Objektivumbau

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    • Objektivumbau

      Nun habe ich es vollbracht, die nächste Spinnerei.
      Vor einiger Zeit habe ich ein Steinheil Orthostigmat 4,5/210mm erstanden, ein Objektiv zu dem es keinerlei Informationen gibt.
      Sicher weiß ich das es ein sehr spätes Steinheil Objektiv ist, die Seriennummer ist recht hoch, es ist leicht vergütet und hat den Aufbau eines Plasmats oder wie die Schneider Symmare.
      Warum hier diese hohe Lichtstärke gewählt wurde kann ich nur vermuten.
      In Serie ist dieses Objektiv jedenfalls nie gegangen, es wurde dann in kleinen Stückzahlen das Quinon 5,6/210mm gebaut, aber da war es für Steinheil auch schon zu spät, der Verkauf der Firma stand da sicher schon bevor.
      Dieses Quinon ist übrigens ebenfalls wie das Plasmat/Symmar aufgebaut und es passt, genauso wie das Schneider Objektiv, in einen Verschluss Größe I
      Das Meyer Doppel Plasmat 4,0/210 sitzt noch in einem Compound III Verschluss.
      Dieses Monster von Steinheil musste aber in einen Compound IV, ich habe hin und her gemessen aber der Linsendurchmesser ist schon fast so groß wie das Gewinde des kleineren Compounds.
      Daher musste in irgendeiner Form ein Verschluss der Gr.IV her und in England fand ich recht preiswert das Wray Lustrar 5,6/300.
      Verdammt, das ist auch schon wieder so ein seltenes Stück und es tut fast schon etwas weh der Optik ihres Verschlusses zu berauben, aber ich kann ihn ja jederzeit wieder zurückbauen.

      Jedenfalls habe ich jetzt an die Steinheil Fassungen das entsprechende Gewinde auf meiner kleinen Mickey Mouse Drehbank (Emco Compact 5) gedreht, dafür noch einen extra Gewindestahl geschliffen weil Herr Deckel ja meinte das die Compounds für die Linsen einen 64° Flankenwinkel haben müssen damit auch garantiert nichts von der Stange passt. Die Steigung ist imperial 40g/inch bei metrischen 67mm Durchmesser. Schon etwas verrückt.
      Naja, so ein oller Schlosser wie ich lässt sich davon nicht beindrucken, auch ein solches Gewinde kann ich schneiden.

      Hier die vorher und nachher Bilder, das Tessar/Xenar ist als Größenvergleich ganz interessant.
      Fotos habe ich auch schon mit dem Objektiv gemacht. Kommen dann Morgen vielleicht.
      Der Bildwinkel scheint mindestens 75° zu sein, vermutlich sogar deutlich mehr, das wäre auch der einzige Grund ein solches Objektiv in einen solch großen Verschluß zu setzen. Mal sehen, ich werde vielleicht das Objektiv an die 8x10" setzen und schauen was an Verstellungen geht.

    • Hier nun ein Beispielbild das ich mit dem Orthostigmat gemacht habe, abgeblendet auf f/11
      Leider hat die Tiefenschärfe noch nicht ganz ausgereicht um alles 100% scharf zu bekommen aber es ist schon ganz brauchbar, zumindest habe ich keinen allzu großen Mist gebaut beim Ausmessen.
      BTW: zum Ausmessen sind das hier die richtigen Geräte, links ein Scheitelbrechwertmesser von Carl Zeiss Jena, in der Mitte ein Unendlichkollimator mit Siemensstern von Moeller in Wedel, daneben der Autokollimatorkörper.
      Bei Moeller können die Komponenten gegeneinander getauscht werden, es ist das universellste System das ich kenne. Die Optik hat 140mm Brennweite.
      Rechts dann ein Autokollimator von Zeiss aus Oberkochen.
      Wirklich schöne Geräte die mir schon viel geholfen haben.

      Als Film habe ich den Retropan Soft 320 von Foma verwendet.
      Da er mir immer viel zu weich in Filmentwicklern wird habe ich ihn jetzt stumpf in Papierentwickler gestopft, und geht doch, gefällt mir deutlich besser als die Ergebnisse die ich sonst so damit hatte.
      Sind jetzt eh die letzten Blätter, danach wird der auch nicht mehr gekauft.
      Interessant finde ich aber nach wie vor die sehr gute Konturenschärfe, für so technische Aufnahmen ist das auch wieder reizvoll.

    • Hallo norma,
      sehr beeindruckend, was du da machst.
      Leute, die diese opto-mechanische Probleme überhaupt erkennen, und dann auch noch lösen können, gibt es kaum noch.

