Belichtungsmesser

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    • <Wusste nicht, daß ich mit der Frage ein so emotionales Thema angesprochen habe.>
      Ich persönlich mag die Emotionen viel mehr als Gleichgültigkeit. Und meinesachtens sind wir Hier nicht nur um selber was dazu lernen, auch unser Wissen und Erfarung an die Leute die es brauchen, weiterzugeben. Die Versuche jemand abzuhalten in eine Falle reinzutappen in der man schon selber war, haben auch ihre Berechtigung. Bewust oder aus reiner Unwissenheit eine nicht ganz korrekte Information die hier abgegeben wird kann fatale Folgen haben. Schlieslich klann es die ganze Welt lesen.


      Ps:
      Gossen Mastersix ist kein minderwertiges Gerät, aber es hat auch Macken und es ist besser wenn man die Fehler kennt bevor der eine oder andere Film in der Mühltonne landet.

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    • Hallo!

      Werfe ich mal einen Kommentar dazu.

      Hab zu DM-Zeiten gebraucht nen Lunasix3 erworben. Den halt immer noch verwendet bei der Rollei. Und Batterien sind doch ein Problem. Die Ersatz Zink-Luft halten so lange nicht...

      Es kam eine Pinhole. Und Blitzmessung sollte auch. Ich hatte Geld über. Der Händler einen Variosix F2 mit Spotaufsatz. Alles gut damit. In der Rückschau zwei Probleme. Wie bereits beschrieben "etwas dunkel" die Messung bei Blitz (und gegenüber der DSLR). Und das dösige Wechseln des Spotaufsatzes. (Ist verkauft worden.)

      Nach der Photokina 18 dann den Sekonic L-858D beschafft. Inwischen war ja auch eine Großformat zuhaus. Das Sekonic Modell ist mit Sicherheit völlig überbewertet bei dem was ich wirklich mache.

      Das Modell steht mir jedoch "nicht im Weg" weil "alles an Bord" und eine relativ einfache Bedienung. Was an Ergebnissen ermittelt entspricht meinen Erwartungen (und mit Wissen was man misst misst man richtig) und von da aus mit zufrieden.

      Ist ein Werkzeug.

      Gruß Dieter
    • Ich hatte mal in der Vergangenheit eine komplette Schachtel 4x5 Kodak Ektachrome ins Nirvana geschickt mit dem Mastersix, weil man in der ganzen Hektik nach dem Batteriewechsel den -1 LW Korrekturwert vergessen hat einzugeben. Und bei einer Blendenstufe Unterbelichtung im Diamaterial werde ich keinem af der Welt glauben das man die mit der Entwicklung ausgleichen kann.

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    • genau. der mastersix hat einen eigenen programmpunkt für den korrekturwert. wo also ist das problem? er zeigt das sogar permanent auf dem lcd an.

      man kann auch das iso ändern. das setzt sich bei batteriewechsel zurück. meines wissens machen das alle belis.

      der korrekturwert für den sekonic l558 wird auf ähnliche weise eingegeben. alles gängiger stand der technik.

      dass es keine schraube gibt: hat mich noch nie gestört. vielleicht weil ich die batterie so selten wechsele? dabei fällt mir ein: neulich musste ich tatsächlich wechseln. aber der korrekturwert blieb. - ich finde eine versteckte schraube viel gefährlicher.

      aber ich bin ja nur liebhaber, kein höchstleistungsprofi, und selbst 0.3ev unterschiede kriege ich nicht reproduzierbar realisiert, sondern nur durch streuung. wie will ich zehntelblenden unterscheiden?

      gossen geizte nicht. sie stellten wundervolle geräte her, die heute immer noch funktionieren. die vielen herrlichen skalen auf den analogen teilen! die lichtmessungkalotte: idiotensicher montiert, fällt nicht ab. die herrlichen ledertaschen! der mastersix ist für mich die finale höchstleistung. wers analog mag, nimmt den profisix, der hat noch wildere skalen. die lichtwaage von ii bis viii. was will man mehr?

      klar muss man sein zeug eintesten. das weiss jeder.

      und die story, dass ein berufsfotograf seine farbdias verhunzte, weil er wild planfilme oder rollfilme belichtete, ohne sein messgerät eingetestet oder regelmäßig geprüft zu haben: das kann jedem passieren, auch mit anderen sachen, das hängt man nicht an die grosse glocke. du schmeisst auch keine hilti aus dem fenster, nur weil du ein wasserrohr zerstört hast.

      zumal, lieber geo, du über 1 ev unterbelichtung klagst, weil du den korrekturwert -1 ev nicht eingegeben hast. dieses belichtungskonzept würde ich dann doch noch mal überdenken.

