Einstieg die Dritte und gleich ein zwei Fragen

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    • Einstieg die Dritte und gleich ein zwei Fragen

      Hallo,

      ich bin der Thilo aus Vaterstetten. Das ist im Osten von München. Ich fotografiere bisher KB (Olympus OM) und MF (Mamiya 645 Pro und Rolleiflex). Film benutze ich nur SW, da den FP4+ und den HP5+. Meine Dunkelkammer geht bisher leider nur bis 6x7.

      Jetzt überlege ich mir, eine Linhof Master Technika V mit ein paar Linsen (Von 90,135,180,240,300) zu kaufen, bzw. hab ich das schon fast gemacht. Ein 6x7 Einschubrückteil ist auch dabei.

      Jetzt wollte ich zu Anfang nur 6x7 damit machen, dass der Ausschuss nicht zu teuer wird und ich noch Zeit habe, mir etwas mit dem Vergrößern zu überlegen. Dafür wollte ich mir noch zusätzlich ein 65mm Objektiv kaufen. Gedacht habe ich an ein: FUJI Fujinon SWD 65mm f/5.6

      Auf Wista Platinen finde ich das Objektiv für so 250-300 Euro. Sind die Platinen Kompatibel oder muss ich versuchen eins auf Linhof Platine zu bekommen. Da kostet die Linse komischerweise gleich 100-150 Euro mehr. Nach dem Kauf der Technika ist mein Budget jetzt leider ziemlich eingedampft.

      Für Anregungen und Hilfe wäre ich sehr dankbar.

      Danke schon mal

      Thilo
    • Hallo,

      die Wista Platinen, mit den gekappten Ecken und der Nut in der Mitte, sollten auch auf die Technika passen. Zur Not kannst du die Platinen aber auch selbst wechseln.

      Bevor du das 65 kaufts, probiere bitte einmal mit einem der anderen Objektive aus, wo die Platine auf dem Laufboden zum liegen kommt. Dann kannst du abschätzen, ob du ein normale oder bessser eine versenkte Platine brauchst (mit der liegt das Objektiv 1-2 cm näher an der Mattscheibe, damit hast du mehr Platz zum shiften). Das ist dann auch die nächste Frage. Willst du mit dem 65er viel shiften? Vom Bildkreis her denke ich ist es bei 6x7 kein Problem (ohne jetzt die Daten nachgeschaut zu haben). Aber es ist arg fummelig weil das Objektiv schon recht weit im Kameragehäuse drin ist. Ich fand das 75er an der Technika schon recht fummelig. Aber das ist immer Ansichtssache.

      Gruss Sven.
    • Hallo,

      eine WW Platione von Linhof ist ja kein Problem zum auftreiben. Aber woher weis ich, das das Fujinon auch da reinpasst, also einstellbar bleibt. Wenn ich den Link von Jockel richtig verstehe, funktionieren nich alle Objektive in der Platine. Oder verstehe ich das falsch?

      Oje, ich merke schon, das ist nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich wollte halt für meine 6x7 Anfänge ein bisschen WW zur Verfügung haben.

      Oder soll ich es einfach mit dem 8/90er, das dabei ist, veruchen.
    • salmosalar wrote:

      Jetzt wollte ich zu Anfang nur 6x7 damit machen
      Das ist keine gute Idee.

      Ein 65er geht in einer "normalen Technika entweder mit Einstellschnecke oder mit dem Linhof Weitwinkelschlitten, den man in die Kamera einsetzen kann. Da das 65er im Kamerakasten steht, ist Shiften kaum möglich. Da ist bei "normaler" Nutzung der Kamera sowieso nicht viel Spielraum, weil der Bildkreis nicht reicht. Bei Rollfilm könnte man mehr verstellen, aber da ist der Kamerakasten im Weg. Das Objektiv sollte nicht auf dem Laufboden stehen, weil die Kamera sich dann - zumindest bei 4x5" - selbst fotografiert. Also muß der Laufboden nach unten abgeklappt werden.
    • Mein Tip:
      Da du ja anscheinend nur SW fotografieren willst, hol dir ein 50er Pack Foma Film 4x5 und probier erst mal aus.
      Da kostet das Blatt nicht so viel und am Anfang hat man z.B. auch Probleme den Film in die Kassette zu bekommen.
      Da schmerzt es dann nicht so stark, wenn mal das ein oder andere Blatt nichts wird.

      Willst du dir eine Technika V oder eine Master Technika kaufen? Eine Master Technika V gibt es nämlich nicht.

