Mutter der Drachen

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    • Ich stolpere über den Begriff "künstlerischer Akt"; der m.M.n. schiefgelaufene Prozeß und das zweigeteilte Gesicht, ein großes Format, oder ein Kringelbokeh zeigen mir als weitestgehendem Kunstfremden keine Kunst.
      Magst Du mir den künstlerischen Wert des Bildes etwas näher bringen?
    • Shen Hao wrote:

      Ich stolpere über den Begriff "künstlerischer Akt"; der m.M.n. schiefgelaufene Prozeß und das zweigeteilte Gesicht, ein großes Format, oder ein Kringelbokeh zeigen mir als weitestgehendem Kunstfremden keine Kunst.
      Magst Du mir den künstlerischen Wert des Bildes etwas näher bringen?



      Ich bin übrigens immer für konstruktive Kritik zu haben. Man bleibt ein Leben lang ein Schüler und ich bin immer bestrebt mich weiter zu entwickeln. Eine künstlerische Komponente in meinem Bild zu vermissen ist gewiss, Ermessens- bzw. Geschmackssache. Was an meinem Prozess indes „schiefgelaufen“ sein soll würde ich ganz gerne wissen. So wie es sich für mich darstellt, spreche ich hier, allem Anschein nach, mit einem Meister auf diesem Gebiet. Wie kann ich also meinen Prozess verbessern, so dass er nicht mehr „schiefläuft“?

      Auch meine Entschuldigung dafür, Dass ich die spezielle Charekteristik dieses Objektivs versucht habe in meinem Bild herauszuarbeiten - ein weiteres Zeichen meines Unvermögens...
    • Mir gefällt das Bild richtig gut.
      Die Haare kommen genial und die Frisur passt hervorragend zum Gesichtsausdruck und der gesamten Anmutung.
      Diese Seite kannte ich an Susanne noch nicht, und ich habe schon viele Bilder von ihr gesehen.
      Der Schärfeverlauf lenkt den Blick von Gesicht und Schulter sehr schön in den tollen Hintergrund.
      Chapeau!
    • ""So wie es sich für mich darstellt, spreche ich hier, allem Anschein nach, mit einem Meister auf diesem Gebiet.""


      Ich bin durchaus etwas eigen, wenn es um sog. alternative Prozesse geht.
      Meines Erachtens gibt oder gab es nur Wenige, die den Prozeß beherrschen, und ganz dünne wird es für mich, wenn dann auch noch ein Kunstwerk bei rumkommt.

      Häufig wird vom Anwender allein die Anwendung eines solchen Przesses schon als Kunst erachtet.
      Ganz großes Bohei entsteht dann noch um die Benutzung eines alten und mit Eigenheiten behaftetes Objektives.
      Übe ich Kritik am Werk, werde ich natürlich regelmäßig als Nichtmitglied dieser Geheimwissenschaften und als Besserwisser enttarnt :)

      Da ich nicht davon ausgehe, daß die abgelichtete Dame eine Art Splitgrade straight im Gesicht trägt, sehe ich da schlichtweg einen, für mich sogar grausigen Fehler, denn hier sieht das irgendwie aus wie skalpiert.
      Wie gesagt bin ich allerdings auch unfähig, die womöglich dort inneliegende künstlerische Aussage zu erkennen.

      Selbst wende ich keine alternativen Verfahren an, habe aber ein, zwei solcher Werke in meinem Besitz, und kenne einige der Schwierigkeiten, mit denen der Meister zuweilen zu kämpfen hat.
      Die bekomme ich aber in der Regel nicht zusehen, bestenfalls gelegentlich mal als (leider!) deklarierte und durchgestrichene B-Ware.


      Die Pose der Dame finde ich übrigens sehr gut abgeschaut.
      Vielleicht gereicht es Deinem Bild zumindest aus meiner Sicht zum Nachteil, daß ich hier bereits reichlich Anderes sehen durfte.
      Würd ich jetzt mal nicht so persönlich nehmen, und Deine Entschuldigung nehme ich natürlich an, die Kringel sind Dir doch recht gut gelungen :)
    • Wie bereits gesagt: konstruktive Kritik ist immer willkommen. Und wenn einer der Kritikpunke heißt, mein Prozess sei misslungen, so erwarte ich vom Autor dieser Aussage die nötige Expertise die zum Beziffern der „Fehler“ vonnöten ist.

      nachgemachte Pose? Kann man sich drüber streiten - ich habe nichts bewusst nachgestellt, wenn man jedoch um einige Gestaltungsregeln weiß und diese auch umsetzen kann, so wird sich zwangsweise eine gewisse Ähnlichkeit zu anderen Werken ergeben, deren Urheber auch ihre Hausaufgaben gemacht haben...
    • carpelux wrote:

      Und wenn einer der Kritikpunke heißt, mein Prozess sei misslungen, so erwarte ich vom Autor dieser Aussage die nötige Expertise die zum Beziffern der „Fehler“ vonnöten ist.

