Eisdiele in Cap Ferret

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    • Eisdiele in Cap Ferret

      Hallo,

      Ich bin recht neu hier im Forum und lege mir auch bald eine Großformatkamera zu, wollte aber schon einmal ein Mittelformatbild zeigen. Das Bild ist in Cap Ferret, Frankreich geschossen worden.

      Daten:
      Hasselblad 500cm
      Zeiss Ct* Distagon 60mm
      Kodak Portra 160
      Selbst eintwickelt in Tetenal c41
      Selbst eingescannt auf einem Imacon Flextight Photo

      Ich hoffe auf konstruktive Kritik!

      Julius
      Images
      • Scan12-Bearbeitet.jpg

        1.64 MB, 2,000×2,000, viewed 175 times
    • sehr gute farben. vielleicht sollte ich auch mal mit c41 anfangen.

      wie hast du die belichtung gemessen? die helligkeiten sind so schön stimmig, sommer, sonne, süden, und eine italienisch anmutende liebe zum gehäuse im menschlichen massstab, seit giotto (kemp: erzählcontainer), seit der bettelordensgotik. toll.

      kannst du mir/dir erklären, was durch gf anders wird? damit meine ich jetzt nicht die stürzenden linien, denn die lassen sich ja auch am pc ändern ...
    • kann mich lohi nur anschließen, das Flair kommt trefflich herüber! Hut ab auch für den C-41 Prozess!

      @lohi
      Wenn man das Bild der Street photography zuordnet, welche doch von einer gewissen Spontanität lebt, wird die Auswahl an Großformat-Kameras, die das leisten könnten eher eingeschränkt. Zumeist wird es also schwer werden der heimlicher Beobachter einer Szene zu sein, gerade wenn sie mit Personen zu tun hat. Dann ist man nämlich schnell selbst die Attraktion.
      Ansonsten ersetzt die GF-Kamera das Mittelformat nicht. Das gesamte Prozedere, Planung und Aufnahme, ist komplett anders und für mich der eigentliche Grund mit dem großen Format zu arbeiten.
    • Symoff wrote:

      Wenn man das Bild der Street photography zuordnet, welche doch von einer gewissen Spontanität lebt, wird die Auswahl an Großformat-Kameras, die das leisten könnten eher eingeschränkt. Zumeist wird es also schwer werden der heimlicher Beobachter einer Szene zu sein, gerade wenn sie mit Personen zu tun hat. Dann ist man nämlich schnell selbst die Attraktion.Ansonsten ersetzt die GF-Kamera das Mittelformat nicht. Das gesamte Prozedere, Planung und Aufnahme, ist komplett anders und für mich der eigentliche Grund mit dem großen Format zu arbeiten.
      Genau das!

      Man stellte sein Stativ und die Kamera auf bzw. ein, dann müsste man erst mal warten, bis die alten Besucher das Interesse verloren haben und die neuen noch nichts ahnen.

      Oder Weegee-like mit einer Graflex schnappschießen und wegrennen.

      Oder die Besucher ins Bild einbeziehen. - Durchaus reizvoll, störte dies jedoch die Vorstellung des unbeobachteten Fotografierens, die in der Straßenfotografie gehegt wird.

      Anders gefragt also: welche Rolle spielt die Heimlichkeit beim Fotografieren?

      Oder: wenn Menschen zu sehen sind: wieviel Interaktion soll stattfinden?
    • Wenn ich darf, würde ich meine Überarbeitung zeigen:
      die ändert etwas die Tonwerte (das ist unabhängig vom Kameratyp)
      die ändert die Bildgeometrie (entsprechend des Einsatzes einer Großformatkamera mit dem Ziel, eine Architekturaufnahme zu machen - wobei ich ja der Meinung bin, daß jede fotografische Aufgabe einen Kameratyp hat, mit dem die Aufgabe gut lösbar ist - so ist denn der Einsatz einer Großformatkamera kein Selbstzweck)
    • lohi wrote:

