Planfilmentwicklung in Butterbrotdose?

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    • Planfilmentwicklung in Butterbrotdose?

      Hallo,

      Ich entwickle meine 13x18er Planfilme zur Zeit noch in einer offenen Fotoschale, wo ich die Filme auch von Zeit zu Zeit mit den bloßen Fingern wende.
      Nun überlege ich, wegen der nicht gerade gesundheitsförderlichen Chemiedämpfe und Chemieeinwirkung an den Fingern (ohne Handschuhe, weil mit fehlt mir das Gefühl), das Ganze in eine Metallbutterbortdose zu verlagern. Einfach reinwerfen, Deckel drauf und gut!????

      Und genau das ist die Frage:
      Gibt es ohne das Wenden Blasen? Wendet ihr die Planfilme in der Schale? Könnte das Ganze klappen, oder ist das mal wieder eine dieser Ideen mit X? Wie macht ihr das?

      Grüße Schwarzweißseher
    • Du brauchst zum eine Bewegung, es sein denn es ist ein Standentwicklung, zum anderen hat die Dose einen flachen Boden, wenn der Film sich da festsaugt kannst du ihn runterkratzen.

      Außerdem könnte der Film auch aufschwimmen, dann wird er nicht nicht gleichmäßig entwickelt.

      Du wendest letztendlich ja nur um zu bewegen und zu verhindern, dass die Filme nicht zusammen backen.

      Gruss Sven.
    • ist die dose aus alu, kann sie chemisch reagieren.

      wie wäre es mit tupperware aus dem supermarkt? gesetzt den fall, ein solches ding kostete nur 1 euro, könntest du dir 12 kaufen und im 2 minutentakt entwickeln, fixieren, ohne dass die filme miteinander 7n kontakt kämen
    • Ich hatte mal die blöde Idee das hier zu verwenden:
      ikea.com/de/de/p/koncis-ofenform-edelstahl-50055863/

      Es haben sich aber Ablagerungen gebildet, die wie feinste Feilen am Film gearbeitet haben. Und abschrubben haben dann wieder Kratzer in der Schale verursacht. Weiterhin hat die Schale einen flachen Boden, so dass sich der Film wirklich sehr schwer entnehmen liess. Habe es dann sein lassen und bin auf Dosenentwicklung umgestiegen.
    • Ich entwickle aktuell sämtliche Filme von 120er Rollfilm über 9x12cm, 4x5" bis 13x18cm in einer mittelgroßen Paterson Dose mit 1l Chemie und händischem Kippen, sowohl für SW, als auch C41 - entweder mit
      3x 35mm (Original Paterson Spulen)
      oder
      2x 120er Rollfilm (Original Paterson Spulen)
      oder
      6x 9x12cm Planfilm (3D-gedruckter Einsatz nach dem mod54 Prinzip)
      oder
      6x 4x5" Planfilm (mod54 Einsatz)
      oder
      2x 13x18cm Planfilm (3D-gedruckte Spule)

      Das funktioniert aus meiner Sicht gut genug, dass ich keine Gedanken an einen anderen Prozess oder andere Gerätschaften verschwende. So habe ich für alle Formate den gleichen Prozess, die gleiche Menge an Chemie, die gleichen Zeiten, den gleichen Kipprhythmus, ...
    • hat wer einen 3d-druckplan für grössenverstellbare hänger?

      in die von mir so begeistert benutzen ikea-mülleimer passen bestimmt auch 5x7 ...

      ekech wrote:

      Ich entwickle aktuell sämtliche Filme von 120er Rollfilm über 9x12cm, 4x5" bis 13x18cm in einer mittelgroßen Paterson Dose mit 1l Chemie und händischem Kippen, sowohl für SW, als auch C41 - entweder mit
      3x 35mm (Original Paterson Spulen)
      oder
      2x 120er Rollfilm (Original Paterson Spulen)
      oder
      6x 9x12cm Planfilm (3D-gedruckter Einsatz nach dem mod54 Prinzip)
      oder
      6x 4x5" Planfilm (mod54 Einsatz)
      oder
      2x 13x18cm Planfilm (3D-gedruckte Spule)