      The post was edited 5 times, last by lohi ().

    • Die Gossen-Belichtungsmesser haben bei mir immer zuverlässig gearbeitet (3 Stück). Ich habe auch einen Sekonic L408. Der hat gegenüber dem sehr guten Variosix F2 den Vorteil, daß die Kalotte für die Lichtmessung und der Sucher für die Objektmessung gleichzeitig am Gerät sind; beim Gossen muß ich die Teile tauschen. Der Sekonic hat einen Ein-/Ausschalter, so daß er nicht versehentlich durch andere Dinge in der Tasche eingeschaltet werden kann.
      Aber der Sekonic hat keine extra Möglichkeit, einen Korrekturfaktor einzustellen. Und mir fällt es überhaupt nicht leicht, einen Korrekturfaktor von z.B. 2,8 in ISO-Abweichung umzurechnen.
      Die neueren Sekonic zeigen, wie der Gossen, gleichzeitig Blitz und Dauerlicht an.
      Sehr schön finde ich die älteren Gossen (z.B. Profisix), die mit Zeiger und Nullpunkt arbeiten. Da kann man sehr schön zu einer Belichtung kommen in der Mitte zwischen den hellen und den dunklen Stellen.
    • WSt wrote:

      Diesch wrote:

      Und mir fällt es überhaupt nicht leicht, einen Korrekturfaktor von z.B. 2,8 in ISO-Abweichung umzurechnen.

      Der Faktor x2,8 entspricht einer EV-Anpassung von +1,6, das sind 1,6 ASA-Werte tiefer oder 5 ISO-Klicks an Belis wie dem Lunasix, Sekonic L558 usw., von denen jeder Klick einem Drittel-ASA-Sprung entspricht.

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      Nebenbemerkung mit Abschweifen:

      Ich finde es sinnvoll, eine oder zwei zusätzliche Tabellen auf dem Belichtungsmesser anzubringen, die einem vor Ort möglichst niederschwellig Auskunft über Anpassungen / Umrechnungen geben können.

      Hier ist so eine Tabelle, sie betrifft den Balgenauszug bei bestimmten Brennweiten sowie die Filterfaktoren.



      Nehmen wir an, wir haben mit einem 150er Apo-Gerogon einen Balgenauszug von 30cm, dann wäre der Balgenfaktor bF=4. Wir müssten dann also 2EV mehr belichten, das heißt die Blende um 2 Werte öffnen oder die Zeit um zwei Werte vervierfachen.

      Hätten wir ein Grüngelbfilter XO, wäre das ein Filterfaktor fF=2,3, was einer Belichtungsanpassung von +1,2EV entspräche. Achtung: dieser Filterfaktor gilt nur für mich, für meinen Film, für meine Verarbeitung usw.

      Hätten wir einen Auszug von 30cm mit einem XO-Filter, müsste man zuerst die 2EV des Auszugs zugeben und dann die 1,2EV des Filters, also insgesamt 3,2EV. Oder die Faktoren multiplizieren: 4x2,3=9,2, und das entspricht wiederum rund 3,6EV.

      Klar, sind die EV-Anpassungen nur geschätzt. Ob es auf die Drittelblende ankommt? Ist ja toll, wenn der Beli eine Zehntelblende genau arbeitet. Sinnlose Tüpfelischeisserei, denn: wie stelle ich die Zehntelblende oder 1/40 Sekunde an einem Apo-Gerogon eigentlich ein, oder an einem Copal#0-Verschluss?

      Eine andere Tabelle, die bei mir auf dem Beli klebt, ist die mit der Schwarzschildumrechnung. Was nutzt ein Beli, wenn im Langzeitenbereich ganz andere Werte gelten? Hat man den Belichtungsmesserwert nach obiger Tabelle angepasst, muss man ihn noch durch die Schwarzschildtabelle schicken.