      Symoff wrote:

      Wenn man das Bild der Street photography zuordnet, welche doch von einer gewissen Spontanität lebt, wird die Auswahl an Großformat-Kameras, die das leisten könnten eher eingeschränkt. Zumeist wird es also schwer werden der heimlicher Beobachter einer Szene zu sein, gerade wenn sie mit Personen zu tun hat. Dann ist man nämlich schnell selbst die Attraktion.Ansonsten ersetzt die GF-Kamera das Mittelformat nicht. Das gesamte Prozedere, Planung und Aufnahme, ist komplett anders und für mich der eigentliche Grund mit dem großen Format zu arbeiten.
      Genau das!
      Man stellte sein Stativ und die Kamera auf bzw. ein, dann müsste man erst mal warten, bis die alten Besucher das Interesse verloren haben und die neuen noch nichts ahnen.

      Oder Weegee-like mit einer Graflex schnappschießen und wegrennen.

      Oder die Besucher ins Bild einbeziehen. - Durchaus reizvoll, störte dies jedoch die Vorstellung des unbeobachteten Fotografierens, die in der Straßenfotografie gehegt wird.

      Anders gefragt also: welche Rolle spielt die Heimlichkeit beim Fotografieren?

      Oder: wenn Menschen zu sehen sind: wieviel Interaktion soll stattfinden?
      Es kommt drauf an, welches Bild du machen willst. Die Eisdiele? Dann sind die Leute nur Beiwerk und völlig nebensächlich. Man könnte sie mit einer langen Belichtungszeit auch noch mehr in der Belanglosigkeit verschwinden lassen.

      Oder willst du Street machen? Dann sind die Kinder in der türkisfarbenen Kleidung wichtig im Kontrast zum blassrosa der Eisdiele. Dann hätte man aber auch mit der Habla bspw. einen tieferen Standpunkt annehmen können. Wenn du stürzende Linien nicht beherrschen kannst dann betone sie. Das ist besser als ein halbherziger Versuch es irgendwie grad aussehen zu lassen und alles drauf zu bekommen.

      Man muss ich entscheiden und konsequent sein.

      @julius_dgr Mir ist Bewusst, dass man das nicht immer ist bzw. sein kann. Das geht mir genauso. Man drückt den Auslöser, manchmal schon in dem Bewusstsein, dass das Bild nicht optimal ist, weil die Situation eben jetzt gerade da ist und nicht wieder kommt.

      Gruss Sven.
    • Danke für die netten Antworten an alle! Tolles Forum...
      An lohi: C41 ist meiner Meinung nach wirklich leicht. Ich stelle die Flaschen mit Chemie einfach ca.10 min lang (oder länger, das macht dann auch nicht mehr viel Unterschied) in das heißeste Leitungswasser das es gibt. Das sind ca. 50-60 Grad. Da komme ich dann auf ungefähr 30-32 Grad. Ich entwickle dann 8min, „blixiere“ 6min, wässere 4-6min und 1 min im Stab. Dann werden die Ergebnisse mit wenig Aufwand richtig gut (finde ich zumindest). Da brauch ich echt keinen jobo!

      Ich möchte mit 4x5 vorallem Wandern, und das hochalpin und über mehrere Tage. Das heist, das Gewicht ist ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich kenne den anderen Beitrag, denke trotzdem aber an Intrepid, da mir Chamonix und Shen Hao viel zu teuer sind und Wista/Toyo/Linhof viel zu schwer mit 2-3kg. Was haltet ihr davon? Mein Budget liegt bei 900€ und ich habe noch nichts. 1 Objektiv reicht auch erstmal, ich hätte aber gerne etwas weiteres als 150mm. Vorschläge?
      Den Film würde ich trotz der Mittelformat Scanzeile mit dem Flextight Photo scannen und dann stitchen.

