Ungleichmäßige Emtwicklung mit Patterson MOD 54

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    • Ungleichmäßige Emtwicklung mit Patterson MOD 54

      Hallo liebe Forumsmitglieder!

      Ich habe in den letzten Tagen Dutzendfach Filme entwickelt, um einem Entwicklungsfehler auf die Schliche zu kommen, und brauche nun etwas Input von außen...

      Seit einigen Jahren entwickel ich nun schon Filme (Kleinbild + Mittelformat mit einer Jobo-Dose), und ich habe nie Probleme dabei gehabt.
      Ich fotografiere erst seit einigen Wochen auf 4x5 und habe mich für einen Patterson Tank + MOD54 Einsatz entschieden, um meine Filme zu entwickeln.
      Alles war gut, bis ich ein wenig im ''Studio'' herumgespielt hab - ein paar Stillleben und Blumen vor einem hellen Hintergrund.

      Alle Negative weisen auf höhe der Halterungen des MOD54 Schatten auf, die sich vor dem hellen Hintergrund natürlich schön abzeichnen.
      Mir war schnell klar, dass es sich hier um einen ungleichmäßigen Entwicklungsvorgang handelt.
      Was auch kein Wunder ist - die Filme liegen eng beieinander und ich habe wie gewohnt nur einmal pro Minute Bewegung in den Entwicklungsprozess gegeben.
      Ich fand das durchaus logisch, dass es da schon zu einem sichtbaren Effekt kommt.
      Zur Kontrolle habe ich einen Film in der Schale entwickelt - er war tadellos!
      Also habe ich bei der nächsten Entwicklung die Spirale die ganze Zeit leicht bewegt, damit immer schön frischer Entwickler an die Filmoberfläche kommt.
      Leider hat das keinen wirklichen Unterschied gebracht - immer noch waren deutliche Schatten auf höhe der Halterungen zu erkennen.

      In einem Englischsprachigen Forum laß ich mehrmals von genau meinen Problemen, und zur lösung wurde empfohlen nur vier Filme mit MOD54 zu entwickeln und die mittlere Halterung frei zu lassen.
      Genau das habe ich grad gemacht + die Spirale die ganze Zeit leicht in Bewegung gehalten... - ohne Erfolg.

      Nun frage ich mich natürlich warum ich hier im Forum nichts zu diesem Thema finde.
      Es kann doch unmöglich sein, dass mir hier als einzigsten dieser Mangel(?) am MOD54 aufgefallen ist!?
      Wer von euch benutzt den MOD54?
      Wie sind eure Erfahrungen?
      Hat jemand von euch die selben Probleme, wie ich?

      Um es nochmal deutlich zu machen: die Schatten der Halterungen sind nur vor hellen, gleichmäßigen Flächen sichtbar, wie z.B. Himmel oder halt Studiohintergrund - alle anderen Negative sehen soweit super aus!


      Mit besten Grüßen an euch
      Mario
    • Paradox wrote:

      immer noch waren deutliche Schatten auf höhe der Halterungen zu erkennen.
      Das gibt's nach meiner Erfahrung eigentlich nur, wenn man die Filme mit der Emulsionsseite nach außen einlegt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich sicher mehr als 30 Entwickklungsgänge jeweils voll bestückt mit 6 Blatt gemacht - klar, die Druckstellen/Kratzer auf der Rückseite lassen sich nicht vermeiden, aber ungleichmäßige Entwicklung oder Schatten kann ich zumindest für den Fall, dass man die Planfilme mit der Emulsionsseite nach innen einlegt, nicht bestätigen.
      Ach ja: sicher zu etwa 2/3 Fomapan 200, entwickelt entweder in Rodinal oder AM74/D74/Supergrain/RHS-DC, langsamer Dauerkipp während der ersten Minute, dann alle 30 Sekunden einmal.
    • Dichteabfall ist ein Zeichen für die mangelhafte Bewegung. Wen dein Behälter bis an den Rand voll ist hat die Flüssigkeit zu wenig Raum um sich zu bewegen. Eine Welle in einem komplett aufgefülltem Behälter zu erzeugen ist so gut wie unmöglich.
    • ekech wrote:

