Wer reinigt Objektive

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    • Wer reinigt Objektive

      Hallo
      Ich habe hier zwei Objektive , da sieht man ein Pilzbefall auf der Glas innenfläche.
      Einwenig Schmierung könnten sie auch gebrauchen .
      Das eine ist ein APO Ronar 1:9 600mm
      Das andere ein 1:9 480mm
      Ich habe sie mit der HOLZKAMERA erworben und würde gerne einsetzen.
      Gruß Bernd
      9x12 ist eine schöne Negativ Größe
      13x18, 18x24, 30x40
    • Allen Mut zusammennehmen, auseinander schrauben, reinigen und sorgfältig zusammenbauen. Ich habe die meisten meiner Objektive und auch Verschlüsse selbst gereinigt und repariert. Das ist schon machbar, wenn auch recht nervig...

      Ein leichter Pilzbefall macht übrigens überhaupt gar nichts. Ein Pilz beeinträchtigt maximal ein wenig den Kontrast und ist auch nicht „ansteckend“ für andere Objektive. Ich weiß, das Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber ein Märchen.
    • carpelux wrote:

      Ein leichter Pilzbefall macht übrigens überhaupt gar nichts. Ein Pilz beeinträchtigt maximal ein wenig den Kontrast und ist auch nicht „ansteckend“ für andere Objektive. Ich weiß, das Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber ein Märchen.

      das würde ich nicht so verallgemeinern. es soll objektiv-dienstleister gegeben haben, die die reparatur verpilzter linsen abgelehnt haben. und das nicht ohne grund.

      bezüglich ansteckungsgefahr:

      es ist halt wie fast immer im leben: es kommt darauf an. in falle des glaspilzes bedeutet das: wie weit liegen verpilzte und nichtverpilzte linse auseinander? und in welchem raumklima werden sie gelagert? bei welcher temperatur? welcher luftfeuchtigkeit? dunkel, im karton, möglichst "schön" verpackt? "glaspilze" sondern nun mal sporen in die umgebungsluft ab, da hilft auch kein wunschdenken.

      weiterer faktor ist die konstruktion des objektivs. ich habe z.b. im laufe der jahre noch nie ein einziges gebrauchtes mamiya-rz-shift-objektiv in standard-barrel-bauweise gefunden, das NICHT verpilzt gewesen wäre. was meiner meinung nach in der bauweise dieser objektive begründet ist. ein relativ offener shift-mechanismus, der nur mit schwarzem filz abgedichtet ist. die linse ist also recht offen, was den luftzugang in ihr inneres angeht. da reicht es unter umständen sogar schon mal aus, bei regen zu fotografieren und dann das objektiv in einem etwas kühleren , dunklen raum zu lagern um den sporen ein nahezu ideales habitat zu bieten. was für mich übrigens der grund war zum tilten/shiften auf das zwar teurere und umständlichere, aber wesentlich "pilzfestere" mamiya-adapter-shift-system mit short-barrel-objektiven zu setzen.

      und: ja, es stimmt, ein minimalster pilzbefall fällt in den meisten fällen nicht auf. aber da wir ja hier im GF- und nicht im lomographen-forum sind, haben wir meistens auch ganz andere vorstellungen von der gewünschten abbildungsqualität (sonst wär ja GF obsoleter quatsch). was einschließt, das die anschaffung sackteurer und hochgerechneter und megavergüteter optiken und die tolle GF-auflösung bei dias/negativen nur dann einen sinn ergeben, wenn wir sie - die anschaffung - auf der anderen seite in entscheidenden motivsituationen (z.b. einer schicken gegenlichtaufnahme diverser gebirgszüge in bestem ansel-adams-style) nicht wieder durch glaspilz konterkarieren.

      oder man dreht halt einfach am regler "dunst entfernen".
      dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
      likes? lieber nicht. unnötig.
    • carpelux wrote:

      Ein leichter Pilzbefall macht übrigens überhaupt gar nichts.
      Ich hatte mal ein gutes Tokina-Tele mit LD-Glas, das leider einen Pilz am Rand entwickelt hat. Bei den modernen Objektiven ist ja oft das Coating mitbetroffen, weshalb eine Reinigung da ohnehin schwierig.

      Ist immer die Frage, ob das Objektiv den Aufwand wert ist; muss ja wieder zentriert werden, wenn man die Linsensysteme auseinandermontiert.

      Ich habe es jedenfalls nach einem Tipp das Tele von dieser Zeit an in einem Plastiktubus mit einem großen Beutel Silica-Gel gelagert. Offenbar kann man das Wachstum des Pilzes stoppen, wenn man ihn ordentlich trockenlegt. So war es dann auch bei mir und ich habe an den Bildern nie etwas bemerkt.

      Ideal zum Züchten eines Linsenpilzes sind wohl alte, stylische Lederköcher mit viel organischem Dreck drin ...

