Cairo Camera - ein 4x5" Projekt aus Ägypten

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    • ekech wrote:

      Ein paar Details kommen mir irgendwie bekannt vor
      Bestimmt - vielleicht gibt es auch nicht so viele Möglichkeiten, eine solche Laufbodenkamera zu bauen. Ich stelle mir das so vor: dies Detail von hier, jenes Detail von dort. Die Modelle von Ebony, Wisner usw. studieren, die die Möglichkeiten eines solchen Kameratyps weitgehend ausgelotet haben.

      Leon wrote:

      Nur das Plagiat ist echt!
      Wobei die Suche nach dem Urbild sicherlich nicht so einfach wird.
    • was ich (null ahnung von computergestütztem konstruieren) mich bei solchen projekten frage:

      man kann eine fachkamera ja nicht mehrmals erfinden, die theoretischen grundlagen sind vor circa 150 jahren in eine sinnvolle form geflossen und seitdem mehr oder weniger unverändert. was bringt es dann also, dieses ganze wissen wieder und wieder in stunden/tage/wochenlangen sitzungen vorm pc zu digitalisieren? wenn am ende dann doch wieder nur feinheiten (oder "details" wie diesch das genannt hat) einen unterschied machen?

      ist das tatsächlich notwendig oder einfach nur purer selbstzweck?

      nichtsdestotrotz begrüße ich natürlich alles, was dazu beiträgt, die schöne kulturtechnik GF am leben zu erhalten. in diesem sinne wünsche ich abdallah viel erfolg.
      dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
      likes? lieber nicht. unnötig.
    • Um ein Beispiel zu nennen: Die "Idee" der Laufbodenkamera besteht darin, daß ich foklussiere, indem ich den Abstand zwischen Bild- und FIlmstandarte variiere, obwohl sie, anders als bei der Bankkkamera, konstruktiv miteinander verbuinden sind. So. Und wie mache ich das jetzt? Und genau an diesem Punkt beginnt die schöpefrische Leistung.
    • renros wrote:

      ist das tatsächlich notwendig
      Spekulatius: Man kann etwas bauen, ohne handwerliche Fähigkeiten zu haben und eine Werkstatt.

      Am Beispiel einer Ebony kann man konstruktive Vorkehrungen sehen, die Kameraverstellungen u.a. komfortabler zu machen. Bei diesen Primitivlösungen (wie z.B. oben) vermisse ich solche konstruktiven Details.
    • renros wrote:

      was bringt es dann also, dieses ganze wissen wieder und wieder in stunden/tage/wochenlangen sitzungen vorm pc zu digitalisieren?

      Da stimmt womöglich Dein zugrundeliegender Gedanke, aber der ist nicht im Einklang mit dem Ansatz dieses Projektes.

      Die Kamerateile hier werden CNC-gefräst, und dazu muß man halt die Fräse mit einer Zeichnung füttern, welche der Fräse wiederum als CAD-Datei oder neumoderischem Zeugs vorliegen muß.


      Diese mangelhaften Zeichnungen hier werden allerdings keine bedienbare Kamera auswerfen, das ist bestenfalls nur Show.
      Das finde ich insofern schon mal bedauerlich, weil es hinsichtlich der gemachten Angaben ("mache Zeichnung, dann die Fräsarbeiten"), ernste Fragen aufwerfen kann.



      Ich hab mir das Konstrukt mal kurz angeschaut, und habe folgende Eindrücke:
      Ich finde es gut, vielleicht sogar folgerichtig - es soll ja eine Kamera des aktuellen Jahrhunderts werden - zunächst mal die Materialien zu optimieren, da kann man dann ruhig weg vom Holz.

      "Schöpferische Leistungen" konnte ich noch keine entdecken, der Vorschub des Auszuges geschieht wohl klassisch über Zahntriebe.

      Die 30-Grad- Rastungen des Basistilts finde ich hinsichtlich der geplanten Bedien-Optimierungen eigentlich eher kontraproduktiv, meine Shen Hao z.B. war da ohne Rastungen ratzfatz im benötigten Winkel und der Fokus flink nachgezogen.

      Zentraltiltusw. über Zahntriebe und Schwalbenschwanzführungen sind zuweilen fein, aber auch irgendwie over-engineered an einer Laufbodenkamera.
      Da ist die Beschreibung hinsichtlich eines "easier fcusing" in sich auch nicht schlüssig.