      Paradox wrote:

      immer noch waren deutliche Schatten auf höhe der Halterungen zu erkennen.
      Das gibt's nach meiner Erfahrung eigentlich nur, wenn man die Filme mit der Emulsionsseite nach außen einlegt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich sicher mehr als 30 Entwickklungsgänge jeweils voll bestückt mit 6 Blatt gemacht - klar, die Druckstellen/Kratzer auf der Rückseite lassen sich nicht vermeiden, aber ungleichmäßige Entwicklung oder Schatten kann ich zumindest für den Fall, dass man die Planfilme mit der Emulsionsseite nach innen einlegt, nicht bestätigen.Ach ja: sicher zu etwa 2/3 Fomapan 200, entwickelt entweder in Rodinal oder AM74/D74/Supergrain/RHS-DC, langsamer Dauerkipp während der ersten Minute, dann alle 30 Sekunden einmal.
      Ich hab tatsächlich bei der allerersten Entwicklung mit dem MOD54 nicht darauf geachtet wie herum ich den Film einlege. Das passiert mir nie wieder!
      Der geo schreibt was interessantes - Ich mach den Tank tatsächlich übervoll, weil ich mit dem Patterson nicht kippe, sondern diesen ''Stecker'' zum agitieren benutze.
      Du machst nur Kippentwicklung?

      BG!
    • geo wrote:

      Dichteabfall ist ein Zeichen für die mangelhafte Bewegung. Wen dein Behälter bis an den Rand voll ist hat die Flüssigkeit zu wenig Raum um sich zu bewegen. Eine Welle in einem komplett aufgefülltem Behälter zu erzeugen ist so gut wie unmöglich.
      geo, schätze dieses ist eine heiße Spur!
      Ich mach den Tank tatsächlich übervoll, weil ich mit dem Patterson nicht Kippe, sondern diesen ''Stecker'' zum agitieren benutze.
      Ich mach nachher mal einen Test.

      Danke für den Hinweis!
    • Ich benutze den nicht mehr. Die innenst liegenden Filme haben nach meiner Erinnerung funktioniert, der Rest hatte immer die ungleichmäßig Entwicklung. Über den Umweg mit dem SP 445 (für stainende Entwickler nicht geeignet) bin ich nun bei der 25'er Jobo gelandet. Keine Probleme mehr. Sehr zufrieden.
      Grüße Frank
    • Mit der Paterson-Dose und MOD54 habe ich schon einige 100 Planfilme entwickelt, meist TMY und HP5+. Nach meiner Einschätzung ist die Bewegung oben zu gering. Speziell zu Beginn der Entwicklung ist kräftiges Kippen angesagt. TMY 15/30/3x kippen (Xtol); d.h. 15 Sek. ankippen, dann alle 30 Sek. 3x kippen. Für HP5+ gilt 15/30/1x (Xtol). Wenn man weniger bewegt muss man die Entwicklungszeit verlängern und die Empfindlichkeit steigt geringfügig. Die Bewegung kann man solange reduzieren bis ungleichmäßige Entwicklung einsetzt, was oben offensichtlich der Fall war.
      Die MOD54-Spirale ist etwas fummelig zu laden. Es gibt vom Hersteller ein sehr gründliches Video dazu:



      Wünsche viel Erfolg.
      Beste Grüße,
      Otto!
      https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de
    • Otto Beyer wrote:

      Die Bewegung kann man solange reduzieren bis ungleichmäßige Entwicklung einsetzt, was oben offensichtlich der Fall war.
      Ja nee, ich hab ja tatsächlich gedacht, ich bewege zu wenig, also habe ich zum Test wärend des ganzen Entwicklungsvorganges leicht agitiert - ohne sichtbaren Unterschied.

      Ich vermute grade ganz stark, das geo recht hat, ich fülle nämlich 1150ml (also bis zum unteren Rand) statt 1000ml (bis zur Spirale) in den Tank.
      Ich hab mir da keine Gedanken drüber gemacht, weil ich beim Patterson nicht kippe...