      Ich benutze ja so gerne den Rollei Ortho 25, mit einer effektiven ASA von 16. Habe ich jetzt nach obiger Tabelle eine Belichtungszeit von, sagen wir, 9 Sekunden ermittelt, so sagt mir die Tabelle mit der Schwarzschildumrechnung, dass ich 27 Sekunden belichten muss, um die 16 ASA in den Schatten zu erhalten.

      Klar, müsste man eigentlich dann kürzer entwickeln. Aber hier habe ich noch keine Tests gemacht.

      Ilford und Kodak haben als einzige Hersteller, soweit ich sehe, im Datenblatt Entwicklungsanpassungen stehen. Ilford sagt für 9 Sekunden Belichtungszeit, dass man 22 Sekunden angepasst belichten und -6% angepasst entwickeln soll.

      Fomapan 100 ergibt durchaus dichtere Negative bei Langzeitbelichtungen, weil ja der Schwarzschildeffekt hier so extrem ist, das heisst die Schatten ja sehr rasch an Zeichnung verlieren, wenn man nicht über die Belichtung ausgleicht. Dadurch werden aber die Lichter dicht, da kann man noch soviel mit dem Spotbelichtungsmesser platzieren und fallen lassen.

      Man müsste das mal in einer konzertierten Aktion austesten. gerade die aktuellen Chargen von Fomapan 100 scheinen mir recht qualitätsvoll zu sein, und kostengünstig. Die haben echt an sich gearbeitet. Man merkt, dass da was im Gange war: die Blätter wölben sich mehr beim Trocknen. Das heisst nicht, dass das besser ist, aber die Charge hat andere Eigenschaften. Ich finde nicht mehr soviel Felcken, Löcher, Staub usw. - Es könnte aber auch an den neuen Filmkassetten liegen ...

      Man kann beide Tabellen auch als Kasettenzettel benutzen. Man füllt diesen einfach sukzessive von oben nach unten aus. Nach der Negativentwicklung legt man ihn beim entsprechenden Negativ ab oder lässt sich die ganzen Zettel binden.



      Das ergibt natürlich "ä Huurepuff", wie man dem sagt.



      Aber es gibt BOD. Bei bod.ch drucken sie Dir Bücher, die Du selber brauchst und die Du Dir selber zusammenstellst. Ich habe einfach die Kassettenzettel 140mal hintereinanderkopiert, ein paar Tabellen und sehr schlechtes Englisch vornedran geLaTeXt, das PDF hochgeladen und fertig.



      Das rote Buch benutze ich jetzt, alles steht sauber hintereinander, und die rote Farbe sorgt dafür, dass ich es auch wirklich dabeihabe. Im Übrigen kann ich dann auch vor Ort vergleichen, was ich früher mal an selber Stelle gemessen habe.

      Belichtungsmesser sind meiner Meinung nach nur soviel "wert", wie man sie "auswerten" kann. Ich finde, mit Einführung digitaler Technik in Belichtungsmessern hätte man so Sachen wie Balgenfaktoren, Leitzahlen usw. durchaus als Berechnungen mitanbieten können. Das wurde aber von allen Herstellern versäumt.

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    • Ich habe seit über 30 Jahren den Lunasix F von Gossen. Habe mich damals für dieses Modell entschieden, weil der sowohl Dauerlicht als auch Blitzlicht messen kann. Damals habe ich die Sinar noch viel im Studio eingesetzt. Für Spotmessung habe ich einen entsprechenden Aufsatz. Den flexiblen Glasfaseraufsatz für Mattscheibenmessung habe ich irgendwann wieder verkauft, weil ich ihn kaum eingesetzt habe. Ein teures, aber meines Erachtens unnützes Zubehör.
      Ja, was soll ich sagen, der Lunasix ist super und funktioniert immer noch. Hoher Stromverbrauch? Ist mir nicht aufgefallen. Vielleicht alle 2 Monate mal. Und wenn schon, die 9V-Blöcke vom Aldi kosten kaum mehr als 1 Euro.
      LG, Klaus
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