      Nachdenklich stimmt mich das friktionsgehemmte Heck.
      Da bin ich mal gespannt, ob das sich beim Kassetteneinlegen nicht doch bewegt.
      Die Front/Back "Built-in" Lösung kann ich nicht erkennen, und mir auch erst mal nicht vorstellen, mit einem Balgen dran.
      Da bleibe ich gespannt.

      Ohne Carbon und bunte Farben aber sonst schon mal ein kleines Leckerli - jetzt also mal Yallah :)
    • renros wrote:

      was bringt es dann also, dieses ganze wissen wieder und wieder in stunden/tage/wochenlangen sitzungen vorm pc zu digitalisieren?
      Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, aber meine Motivation zum Bau meiner eigenen Kamera waren
      • Lernprojekt zum parametrischen Konstruieren mit einer bestimmten Software
      • Lernprojekt zum Thema "material- und fertigungsgerechtes Konstruieren" (in meinem Fall 3D-Druck / Kunststoff)
      • "Machbarkeitsstudie": kann ich eine Großformatkamera ohne Werkstatt, nur am Küchentisch und mit einem 3D-Drucker und "haushaltsüblichen Werkzeugen" bauen?
        • bekomme ich damit eine Kamera, die gewichts-, stabilitäts- und handlingtechnisch mindestens gleichauf mit einer Intrepid ist (oder gar besser)?
      • Lernprojekt rund um den 3D-Dŕuck, speziell etwas größere Teile
      • Weil ich sehen möchte, wie sich (m)eine als Open Source veröffentlichte Konstruktion weiterentwickelt
      • "weil ich es kann" ;)

      renros wrote:

      wenn am ende dann doch wieder nur feinheiten (oder "details" wie diesch das genannt hat) einen unterschied machen?
      die Feinheiten können halt auch entscheidend sein. z.B. bekomme ich mit geschickt eingesetzten Schwalbenschwanzführungen trotz eines "schwachen" Werkstoffs eine deutlich höhere Steifigkeit hin

      renros wrote:

      ist das tatsächlich notwendig oder einfach nur purer selbstzweck?
      siehe weiter oben

      Diesch wrote:

      Spekulatius: Man kann etwas bauen, ohne handwerliche Fähigkeiten zu haben und eine Werkstatt.
      Das ist einer der Gründe, weshalb ich meine Konstruktion als Open Source veröffentlicht habe. Im Fall von 3D Druck muss man aber dennoch zumindest seinen eigenen Druckprozess beherrschen (oder die Einzelteile von einem machen lassen, der es beherrscht).
      Es wäre allerdings ein Irrglaube, eine gut funktionierende Konstruktion hinzubekommen ohne halbwegs solide handwerkliche und mechanische Grundkenntnisse.

      Diesch wrote:



      Am Beispiel einer Ebony kann man konstruktive Vorkehrungen sehen, die Kameraverstellungen u.a. komfortabler zu machen. Bei diesen Primitivlösungen (wie z.B. oben) vermisse ich solche konstruktiven Details.
      Ich nehme mal frech an, dass die allererste Ebony während Ihrer Entstehungsphase auch noch nicht alle "Komfort-Features" der späteren Modelle hatte. Irgendwo muss man anfangen. Wir reden hier von einem Prototyp in der Entstehungsphase. I
      ch gehe mal wieder von mir selbst aus: Zuerst einmal mit möglichst einfachen Mitteln sicherstellen, dass die Grundfunktionalität gegeben ist, danach kann man nahezu beliebig verbessern/verfeinern. Es gibt genug Leute, die sich schon zu Beginn einer Gesamtkonstruktion mit komplexen Detaillösungen verzetteln, noch bevor überhaupt die Grundfunktionalität gegeben ist.
    • Shen Hao wrote:

      renros wrote:

      was bringt es dann also, dieses ganze wissen wieder und wieder in stunden/tage/wochenlangen sitzungen vorm pc zu digitalisieren?
      Da stimmt womöglich Dein zugrundeliegender Gedanke, aber der ist nicht im Einklang mit dem Ansatz dieses Projektes.

      Die Kamerateile hier werden CNC-gefräst, und dazu muß man halt die Fräse mit einer Zeichnung füttern, welche der Fräse wiederum als CAD-Datei oder neumoderischem Zeugs vorliegen muß.


      Diese mangelhaften Zeichnungen hier werden allerdings keine bedienbare Kamera auswerfen, das ist bestenfalls nur Show.
      Das finde ich insofern schon mal bedauerlich, weil es hinsichtlich der gemachten Angaben ("mache Zeichnung, dann die Fräsarbeiten"), ernste Fragen aufwerfen kann.