      Grüße
    • salmosalar wrote:

      Hallo,

      eine WW Platione von Linhof ist ja kein Problem zum auftreiben. Aber woher weis ich, das das Fujinon auch da reinpasst, also einstellbar bleibt. Wenn ich den Link von Jockel richtig verstehe, funktionieren nich alle Objektive in der Platine. Oder verstehe ich das falsch?
      Die Platine braucht die entsprechenden Lochdurchmesser für den Verschluss. An die Bedienelemente kommst du dann schon noch ran.

      Unser aller Überlegung ging eher in Richtung shiften des Objektives. Das ist bei einem Objektiv dass so weit im Kasten sitzt nicht mehr so ohne weiteres möglich. Da hängt es dann davon ab welche Technika du hast. Die neueren haben einen kleinen Hilfsschitten im Gehäuse und die Gehäuseoberseite lässt sich öffnen. Du musst daran denken, dass du immer noch den zusammengeschobenen Balgen bewegen musst.

      Alternative ist für 6x7 auf jeden Fall ein 75mm.

      Gruss Sven.
    • Hallo,

      ist die Kamera, die ich mir ausgesucht habe ein vernünftige Wahl?

      Ich werde euren Rat befolgen und erst mal mit dem 90er und den anderen Objektiven üben. Das 75er ist eine gute Idee, aber ich warte erst mal ab.

      Fomaplan hab ich noch nie benutzt. Muss dann erst mal passenden Entwickler recherchieren. Ich benutzt jetzt D76 für FP4 und HC110 für den HP5.
    • Ja. Das ist die alte 5er. Ein 75er mit versekter Platine geht da grad noch. Bei 6x7 sind 1-2 cm verschieben ja schon recht viel.

      Da Objektiv sitzt dann knapp auf der Aussenkannte und die oberste Schiene des Laufboden wird von Hand nach innen geschoben damit du mit dem Rad aussen fokussieren kannst.

      Gruss Sven.
    • Moin Sven

      Ich hatte mal ein 72er auf versenkter Platte hier. Das stand genau so auf dem Laufboden, wie du das beschreibst: Laufboden rangeschoben und dann auf dem Anfang. Da mußte ich den Laufboden abklappen. Die Folge war, daß ich das Objektiv weider aufrichten mußte und beim Scharstellen immer gleich eine Hoch- bzw. Tiefverstellung mit passierte. Ich habe ja normalerweise Geduld, aber ...
      Seit ich ein eigenes 75er habe, steht das auf dem Weitwinkel-Einstellgerät mit abgsenktem Laufboden.

      Ich möchte noch einmal wiederholen, daß ich 6x7 an der Technika für eine schlechte Idee halte. Für das Geld, das die Rollfilmkassette kostet, kann man einiges an Planfilmen kauf und ich finde die kurzen Brennweiten, die man als Weitwinkel für 6x7 hat sehumständlich an diesem kameratyp zu handhaben. Außerdem entfällt nahezu vollständig die Verstellbarkeit (und das ist keine Theorie, im Schrank hier liegt eine solche Rollfolmkassette und da liegt sie gut).


      salmosalar wrote:

      Jetzt wollte ich zu Anfang nur 6x7 damit machen, dass der Ausschuss nicht zu teuer
      Da sollte eigentlich nicht viel Ausschuß entstehen. Das ist technisch kein so großes Problem und schon gar keine Wissenschaft.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo,

      ich schließe mich Diesch an.

      6x7 bzw. 6x9 mit der Technika 9x12 ist eigentlich gut möglich. - Solange man aber keine kurzen Brennweiten verwenden möchte.

      65mm ist eine Qual. Gestern war ich in einer Kirche, um ein Fenster zu fotografieren, und der Shift reichte nicht für das 90er, das ich auf der Platine schon nach oben versetzte ...

      Funktional fast "baugleich" (technische Rückteilverstellung, verstellbare Front), aber ungleich günstiger und nur halb so schwer ist die Horseman VH, die auch 65mm kann. Die VH-R hat wie die 985 sogar einen Messsucher. Sie kostet ca 150-200 Euro. Ich würde sie mir als Zweitkamera für das 65er anschaffen. Oder gleich eine Horseman FA für 4x5. Die macht auch 65mm, meines Wissens.

      Das 6x7-"Grossformat" mit der Horseman würde viel besser in Dein bestehendes System passen. Von hier aus ist es später nur noch ein kleiner Schritt zu 4x5inch.

