Schneeschuhwandern mit der Graflex und dem Rotfilter

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    • Schneeschuhwandern mit der Graflex und dem Rotfilter



      Graflex Crown, Fujinon 135, Fomapan 100@@50, R09, 1+100, dazu Rotfilter und ein Gitzo Sport mit Crémaillière. Die Kinder ließen unterdessen Lawinchen den Hand herabrollen.



      Die Graflex ist wirklich recht gut. Sie hat ein stabiles, aber leichtes Holzgehäuse, in das ein Objektiv mit Copalverschluss gut reinpasst. Sie hat nicht allzuviele Verstellungen, da zerbricht man sich auch gar nicht erst den Kopf. Und weil die Grafmatic-Kassetten gleich 6 Aufnahmen beherbergen und die Entfernungseinstellung mit der Skala übereinstimmt und alles schön zugänglich ist, geht das Fotografieren auch recht flott von der Hand. Deshalb hieß sie ja auch »Pacemaker«, also »Schrittmacher«, im Sinne von »Beinemacher«. Die erste kostete unter Hundert Franken, jetzt habe ich mir noch eine bestellt: das ergibt ein nettes Reiseset, das auch mal kaputt gehen darf, ohne dass ich Heulkrämpfe kriege.
    • Wo wir bei Messen und Normen sind: die "korrekte" Helligkeit bei Arbeitszimmerbeleuchtung sind 120cd/m2 - da sind bei mir die Ausdrucke Großformat-Fotodrucker mit PlugIn vom Hersteller zur Steuerung) in der gleichen Helligkeit wie der Bildschirmeindruck. Wenn ich ausnahmsweise mein Notebook benutze, das eine Helligkeit von maximal 250 cd/m2 erreicht, stelle ich die Helligkeit auf 1/2 und habe ungefähr die gleiche Helligkeit.

      Für meinen Monitor würde dann das hochformatige Foto so aussehen

      dropbox.com/s/9gt0xokl4zehmqp/…chkette-01_Bearb.jpg?dl=0
    • der-photofreund wrote:

      bei mir sehen die Bilder wirklich optimal aus

      der-photofreund wrote:

      Diesch wrote:

      So wie die Fotos bei mir aussehen, muß dein Bildschirm viel viel heller sein.
      Möglicherweise ist ja Dein Monitor zu hell, bei mir sehen die Bilder wirklich optimal aus!Ja ich weiß, kalibriert sind die Monitore alle . . . :D

      der-photofreund wrote:

      bei mir sehen die Bilder wirklich optimal aus!
      So auch bei mir. Besser geht's nicht.
    • die bilder sind durchaus dunkel. sie sind "unterbelichtet". jedenfalls das erste von beiden. es wurde mit rotfilter in die sonne aufgenommen, und so belichtet, dass nur die hellsten teile des schnees und die atmo nach viii und ix ausschiessen durften. ich habe die belichtung zwar 3ev reichlicher gehalten, wegen des filterfaktors. und die entwicklung habe ich etwa 10% verkürzt, auf 10 min, um den glitzereffekt in den lichtern zu erhalten.

      weil ich aber nicht, wie fischer-piel oder adams das schreiben, die belichtung um weitere 0.5 ev erhöht habe bzw. die effektiviso um 1/2 blende verringerte, was man bei n- entwicklung ja so macht, fielen die schatten in abhängigkeit von den samtig zu haltenden lichtern partiell in ii und iii, aber nicht viel.

      damit konnte ich leben: das macht die schatten grafischer und die lichtabgewandte seite der berge brutaler. kontraststeuerung durch belichtung ist ja auch ein zonensystem.

      was die früheren bilder von letuter woche angeht: das sind bilder vom sonnenaufgang. in der dämmerung. sollten die nicht noch dunkel sein?
    • jetzt mach mir bitte a) keinen hybriden workflow, b) dessen finalität deine moni ist. denn es ist für mich schon mühsam genug, die bilder zu digitalisieren.

      Diesch wrote:

      Wo wir bei Messen und Normen sind: die "korrekte" Helligkeit bei Arbeitszimmerbeleuchtung sind 120cd/m2 - da sind bei mir die Ausdrucke Großformat-Fotodrucker mit PlugIn vom Hersteller zur Steuerung) in der gleichen Helligkeit wie der Bildschirmeindruck. Wenn ich ausnahmsweise mein Notebook benutze, das eine Helligkeit von maximal 250 cd/m2 erreicht, stelle ich die Helligkeit auf 1/2 und habe ungefähr die gleiche Helligkeit.

      Für meinen Monitor würde dann das hochformatige Foto so aussehen

      dropbox.com/s/9gt0xokl4zehmqp/…chkette-01_Bearb.jpg?dl=0
    • Ein Aufschrei !