      Ich hab mir das Konstrukt mal kurz angeschaut, und habe folgende Eindrücke:
      Ich finde es gut, vielleicht sogar folgerichtig - es soll ja eine Kamera des aktuellen Jahrhunderts werden - zunächst mal die Materialien zu optimieren, da kann man dann ruhig weg vom Holz.

      "Schöpferische Leistungen" konnte ich noch keine entdecken, der Vorschub des Auszuges geschieht wohl klassisch über Zahntriebe.

      Die 30-Grad- Rastungen des Basistilts finde ich hinsichtlich der geplanten Bedien-Optimierungen eigentlich eher kontraproduktiv, meine Shen Hao z.B. war da ohne Rastungen ratzfatz im benötigten Winkel und der Fokus flink nachgezogen.

      Zentraltiltusw. über Zahntriebe und Schwalbenschwanzführungen sind zuweilen fein, aber auch irgendwie over-engineered an einer Laufbodenkamera.
      Da ist die Beschreibung hinsichtlich eines "easier fcusing" in sich auch nicht schlüssig.

      Nachdenklich stimmt mich das friktionsgehemmte Heck.
      Da bin ich mal gespannt, ob das sich beim Kassetteneinlegen nicht doch bewegt.
      Die Front/Back "Built-in" Lösung kann ich nicht erkennen, und mir auch erst mal nicht vorstellen, mit einem Balgen dran.
      Da bleibe ich gespannt.

      Ohne Carbon und bunte Farben aber sonst schon mal ein kleines Leckerli - jetzt also mal Yallah :)

      respekt, was du da jetzt alles nur auf basis dieser wenigen infos herauslesen kannst. ich stünde da wie der ochs vorm tor. habe jetzt auch mal den link von andreas angeklickt: und als ich abdullahs bike im hintergrund gesehen habe wusste - good man :D
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      likes? lieber nicht. unnötig.
    • ekech wrote:

      renros wrote:

      was bringt es dann also, dieses ganze wissen wieder und wieder in stunden/tage/wochenlangen sitzungen vorm pc zu digitalisieren?
      Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, aber meine Motivation zum Bau meiner eigenen Kamera waren
      • Lernprojekt zum parametrischen Konstruieren mit einer bestimmten Software
      • Lernprojekt zum Thema "material- und fertigungsgerechtes Konstruieren" (in meinem Fall 3D-Druck / Kunststoff)
      • "Machbarkeitsstudie": kann ich eine Großformatkamera ohne Werkstatt, nur am Küchentisch und mit einem 3D-Drucker und "haushaltsüblichen Werkzeugen" bauen?
        • bekomme ich damit eine Kamera, die gewichts-, stabilitäts- und handlingtechnisch mindestens gleichauf mit einer Intrepid ist (oder gar besser)?
      • Lernprojekt rund um den 3D-Dŕuck, speziell etwas größere Teile
      • Weil ich sehen möchte, wie sich (m)eine als Open Source veröffentlichte Konstruktion weiterentwickelt
      • "weil ich es kann" ;)

      renros wrote:

      wenn am ende dann doch wieder nur feinheiten (oder "details" wie diesch das genannt hat) einen unterschied machen?
      die Feinheiten können halt auch entscheidend sein. z.B. bekomme ich mit geschickt eingesetzten Schwalbenschwanzführungen trotz eines "schwachen" Werkstoffs eine deutlich höhere Steifigkeit hin

      renros wrote:

      ist das tatsächlich notwendig oder einfach nur purer selbstzweck?
      siehe weiter oben

      verstehe. klingt nachvollziehbar. ich bin da wahrscheinlich zu sehr reiner "nutzer". ohne den anspruch, den du (oder eben abdallah) an solche problemstellungen hast. mein ansatz wäre: nimm ein altes, vorhandenes system und bohre das für deine speziellen zwecke auf. ich wäre schlicht zu faul und zu geizig meine zeit betreffend, da etwas völlig neues aufzusetzen.

      aber wie heißt es so schön: warum leckt sich der hund die eier? weil er es kann!
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    • also schön bunt isse ja schon mal.. :D
      solche integrierten Feintriebe in der Frontstandarte hatte ich letzten Monat bei ner 1920er Rietzschel, also ganz klassisch.
      was ich mir evtll bissl fummelig vorstelle, sind die seitlichen, frontalen Feintriebe..je kleiner desto feiner, klar, aber auch anfälliger für Friktion, Schmutz etc..
      bleibt gesund!

      Andreas