar, es wäre von Vorteil, dann die Blendensteuerung sowie andere, kürzere Bel.-Zeiten besser im Griff haben zu können, indem ich den Schclitzverschluss ignoriere. Aber da auch der Zentralverschluss die erforderlichen 20 mm nach vorn aufträgt, das Ganze aber wirklich tief in der Kamera sitzen muss, bezweifle ich eine halbwegs vernünftige Bedienbarkeit von vorn. Das Frontelement des Grandagon (4,5er) ist recht groß, knapp 90 im ø und ca. 42 mm tief bis Gewinde, da müssten sich meine nicht gerade kleinen Finger erstmal dran vorbeischummeln. ;) Dazu kommt, dass ein Copal 1 mit dieser Apertur wohl über 200 € extra kosten würde… :(

      Die Mentor-Platinen hier sind (b x h) 138 x 141 mm groß; keine Ahnung warum nicht quadratisch - oder viell. nur eine modellbedingte "Streuung".
      Die Wangen der Standarte jedoch sind relativ breit, re. und li. noch mit einem Streifen Samt/Velours belegt, oben und unten der blanke Hammerschlaglack.
      Sie lassen ein lichtes Maß von (b x h) 114,8 x 113 mm offen, oben noch mit einer zusätzlichen Aussparung von 4-5 mm, um große, runde Tuben einkippen zu können.

      So einen hatte ich -wie beschrieben- mit dem 210 / f 1:3,5 bekommen. Da die Metallplatine nicht in die bestehende (erste) Kamera passte, hatte ich eine aus Holz gefertigt.
      Somit hatte ich jetzt die übrige Alu-Platine -nur mit abgekanteten Rändern oben und unten- mit einem Loch von ø 115 mm übrig, wo zufällig der besagte Rohrstutzen einzusetzen war. Nach geringfügiger Anpassung geht die jetzt in die neue Mentor rein.
      Das Platzproblem bestand bei dem Rohrstück eher vorn, weshalb ich – zur Vermeidung dessen, an der neuen Kamera etwas von den Wangen der Standarte abtragen zu müssen – die entsprechenden Stellen am Rohr geebnet habe.

      Auch der gestauchte Balgen weitet sich ja nach hinten pyramidenartig auf, jedoch besteht gerade oben, welcher Platz zum einkippen benötigt wird, auf ca. 4 cm hinter der Front so gut wie kein Spielraum.
      Ich hänge mal einige kleine Bilder an … Die aufgetragenen Blendenstellungen sind erst vorläufig, ich hatte das anhand einer angefertigten Vergleichsgrafik auf dem Leuchtpult mit der realen Blende grob verglichen.

      Fragende Grüße J.
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    • Oje. Da sitze ich aus ganz anderen Gründen am Rechner, und schon sehe ich deine Nachricht.

      Da hast du ein wirklich ekliges Problem! Die Mentorplatinen sind arg klein - meine Plaubelplatinen messen 165x165, und wenn ich die Labyrinthdichtung (Nut und Feder) abziehe, bleiben die 140mm nutzbare äußere Kantenlänge für den Tubus übrig. Der Frontdurchmesser des 35er Grandagon ist nur 70mm, da komme ich dann gerade mit den Fingern vorbei, und ich kann, weil es im Verschluss sitzt, mit einiger Mühe die Einstellungen hinkriegen. Es war in gewisser Hinsicht auch schwachsinnig: Bei einem Bildkreis von 120mm taugt es gerade für die üblichen Rollfilmformate bis zum kleinen Panorama 6x12. Brauche ich im Grunde nur für Buntbilder, weil die auf Planfilm sehr ins Geld gehen.

      Wenn ich das richtig verstehe, musst/kannst du von außen garnichts bedienen? Ich bin nicht so richtig Sinar-fit: Wie wird die Druckblende voreingestellt? Wenn ich mir die üblichen Bilder ansehe, sind da "außen" überhaupt keine Bedienelemente zu erkennen. Du stellst die Blende mit dem lustigen Seilzug ein!?

      Deine Konstruktion finde ich ziemlich genial, die könnte man allenfalls etwas aufhübschen. Was mit einem neukonstruierten Tubus ginge, wäre etwas mehr Tiefe. Im Gegensatz zu mir musst du ja keine Bedienelemente erreichen. Den "neuen" Tubus könnte man evtl etwas taillieren, damit man ihn leichter in die Kamera "würgen" kann. So eine Art Eieruhr ist mit 3d-Druck machbar!

      Eckig oder nicht ist fast egal. Das Runde muss ggf ins Eckige: Da kann man gerade mit dem 3d-Druck wunderbare Fassungen/Lagersitze oder so basteln.

      Ich habe das Machwerk mitsamt dem Loch seinerzeit (2014!) mit Cubit konstruiert; war für mich am einfachsten, weil wir es ohnedies am Lehrstuhl hatten. Man bekommt es seit einigen Jahren nicht mehr für Ausbildungszwecke, nur noch kommerziell, und da ist es extrem teuer, so ca 10k US$. Es ist auch kein richtiges CAD, sondern ein FEM-Preprocessor, ich konnte zum Glück STL exportieren, was man für den 3d-Druck braucht, vielleicht kann die heutige Software auch direkt STEP importieren. Es gibt aber FreeCAD gratis (es kann viel mehr als Cubit, dafür ist die Bedienung mühsam, ein echter CAD-Konstrukteur bin ich auch nicht gerade). Tutorials dafür gibts im Netz, und es läuft auch auf dem Mac.

      Bei den Maschinenbauern kenne ich Prof. Stelzer und seine Mitstreiter ganz gut. Ich habe allerdings keinen 3d-Drucker bei denen entdeckt. Vielleicht haben deine Maschinenbaustudis da eine Idee.

      Sehr herzliche, aber auch leicht hilflose Grüße von hp
      Al é bun sciöch' al é ...