      Also ein Gutachten kann und würde ich auch nicht erstellen, das wäre wohl auch der falsche Ort hier.
      Ich denke eher, in einem Forum darf (m)eine Falschaussage auch richtig gestellt werden.

      Laß uns den Schuh doch mal umdrehen - Du bist der Meister, mit Erfahrung im alternativen Genre, und kannst mir vielleicht erklären, warum das diagonal zweigeteilte Gesicht als fehlerfrei gelten darf.
      Auch ich lerne immer gerne dazu.


      carpelux wrote:

      so wird sich zwangsweise eine gewisse Ähnlichkeit zu anderen Werken ergeben, deren Urheber auch ihre Hausaufgaben gemacht haben...
      Das liegt vielleicht in der Natur der Dinge, daß wir uns eben gerne an unseren, an den wenigen Ikonen orientieren, und es ist ja nun nach über 150 Jahren der Photographie als "Fortsetzung" der Malerei auch wirklich schwer geworden, das Rad neu zu erfinden.
      Ich darf die Ähnlichkeit der Pose zum Meister Ed Ross RIP hier einmal als Bild gegenüberstellen, weil der Quell- link nicht mehr existiert?




      Ich hätte dann, besonders wegen des gesenkten Blickes deines Bildes, noch David Aimone mit einem ähnlichen Bild in der Assoziation, möchte aber ungern Deinen thread mit anderen Bildern zupflastern.

      Interessant fände ich nun eine Diskussion zur Wirkung der beiden Bilder hier, die Objektivfrage vielleicht mal außen vor..
    • Ui, Leute, ich sehe keinen Grund, den Einsteller eines Bildes mit einem roten Dislike abzustrafen.
      Eine offene Diskussion wäre doch um Längen fruchtvoller?

      Übrigens ist aufgrund meiner Falschzitierung bzw der Texterweiterung in meinem Zitat das Dislike nun mir zugeschrieben worden, ich hoffe nicht, daß dies so angedacht war :D

      Also mal kurz die Steinigung überdenken, und dann wieder zurück zu Bild, Künstler und Kritiker bitte - dankeschön.
    • Lassen wir Technik und Licht usw. doch einfach außen vor. Wenn ich eines im Laufe der Jahre in denen ich mich mit Kunst und im speziellen mit der Fotografie beschäftige gelernt habe, dann ist das folgendes: es gibt kein falsch und es gibt kein richtig! Es gibt nur „gefällt“ oder „gefällt nicht“. Über Kunst zu streiten ist sinnfrei. „Misslungener Prozess“ - das ist was mich immer noch stutzig macht... Lichtführung, Gestaltung, Hintergrund, Einsatz des Objektivs - höre ich mir alles gerne an, was aber stimmt an meinem Prozess nicht? Unter Prozess verstehe ich das Nassplatten Verfahren - ich denke, ich habe das, mittlerweile, ganz gut im Griff. Insofern würde mich schon interessieren, was habe ich falsch gemacht?
    • Ja dann war womöglich meine Wortwahl - "Prozeß" - etwas unglücklich.
      Ich konkretisiere daher noch mal, was mich umtreibt:
      Es ist in erster Linie das Gesicht.
      Hier am Monitor sieht es aus, also ob Du z.B. bei einer Belichtung eines Abzuges etwas quer überm Bild hast liegenlassen ( daher meine Assoziation "Fehler").
      Resultieren tut es in einem sehr "lichten" Unterteil; die Stirn, und jetzt wirds echt schlimm für Dich:
      Ich habe Hühner, und wenn ich die rupfe..."skalpiert" halt, ich sagte das ja schon.

      Also wirklich, ich muß nicht alles verstehen und kann inzwischen auch manchen Ansatz akzeptieren, aber da ist Dir doch bestimmt irgendwas schiefgegangen?
      Ich darf hoffentlich davon ausgehen, daß der Prozeß nicht vorsieht, ein Gesicht dieserart zu manifestieren, und ich glaube dabei auch nicht an einen künstlerischen Ansatz, hier bedarf es aber ggf meiner Aufklärung.
    • na, das sind doch echt gelungene Aufnahmen, finde ich..beide Modelle.
      Gut in Pose gesetzt, wirkt gar nicht gestellt, Licht toll. :thumbup:

      Tintype hat was, würd mich auch mal reizen, is halt wieder ne neue Technik mit viel Zubehör das man braucht..
      und dann ab 20x30 oder so, wow.


