Das nächste (3D-Druck-) Projekt: Die skalierbare Laufbodenkamera

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Das nächste (3D-Druck-) Projekt: Die skalierbare Laufbodenkamera

      Bei meinen bisherigen kleinen 3d-Druck-Projekten hatte ich meine Modelle immer mit dem webbasierten Tinkercad erstellt. Speziell bei meinem 6x12-Rückteil, aber auch bei allen anderen Dingen, bei denen man mit mehreren Bauteilen und somit idR auch mit Maßabhängigkeiten zu tun hat, bin ich mit Tinkercad dann doch immer mal wieder an Grenzen gestossen. Oder besser gesagt: Der Aufwand, den man bei einer mehrteiligen Konstruktion mit Tinkercad betreiben muss, wenn man auch nur Kleinigkeiten ändert, ist recht groß.
      Insofern habe ich mich dazu entschieden, auf OpenSCAD umzusteigen und mir als "Lernproiekt" gleich mal was richtiges und Ambitioniertes rauszusuchen...
      Kamera war klar, Eigenbauten nach dem Prinzip der optischen Bank gibt es schon genug, aber eine leichte, überwiegend 3D-gedruckte Laufbodenkamera nach Vorbild einer Linhof Technika oder Horseman FA/HD/HF habe ich bisher noch nirgends gesichtet.
      Hier mal ganz grob die ganzen Eckpunkte und Ziele:
      • Deutlich leichter als Technika, Horseman und Co. auf das Gewicht einer Intrepid 4x5 werde ich wohl nicht ganz kommen, aber runde 1500g wären schon ein Wort...
      • Außenmaße zusammengeklappt nicht größer als bei der Intrepid 4x5 (etwa 200x180x100mm)
      • Ein kompaktes Objektiv muss in der Kamera im geschlossenen Zustand verbleiben können (Fujinon-W 125mm, Fujinon-WS 150mm, Symmar 135, ...); Objektive auf Technika-Platinen.
      • Stabilität auf dem Niveau der Intrepid 4x5
      • Balgenauszug+Verstellwege mindestens auf dem Niveau der Horseman HD
      • Keine exotischen Teile. Alles, was ich nicht 3D drucken kann, muss beim Baumarkt um die Ecke oder ohne lange Suche beim nächstbesten eBay-Shop zu bekommen sein und sich "am Küchentisch" für den Einsatz an der Kamera fertig bearbeiten lassen.
      • Den Balgen werde ich nicht selbst machen, hier greife ich auf einen Balgen von standardcameras.com/shop/ zurück - selbst inkl. Versand und Zoll/Einfuhrumsatzsteuer ist deren Preis für einen nagelneuen Balgen in einem Rahmen absolut konkurrenzlos.
      • Die Konstruktion muss sich ohne großen Aufwand auf 5x7"/13x18cm (+evtl. auch auf 8x10") hochskalieren lassen.
      • Erster kompletter+funktionierender Prototyp noch vor der Jahreshälfte


      ... und als kleinen Teaser gibt's hier schon mal ein Bildchen vom bereits modellierten Laufboden.



      In den nächsten Tagen und Wochen werde ich mich erst einmal der Laufboden- und Frontstandarten-Konstruktion widmen, da dies aus meiner Sicht die größte Herausforderung darstellt.

      Klingt das überambitioniert?
    • Super Projekt. Das Problem bei 4x5-Kameras sind meines Erachtens die Laufböden mit der Kupplung der Standarten. Hat man erst mal eine Entfernungseinstellung, ergibt sich der Rest von selber.

      Eine kurze Frage hätte ich aber: warum muss es eine Laufbodenkamera sein? Da handelt man sich zahlreiche Probleme ein. Die Vorderstandarte muss kleiner sein als die Hinterstandarte, damit sie ins Gehäuse passt. Der Laufbodenschlitten ist geteilt in einen Ruheschlitten und einen Einstellschlitten, was den Einsatz kurzbrennweitiger Objektive verhindert. DIe Gehäusedicke definiert das Objektiv, das dranbleiben darf. Die Laufboden-Hinterstandartenkupplung erzeugt Beweglichkeit und damit wackeln. Usw.