      Obwohl es nicht genau zu deinem Arbeitsprojekt passt, aber doch zum Arbeitstitel Objektivumbau, fällt mir wieder ein für mich schon abgelegtes Umbauprojekt ein, das ich hier mal dranhängen darf. weil es einen eigenen Thread wohl nicht wert ist.
      Ich habe mal versucht, ein Schneider G-Claron WA 240mm/11, das eigentlich ein für den Nahbereich 2:1 bis 1:2 hochspezialisiertes Apo-Repro-Weitwinkelobjektiv (80*) ist, als normales Aufnahmeobjektiv umzubauen. Selbst bei umgerechneten oo ergibt sich noch ein Bildkreis von ca. 40 cm, der genau zu meiner "alten" 9x15`(21x37cm) Plattenkamera passen würde.
      Bei der Internetrecherge habe ich erfahren, dass das Objektiv für diese Verwendung keine gute Noten bekommt. Und tatsächlich, montiert in einen Compur 3 Verschluss (die Gewinde passen) fällt die optische Leistung vom Zentrum aus deutlich ab.
      Hm, vergleichsweise in der Orginalfassung mit Blendenkörper ohne Verschluss montiert, sah die Sache aber schon deutlich besser aus. Wenn auch noch nicht überzeugend. Sofort war klar, dass der Fehler im Spacing lag, dh. die Länge des (Einschraub)Verschlusstubus beim Compur 3 beträgt 33mm, des Orginaltubus dagegen 29,5mm. Ein solcher Unterschied von fast 4mm führt bei einer Weitwinkelkonstruktion natürlich zu den Abbildfehlern ausserhalb der optischen Achse.
      Eigentlich war damit das Projekt beendet. Da es nichts mehr zu verlieren gab und ich im Spacing das eigentliche Problem erkannt hatte, habe ich den Orginaltubus nochmal mit meinen bescheidenen Amateurmitteln, einen simpler Schleiftisch, um 2mm gekürzt (mehr ging mechanisch nicht).
      Das Ergebnis war eine dramatische Verbesserung der Optik an der Kamera. Die Randunschärfe war bei Bl.11 fast und bei 22 völlig verschwunden. Der Bildkreis hat sich nochmal um etliche cm erweitert.
      Durch die Verlängerung des Spacings im Compur 3 hat sich die Optik gegenüber der Orginalfassung deutlich verschlechtert, durch die Verkürzung der Orginalfassung deutlich verbessert. Die Erklärung ist logisch: Durch ein verkürztes Spacing wird das auf den Nahbereich konstruierte Ojektiv auf den Unendlichbereich "korrigiert", dh. für normale Fotografie nutzbar.
      Aber für den nächsten Schritt, einen Verschluss mit Einschraubgewinde Compur 3 und einer Tubuslänge 27mm zu finden oder umzubauen, habe ich keine Lösung gefunden. Ein Compur 3 Tubus lässt sich nicht von 33mm auf 27mm herunterschleifen. ich habe bei mir auch Compounds 3, 4 und sogar 5, da könnte man durch die offene Bauweise eher den Tubus verkürzen, aber die Normallänge beim Compound 4 ist schon 45mm, man müsste also noch mehr wegnehmen.
      Meine Frage an den Tüftler und Mechaniker ist also, gibt es eine Möglichkeit, ein Claron 240 WA in einen Verschluss mit 27mm Länge zu setzen?