      Dieses Thema bringt wieder mal das ganze Elend mit Bilder und deren Wahrnehmung,
      zumal wenn es um analog / digitale geht, auf dem Punkt! :cursing:

      Natürlich glaubt jeder es richtig zu machen, weiß wie es geht . . . und überhaupt!
      Da wird mit Zahlen, gleich welcher Art herum diskutiert, ganze Heerscharen an Argumenten,
      und - warum der ganze Sch..ß? Weil - so meine Interpretation - jeder Recht irgendwie haben will!
      Das ist für mich das schöne in der Photographie - es gibt nicht den richtigen Weg, sondern viele.
      Das macht Photographie zu einen ganz wunderbar vielfältigen Medium! Finde ich.

      Warum kann man eben diese schönen SW-Bilder, egal wie es sind, oder scheinen,nicht einfach
      als das Ergebnis von lohis (ureigenster) Sichtweise und Ausarbeitung - so wie er es eben macht -
      stehen lassen, ohne ihm - wie so oft - groß und breit mit dem ganzen, ach so richtigen, Techniksch...ß
      zu erschlagen?

      Photographie ist nicht nur Handwerk, sondern auch Kunst.
      Und die sollte doch einen gewissen Interpretationsspielraum ver- bzw. ertragen können

      Punkt - aus - Basta

      So, - jetzt könnt ihr die nächste Sau durchs Dorf jagen . . !
      Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluss der sich öffnet und wieder schließt.

      The post was edited 2 times, last by der-photofreund ().

    • der-photofreund wrote:

      Warum kann man eben diese schönen SW-Bilder, egal wie es sind, oder scheinen,nicht einfach
      als das Ergebnis von lohis (ureigenster) Sichtweise und Ausarbeitung - so wie er es eben macht -
      stehen lassen, ohne ihm - wie so oft - groß und breit mit dem ganzen, ach so richtigen, Techniksch...ß
      zu erschlagen?
      Weil er sicher möchte, daß andere seine Bilder genauso sehen wie er selbst. Bei der Präsentation auf unterschiedlichen Bildschirmen sieht jeder das Foto anders, mindestens in Helligkeitund Kontrast. Das ist nicht schön, denn die Tonwerte werden ja bewußt so gewählt. Wenn wir alle zusammen um einen Tisch versammelt wäre, auf dem die Bilder liegen, wäre die Verständigung leicht.
    • naja, es gibt motive, da geht es einem - mir - ums licht. jetzt hat man ja verschiedene fotografische symbole für licht.

      eines ist helligkeit, zb als high key. ein anderes ist selektivlicht, ein spot, eine kerze in der dunkelheit. ein anderes symbol wäre bildsilber. also schwärzung, und die erscheint im gegenlicht nach süden, siehe oberes bild, solange es noch so geringe lichtanteile gibt, die als lichtwerte über jeder kritik, also definitiv über zone vii stehen.

      herbert list hat das so gemacht in vielen seiner hellas-bilder. und dort hat es wirklich viel licht, va. mittags. ich weiss nicht, ich will mich nicht mit list vergleichen, aber ich habe mir ja was gedacht dabei. das bild ist so um 11.30 uhr entstanden.

      abgezogen habe ich das bild noch nicht. es ist wohl wahr: manchmal mag ich das dunkle sehr. es gibt einem bild manchmal materie. vielleicht ist meine moni ja wirklich zu hell.
    • lohi wrote:

      abgezogen habe ich das bild noch nicht. es ist wohl wahr: manchmal mag ich das dunkle sehr. es gibt einem bild manchmal materie. vielleicht ist meine moni ja wirklich zu hell.
      Deshalb habe ich den Vorschlag gemacht - ich meine (siehe Link in 5), so würde das Bild deiner Absicht entsprechen.
      Meine Frage war ja, ob das Hochformatfoto tatsächlich so dunkel gemeint ist, denn der Vordergrund ist bei mir völlig schwarz.
    • lohi wrote:

      ein musterbeispiel für iii
      ???

      Ich habe in zwei Stufen dein Bild verändert
      erst das ganze Bild etwas heller - der Vordergrund bekam etwas Struktur
      dann den Vordergrund allein noch ein wenig heller, so hat er Zeichnung bewahrt aber seine düsterne Erscheinung

      Meine Idee von deiner Bildvorstellung ist natürlich Spekulatius - aber man sieht gelegentlich Fotos, wo ganz klar auf den Himmel die Helligkeit eingestellt ist und alles andere versumpft.
      Beim zweiten Foto hier oben sind wir von der Ausarbeitung dicht beieinander - für mich wäre der Schnee im Licht einen Tick strahlender.

      Ich gehe da überhaupt nur drauf ein, weil aus den anderen Debatten mir scheint, als sei dir die Tonwertverteilung überaus wichtig.
    • Das 2. ist in meinen Augen wirklich optimal belichtet. Bin begeistert, wie die Strukturen auf dem Abhang zur Geltung kommen. Beim 1., meine ich, ginge noch mehr in die hellere Richtung. Der Schnee ist noch sehr weit davon entfernt, sich irgendwo RIchtung VIII zu verabschieden.
      Aber das sind Details.
      Beide BIlder machen hingegen die gewaltig prachtvolle Landschaft wirklich spürbar. Genau darum geht's ja schließlich auch ein wenig, bei der Fotografie.