Überlegung: Die "Tageslichtschale"

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    • Überlegung: Die "Tageslichtschale"

      Moin Zusammen,

      da ich mir nicht vorstellen kann, daß nicht jemand anderes eine solche Idee schonmal hatte und umgesetzt hat, hier mal eine Nachfrage.


      Ausgangslage:
      Planfilme sind offessichtlich in der Schale am sichersten gleichmässig zu entwickeln.
      Zumindest ist mein Eindruck aus vielen Posts hier, daß bei allen anderen Arten der Entwicklung ab und an Probleme auftreten.
      Nerv-Faktor:
      Die erzwungene Dunkel-Meditation und Entschleunigung, da man i.d.R. nicht mehrere (oder nicht mehr als X) Filme gleichzeitig entwickeln kann.

      Idee:
      Eine Schale,
      - in der der Film nicht aufschwinmmen kann,
      - die einen Lichtdichten Deckel hat,
      - die so gelagert ist, daß man sie im gewünschten Rhythmus bewegen kann,
      - die einen Flüssigkeitswechsel schnell und ohne Öffnung gestattet.

      Sowas wurde mit dem Paterson Orbiter ja schon gebaut. Teuer, selten und nicht mehr zu bekommen.

      Meine bisherigen Eckpunkte für Überlegungen:
      - Bau aus PVC 1 bis 5 mm, da weitgehend chemikilienbeständig und leicht zu verarbeiten
      Unklar: Käme 3D-Druck für sowas in Frage und wenn ja, welches Material?
      - Filmträger, ähnlich EInleger für Kassetten, also ein Führungsrahmen für die Ränder, um den Film unter der Oberfläche in Postion zu halten
      - seitlicher Ein- / Ausgiesser mit Lichtfallen-System
      - Größe 20x30 für 2 mal 13x18 0der 4x 4x5 (so als Anfang); Volumen 600ml für 1 cm Füllstand, wenn Rahmen gut ist und absolut Waagerecht würde ich auch mal 400 riskieren)
      - Lagerung in einer Art Wippe, um gleichmässige Bewegung zu gewährleisten. (Habe da auch eine Idee für "kreisförmiges Wippen")

      Hat jemand sowas schonmal gemacht?

      Gruß
      Leo
      ---
      ... denn nichts ist so, wie es scheint!
    • Leon wrote:

      Ausgangslage:
      Planfilme sind offessichtlich in der Schale am sichersten gleichmässig zu entwickeln.

      Deine "Offensicht" muß ich ernsthaft hinterfragen; für mich stimmt der Ansatz nicht, weil für mich die Rotation an erster Stelle in puncto Sicherheit/Gleichmäßigkeit/Wiederholbarkeit steht, letztlich aber alle Entwicklungsverfahren bei sachkundiger Anwendung zum gewünschten Erfolg führen.

      Zur Frage:
      Nein, nicht gemacht, weil ich auf über 100 Jahre Erfahrung der Altvorderen baue und hier kein neues Rad brauche.
    • Leon wrote:

      Moin Zusammen,

      da ich mir nicht vorstellen kann, daß nicht jemand anderes eine solche Idee schonmal hatte und umgesetzt hat, hier mal eine Nachfrage.


      Ausgangslage:
      Planfilme sind offessichtlich in der Schale am sichersten gleichmässig zu entwickeln.
      Zumindest ist mein Eindruck aus vielen Posts hier, daß bei allen anderen Arten der Entwicklung ab und an Probleme auftreten.
      Nerv-Faktor:
      Die erzwungene Dunkel-Meditation und Entschleunigung, da man i.d.R. nicht mehrere (oder nicht mehr als X) Filme gleichzeitig entwickeln kann.

      Idee:
      Eine Schale,
      - in der der Film nicht aufschwinmmen kann,
      - die einen Lichtdichten Deckel hat,
      - die so gelagert ist, daß man sie im gewünschten Rhythmus bewegen kann,
      - die einen Flüssigkeitswechsel schnell und ohne Öffnung gestattet.

      Sowas wurde mit dem Paterson Orbiter ja schon gebaut. Teuer, selten und nicht mehr zu bekommen.

