Steinheil Triplar

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    • Steinheil Triplar

      Moin,

      ich hab mal ein Steinheil Triplar Anastigmat 1:4 40cm bekommen, mit defekter Blende.



      Nachdem ich es nicht aufbekommen habe, schickte ich es zu einem Profi. Hat nicht so viel gebracht, mitlerweile sieht es so aus:



      Vergrößtert:



      Etwas unscharf, aber ich denke schon, dass man ganz gut sieht, dass das Gehäuse nicht auseinandergeht, dafür einreißt.
      Reparatur eher ausgeschlossen, denke ich.
      Keine Ahnung, wie gut die Optik ist, aber soviele 4,0 400-er gibt es ja nicht, wäre echt schade drum...
      Fällt jemanden hier was ein?
      Drucken dürfte zu ungenau sein, oder?
      Drehen kann man sowas bestimmt, aber das kann ich mir sicher nicht leisten....
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • Peter Volkmar wrote:

      aber soviele 4,0 400-er gibt es ja nicht
      das dürfte dann auch ein ordentlicher Klopper sein - nix für meine Intrepid (und auch nicht für meine WIP-3D-Druck-Kamera) ;)
      Spaß beiseite - da reden wir tatsächlich von einer Öffnung mit mehr als 100mm, d.h. mit einer ordentlichen Fassung im Bereich von 110-120mm und einem Glasgewicht von deutlich über einem Kilo...


      Peter Volkmar wrote:

      Drucken dürfte zu ungenau sein, oder?
      würde ich per se nicht sagen - wobei das hier ja darauf rauslaufen würde, einen komplett neuen Tubus zu machen.
      D.h. wir reden hauptsächlich über Maßhaltigkeit auf der Z-Achse (Höhe) - und dort bekommt man mit einem ordentlich eingestellten 3D-Drucker und ein paar Versuchen etwa 5/100 IMHO ohne größere Probleme hin...
    • Derzeit, mit dem Alutubus, reden wir über 2,5kg :)
      Man könnte also bestimmt unsere Intrepids damit auf Dauer im Rhein versenken :-))
      Hinterer offener Durchmesser fürs Glas liegt bei 9cm, 12,5cm sind es für das Anschraubgewinde. Auf eine Sinarplatine paßt es also noch (ggfls mit Tricks), aber der HiLi würde schon extrem abschatten. Aber Hut geht und ich hätte sogar noch einen passenden Aufsteckverschluß, das ist wenigstens nicht das Problem.
      5/100? mm? Das klingt für mich schon sehr genau. Ist das genau genug?
      Die beiden verkitteten Vorderlinsen sind zusammen im Tubus, da muss man nichts machen. Das, was kaputt ist, ist der hintere Tubus. Da müßte man beide Linsen in den richtigen Abstand bekommen und die dann in den richtigen Abstand zum verkitteten Vorderelement.
      Auf der anderen Seite sagte die Werkstatt, dass sie das ganze auch nochmals durchmessen könnten, wenn ich eine Lösung finden würde, vielleicht ging das dann da auch nochmals mit Shimringen. Vielleicht mal nachfragen....
      Inwieweit kann man Druck mit Alu kombinieren? Ganz gut, oder? Dann bekäme man die Frontgruppe dran und könnte die Blende (scheint komplett zu sein, nur festgefressen) wieder nutzen. Oder man macht eine Einsteckblende.
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    • Das Gehäuse ist aus Alu. Da sitzen jetzt noch 2 Linsen und die verklemmte Blende drin. Eigentlich besteht das Gehäuse aus 2 Teilen, aber die sind total festgefressen. Ich denke nicht, dass man das Gehäuse noch retten kann. Aber ich hab ja keine Ahnung bei sowas ;)
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    • Es gibt auch Spezialisten die Alu löten können, den für schweißen oder löten ist Aluminium schon ein schwieriges Metall. Wenn nur das Glas nicht im Wege wäre. Hätte man vielleicht eine Schanze gehabt mit Diesel oder Kerosin Bad die Teile zu trennen
    • Das ist eingelegt worden.
      Ich bekomm aus der Erinnerung die genaue Erklärung nicht mehr zusammen, aber das Alu ist wohl sowas wie korridiert und an dem Gewinde so zusammengebacken, dass es da jetzt fester zusammen ist als an den anderen Stellen, deshalb ist beim versuch, es zu trennen, ein Stück abgebrochen, da war es weniger stabil.
      Alu ist leicht und relativ einfach zu verarbeiten, dazu günstig. Aber mit Messing wäre das nicht passiert....
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    • Peter Volkmar wrote:

      5/100? mm? Das klingt für mich schon sehr genau. Ist das genau genug?


      Das ist dann ein halbes Zehntel.
      Also Grobschmiedarbeit.



      Alu mit Alu zu verschrauben ist immer eine schlechte Idee; das kann schon bei Neuteilen "zusammenpappen" und schwer bis unzertrennbar werden; hier kommt halt das Alter und etwas Fraß dazu.
      Da hilft auch kein Diesel, kein Kerosin ( solange man das nicht entfacht:-) ), und kein Caramba.

