Cyanotypie im Großformat?

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    • Cyanotypie im Großformat?

      Mahlzeit :)

      Ich habe mich vor wenigen Jahren mit Großformatfotografie beschäftigt und wollte das nun auch langsam angehen.
      Was mich halt hauptsächlich so dran gestört hat waren die Kosten (Negative) und Chemikalien die man bei einsetzt...

      Bin gestern wieder auf das Thema Cyanotypie gekommen und auch einen Youtube-Beitrag zum Thema Direktbelichtung mit einer 6x6er Kamera, was ich toll fand, weil ich selber schon überlegt hatte, ob dies nicht möglich sein dürfte.
      Zudem sind die Chemikalien wohl ziemlich unbedenklich + "entwickelt" wird mittels Ausspülen im Wasser + Schuss HHO danach für die Kontrastssteigerung, falls erwünscht. Mit Tee bekommt man dazu schöne Spepiatöne hin, falls man auf das Blau nicht steht.

      Mir ist schon klar, dass die Belichtungszeit nicht so optimal ist und das ganze an sich nur tagsüber funktioniert - aber hat es jemand schon mal ausprobiert?
      Ich habe ein größeres Objektiv mit meine ich f4.5 rumliegen (Verschluss manuell bedienbar; Automatik hakt ein wenig - ist hier ja aber nicht nötig). Dafür würde ich mir nen Kasten bauen und ausprobieren. Es sei denn jemand meint hier, dass es totale Zeitverschwendung ist..zumindest bei Cyanotypie.

      Gruß
      Paul
    • Nimm dir Zeit. :thumbsup: für die Belichtung.
      Das Objektiv sollte auch nicht beschichtet sein damit UV Licht ankommt.
      Mit der direkten Belichtung sind Zeiten im Stundenbereich 4-8 zu erwarten .

      Ich will das Pferd von hinten satteln und mit ein entsprechend großen Negativ
      arbeiten.
      Letztes Jahr ist das am Papier gescheitert, auf A4 gab es keine Probleme.
      Das gleiche Papier in A3 hatte auf der Fläche Ablösung. Ich bin :whistling: dran

      Gruß Bernd
      9x12 ist eine schöne Negativ Größe
      13x18, 18x24, 30x40
    • Schwarzweißseher wrote:

      Cyanotypie ist eine Superidee. Unbedingt ausprobieren!
      750g Chemikalien in der Mittagspause vorhin bestellt :D Reicht für grob 5 Liter, wenn ich das richtig berechnet habe...habe also für ne Weile vorgesorgt :D

      Magirus wrote:

      Nimm dir Zeit. :thumbsup: für die Belichtung.
      Das Objektiv sollte auch nicht beschichtet sein damit UV Licht ankommt.
      Mit der direkten Belichtung sind Zeiten im Stundenbereich 4-8 zu erwarten .

      Ich will das Pferd von hinten satteln und mit ein entsprechend großen Negativ
      arbeiten.
      Letztes Jahr ist das am Papier gescheitert, auf A4 gab es keine Probleme.
      Das gleiche Papier in A3 hatte auf der Fläche Ablösung. Ich bin :whistling: dran

      Gruß Bernd
      Das ist nen uuuraltes, schweres Metallobjektiv aus einer alten Kamera. Wiegt irgendwas um 200-300g und die Linse ist irgendwas um 8..10 cm im Durchmesser (habe es schon seit 2 Jahren nicht mehr in der Hand gehabt..alles Schätzungen). Beschichtet war da meines Wissens nach nichts.

      4 bis 8 h. Aua. o_O Ich dachte da auch eher an A5...A4, was ja von den Belichtungszeiten her an sonnigen Tagen theoreetisch in Minuten funktionieren dürfte - oder?
    • In Minuten würde es gehen, wenn es so machst wie es die meisten machen.
      Grosses Negativ direkt auf das behandelte Papier, kein Objektiv dazwischen, denn das nimmt dir auch wenn es nicht vergütet ist sehr viel UV Licht weg!
      Eine bessere Methode ist dein Negativ einzuscannen in PS zu vergrössern und auf eine A4 durchsichts Folie zu printen, Dan Burkholder wenn ich mich recht erinnere hat das schon sehr lange so gemacht!

      https://www.amazon.com/Making-Digital-Negatives-Contact-Printing/dp/0964963833
      " You push the button and we do the rest."
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      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • Hallo Peter
      Werde ich testen bin aber nicht sicher ob das so funktioniert.
      Der Film ist nicht glasklar hat einen Blauton.
      Wenn sich die Sonne mal wieder zeig (außerhalb der Arbeitszeit)
      werde ich testen.
      Gruß Bernd
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    • Ich mach VanDykes damit, die auch UV-Licht brauchen. Das geht problemlos. Auch wenn ich Röhren nehme, aber die haben ja (fast) nur UV. Zu Cyanos kann ich nichts sagen. Aber vielleicht findest Du hier eine Aussage dazu, kannst die paar Seiten ja mal durchblättern ;)
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • johnars wrote:

