Dagor 240mm f5.5 an Sony a6000

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    • Dagor 240mm f5.5 an Sony a6000

      Hallo zusammen,
      ich habe mein Dagor 240mm f5.5 Serie IIIA jetzt mal provisorisch an meiner (leider kein Grossformat) Sony a6000 adaptiert, um einfach erst einmal zu sehen, ob ich damit fotografieren kann.
      Ja, es geht, aber es ist extrem schwer zu fokussieren. Und bei den ersten Aufnahmen bekomme ich auch noch keine Schärfe hin. Ob es an den Verhältnissen heute liegt, oder an den mutmaßlichen Fehlern in der Verkittung der Linsen, die das Bild weich und unscharf machen, kann ich noch nicht sagen. hier hilft nur, weiter zu testen.
      Übrigens ist das Papprohr auf den Fotos noch zu lang, ich musste es inzwischen um einige Zentimeter kürzen. Scharf wird ein Bild in dieser Zusammenstellung bei ca 250mm von Hinterkante des Objektives bis zum Sensor.

    • Da tusts Du dem Objektiv nicht Gutes, Deine Konstruktion ist insgesamt zu labil und die Optik aus der Achse verkippt.

      Immerhin arbeitest Du hier mit 240mm Brennweite, da muss alles 1a sicher stehen und zueinander ausgerichtet sein.

      Zudem ist das Objektiv bei voller Öffnung nur bedingt brauchbar, besonders diese lichtstärkere Ausführung.

      Das Auflösungsvermögen dieser Optik wird auch kaum reichen um die dicht gepackten Pixel des Sensors zu bedienen, es ist ein Objektiv für die Filmfotografie und dort richtig eingesetzt wird es sicher sehr gute Ergebnisse liefern.

      Deinen Enthusiasmus finde ich aber wirklich klasse :thumbsup:

      Bleib dran und vielleicht hast Du Lust es mal an einer GF Kamera einzusetzen oder Du leihst es jemanden der eine hat zum Testen

      Wer sicher interessant zu dem Objektiv dann auch Belegaufnahmen zu haben.

      Viele Großformatfotografen sind ja auch ein wenig so etwas wie Historiker :rolleyes:
    • ach, da hab ich schon wackligere Konstruktionen gesehn..und die haben okaye Bilder geliefert. ;)

      das Linhof Stativ plus M42(?)-Balgengerät is ne gute Basis, nur das Ofenrohr aus Pappe is vllcht suboptimal..und die Zwingenbefestigung wird es eher zum Schwingen bringen .. :rolleyes:
      bleibt gesund!

      Andreas
    • Dass mein überraschend schweres Dagor den provisorischen Adapter etwas nach unten zieht, habe ich nach der ERST!-Montage auch gesehen, als ich
      die Fotos davon machte.


      Inzwischen habe ich einige Verbesserungen -nach den ersten Aufnahmen aber auch dank Eurer Anmerkungen - daran vorgenommen:


      1. Das Papprohr wurde einige Zentimeter gekürzt, so dass ich mit eingefahrenem Balgen etwas über die Unendlichkeitseinstellung hinauskomme.


      Damit habe ich inzwischen weitere Aufnahmen gemacht.
      Ich will ja erst einmal sehen, wozu ich das Objektiv nutzen kann: Landschaft oder Blümchen?
      Welche Kameraeinstellungen sind die besten? Langsam mal rantesten... Naheinstellgrenze liegt bei meiner APS-C Kamera bei ca 2,5 Metern!

      2. Unter dem Papprohr befindet sich nun eine abstützende "Gleitkufe", so dass es nicht mehr nach vorne abkippen kann.
      3. Das Objektiv hat einen Blumentopf als Streulichtblende erhalten.


      Punkt 2 und 3 sind noch nicht getestet: Es regnet.


      --------------


      Und danke, dass ihr so um die artgerechte Haltung eines Dagor besorgt seit.


      Es war eine Art Rettungsaktion.
      Auf der Suche nach Altglas (ich schaue meist nach Spiegelreflexobjektiven der 50er bis 80er Jahre).
      Beim Antikhändler lag dann dieses Objektiv.
      Was soll ich damit?
      Goerz Berlin? - nie gehört.
      Dagor? Sagt mir nichts?
      Dafür gibt es bestimmt nicht mal einen Adapter zu kaufen.
      Was tun?
      Liegen lassen und ganz ohne Objektiv wegfahren oder bei vertretbarem
      Preis einfach mal mitnehmen und später dann im Internet schauen, was ich
      da eigentlich habe.
      Und ob es vielleicht nicht doch irgendwie zu gebrauchen ist.


      Ihr wisst, wie ich mich aus reiner Neugier dann letztlich entschieden habe.


      Nebenbei erstaunte mich bei meinen Recherchen die Erkenntnis, dass Dagor-Objektive in einer Preisspanne von etwa 150 bis 6.000 Euro im Internet angeboten werden und dass ich dann noch eine Variante erstanden habe, über die es anscheinend keinerlei Dokumentation im Internet gibt, lässt das Objektiv interessant erscheinen.