      Warum nicht so ein Technikardantyp? Zwei identische Standarten, mehr Platinen zum Einsetzen, Balgen einfacher herstellbar und wechselbar, schnellere Aufnahmebereitschaft, Auszugsverlängerung durch Zusatzschienen, die man zum Mitnehmen unter der Kamera befestigen könnte, Auswechselbarkeit der Standarten für größere oder kleinere Standarten, größere Modularität. Was man bräuchte, wären zwei oder drei Laufböden nebeneinander, einer nach vorne, einer oder zwei nach hinten. Das ganze müsste nur 10cm dick sein, da käme man bereits auf rund 25cm Auszug. Mit zwei Verlängerungsschienen würden da leicht 35cm insgesamt draus. Meine Technika ist ja auch sagenhafte 11cm dick.

      Ich hätte gerne die Technika als Laufbodenkamera, arbeite z.B. gerne mit der Kardan Color. Aber: die hat das große runde Rohr, und das erschwert den Transport. Viel lieber hätte ich zwei Manfrotto-Makroschlitten druntergeschraubt, aber ich brachte es bisher noch nicht übers Herz, die Kardan Color auseinanderzuschrauben ...
    • lohi wrote:

      Super Projekt.
      Danke.

      lohi wrote:

      Das Problem bei 4x5-Kameras sind meines Erachtens die Laufböden mit der Kupplung der Standarten. Hat man erst mal eine Entfernungseinstellung, ergibt sich der Rest von selber.
      Als (Wahl-) Schweizer verstehst Du sicher "hä?"

      lohi wrote:

      Eine kurze Frage hätte ich aber: warum muss es eine Laufbodenkamera sein? Da handelt man sich zahlreiche Probleme ein. Die Vorderstandarte muss kleiner sein als die Hinterstandarte, damit sie ins Gehäuse passt. Der Laufbodenschlitten ist geteilt in einen Ruheschlitten und einen Einstellschlitten, was den Einsatz kurzbrennweitiger Objektive verhindert. DIe Gehäusedicke definiert das Objektiv, das dranbleiben darf.
      Probleme gibt es nicht, nur Herausforderungen. ;) Ja, eine Laufbodenkamera hat "systemimmanente" Limitierungen, wie z.B. das Thema mit den (sehr) kurzen Brennweiten - diese will ich gar nicht umgehen. Meine kürzeste Brennweite ist und bleibt erst einmal 90mm. Das muss funktionieren, das wird auch funktionieren - ich hoffe auch, dass ich mindestens 20mm Shift mit dem 90er hinbekomme...
      Ich habe für mich den Anspruch, eins meiner (kompakten) "Standard-Objektive" - Fujinon-W 125mm, Fujinon-WS 150mm, Symmar 135mm - an der Kamera zu lassen, andere Objektive lasse ich bewusst außen vor (im wahrsten Sinne des Wortes)

      lohi wrote:

      Die Laufboden-Hinterstandartenkupplung erzeugt Beweglichkeit und damit wackeln. Usw.
      ich hatte ja geschrieben, dass ich die Stabilität auf dem Niveau der Intrepid hinbekommen möchte. Diese empfinde ich für meine Einsatzzwecke als hinreichend stabil. Der Konstruktive Aufwand, den ich dafür betreiben muss, dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten.

      lohi wrote:

      Warum nicht so ein Technikardantyp? Zwei identische Standarten, mehr Platinen zum Einsetzen, Balgen einfacher herstellbar und wechselbar, schnellere Aufnahmebereitschaft, Auszugsverlängerung durch Zusatzschienen, die man zum Mitnehmen unter der Kamera befestigen könnte, Auswechselbarkeit der Standarten für größere oder kleinere Standarten, größere Modularität. Was man bräuchte, wären zwei oder drei Laufböden nebeneinander, einer nach vorne, einer oder zwei nach hinten. Das ganze müsste nur 10cm dick sein, da käme man bereits auf rund 25cm Auszug. Mit zwei Verlängerungsschienen würden da leicht 35cm insgesamt draus. Meine Technika ist ja auch sagenhafte 11cm dick.
      Ganz einfach: Ich mag Laufbodenkameras. Sie passen zu meinem Anforderungsprofil. Leicht, kompakt, sehr schnell aufgebaut und hinreichend Verstellmöglichkeiten für Landschaft, Natur und gemäßigte Architektur. Auszugsverlängerung über 250mm spielen bei mir eine sehr untergeordnete Rolle, ebenso Verstellungen jenseits der +/-20mm Shift und ein paar Grad zum Verschwenken. Da wäre ein leichter "Technikardantyp" mit meinen Möglichkeiten (3D-Drucker, Schlüsselfeilen, Dremel, Schleifpapier und Schraubendreher) deutlich schwieriger zu realisieren.