      Ich möchte vorallem etwas im Querformat, möchte meine Hassy aber nicht verkaufen. Eine Mamiya 7 ist mir zu teuer, Kleinbild habe ich schon hinter mir.

      Julius
    • Den Wunsch nach Gewicht kann ich in gewisser Weise nachvollziehen, allerdings glaube ich nicht, dass es Sinn macht, sich darüber zuviele Gedanken zu machen. Kamera, Stativ, Objektiv, Filmkassetten, Lichttuch, Filme, Belichtungsmesser - das summiert sich nunmal. Ich würde dann nicht unbedingt am wichtigsten, nämlich der Kamera sparen. Ich will gar nicht in die Intrepiddiskussion einsteigen, die hier gerne sehr leidenschaftlich geführt wird. Aber wenn ich lese dass die Intrepid Mk4 1.1kg wiegt und die Wista45D 1.8kg (muss ich aber zu Hause mal nachwiegen), dann würde ich gerade in so einer Gegend wie hochalpinen Gelände lieber die stabile Kamera im Rucksack haben und vor meiner Tour ein bisschen an meiner Fitness arbeiten :)
    • Da möchte ich Diesch bzw. geo widersprechen:

      - ja, viele GF-Kameras sind schwer, ist aber kein Muss. Meine Kamera-Objektiv-Kombi (5x7 + 210 5.6) wiegt weniger als eine Vollformat + 70-200 2.8.

      - langsam, unbestritten, dazu später noch etwas.

      - alt. Hier stellt sich die Frage, ob die Technik oder das Prinzip gemeint ist. Technische Entwicklung findet statt, wenn auch bei der Mechanik vergleichsweise langsam, bei der Wahl der (modernen) Materialien schon eher zu beobachten. Das Prinzip ist systemübergreifend das gleiche.

      - nicht zeitgemäß. Es ist klar, was hier gemeint ist. Wer heutzutage noch mit derlei Gerätschaften hantiert, schwimmt eindeutig gegen den Strom. Wir existieren in einer Zeit, in der die Beschleunigung eine zentrale Komponente darstellt. Schneller, besser, mehr und überall zugleich. Die heutige Fotografie ist da keine Ausnahme.
      Nur ein ruhendes Pendel ist neutral, sobald es in Bewegung gerät, arbeiten mindestens zwei Kräfte, die eine als Richtungsdominierende, die andere, die zunehmend stärker dagegenarbeitet und schließlich den Ausschlag in die entgegengesetzte Richtung verursacht.
      Was ich damit sagen möchte, eben dieser unsere Zeitgeist fördert die Rückbesinnung auf langsamere, handwerklich aufwendigere Analogfotografie. In der wenigen Freizeit, die mir zur Verfügung steht, brauche ich auch diesen Ausgleich zum Alltag. Den bekomme ich durch die Arbeit mit dem Großformat. Somit kann der Einsatz der Großformatkamera durchaus ein Selbstzweck sein. Natürlich sucht man sich die passenden Motive.

      Und um den Bogen zurück zum Ausgangsthema zu spannen, was machen die Menschen im Sommer, wenn es heiß ist? Richtig, sie schlecken mit Vorliebe Eis!
    • Hallo Markus,
      wiegt so eine Metall Wista wirklich nur 1.8kg? Dann wäre das natürlich akzeptabel.

      Hallo Ralph,
      mein gesamtes Budget liegt bei 900€, nicht nur für die Kamera!

      Könnt ihr konkret kostengünstige Leistungsstarke Objektive für unter 400€ für Landschaft im Bereich 100-150mm empfehlen?
    • Korrekt. Weiß jemand wie oft das heute noch praktiziert wird, z.B. in der Produktfotografie? Ich meine mal eine Sequenz gesehen zu haben, wo es um ein Werbefoto des iPhones ging, da kam so etwas zum Einsatz.
      Dennoch ungewöhnlich denke ich. Ist die Fachkamera noch Teil der Fotografenausbildung?