      ''Insofern würde mich schon interessieren, was habe ich falsch gemacht?''

      natürlich gar nix, wer sagt das.. war wahrscheinlich ne rhetorische Frage, nevermind..


      PS.
      muss hier gar nicht auf die Arbeiten unbedingt bezogen werden, aber prinzipiell kann man Kunst nicht 'erklären', is auch nicht norwendig.
      Gibt Theorien, das wars. Persönliches Erleben is hier gefragt.
      Therapie kann man auch nicht ' erklären' , dazu individuell höchst unterschiedlich.

      ..nervig diese seltsamen ' Diskussionen' wenn jemand seine Arbeiten zeigt.

      cheers
      bleibt gesund!

      Andreas
    • Also das Bild von Ed Ross finde ich absolut verstörend. Vielleicht weil ich das Gefühl habe, dass etwas mit der Perspektive nicht stimmt.

      Bei Carpelux finde ich höchstens den Titel verstörend. So schlimm sieht nun nicht aus. Ich würde das Bild mit Tango assoziieren, passt also sehr gut zu der Musik, die ich gerade höre.

      Alternative Verfahren liegen erfahrungsgemäß immer Effekthascherei und Kunst. Zumindest wenn man nicht die haptische Erfahrung hat.

      Gruss Sven.
    • Ich erkenne bei der Aufnahme die Arbeitsleistung an und sehe das Ergebnis als eine Etappe eines Lernprozesses und da darf man schonmal stolz drauf sein, woher sollte man sonst die Motivation zum Weitermachen nehmen?
      Das Kringelbokeh empfinde ich persönlich auch aufgrund der Helligkeit als sehr stark vom Motiv ablenkend, sowas erwarte ich in freier Natur, die ich hier nicht sehen kann. Ebenso ablenkend finde ich den Bildtitel, der für mich überhaupt keinen Bezug zum Bild aufwirft.
    • Mir gefällt die Platte.

      Schon weil das Trioplan Soap-Bubble-Bokeh bei wet plate eher selten anzutreffen ist, da Linse und Prozess nicht aus der selben Zeit stammen.

      Hindert mich allerdings auch nicht dran, statt der Petzvals auch mal Heliar, Eurynar oder Industar bei tintypes einzusetzen. Gerade das Heliar 360 liefert bombastische Ergebnisse, finde ich.

      Durch die Blitztechnik hebt sich der look auch noch mal von "klassischen" Dauerlicht-Aufnahmen ab, was mir gefällt, da viele bei tintypes gleich mal in die Nostalgiefalle tappen.

      Mach einfach weiter so und lass dich nicht beirren!

      Was für eine Blitzanlage mit der Power hast du denn? Ich nutze neuerdings eine elinchrom 6000 micro as, die ich einem früheren Assistenten von Dietmar Henneka abgekauft habe. Zu hell für digital ...
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

      instagram: jmkfotodesign I MK: JMK fotodesign I strkng: JMK fotodesign
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      <3 Sinar P2/F2 8) Graflex Crown Graphic Special :shock: Linhof Master Technika 2000 :thumbsup: Tachihara 8x10
    • JMK fotodesign wrote:

      Mir gefällt die Platte.

      Schon weil das Trioplan Soap-Bubble-Bokeh bei wet plate eher selten anzutreffen ist, da Linse und Prozess nicht aus der selben Zeit stammen.

      Hindert mich allerdings auch nicht dran, statt der Petzvals auch mal Heliar, Eurynar oder Industar bei tintypes einzusetzen. Gerade das Heliar 360 liefert bombastische Ergebnisse, finde ich.

      Durch die Blitztechnik hebt sich der look auch noch mal von "klassischen" Dauerlicht-Aufnahmen ab, was mir gefällt, da viele bei tintypes gleich mal in die Nostalgiefalle tappen.

      Mach einfach weiter so und lass dich nicht beirren!

      Was für eine Blitzanlage mit der Power hast du denn? Ich nutze neuerdings eine elinchrom 6000 micro as, die ich einem früheren Assistenten von Dietmar Henneka abgekauft habe. Zu hell für digital ...
      Auch ich verstehe die Nassplatten Technik eher als fotografischen Look und weniger als Lebenseinstellung... Ich scheue mich nicht Ambrotypien mit modernen Objektiven und moderner Technik umzusetzen.

      Lich habe ich altes, zusammengestückeltes Zeug von Multiblitz. 2x 1000 Ws Kompaktblitze und 1x 3200 Ws mit Generator, allerdings von Henselund für Multiblitz umgebaut.

      und keine Angst, ich lasse mich nicht beirren ;) Dennoch danke für die aufmunternden Worte von allen denen mein Bild gefallen hat :)