      Diesch wrote:

      Moin Sven

      Ich hatte mal ein 72er auf versenkter Platte hier. Das stand genau so auf dem Laufboden, wie du das beschreibst: Laufboden rangeschoben und dann auf dem Anfang. Da mußte ich den Laufboden abklappen. Die Folge war, daß ich das Objektiv weider aufrichten mußte und beim Scharstellen immer gleich eine Hoch- bzw. Tiefverstellung mit passierte. Ich habe ja normalerweise Geduld, aber ...
      Seit ich ein eigenes 75er habe, steht das auf dem Weitwinkel-Einstellgerät mit abgsenktem Laufboden.

      Ich möchte noch einmal wiederholen, daß ich 6x7 an der Technika für eine schlechte Idee halte. Für das Geld, das die Rollfilmkassette kostet, kann man einiges an Planfilmen kauf und ich finde die kurzen Brennweiten, die man als Weitwinkel für 6x7 hat sehumständlich an diesem kameratyp zu handhaben. Außerdem entfällt nahezu vollständig die Verstellbarkeit (und das ist keine Theorie, im Schrank hier liegt eine solche Rollfolmkassette und da liegt sie gut).


      salmosalar wrote:

      Jetzt wollte ich zu Anfang nur 6x7 damit machen, dass der Ausschuss nicht zu teuer
      Da sollte eigentlich nicht viel Ausschuß entstehen. Das ist technisch kein so großes Problem und schon gar keine Wissenschaft.
      Gruß
      Dieter
    • salmosalar wrote:

      Hallo,

      eine WW Platione von Linhof ist ja kein Problem zum auftreiben. Aber woher weis ich, das das Fujinon auch da reinpasst, also einstellbar bleibt. Wenn ich den Link von Jockel richtig verstehe, funktionieren nich alle Objektive in der Platine. Oder verstehe ich das falsch?
      Hallo Thilo,

      Das Fujinon SWD 65mm benötigt bei Platinen einen Lochdurchmesser der Größe 0 (Null), ebenso das 90mm Objektiv.
      Wenn Du eine Platine kaufst, z-B. bei Ebay oder so, haben die Verkäufer i.d.R. die Lochgröße angegeben bzw. nennen die Verschlussgröße, z.B. "Copal 0".

      Wenn mit der Linhof eine Platine kam, dann ist die vermutlich eh Größe 0, da das eine gängige Größe für sehr viele 4x5-Objektive ist. Aber Du kannst es, wenn Du das Objektiv und eine Platine hast, auch direkt ausprobieren: Objektiv auseianderschrauben und gucken ob's ins Loch passt.
    • salmosalar wrote:

      Hallo,
      es sollte eine Technika V sein. Der aktuelle Besitzer ist sich aber nicht ganz sicher, ob IV oder V.

      Hier mal ein Bild:



      Meine Meinung: Hände weg. Das bringt nur Unglück!

      Das Gehäuse sieht aus wie die Erstversion der IV. Man schaue auf die Aufhängung der Bügel an der Seite, Nr. 3. Bei der V ist diese beidseitig abgesichert, bei der IV eigentlich auch - nicht aber in der Erstversion. Die Seriennummer wäre wichtig: unter 66175 ist es eine ältere Version der IV. laflexcamera.com/linhof-technika-buyers-guide Die Seriennummer steht auf dem Sucherschuh, Nr. 7.

      Was dann aber nicht passt, ist die Frontstandarte. Das ist die Front einer früheren Technika V. Die wurde aber später auch geändert. Denn der weisse Hebel zum Shiften an der Seite ist abbruchanfällig, Nr. 1. Ist da bereits was verknorzt?

      Die Kamera wurde also aus verschiedenen Geräten zusammengestückelt bzw. geupdated. Und zwar nicht aus den jeweiligen Zweitversionen mit ihren inhärenten Verbesserungen, sondern aus zwei Erstversionen, deren Rest vermutlich als Schrott ausgeschlachtet wurde. Siehe auch den alten E-Messer, der, schaut man oben auf die Öffnung, kaputt zu sein scheint. Linhof änderte das Design, weil die Leute nicht scharfstellen konnten, weil die rechte Hand am Einstellrad die untere E-Messer-Öffnung verdeckte. Und dabei musste man mit rechts scharfstellen, denn der Griff war links ... Neue E-Messer sind unten kürzer, die Messbasis ist kleiner.

      Ob Linhof selber solche Front-Updates machte oder ein findiger Verkäufer? Man weiß es nicht, oder?

      Der Griff, ja, der Griff. Tja. Ist der noch da? der kostet 150 Euro, eher mehr.

      Der Balgen sieht zeitgenössisch aus, Nr. 8. Den wirst Du ersetzen müssen. Kostet 200 Euro bei Linhof. Ist aber gut machbar.