      Nein, ich habe leider keine Grossformatkamera.
      Ich kann nur an meiner kleinen a6000 spielerisch herausfinden, ob das ein funktionsfähiges Objektiv ist, womit man Bilder machen kann.

      Ja und ich weiß, dass ich vom Bildkreis dieses Objektives nur einen winzigen Ausschnitt nutzen kann:
      Ich habe nur die Angaben aus einem US-Katalog für 240 mm ( 9einhalb Inch) und nur für die 6.8er Serienversion: bei Offenblende scharf 6einhalb x 8einhalb Inch, bei Blende 64: 10 x12 Inch.

      Irgendjemand meinte, ob es denn eigentlich ein richtiges Objektiv sei oder nur ein Dummy mit gewölbtem Glas.
      Also ich kann sagen, es ist echt. Auch die 14-Lamellen-Blende.
      Das wird sicher kein häufig genutztes Objektiv bei mir werden.


      Vielleicht kann ich es ja irgendwann in eine artgerechte Haltung überführen und es an jemanden weitergeben, der einen objektivschutzgerechten Kamerakorpus als zuhause für das Objektiv vorweisen kann.

    • Also die pastelligen Farben der Blüten finde ich sehr schön.
      So haben sich Deine Versuche schon mal gelohnt.

      Dass Du hier nicht schon lange geteert und geferdert worden bist, wundert mich allerdings. Ein 240er Goerz Dagor an eine APS-C Kamera zu hängen ist beinahe schon ketzerisch.
      :D :/ :roll:
    • Heute habe ich mit der inzwischen verbesserten Version des Adapters wieder ein paar Fotos gemacht.



      Nun hängt da nix mehr :thumbsup:

      Leider wehte es ziemlich und nicht mal die Blümchen hielten still. Sicher ist es auch sinnvoll den gesamten Aufbau auch noch auf eine Macroeistellschiene zu montieren, da das Fokussieren trotz 10-fach-Lupe der Kamera echt schwierig ist. Teilweise hab ich erst am Rechner gesehen, dass ich mit der Schärfe daneben lag.

      Images
      • 16_am Adaptor Dagor 240mm.jpg

        340.74 kB, 2,640×1,761, viewed 11 times
      • 35_am Adaptor Dagor 240mm.jpg

        274.74 kB, 3,000×2,000, viewed 13 times
    • Um mir das Verhältnis zum Bildkreis des Dagor (Teller) zu meinem APS-C Sensor (Keks) zu visualisieren habe ich dieses Bild gemacht.

      Nach einer Tabelle von 1915 über die Dagor-Objektive soll das 9einhalb (240mm) Dagor bei Blende 64 einen Bereich von 10 x12 Inch = 25,4 x 30,5 cm scharf abbilden können.
      Der abgebildete Teller hat 26 cm Durchmesser, die Waffel 15 x 23 mm

      Knapp ausreichend die Möglichkeit des Objektives.

    • shift und so?
      Ich wollte euch mit dem Foto auch zeigen, das ich wohl weiß, dass das Objektiv so etwas unterfordert ist oder von mir nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird.
      Oder überfordert - da sich die 24 Millonen APS-C-Pixelchen ja auf diesen kleinen Bildkreisbereich konzentrieren, wo sich sicher bei Film nur ein paar Silberkristalle um Belichtung bittend tummeln würden. :)
    • Macro kann es auch.
      Nach einfügen eines M42 Zwischenringsatzes in den Aufbau konnte ich die Naheinstellgrenze etwa auf 60 cm verringern. Der Ausschnitt mit dem Zollstock zeigt das kleinstmögliche Bild, was ich so aufnehmen kann.
      Die Aufnahmen entstanden mit einer kleinen LED-Leuchte, nicht mit Blitz. Das werde ich auch noch versuchen, denn ich glaube, mehr Licht würde dem Kontrast der Bilder gut tun.

    • Völlig ungeeignet ist das Objektiv aber an der a6000 für Macros, sofern man, wie ich gestern ein wenig die Modelle einer Spur N-Anlage fotografieren will. Dazu ist die brennweite einfach zu groß.
      Das mit der Auflösung, der generellen Detailauflösung und auch einem schönen Verlauf der Schärfe bekomme ich gut hin. Auch die Unschärfe gefällt mir.
      Aber die Perspektive geht ja gar nicht. Da ist ja gar keine perspektivische Verkleinerung nach hinten zu erkennnen und damit wirken die Wagen nach hinten hin geradezu größer werdend.
      Der Aufnahmeabstand zwischen Objektiv und Objekt war jeweils ca 1 Meter.

      Was mir auch noch nie bei einem Objektiv so aufgefallen ist, ist die tatsache, wie stark sich die Fokusebene nach hinten verschiebt, wenn ich abblende.
      Wie gewöhnlich habe ich bei Offenblende fokussiert und dann eine Blendenreihe aufgenommen. Je weiter ich die Blende dabei schließe, desto weiter verschiebt sich die fokusebene. Bei den Modellen der Eisenbahn konnte ich das besonders gut sehen.