      Peter Volkmar wrote:

      ..deshalb ist beim versuch, es zu trennen, ein Stück abgebrochen, da war es weniger stabil.

      Hmmm...
      Sowas passiert eigentlich bei einseitiger/punktueller Belastung.
      Deswegen hatte ich bei der Gaorsi Kamera die Drehbank bemüht, und würde hier sogar einen Schlüssel empfehlen, der rundum, vollflächig angreift.
      Da zersprengt vielleicht das Glas, Abbrechen am Alu tut da aber sicher nichts :)

      Ist also, wie sicher alle sonstigen Anwendungen bei diesem Delinquenten, auch nix, wo man trotz nötiger Umsicht eine Zerstörungsfreiheit garantieren kann, zumal aufgrund der groben Vorbehandlung.

      Ein Schweißen des Risses wäre m.E. ein unangemessenes Verfahren - die Zusammensetzung des Alus ist nicht bekannt, das Material ist zu dünn, die Punktwärme sorgt sicher auch bei WIG für unnötige Verformung, und der anfallende Materialauftrag muß dann auch noch mühsam beseitigt werden.

      Ich denke, sowas klebt man heute eher mit den gängigen Wundermitteln.
      Der Riß wird zuvor wie üblich an seinen Enden angebohrt, um ein Weiterreißen zu verhindern, und dann zumumpen das Ganze.
      Dann das Gewinde nacharbeiten.
    • Das Problem bleibt, dass man erstmal die Gläser und die Blende rausbekommen muss.
      Ob es dann ratsam ist, das ganze wieder in den alten, gerissenen Tubus einzubauen? Der sich ja eher noch weiter zerlegt, wenn man ihn denn auseinander bekommt....
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    • Ein wunderbares altes Schätzchen.
      Die Fassung sieht fast so aus als sei sie aus Zink gefertigt worden, ist aber sicher Aluminium welches sich möglicherweise durch Alkolat zersetzt.
      Das kann passieren wenn die Fassungen mit Ethanol gereinigt werden, gerade die sehr alten Fassungen sind da extrem empfindlich.
      Häufig sind im dem Metall Lunker und zudem ist es offenporig so dass der Alkohol eindringen und so akkurat das Alu zerfressen kann.
      Und nein, dieser Prozess kann nicht gestoppt werden, der Tubus muss also ersetzt werden.

      Thema Genauigkeit, wenn der alte Herr Steinheil hören würde das hier von 5/100mm geredet wird würde er denken das es wohl eher um das Grobschmiede Handwerk geht.

      Selbst Objektive die um 1900 gefertigt wurden hatten deutlich kleinere Toleranzen.

      Zu dem hinteren Tubus, hier wird man anscheinend nicht umhin kommen die Fassung aufzusägen und zwar so geschickt das die Blendenmechanik nicht weiter beschädigt wird.
      Eine Fassung in genügender Größe mit eingebauter Blende zu finden dürfte nämlich ziemlich aussichtslos sein.
      Steckblenden sind aber natürlich auch eine Lösung.

      Leider übersteigt die schiere Größe meine Möglichkeiten, bei etwa Ø90mm ist bei meiner Drehbank Schluss.
      Machbar ist das aber durchaus. Wegen der hohen Lichtstärke und der recht langen Brennweite kann es sich schon lohnen etwas Geld in die Hand zu nehmen.

      Das Triplar kenne ich als 50mm und 90mm Objektive, sie sind nicht schlecht kommen aber an die Tessare nicht heran.
      Beim Großformat ist der Unterschied aber reine Makulatur.
    • Peter Volkmar wrote:

      Das Problem bleibt, dass man erstmal die Gläser und die Blende rausbekommen muss.

      Ich kann ja mal drüberschauen, was dasZerlegen anbelangt.
      Erst danach ließen sich überhaupt weitere Arbeitsschritte sinnvoll bestimmen.

      Ich würde aus einer Aluplatte mit angemessener Stärke einen fetten Rundumklemmschlüssel bauen, eine zarte Rutschbremse implementieren, und mit viel Gefühl anklemmen, bis ihm greift.

      Die andere Seite würde vermutlich einen passgenauen Aludrops zum Einlegen bekommen, dann kann ich das Ding vernünftig einspannen, ohne den Körper zu zerdrücken.

      Wenn das Glas keine Vorbelastung erfuhr, wird das auch halten - garantieren tu ich aber nix.
      Auch für den teilzerstörten und gerissenen Korpus übernehme ich keinerlei Verantwortung.



      Preis:
      Kaffeekasse, plus Materialerstattung ( ich hab aktuell nichts Geeignetes rumliegen).
    • Das klingt doch schonmal sehr positiv. An eine Rettung des Tubus glaub ich eh nicht mehr, wenn man die Blende noch nutzen kann wäre das schon großartig.
      Die Gläser sitzen jetzt schon recht locker im Tubus, ich denke, das hilft.
      Schick mir nochmal Deine Adresse, dann geht der Bastelsatz an Dich raus.
      Bankverbindung hab ich noch, aber gib mir mal eine Hausnummer für Material und Kaffeeverbrauch durch :)

      Viele Grüße Peter
      Zeit ist nicht Geld.
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