      In Minuten würde es gehen, wenn es so machst wie es die meisten machen.
      Grosses Negativ direkt auf das behandelte Papier, kein Objektiv dazwischen, denn das nimmt dir auch wenn es nicht vergütet ist sehr viel UV Licht weg!
      Eine bessere Methode ist dein Negativ einzuscannen in PS zu vergrössern und auf eine A4 durchsichts Folie zu printen, Dan Burkholder wenn ich mich recht erinnere hat das schon sehr lange so gemacht!
      Ich bin Digitalfotograf und laufe mit ner Fujifilm XT20 durch die Gegend... ;) Die einzigen Negative die ich haben werde sind selbst gedruckte aus Lightroom :D

      Habe das Video gefunden... Cyanotypes direkt mit einer Mamiya M645 belichtet. 20 Minuten Belichtungszeit bei 7 Linsen
    • Mittelformat Objektive sind meist einiges Lichtstärker wie GF Objektive, das dürfte da auch noch eine Rolle spielen!

      FG Armin
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    • Zum einen bekommst du ja "nur" Negative heraus und zum anderen sage ich mal, dass die Cyano oben auf dem Teaser zu wenig Zeichnung haben, sprich unterentwickelt sind. Ist in der Camera nicht so einfach, weil du ja nicht, wie beim tradionellen Verfahren nachschauen kannst.

      Für Cyano reichen tatsächlich auch einfach Kopien auf Overheadfolie aus.

      Gruss Sven.
    • Also wird das eher nichts ohne Negative..hm..schade.

      Dann werde ich das Thema Großformat doch mit Negativen angehen müssen.
      Muss man mein Vergrößerungsgerät suchen. Habe aus meiner Kindheit aus den 80ern viele Dias von den Eltern rumliegen. Sogar paar Negative bei. Die Dias müsste ich ja mit meiner Kamera abfotografieren und auf Folie drucken. Negative kann ich ja direkt auf Papier mit ner High-Power UV-Led belichten. Bin schon gespannt :)

      Habe letztes Jahr zwei Kameras von meinen eltern geschenkt bekommen. Ich meine eine Voigtländer und eine Agfa. Die zweite ist ziemlich kompakt und ich habe da sogar fünf der Wechselplatten dabei. Das wäre für den Einstieg doch ganz brauchbar, oder nicht? :)
    • Schwarzweißseher wrote:

      Einfach ausprobieren : )
      Faast dabei ;) Hoffe die Chemikalien kommen heute...dann könnt ich am WE schon loslegen :D

      5 Meter UV-LEDs für Belichtungskasten sind morgen da. UV-Laserdiode für Experimente wie Cyanotype-Drucker wird gleich in der Pause bestellt... Bin anscheinend nicht der erste der auf diese Idee kam. Werde hierzu meinen 3D-Drucker ein wenig mißbrauchen - zumindest für die ersten Versuche.

      Vorteil: unabhängig von der Auflösung und - theoretisch - der Größe des Druckmediums.
      So kann ich nicht nur meine 24 MP 1:1 ausdrucken, sondern auch hochauflösende Panoramadrucke in größeren Formaten ausdrucken
    • Magirus wrote:

      UV LEDs wo gibt es die ?
      Und wie werden sie angesteuert?
      Gruß Bernd
      https://www.amazon.de/gp/product/B07YDZP3H5

      LED-Strip für 18 € inkl. Netzteil, welcher in der Schnur sogar schon einen Schalter verbaut hat.
      Werde ich aber gegen ein anständiges ersetzen, wo ich später dann noch mit nem Arduino Belichtungstimer bastel.
      Die Belichtungszeit soll bei so einem Array irgendwo bei 5-10 Min liegen.

      Man muss es halt in Streifen zerschneiden und ein wenig löten.


      Falls du die High-Power LED gemeint hast:
      leds.de/nichia-ncsu276a-uv-smd…ne-780mw-365nm-14341.html


      780 mW bei 376 nm. Habe da aber ne Anfrage gestellt, weil ich mir da wegen der Konstantstromquelle nicht sicher bin. Bei einer halb so starken wird auch 700 mA bei 4V benötigt. Kann ja nicht sein....

      Für die hier gibt es eine 8° und 50° Linse - die sind darunter angegeben.


      Es gibt noch eine 1800 mW LED von LG - allerdings NICHT aufgelötet...nichts was man eben einfach so per Hand löten könnte:
      leds.de/lg-innotek-uv-smd-led-…0-1800mw-365nm-32299.html
    • Cyanotypie ist einer meiner Lieblingsprozesse, mit dem ich arbeite. Ich habe mir einen Gesichtsbräuner gekauft, um reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen. Die Chemikalien gibts ja spottbillig bei amazon oder bei Franalog.