      Ich habe jedenfalls in jedem Objektiv-Koffer, in jedem Pouch, in jedem Kamerarucksack, massenweise Silica-Gel-Beutel.
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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      <3 Sinar P2/F2 8) Graflex Crown Graphic Special :shock: Linhof Master Technika 2000 :thumbsup: Tachihara 8x10
    • renros wrote:

      carpelux wrote:

      Ein leichter Pilzbefall macht übrigens überhaupt gar nichts. Ein Pilz beeinträchtigt maximal ein wenig den Kontrast und ist auch nicht „ansteckend“ für andere Objektive. Ich weiß, das Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber ein Märchen.
      das würde ich nicht so verallgemeinern. es soll objektiv-dienstleister gegeben haben, die die reparatur verpilzter linsen abgelehnt haben. und das nicht ohne grund.

      bezüglich ansteckungsgefahr:

      es ist halt wie fast immer im leben: es kommt darauf an. in falle des glaspilzes bedeutet das: wie weit liegen verpilzte und nichtverpilzte linse auseinander? und in welchem raumklima werden sie gelagert? bei welcher temperatur? welcher luftfeuchtigkeit? dunkel, im karton, möglichst "schön" verpackt? "glaspilze" sondern nun mal sporen in die umgebungsluft ab, da hilft auch kein wunschdenken.

      weiterer faktor ist die konstruktion des objektivs. ich habe z.b. im laufe der jahre noch nie ein einziges gebrauchtes mamiya-rz-shift-objektiv in standard-barrel-bauweise gefunden, das NICHT verpilzt gewesen wäre. was meiner meinung nach in der bauweise dieser objektive begründet ist. ein relativ offener shift-mechanismus, der nur mit schwarzem filz abgedichtet ist. die linse ist also recht offen, was den luftzugang in ihr inneres angeht. da reicht es unter umständen sogar schon mal aus, bei regen zu fotografieren und dann das objektiv in einem etwas kühleren , dunklen raum zu lagern um den sporen ein nahezu ideales habitat zu bieten. was für mich übrigens der grund war zum tilten/shiften auf das zwar teurere und umständlichere, aber wesentlich "pilzfestere" mamiya-adapter-shift-system mit short-barrel-objektiven zu setzen.

      und: ja, es stimmt, ein minimalster pilzbefall fällt in den meisten fällen nicht auf. aber da wir ja hier im GF- und nicht im lomographen-forum sind, haben wir meistens auch ganz andere vorstellungen von der gewünschten abbildungsqualität (sonst wär ja GF obsoleter quatsch). was einschließt, das die anschaffung sackteurer und hochgerechneter und megavergüteter optiken und die tolle GF-auflösung bei dias/negativen nur dann einen sinn ergeben, wenn wir sie - die anschaffung - auf der anderen seite in entscheidenden motivsituationen (z.b. einer schicken gegenlichtaufnahme diverser gebirgszüge in bestem ansel-adams-style) nicht wieder durch glaspilz konterkarieren.

      oder man dreht halt einfach am regler "dunst entfernen".
      Die Pilzsporen sind immer und überall in der Luft. es gibt einfach nur äußere Faktoren, die das Pilzwachstum in einem Objektiv fördern. Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit, am besten noch ein lederner Objektivköcher als organische Nahrung...

      Ich glaube, ursächlich für das Gerücht, Fungus in Objektiven sei ansteckend, war ein Hinweis bei Carl Zeiss - man würde keine Objektive mit Fungusbefall warten oder reparieren. Daraus wurde dann die Ansteckungsgeschichte gebastelt ;)

      Der Grund dafür war, soweit man mir das so erzählt hat, einfach der hohe Aufwand, die Gefahr die Vergütung zu beschädigen und der hohe Anspruch von Zeiss an sich selbst und seine Arbeit. Sie konnten und können einfach keine 100%ige Erfolgsgarantie auf ihre Arbeit geben - also haben sie Pilzreparaturen einfach abgelehnt.
    • Ruf mal durch, Bernd.

      Ich schau noch mal auf meine Ronare - mir ist nämlich so, als obs da was kniffliger war mit der Demontage.
      Sollten wir scheitern, kannste ein 480er oder 520er von mir haben, ich brauch ja nur eines.

      Und wenn ich Zeit über habe, baun wir da mal noch was Schönes vor, das gibt ein herrliches Portraitobjektiv :)

      VG,
      Ritchie
    • Danke für die Antworten
      Das Selbermachen...bin leider grobmotoriker ( Plasmaschneider wäre da).
      Der Fugus scheint weniger geworden die Lagerung im Schrank
      (Trockensack liegt im Schrank) .
      Aber ist immer noch da.

      Hallo Ritschie ich werde mich morgen melden.

      Danke und schönes Wochenende
      Bernd
      9x12 ist eine schöne Negativ Größe
      13x18, 18x24, 30x40
    • Pilzbefall ist schwierig, der Pilz ätzt Spuren ins Glas und oder die Vergütung, die sind nur mit großem Aufwand weg zu polieren. Das Objektiv muß ja anschließend wieder mit einem Kollimator justiert werden. Durch die Demontage, Montage und Politur hat sich ja schließlich etwas verändert.
      Grüße Joachim