      Danke + ich werd der Sache nachher mal auf den Grund gehen ;)

      Beste Grüße
      Mario
    • geo wrote:

      Noch eine kleine Anmerkung zum kippen. Un einen Stau zu vermeiden kippe/drehe ich den Tank in vier Richtungen; 2 mal nach vorne 2 x nach hinten 2x links 2x rechts.
      Ich werde nachher mal die Kippentwicklung ausprobieren.

      Vielen Dank nochmal für den Hinweis, ich glaube grad ganz stark, dass ich diesen Effekt verursache, weil ich 1150ml statt 1000ml in den Tank einfülle und es dann zu der von dir beschriebenen mangelhaften Durchmischung kommt.


      Bin gespannt wie das Ergebnis nachher ausfällt!


      Beste Grüße!
    • Vollkommen richtig, nur 1 Liter einfüllen wie im Tankboden eingraviert (2x 120). Und kippen so wie man es von den Jobo-Dosen gewohnt ist, also nicht zu zaghaft sondern wirklich kräftig. Dann kann man in vielen Fällen für alle Filmformate dieselbe Entwicklungszeit nehmen. Wichtig noch, wenn man z.B. für Testentwicklungen weniger als 6 Planfilme nimmt: die äußeren Plätz müssen besetzt sein und die inneren frei lassen. Sonst lösen sich die Filme von den inneren Plätzen durch das Kippen. Wenn man nicht zu kleine Händer hat kann man die Dose zügig mit einer Hand, so wie in der beigefügten Anleitung gezeigt, kippen.
      Beste Grüße,
      Otto!

      PS: Natürlich habe ich in der Dose auch schon einige 50er Schachteln Pancro in PMK entwickelt.
      Files
      https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de
    • numahu wrote:

      Rotieren sollte doch auch ein möglicher weg sein. Am besten nicht zu langsam.

      Rotation vor allem permanente bei einem Halbton SW Film [es gibt auch eine zyklische Rotation (dazu muß aber der Tank randvoll sein) mit dem entsprechenden neben Effekt] ist gut und schonend für das Handgelenk. :)
      Den Rest verkneife ich mir. :P

      PS:
      Otto Bayer hat zu diesem Thema (wen ich das richtig im Kopf habe) auf seiner Home Seite einen sehr informativen Artikel geschrieben.
    • Neue Testreihe mit mäßigem Erfolg...

      Heute mit exakt 1000ml Entwiklerflüssigkeit (Foma 100 mit Fomadon 1+10).
      Allerdings habe ich mich dann spontan gegen das Kippen entschieden und den agitator benuzt - 30sec am Anfang, danach zu jeder Minute 10 sec, also so wie ich das sonst auch mit der Jobo im Kipp mache.

      Die Schatten sind eindeutig schwächer ausgefallen, mit einer Ausnahme: ein Negativ, welches ganz innen lag weist wieder eine recht starke Schattierung auf.


      Otto Beyer wrote:

      TMY 15/30/3x kippen (Xtol); d.h. 15 Sek. ankippen, dann alle 30 Sek. 3x kippen. Für HP5+ gilt 15/30/1x (Xtol). Wenn man weniger bewegt muss man die Entwicklungszeit verlängern und die Empfindlichkeit steigt geringfügig. Die Bewegung kann man solange reduzieren bis ungleichmäßige Entwicklung einsetzt, was oben offensichtlich der Fall war.

      Schätze, ich hab diesmal zu wenig Bewegung in die Entwicklung gebracht.

      ekech wrote:

      Ach ja: sicher zu etwa 2/3 Fomapan 200, entwickelt entweder in Rodinal oder AM74/D74/Supergrain/RHS-DC, langsamer Dauerkipp während der ersten Minute, dann alle 30 Sekunden einmal.

      Nächster Test dann nach Methode ekech... (Foma 100 mit Rodinal 1+50) *fingers cross*


      Vielen Dank an alle für eure hilfreichen Beiträge + Beste Grüße!
    • reichen 100 ml Fomadon oder 20ml Rodinal um 770 cm² Film zu entwickeln?

      Ich möchte nochmal kurz das Thema Rotation anfassen. Hat schon jemand den Radius der Trommel in Betracht Bezügen? Und ob der innere und der äußere Film die gleiche Strecke in der Flüssigkeit zurücklegen? Somit ob die Filme die gleiche Zeit für die Agitation nutzen?