      Ganz wichtig ist die Qualität des Aquarellpapiers. Es darf nicht zu stark saugen, sonst kommen die Bilder zu blass raus. Als Pinsel kauft man sich am besten einen ganzen Sack von diesen Schaumstoffpinseln.

      Am schönsten geht das natürlich mit 8x10-Negativen, aber 4x5 liefert auch noch schöne Ergebnisse, wenn man ein feines Papier nimmt. Mit 3% Wasserstoffperoxidlösung aus der Apotheke bekommt man schnell das tiefe Blau nach der Entwicklung in Leitungswasser.

      Übrigens: Wenn ich das recht verstanden habe, willst du mit einem Objektiv Cyanotypiepapier belichten? Das funktioniert so leider nicht gut bzw. nur im Rahmen einer ... sagen wir: Experimentellen Fotografie (wie in dem YouTube-Video). UV-Licht wird von Gegenständen eben nicht so wie sichtbares Licht reflektiert. Man kann also Cyanotypiepapier nicht wie ein Negativ oder Positiv bei anderen Prozessen hinten in einer Plattenkamera einsetzen (bzw. nur bei stundenlangen Belichtungszeiten an Gegenständen). Deshalb wird der Prozess üblicherweise ja nur im Kontaktverfahren eingesetzt, wenn eine UV-Lichtquelle direkt durch ein Negativ auf das Papier trifft. Aber hey, :thumbup: jeder wie er mag!

      Mit Cyanotypie kann man witzige Sachen machen. Nachkolorieren in Photoshop zum Beispiel:

      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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      The post was edited 2 times, last by JMK fotodesign ().

    • JMK fotodesign wrote:

      Cyanotypie ist einer meiner Lieblingsprozesse, mit dem ich arbeite. Ich habe mir einen Gesichtsbräuner gekauft, um reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen. Die Chemikalien gibts ja spottbillig bei amazon oder bei Franalog.
      [...]

      Übrigens: Wenn ich das recht verstanden habe, willst du mit einem Objektiv Cyanotypiepapier belichten? Das funktioniert so leider nicht gut bzw. nur im Rahmen einer ... sagen wir: Experimentellen Fotografie (wie in dem YouTube-Video). UV-Licht wird von Gegenständen eben nicht so wie sichtbares Licht reflektiert.
      Bei Amazon sind die Chemikalien eigentlich ga rnicht wirklich billig. Ammoniumeisencitrat 60 € - 80 € pro Kilo.
      Ich habe hier 500g für 22 € gekauft + 250g Kaliumhexacyanidoferrat für 11 €: shop.es-drei.de/



      Ja von der Idee bin ich auch langsam weg...Grossformt also dann doch mit Negativen.

      UV-Drucker gehe ich aber definitiv an. Könnte mir vorstellen, dass sowas irgendwann wie 3D Drucker (an sich selbe Basis) verbreiten wird. Cyanotype scheint seit ca. 2..3 Jahren immer mehr Anhänger zu finden.
      Ich habe einen 3D Drucker und Teile für einen zweiten den ich bauen wollte. D.h. statt dessen werde ich einen UV-Laser-Drucker bauen. Die oben genannte LED wird durch UV-Laser getauscht, da das Problem die Fokussierbarkeit ist: auch mit einer 9° Linse dürfte die LED mit Abstand von ca. 5 mm zum Papier (durchs Glas) ewa 1x1 mm große Pixel belichten können, was viel zu gering wäre.

      Das einzige Projekt zum Thema was ich gefunden habe - ein funktionsfähiger UV-Laser-Drucker mit 750 ppi Auflösung
      hackaday.io/project/10101-dire…r-alternative-photography

      Sehr interessant finde ich auch den Platindruck. Die Chemikalien sind hier nicht mehr so ganz harmlos, aber immer noch im Rahmen. Zudem sind die Ergebnisse genial... und ebenfalls mit UV-Laser-Drucker nutzbar

      Teil-Kolorierung mittels Kaffee, Tee usw. finde ich irgendwie interessanter. Also es gänzlich bei Analog zu lassen ;)
      So z.B: "tinted with oak bark and red wine":
      flickr.com/photos/68798910@N07/8901174466/
    • AlphaRay wrote:

      Teil-Kolorierung mittels Kaffee, Tee usw. finde ich irgendwie interessanter. Also es gänzlich bei Analog zu lassen
      Oder Jensis Kaffee-Tee-Chilischokoladen-Toner (nach vorheriger Bleiche in Waschsoda; Eimer 8 Ocken bei Jeff Bezos´). Platindruck ist superteuer! Da kriegt man viele Packungen Kodak-Tmax 8x10 für ....

      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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