      Wichtig: Parallelität der Standarte zum Rückteil sowie keine ausgebrochenen Zähne am Haltebock der Frontstandarte, Nr. 4, auf den Schienen, Nr. 2. Denn bei solchen alten Linhofs knallen die Leute die Front gerne von der Schiene auf die Gehäusehalterung, ohne die Schiene zurückzuschieben. Dadurch entsteht eine Lücke, über der die Standarte keine Schienenhalterung mehr hat. Verkantet man die Standarte dann, bricht eine Ecke der Standartenhalterung ab. Senkt den Wiederverkaufswert auf 10% des Anschaffungspreises. - Vielleicht ist genau das mit der alten Standarte passiert, weshalb man die vom Werk her ausgetauscht hat. Dann allerdings wäre die Kamera sammelwürdig.

      Die Entfernungsskala unterhalb Nr. 1 sollte vorhanden sein, denn die kostet im Nachkauf 50 Eier. Ebensoviel kosten die anscheinend nicht vorhandenen Infinity Stops auf den Schienen, ohne die Dein Rangefinder wertlos ist.

      Ebenso die vermutlich fehlende Steuerkurve, Nr. 9, ohne die der E-Messer ebenfalls nicht funzt. Wenn das wirklich eine Technika IV ist, brauchst Du eh keinen E-Messer, denn den kannst Du nicht kalibrieren. Das müsstest Du einschicken, und dann macht Dir Linhof das für Deine Optiken. Und das kostet noch mal richtig Geld. Da die Optik fehlt, wird auch die Kurve fehlen, und tja, das war's dann halt.

      Und der Griff fehlt ja auch. Handheld geht da nichts.

      Die Belederung ist auch alt, da willst Du vielleicht was neues, das kostet auch 50 Euronen. Ich finde aber die alte Belederung durchaus noch schön, so farblich, auch wenn sie bei Nr. 5 schrumpft.

      Schau hinten drauf, Nr. 10: fehlt der Lichtschacht oder ist das Leder erwartungsgemäß kaputt (es ist ja vermutlich eine IV vom Gehäuse her, und die ist 60 Jahre alt), bezahlst Du alleine für den Lichtschacht, der Deine Mattscheibe schützt, aktuell ca. 100 Euro.

      Was mir bei näherer Betrachtung auffällt: Nr. 6. Das sind die Haltestangen für die technische Rückteilverstellung. Da fehlt eine rechts oben. links unten sieht man sie. Das Ding ist Schrott. Mit der wirst Du nicht froh.

      Warum sehe ich an dieser Kamera keine Haltezapfen für den Mattscheibenrahmen? Die müssten hinter dem E-Messer hervorschauen oder aber oben über der Kamera rausspitzen. Fehlt da die komplette Mattscheibe? Schau mal hier: laflexcamera.com/serviced-came…uper-rollex-6x7-film-back links unterhalb des E-Messers, da ist so ein schwarzes Stück ...

      Und immer noch frage ich mich, warum da zwei Kameras gekreuzt wurden. Was stimmte da nicht? Wie ist die Geschichte dieses Gerätes?

      Kannst Du die Kamera anfassen? Wie weich ist die Verstellung, die Fokussierung, die Rotation des Rückteils, die Gängigkeit der Schrauben? Hat jemand die Kamera geschmiert, mit WD40 oder Silikonspray oder Graphit? Wenn sie stinkt, war das das Falsche. man nimmt für Technikas Vaseline. Hauchdünn. Manchmal gibt es WD40-Spritzer auf dem Balgen, die die Belederung auflösen ...

      Wie sieht es beim Laufbodenscharnier aus? Ist da noch alles Gerade und sec, unverbogen und stabil? Wie ist das Zusammenklappen der Kamera? Steht da was im Weg, die E-Messer-Kupplung? Gibt es Schmirgelspuren der Kupplung auf dem Alu-Rahmen? Rastet die E-Messerkupplung in der Ruheposition ein, wenn man die Standarte auf den Haltebock des Gehäuses zurückschiebt? Ist das E-Messer-gestänge vorhanden und rostfrei?

      Augen auf beim Autokauf! So sollte die Kamera aussehen: laflexcamera.com/serviced-came…x5-full-serviced-restored

      Ich würde für die Kamera hier nicht mehr als 300 150 Euro bezahlen. Als Renovierungsprojekt für den Winter. Tönt brutal. Aber man sollte sein geld für sinnvolleres verwenden. Eine gute Technika, ob IV, V oder Master, kostet halt ab 800 aufwärts. Ohne zusätzliche Kosten.

      The post was edited 9 times, last by lohi: Nach und nach Recherchen. Es wird immer blümeranter. ().