      Meine bisherigen Eckpunkte für Überlegungen:
      - Bau aus PVC 1 bis 5 mm, da weitgehend chemikilienbeständig und leicht zu verarbeiten
      Unklar: Käme 3D-Druck für sowas in Frage und wenn ja, welches Material?
      - Filmträger, ähnlich EInleger für Kassetten, also ein Führungsrahmen für die Ränder, um den Film unter der Oberfläche in Postion zu halten
      - seitlicher Ein- / Ausgiesser mit Lichtfallen-System
      - Größe 20x30 für 2 mal 13x18 0der 4x 4x5 (so als Anfang); Volumen 600ml für 1 cm Füllstand, wenn Rahmen gut ist und absolut Waagerecht würde ich auch mal 400 riskieren)
      - Lagerung in einer Art Wippe, um gleichmässige Bewegung zu gewährleisten. (Habe da auch eine Idee für "kreisförmiges Wippen")

      Hat jemand sowas schonmal gemacht?

      Gruß
      Leo
      Das gibt es schon alles. Z.B die Edelstahl Schahlen mit dem Deckel (alle erdenkliche Größen und Tiefen) aus der Gastronomie. Da mus nur der Boden preparirt werden. Und um den Film auf der Boden Nähe zu halten gibt es auch x belibiege Möglichkeiten. Auch wie um die Flüssigkeit ein zu giessen oder abzulassen ohne den Deckel abzunehmen.
    • Leon wrote:


      Planfilme sind offessichtlich in der Schale am sichersten gleichmässig zu entwickeln.
      Zumindest ist mein Eindruck aus vielen Posts hier, daß bei allen anderen Arten der Entwicklung ab und an Probleme auftreten.
      Dem ist nicht so. Bei allen Arten der Entwicklung kann man Fehler machen, die Schalenentwicklung ist davon nicht ausgenommen. Häufigstes Problem bei der Schalenentwicklung ist z.B. die erhöhte Gefahr des Verkratzens der Filme, insbesondere wenn man mehrere Filme gleichzeitig entwickelt.

      Hinsichtlich der Gleichmässigkeit ist die Trommelentwicklung mit einem Prozessor - bei Auswahl geeigneter Entwickler - kaum zu übertreffen. Das ist u.a. der Grund, warum Fotografen wie John Sexton (ehemaliger Assistent von Ansel Adams) oder auch Hiroshi Sugimoto ausschliesslich Rotationsentwicklung mit Jobo-Prozessoren und -tanks einsetzen.

      In diesem kurzen Video beschreibt Sugimoto, warum er für seine grossformatigen "Seascapes" auf Rotationsentwicklung schwört.



      Grüße
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Moin,

      Das wollte ich auch damit nicht gesagt haben.
      Aber man kann Fehler machen. So rein bauchgefühlt, aus dem was man so hier und dort liest, kommen die bei Schalen seltener vor.
      Ich habe einen 4x5 Combiplan, der aber wegen der Ein- &Ausgiesszeiten keine kurzen Zeiten erlaubt.
      Ich habe eine CPE2 mit Lift, die ich für KB und 120er sehr mag, wo man aber auch einiges falsch machen kann (Füllmengen, Ausrichtung).
      Für 4x5 habe ich keine passende Trommel.
      Die 2830 muss ich für 13x18 noch (ein)testen.

      Schale empfinde ich einfach als unkomplizierter und weniger anfällig, daher meine DYI-Überlegungen. (Meine neue Dunkelkammer ist wenigstens beheizt... :) )

      Also nun abwägen:
      170 EUR für den Stearman 8x10 ?
      XX Eur für eine 25xx Trommel mit passenden Spiralen ?
      ... oder weiter wie bisher?

      Mal sehen.
      Gruss
      Leo
      ---
      ... denn nichts ist so, wie es scheint!
    • HGR wrote:

      eine Jobo 3006 ist schnell befällt und schnell geleert, die bekommt man manchmal gebraucht für
      unter 200 eur. Wenig Chemie, klasse.
      Das stimmt. Und wenn man nur SW-Filme verarbeitet, benötigt man auch nicht zwingend einen Prozessor mit Mantelbad - man kann auf Rollenböcken von Hand rotieren oder einen einfachen motorischen Roller verwenden, z.B. den hier gezeigten SIMMA-Roller (derzeit steht hier im Forum einer zum Verkauf). Die 3006er Trommel fasst 6 Filme im Format 4x5" oder 5x7".



