Neuling aus Solingen

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    • Neuling aus Solingen

      Hallo zusammen,
      bis auf einen länger zurückliegenden Workshop zur Wetplate Fotografie und einem weiteren zu analoger Fotografie, bin ich noch völlig unbedarft und habe auch noch keine eigene analoge Kamera besessen, sondern bisher digital fotografiert. Jetzt fiel mir aber ein Schnäppchen in Form einer Linhof Technika Modell III 13x18 (5x7) mit einer Kiste Plattenhalter, Rodenstock Apo Ronar 1:9 240mm und Rodenstock Klimsch Apo Ronar 1:9 360mm in die Hände. Gerne würde ich das Setup für Portraits nutzen. Ich suche Leute aus der näheren Umgebung, die mir vielleicht Hilfestellung mit der Kamera leisten können oder denen ich über die Schulter schauen kann. Der Austausch online ist sicher gut, aber schöner fände ich es, wirklich zusammen zu fotografieren, zu entwickeln, sich zu verbessern.

      Viele Grüße

      Christian
    • Danke für die freundliche Begrüßung,
      das klingt doch, als sei ich hier genau an der richtigen Adresse :-). Dann habe ich gleich eine Frage zu den Haltern die dabei waren. Die scheinen mir für Platten und nicht für Planfilm zu sein. Da ich sowieso gerne mit Dryplates fotografieren würde, wäre das aber ja kein Nachteil. Es sind schwarze, flache Metallkassetten. Wenn ich das richtig herausgefunden habe, heißen die Millionfalz? Du kommst nicht zufällig aus der näheren Umgebung?

      Viele Grüße

      Christian
    • Deiner Beschreibung nach könnte es sich in der Tat um Kassetten für Glasplatten handeln. Es gibt verschiedene Kassetten, die an die älteren Rückteile der Technika passen. Vergleiche doch bitte einmal Deine Kassetten mit den in diesem Katalog von Rada beschriebenen:

      fotografische.de/wp-content/up…log-fotografische_de1.pdf

      Eventuell hast Du ja eine Kassette, die sich sowohl für Platten wie auch für Planfilme eignet.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Hallo Sven,
      Danke für die Infos. Ich werde dann wohl direkt mit Glasplatten loslegen und gar nicht erst auf die Suche nach Blecheinagen gehen. Vielleicht findet sich hier ja noch weitere Leute aus der näheren Umgebung, die ebenfalls auf Glas fotografieren. Aber erst einmal muss ich mit der Kamera klar kommen.

      Viele Grüße

      Christian
    • Du solltest aber für Glasplatten wenigstens ein schnelles Objektiv haben, meine damit f 4,5 oder noch besser f3,5! Mit f 9 kommst da auf viel zu lange Zeiten!
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
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    • Dryplates sind aber auch nicht allzu empfindlich. Jay Lane's Dryplates wurden hier im Forum mit ISO 2 (oder auch schon mal 3) beschrieben. Die sind ja auch unsensibilisiert! Die mit Silbereosin sensibilisierten Glasplatten aus dem letzten Jahrhundert, die es bis in die frühen 70er noch gab, hatten 12 DIN (gleich ISO 12.5). Für Porträts sollte es ohne zusätzliche Stützstrukturen gerade nochgehen.

      Grüße von hp

      ps: Gruß NACH Solingen (freundlichere Alternative zum berüchtigten Gruß AUS Solingen)!
      Al é bun sciöch' al é ...
    • Hallo Christian,

      ich habe zwar überhaupt keine Ahnung mit Glasplatten und dem Format 13x18 :(
      Ich kann dir ansonsten aber gerne weiterhelfen.... aus der Nachbarstadt Hilden....

      Viele Grüße Ekkehard
      'Ein Foto ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann.' frei nach Antoine de Saint-Exupéry
    • Kurzes Update:
      Ekkehard hat mir heute den grundlegenden Umgang mit den Einstellungen meiner Kamera erklärt und etliche Tipps gegeben. Leider mussten wir feststellen, dass die Zeiten beim 240mm nicht sauber laufen. Da werde ich also eine Reparatur vornehmen lassen müssen oder zumindest in Erfahrung bringen, ob sich das finanziell lohnt. Das 360mm hat keine Platte und die Blende lässt sich nicht verstellen. Sie ist immer ganz offen. Dort fehlt wohl auch der Adapterring für die Objektivplatte. Was ich mit dem Objektiv mache, weiß ich noch nicht. Also erst einmal gewaltige Hürden, bevo überhaupt an einen Einsatz zu denken ist.
    • den defekten Verschluss kannst du mit dem Benzin von der Tankstelle auswaschen und danach mit dem Bio Ethanol nochmal ausspüchlen. austrocknen lassen. Und der wird wieder sauber laufen. Ich habe vor ein Paar Tagen auf diese Weise zwei angeblich defekten Verschlüsse zum laufen gebracht.
    • Außer einander bauen braucht man es nicht. Es reicht nur die Optik abzuschrauben. Bei dem Verschluß ist ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das alte Öl verharzt oder verdreckt. Im inneren ist nichts was auf das Benzin oder Alkohol reagieren kann. Zu verlieren hast ja nichts wenn es nicht klappt zu Reparatur kannst es ja immer noch abgeben.
    • Das klingt spannend.
      Wenn man den Verschluss in Alkohol legt und anschließend nicht wieder ölt/fettet/schmiert: Wie lange funktioniert das gut?

      Ich frage, weil ich versucht habe, meinen Verschluss genau auf diese Art zu retten, ihn aber anschließend wieder schmieren wollte, was schiefgegangen ist. Das Entfetten hat mit Ethanol prima geklappt und er lief auch wieder gut. Auf die Idee, einfach nichts zu ölen, bin ich irgendwie gar nicht gekommen.
    • dryplate wrote:

      Rodenstock Apo Ronar 1:9 240mm
      Hat dieses Objektiv einen Compur-Verschluss? Zweite Frage: sind nur die langsamen Zeiten betroffen (1 Sekunde bis 1/10 Sekunde)? Falls beides mal "ja", dann könntest Du es machen wie ich, nämlich (als feinmechanisches Greenhorn) bei youtube reinklicken, und einer der Anleitungen dort folgen. Hat bei mir auf Anhieb gut geklappt. (bei Interesse kann ich auch den youtube-Link hier mitteilen)