      Das funktioniert aus meiner Sicht gut genug, dass ich keine Gedanken an einen anderen Prozess oder andere Gerätschaften verschwende. So habe ich für alle Formate den gleichen Prozess, die gleiche Menge an Chemie, die gleichen Zeiten, den gleichen Kipprhythmus, ...
    • lohi wrote:

      hat wer einen 3d-druckplan für grössenverstellbare hänger?
      selbst ist der Mann. Oder Du findest Jemand, dem Du die Notwendigkeit vermittelt bekommst, daß er/sie das unbedingt haben muss. Oder Du findest Jemand, der Dir das als "Übungs-" oder Auftragsarbeit macht. (Damit impliziere ich gleich mal, dass ICH raus bin ;) )
    • Schwarzweißseher wrote:

      Ich entwickle meine 13x18er Planfilme zur Zeit noch in einer offenen Fotoschale, wo ich die Filme auch von Zeit zu Zeit mit den bloßen Fingern wende.
      Bei eBay gibt es gerade eine gebrauchte Jobo 3006 Expert Trommel. Der Preis ist natürlich auch gebraucht nicht ganz ohne ... ich würde Planfilm aber nie mehr in etwas anderem als in den Expert-Dosen entwickeln wollen.

      Aber hast du schon mal über Entwicklung in einer Papiertrommel nachdgedacht? In einer alten z.B. Codrum könnte man zumindest zwei Filme gleichzeitig ganz gut entwickeln. Und die gibts schon für 25 EUR im Netz ...
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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    • Das mit dem Metall habe ich schon fast befürchtet. Schade.
      Mir gefällt die Schalenmethode sonst ganz gut. Irgendwie bin ich nicht so der Dosenmensch. Vielleicht in Kunststoffdose mit Wellenboden und Deckel, falls es sowas gibt.

      Was mich interessieren würde ist, ob sich Luftblasen am Film anlagern, wenn man in einer Schale nur bewegt, aber nicht wendet. Also jetzt nicht theoretisch, sondern in der praktischen Erfahrung.
    • Eine Idee wäre ja noch ein selbstgebastelter Hängetank aus schwarzen Acrylplatten. So etwas ähnliches gibt es ja auch für wet plate (Kolloidium-Nassplattenentwicklung) in Größe 13x18/5x7.
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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    • Ich glaube, Luftblasen entstehen einerseits dann, wenn nasse Flüssigkeit auf eine trockene Gelatineschicht gerät - kann es sein, dass das etwas mit Oberflächenspannung zu tun hat? Man behebt das meines Wissens, indem man die Filme vorwässert, mindestens 1 Minute. Da weicht dann die Schicht flächig ein, und wenn der Entwickler nachher draufkommt, kann er gleichmäßig einziehen.

      Wenn man dann andererseits während der Entwicklung die Schale nur bewegt, kommen ja eigentlich keine Luftblasen dran. Hätte ich nur einen Film in der Schale, würde ich nach der Vorwässerung genau das machen. Film von der Seite einschieben. Die Schale alle 30 Sekunden an jeder Seite einmal schnell anheben, so etwa 1-2cm, und eine gleichmäßige aber allseitige Bewegung erzeugen. Wie man halt Papier entwickelt, nur bewegt man dort ja schneller.

      Das Problem ist aber, dass man ja meist mehr Filme entwickeln möchte. Da muss man dann schon umschichten, Schicht jeweils immer nach oben, mit den Fingern von unten das jeweils unterste Blatt greifen, das ja auch am längsten drin ist, und das dann zu oberst, immer Schicht nach oben, auf dem Stapel ablegen und sachte mit Hilfe eines leichten Drucks auf die obere Kante und des sich dann nach unten durchbiegenden Trägers herunterdrücken, ohne die Schichtsete zu berühren. Der Entwickler ist dann ohne Blasen zwischen den Blättern.

      Andere legen die Blätter so ein, dass die Schicht immer nach unten geht. weil sie die Filme ja mit den Fingern auf den Stapel herabdrücken. Sie arbeiten sich von oben durch und schieben das aktuelle Negativ von der Seite unter den Stapel. Dadurch kann aber das Negativ verkratzt werden, durch den Schalenboden. Und man muss die Filme ja irgendwie greifen, und das wird glitschig, wegen des Entwickleralkali, was Du ja sowieso weißt, weil Du die Schalenentwicklung je anwendest.