      lohi wrote:

      Ich hätte gerne die Technika als Laufbodenkamera, arbeite z.B. gerne mit der Kardan Color. Aber: die hat das große runde Rohr, und das erschwert den Transport. Viel lieber hätte ich zwei Manfrotto-Makroschlitten druntergeschraubt, aber ich brachte es bisher noch nicht übers Herz, die Kardan Color auseinanderzuschrauben ...
      Beim Halbsatz mit "Technika" bin ich wieder versucht, mit einem "Hä?" zu antworten und interpretiere das so, dass Du Deine Kardan in Richtung einer Technikardan möchtest, damit Sie weniger sperrig ist. Aber eigentlich magst Du doch Deine Laufbodenkameras lieber (Graflex, Technika, Horseman)

      lohi wrote:

      warum muss es eine Laufbodenkamera sein
      Ich bin ja versucht, mit einem Klassiker zu antworten ("weil ich es kann!"), aber die eigentlichen Gründe habe ich hier schon genannt. Lernprojekt, MagIchHalt, ZeigenDassEsAuchMit3DDruckGeht, Hobby, Freizeit, IchWillMeineEigeneKameraBauen, IchWillEineSehrLeichteLaufbodenkamera, ...
    • Kleines Update mit zwei Selbst-Zitaten:

      ekech wrote:

      Den Balgen werde ich nicht selbst machen, hier greife ich auf einen Balgen von standardcameras.com/shop/ zurück

      ekech wrote:

      ich hoffe auch, dass ich mindestens 20mm Shift mit dem 90er hinbekomme...
      Nachdem ich den Balgen mittlerweile schon hier vorliegen habe, gibt es auch gleich ein paar Anmerkungen dazu:

      • Die Abwicklung/Lieferung aus den USA war schnell. 5 Tage nach der Bestellung hatte ich meine beiden bestellten Balgen hier vorliegen - einer in Gelb, einer in Schwarz.
      • Die Balgen sehen sehr ordentlich verarbeitet aus, die (3D gedruckten) Rahmen, in die sie montiert sind, werde ich beibehalten und nicht modifizieren
      • Ähnlich wie bei den aktuellen Balgen bei Intrepid, sind die Balgen auch (leider) sehr steif - d.h. mit diesem Balgen werde ich bei kurzem Auszug (z.B. beim 90er) definitiv keine 20mm Shift hinbekommen. Da werde ich wohl mal noch einen Weitwinkel-Balgen basteln müssen... Aber erst, wenn alles andere fertig ist.
      • Der Balgen (inkl. seiner Rahmen) war bislang noch eine Unbekannte, speziell hinsichtlich des Volumens, das er dann im Gehäuse benötigen wird und damit natürlich auch, wie dick das Gehäuse sein muss. Zum Glück läßt sich der Balgen einigermaßen locker auf das Maß zusammendrücken, was ich im Vorfeld vermutet hatte.


      Ansonsten gäbe es noch Folgendes zu berichten:

      • beim initialen Prototyping tue ich mich mit OpenSCAD im Moment noch etwas schwer - es ist gegenüber "grafischeren" Programmen einfach etwas mehr Prävisualisierung nötig, dafür kann ich aber wirklich parametrisch arbeiten (was ja auch das Ziel bei einer "skalierbaren Konstruktion" sein sollte)
      • Aktuell arbeite ich an den ganzen Teilen für Laufboden und Frontstandarte - die Grundkonstruktion ist dabei eine Mischung aus Horseman und Intrepid:
        • von der Horseman (bzw. vielen anderen Laufbodenkameras) kommt das grundlegende Laufboden-Prinzip mit den prismatischen Führungen und dem Frontstandarten-Schlitten.
        • von der Intrepid (oder auch Chamonix, Stenopeika, VDS, ...) übernehme ich das Prinzip der Fokussierspindel in Längsrichtung. Gegenüber einer "klassischen" Zahnstangenfokussierung hat das den Vorteil der Selbsthemmung und der etwas einfacheren Bauweise (sowie Verfügbarkeit der Komponenten)
        • Die Grundkonstruktion davon ist mittlerweile schon sehr weit gediehen - es fehlen allerdings noch ein paar Details wie z.B. die Verriegelung des Frontstandartenschlittens auf dem Laufboden
      • Die Frontstandarte selbst wird im ersten Schritt sehr einfach gehalten (vergleichbar Intrepid 4x5 Mk1/2 oder "Standard Camera"), also erst einmal eine kombinierte Tilt/Shift-Verstellung. Dies hat hauptsächlich auch den Grund, dass ich mich erst einmal um eine hinreichende Gesamtstabilität kümmern muss, die natürlich auch Einfluß auf den Platz/Bauraum hat, der an der Frontstandarte bzw. auch im Gehäuse zur Verfügung steht.
      Jedenfalls wartet noch eine Menge Arbeit auf mich ;)
    • Und wieder ein kleines Status-Update. Nein, ich habe das Projekt noch nicht aufgegeben ;)

      Spaß beiseite. Ich habe mittlerweile die ersten Teile gedruckt und mal grob zusammengebaut - noch nicht im Sinne eines funktionierenden Prototyps, sondern vielmehr als Mockup und vor allem um die bisherigen Ansätze zu überprüfen:
      • Stabilität/Steifigkeit des Laufbodens
      • Stabilität/Steifigkeit der Frontstandarte
      • Auslegung der Laufbodenführungen als gedruckte Schwalbenschwanzführungen, dabei auch herausbekommen, mit welchen Toleranzen ich arbeiten muss und wieviel Nacharbeit ggf. noch erforderlich ist
      • Platzbedarf im Gehäuse, vor allem beim Zusammenklappen.
      Folgende, wertvolle Erkenntnisse daraus:
      • Die Laufbodenauslegung mit gedruckten Schwalbenschwanzführungen ist zum einen steif genug, zum anderen auch platzmäßig deutlich im Vorteil gegenüber einer Konstruktion mit Linearführungen.
      • Der Laufboden+Frontstandartenträger baut aktuell noch zu hoch. Außerdem würde es auch nicht schaden, wenn ich dem Gehäuse in der Höhe noch ein paar Millimeter mehr spendieren würde.
      • Die zentrale Anordnung der Fokusspindel muss ich im Sinne von Platzmanagement auch nochmal überdenken.
      Dementsprechend kann ich in den nächsten Tagen/Wochen meine bisherigen Konstruktionen überarbeiten/anpassen....



    • Ich nähere mich der ersten funktionsfähigen Version :)
      Aktuell fehlen noch ein paar Kleinteile - Fokusknopf, Klemmen am Objektivträger und schöne Drehknöpfe/Schrauben. Außerdem muss aktuell noch der originale Mattscheibenrahmen von der Intrepid herhalten.

      #1 - aufgeklappt, Frontstandarte ausgezogen


      #2 - ein bisschen verschwenkt


      #3 - Detail Frontstandarte - Tilt/Shift lassen sich unabhängig einstellen



      #4 - Detail Laufboden: Der Auszug funktioniert ähnlich wie bei vielen althergebrachten Laufbodenkameras. Rastung alle 25mm möglich


      #5 - Rückteil, aktuell noch mit dem Mattscheibenrahmen von der Intrepid



      #6 - einfacher Wechsel auf Querformat


      #7 - Frontstandarte eingeschoben - ein kompaktes Normalobjektiv hat im Gehäuse Platz (in meinem Fall wäre das ein Fujinon-WS 150mm f/6.3)



      #8 - Stabilisierung+Verriegelung des Laufbodens über eine integrierte Stativschiene
      #9 - die Schiene verbleibt am Deckel und wird nach dem Aufklappen einfach in die Führungen am Gehäuse geschoben (und dann noch via Rändelschraube fixiert)