      Grüße
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • mir ist in all den jahren schalenentwicklung 8x10 noch nie ein zerkratztes oder ungleichmäßig entwickeltes negativ untergekommen. die, je nach kontrastsituation meistens zwischen ca. 7 und 12 minuten dauernde entwicklungszeit ist für mich auch keine vergeudete (einkaufen oder autofahren ist für mich viel schlimmer). ich habe da schon sachen bei musik entdeckt, die ich seit 20 jahren höre, die mir vorher aber nie aufgefallen waren. es gibt wunderbare podcasts oder radio-sendungen. oder ich genieße tatsächlich die ruhe. wann hat man das schon mal: keinerlei nervende akustische belästigungen, außer das schwappen der brühe in den schalen?

      und das ticken des zeigers der laboruhr wird zum memento mori. mich spornt das an, konzentriert zu arbeiten.

      für (seltene) stillstandsentwicklungen wird über die entwicklerschale eine dicke alte weinrote ddr-fotoschale gestülpt (die haben eine sehr gute qualität gehabt, richtig massiver kram) über die dann nochmals eine große hornalte emaille-schale aus dem krankenhausbereich kommt. das ist absolut lichtdicht.
      dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
      likes? lieber nicht. unnötig.
    • renros wrote:

      es gibt wunderbare podcasts oder radio-sendungen. oder ich genieße tatsächlich die ruhe. wann hat man das schon mal: keinerlei nervende akustische belästigungen, außer das schwappen der brühe in den schalen?
      Dem schließe ich mich an!

      renros wrote:

      mir ist in all den jahren schalenentwicklung 8x10 noch nie ein zerkratztes oder ungleichmäßig entwickeltes negativ untergekommen.
      Dem nicht ganz. Mit dem Fomapan 100 habe ich gegenteilige Erfahrung gemacht: Die Schicht wird in nassem Zustand derartig empfindlich, dass man ihn gefühlt nur scharf anschauen muss, um sie zu zerkratzen. Bei Einzelentwicklung mag man das noch irgendwie händeln können, aber spätestens mit mehreren Blatt in einer Schale ist für mich da Schluss. Und da rede ich noch nicht mal von der stapeln-und-umschichten-Methode, sondern von 2 Blatt 13x18, die nebeneinander in einer großen Schale schwimmen.
    • Jona F wrote:

      renros wrote:

      es gibt wunderbare podcasts oder radio-sendungen. oder ich genieße tatsächlich die ruhe. wann hat man das schon mal: keinerlei nervende akustische belästigungen, außer das schwappen der brühe in den schalen?
      Dem schließe ich mich an!

      renros wrote:

      mir ist in all den jahren schalenentwicklung 8x10 noch nie ein zerkratztes oder ungleichmäßig entwickeltes negativ untergekommen.
      Dem nicht ganz. Mit dem Fomapan 100 habe ich gegenteilige Erfahrung gemacht: Die Schicht wird in nassem Zustand derartig empfindlich, dass man ihn gefühlt nur scharf anschauen muss, um sie zu zerkratzen. Bei Einzelentwicklung mag man das noch irgendwie händeln können, aber spätestens mit mehreren Blatt in einer Schale ist für mich da Schluss. Und da rede ich noch nicht mal von der stapeln-und-umschichten-Methode, sondern von 2 Blatt 13x18, die nebeneinander in einer großen Schale schwimmen.

      Leon hat schon oben was dem einrahmen geschrieben. Was spricht dagegen?
      Da können auch zwei alte Filmkassetten in der Schale einen Guten Dienst leisen.
    • Also, für Stand- und Semistandentwicklung, die einige Entwickler ja bevorzugen, finde ich diese STEARMAN 8x10-Box sehr interessant.

      In einer einfachen Schale besteht immer das Risiko, dass in der Standzeit der Film vielleicht nicht gleichmäßig benetzt wird. . .

      Hat denn jemand mit diesem STEARMAN 8x10 entwickelt und könnte seine Erfahrungen mal mitteilen.?


      Eine Standentwicklung mit senkrecht stehendem Planfilm stelle ich mir auch schwierig vor. . .
      Hoher Chemieverbrauch ist da wohl noch das kleinere Problem. . .