      Aber ein eigentliches "Wenden" kenne ich nicht.

      Bleib doch einfach bei Deiner Methode. An die bist Du gewöhnt. Das kannst Du weiterentwickeln, ohne zusätzliche Investitionen.

      In A. Adams' "Das Negativ" wird die Schalenentwicklung mit 8-10 Filmen zelebriert.

      Wegen der Chemie: es gibt da eine Handcreme, mit der habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie heißt Excipial Protect & Repair, in zwei ewig vorhaltenden Tuben, adlershop.ch/p/11475/excipial-…reme-sensitiv-duo-2x-50ml

      Ich hatte immer Ausschlag an den Armen, v.a. bei Neutol, HC110, XTol. Mit der vor dem Arbeiten sehr dünn aber sorgfältig aufgetragenen Protect-Creme kann ich in die Brühe reingreifen und nichts passiert. - Naja, Pyrocat oder Zyanid-Bäder würde ich da nicht machen.

      Was den Geruch angeht: der kommt ja immer wieder, sobald Du die Dose öffnest. Statt Essigsäure könnte man Zitronensäure nehmen, und es gibt auch geruchlose Fixierbäder.

      Schwarzweißseher wrote:

      Das mit dem Metall habe ich schon fast befürchtet. Schade.
      Mir gefällt die Schalenmethode sonst ganz gut. Irgendwie bin ich nicht so der Dosenmensch. Vielleicht in Kunststoffdose mit Wellenboden und Deckel, falls es sowas gibt.

      Was mich interessieren würde ist, ob sich Luftblasen am Film anlagern, wenn man in einer Schale nur bewegt, aber nicht wendet. Also jetzt nicht theoretisch, sondern in der praktischen Erfahrung.

      The post was edited 4 times, last by lohi ().

    • Noch etwas Interessantes; vorhin auf Insta entdeckt (Ig: georgaamodt)

      Die "Taco-Methode" (nie davon gehört).

      Blöd ist das aber nicht! Durch die Einrollung mit Gummis ist die Emulsionsseite immer frei für die Chemie und berührt nicht die anderen Filme. Kann ich mir gut vorstellen: Mehrere solche Taco-Rollen aufrecht stehend in einem hohen Gefäß.

      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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    • Die Tacomethode habe ich schon ausprobiert. Sie funktioniert, aber ich hatte immer ein merkwürdiges
      Gefühl beim Zusammenrollen der Filmblätter mit Gummibändern.
      Ich kann nur die Jobodose 3006 empfehlen. Fragt mal bei Wolfgang Jungkunz in München nach, der hat
      einige gebrauchte auf Lager, zu einem günstigen Preis, und er war auch zu einem Umtausch bereit, nachdem
      zuerst die Dose und dann der Deckel undicht waren.

      Viele Grüße

      Hansgerd
    • Die "Taco - Methode" funktioniert ganz gut, allerdings haben bei mir (auch ungefärbte) Gummis Farbspuren auf dem Trägermaterial hinterlassen welche nur schwer wieder weg gingen.
      Dazu kommt, daß man höllisch aufpassen muss nicht die Emulsionsschicht zu verletzen.


      VG
      Holger
      Diverse Dresdner Kameras und einige dazugehörige Objektive aus Jena und Görlitz

      The post was edited 2 times, last by DD_Ihagee ().

    • Ich wende die Planfilme tatsächlich, drehe sie also um, und merke gerade, wo du das so sagst Lohi, dass das eine blöde Idee ist. Werde ich also in Zukunft lassen : )
      Vorwässern werde ich auch mal probieren.

      Diese Boxen für die Wetplates hatte ich auch schon überlegt. Vielleicht wäre das ja was?!
      Sind die so dicht, dass man sie notfalls umdrehenkann? Hm, da bin ich irgendwie skeptisch, was die Dichtigkeit angeht.
    • Schwarzweißseher wrote:

      Ich wende die Planfilme tatsächlich, drehe sie also um, und merke gerade, wo du das so sagst Lohi, dass das eine blöde Idee ist. Werde ich also in Zukunft lassen : )
      Vorwässern werde ich auch mal probieren.
      Nun, "blöde Idee" ist vielleicht zu drastisch formuliert. Es hat ja bislang offensichtlich funktioniert. Solange man nicht die Schicht anfaßt ...