      Ach ja - ein paar Anmerkungen noch:
      • wer jetzt an der Druck-Qualität herummeckern möchte, sollte bedenken, dass dies ein erster Funktions-Prototyp ist. Die Teile sind mit billigstem PETG und relativ groben Einstellungen auf einem noch nicht optimal eingestellten Drucker gedruckt.
      • Stabilität/Steifigkeit bewegt sich auf dem Niveau meiner Intrepid
      • Die Frontstandarten-Konstruktion (besser: die rechte obere Tilt-Verstellung) kollidiert beim Zusammenklappen aktuell noch an einer Stelle mit dem vorderen Block der Fokussierspindel.
    • Markus Klink wrote:

      Das ist jetzt mit OpenSCAD wie anfangs geplant?
      jepp, 100% OpenSCAD. Ist an manchen Stellen zwar etwas mühsam, aber jedenfalls um Welten besser wart- und anpassbar als das, was ich zuvor mit Tinkercad gemacht hatte - was dann später für das "Upscaling" auf 5x7" oder gar 8x10" zur absoluten Grundvoraussetzung wird. Schließlich will ich nicht jedes Teil mehrfach neu konstruieren.
    • Diesch wrote:

      Das sieht für mich aus wie eine Kopie der Technika.
      Die kann man doch fertig kaufen.
      @Diesch: Ich bin mir vollkommen darüber im Klaren, dass man eine Technika durchaus kaufen kann - und daß sie meiner Eigenkonstruktion in vielen Punkten zunächst überlegen sein wird.
      Und ja, einige Konzepte sind von den etablierten Laufbodenkameras vom Schlage einer Technika, RittreckView, Toyo, Horseman oder den ganzen alten 9x12-Vorkriegs-Faltern übernommen, was letztendlich zu der sehr oberflächlichen Feststellung führt "Das sieht für mich aus wie eine Kopie der Technika".

      Einer der wesentlichen Aspekte für mich ist aber, daß das ganze Projekt ein Lern- und Demonstrationsprojekt ist, wie man selbst eine Laufbodenkamera via 3D-Druck bauen kann.
      Wenn Du Dir die Bilder genauer anschaust, wirst Du schon einige Dinge entdecken, wo sich meine Lösungsansätze deutlich von einer Technika unterscheiden - ja, sogar unterscheiden müssen, um den Eigenheiten des 3D-Drucks bzw. des zur Verfügung stehenden Materials und Werkzeugs gerecht zu werden.
      Nimm zum Beispiel einfach die Art und Weise, wie ich den Frontdeckel mit dem Gehäuse im offenen Zustand stabilisiere/fixiere. Einfachste Mittel, aber extrem effektiv - zumal man ja in der Regel eh eine Stativplatte an seine Kamera schraubt.
    • Uwe wrote:

      Wirst du das Groundglas von gleichen Lieferanten wie den Balgen nehmen?
      Kurz: Nein.
      Lang: ich habe hier noch mehrere 4x5" Mattscheiben herumliegen, aber der Mattscheibenrahmen, den ich noch machen muss, wird "handelsübliche" Mattscheiben im Format 4x5" aufnehmen.

      Uwe wrote:

      Wirst du ein Graflock-Mechanismus designen und bauen?
      Kurz: Wahrscheinlich nicht.
      Lang: ich selbst habe keinen Bedarf für Graflok-Schienen - sowohl für meine normalen Kassetten, als auch für mein 6x12 Rückteil brauche ich keine Graflok-Schieber.

      Aber: Da ich in absehbarer Zeit meine ganzen Konstruktions-Dateien veröffentlichen werde, steht es dann natürlich jedem frei, sich Graflok-Schieber dranzubauen ;)
    • ekech wrote:

      wie man selbst eine Laufbodenkamera via 3D-Druck bauen kann
      Na gut. Da steht dann deutlich die Bastelei vor dem Fotografieren in der Prioritätenliste (es ging mir gar nicht darum, bis zu welchem Grad das eine Kopie ist - ich habe auch keinerlei Interesse an rechtlichen Fragen diesbezüglich - Thema "veröffentlichen"). Wer eher am Fotografieren interessiert ist, meint dann eben: Warum sollte man selbst bauen, was man fertig kaufen kann?
      Die Notwendigkeit zum Selbstbauen entsteht aus restauratorischer Sicht, wenn ein altes Gerät wieder nutzbar gemacht werden soll.
      https://www.flickr.com/photos/diet_sch