      Rainer
    • Theoretisch könnte man das Objektiv an einen Gr.I Verschluss adaptieren, der rechnerische optische Durchmesser ist ja gerademal 21mm.
      Wichtig ist dann zu wissen wie lang die Gewinde der Objektivzellen ist. Der I Verschluss ist 20mm lang und daher bleiben pro Zelle nur 3,5mm Abstand und etwas geht natürlich noch ab für den Mittendurchmesser.
      Alternativ ginge es auch mit einer Korbfassung so wie bei den frühen Super Angulonen 8/121mm oder den Zeiss Biogonen 53 und 75mm.
      Die Zellen sitzen dann in der Korbfassung und der Verschluss frei in der Mitte, der Vorteil ist bei diese Bauweise das der Compur I am hinteren Gewinde gekürzt werden kann um mit der Baulänge hinzukommen.
      Das ist aber schon recht aufwendig und die Frage ist ob es sich wirklich lohnt.
      Ein G-Claron 9/240 gibt es für z.T. kleines Geld zu kaufen und das ist deutlich besser als die WA Ausführungen und der Bildwinkel dieser Objektive ist deutlich größer als die von Schneider angegebenen 64°
      Selbst das kürzere 210mm G-Claron wird von Fotografen bis zum 8x10" Format genutzt.
    • Danke für die Antwort!
      Compur 1 würde zwar vom Spacing her passen, aber das Einschraubgewinde fürs Objektivs ist ca. 41mm. Das WA Claron 240 hat ein Einschraubgewinde von ca. 57mm, der Linsendurchmesser innen zum Verschlusstubus ist ca. 50mm, das wird eng mit einem 1-er Verschluss. Möglichkeiten sehe ich bei einem 4-er Compound mit ca.70mm E-Gewinde, aber dann müsste man den Tubus stark abschleifen, das Gewinde vertiefen und in die Linsenfassung ein solches neu einschneiden.
      Das könnte ungefähr funktionieren.
      Meines Erachtens wird das Spacing-Problem zu wenig beachtet, nur weil man ein Objektiv in einen Verschluss passend einschrauben kann, heisst nicht, dass die optischen Konstruktionsmasse eingehalten werden. Das gilt natürlich nur, wenn die Objektive als Vorder- und Hinterglied getrennt montiert werden. Komplett in der Orginalfassung vor oder hinter dem Verschluss montiert gibt es kein Problem, da das Objektiv nicht aufgetrennt wird. Ich möchte nicht wissen, wieviele "erfolgreiche" Objektivmontagen genau nachgemessen nicht funktionieren. Vor allem die beliebten Reproobjektive Clarone und Ronare kommen eigentlich in ihren Orginalfassungen nicht baugleich mit unseren Verschlussfassungen.
      Aber gut, das kann ich mit meinen Amateurmitteln nicht weiter verfolgen.
      An deinen Tip mit dem Normal G-Claron 240 habe ich schon gedacht, aber ich brauche wirklich gute optische Qualität über den Bildkreis 40mm, nicht nur Ausleuchtung. Und da bin ich beim Normal-Claron 240 mit Nominalbildkreis von 30cm bei oo schon skeptisch. Meine grossen Farbnegative werden hochaufgelöst mit 2400 dpi gescannt.
      Ich habe zb. ein normales Symmar 5,6/240 im Compur 1, das zwar bei einem offiziellen Bildkreis von 34cm bei mir 39cm auf dem Film ausleuchtet, aber die Abbildqualität ist indiskutabel, wenn man nicht einfach kontaktkopiert oä.
      Das WA 240 würde es schaffen, deshalb kann ich dieses Projekt nicht ganz vergessen.
      Gruesse
      Rainer
    • An Deiner Stelle würde ich mich dann davon verabschieden das Objektiv in einen Verschluss zu setzen, arbeite einfach mit einem Objektivdeckel, stark abblenden wirst Du eh müssen.
      Ob das WA 240mm diese Erwartungen erfüllt, die Du daran hast wage ich auch zu bezweifeln vor allem beim Einsatz auf Unendlich.

      Von der Firma Computar gab es eine Reihe Apo Objektive mit f/9 und unter anderem auch 210mm Brennweite, gebaut als Aufnahmeobjektive.
      Diese Objektive haben einen ausgezeichneten Ruf, bei uns nicht sehr bekannt weil in Deutschland meist Kleinbild geknipst wird.
      Nach diesem Objektiv würde ich Ausschau halten. Die sind nicht gerade günstig und Du wirst es über Japan oder USA kaufen müssen aber das WA Claron umzubauen wird auch kein Schnapper werden, vor allem must Du erst einmal jemanden finden der es machen kann und will.

      Hier ein Blatt mit Infos zu Computar

    • Ausser einem Computar 9/240 gibt noch ein Wide Field Ektar 6,3/250 und das ältere Fujinon 6,7/250, das vom Bildkreis her infrage käme. Aber das Risiko, viel Geld zu verbrennen, ist mir zu gross. Vor allem weil immer wieder dieselben Dinger durch die Auktionen geistern, möglicherweise also nicht in Ordnung sind.
      Die Fotowerkstätten von früher sind in Fankfurt alle ausgestorben. Naja, man sollte ja auch im Leben immer noch ein Projekt offen haben. Danke jedenfalls für deinen fachlichen Rat.
      Hab dir auch mal eine private Nachricht gesendet.
      Rainer
    • Auch Ich habe über die WA G-Glaron noch nie was positives gehört im Bereich Unendlich oder nahezu Unendlich.
      Gruss Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • johnars wrote:

      Auch Ich habe über die WA G-Glaron noch nie was positives gehört im Bereich Unendlich oder nahezu Unendlich.
      Gruss Armin
      Die großen und stark gekrümmten Linsen beindrucken natürlich was aber nicht zwingend dafür spricht das es sehr weitwinkel tauglich auf unendlich ist.
      Bei den G-Claronen empfahl Schneider den Einsatz auf Unendlich bei starker Abblendung, bei den WA Typen habe sie sich das aus gute Grunde verkniffen.
      Interessant finde ich das bei den Objektiven für den Aufnahme Bereich ein regelrechtes Körner/Pixel zählen im Gange ist, bei den Prozesslinsen wird sich z.T. mit Lobhudelei überboten.
      Wirklich klasse sind dann die selbst fabrizierten Testverfahren in Wohnungen. Schon interessant was dabei herauskommt, selbst bei verschiedenen High End Linsen sind dann auf einmal extreme Unterschiede in der Leistung gemessen worden, als wenn ein Montagsobjektiv dabei wäre.
      Wenn draußen nur ein Fahrzeug vorbei fährt ist die Vergleichbarkeit obsolet.
      Ich für meinen Teil glaube diese ganzen "Verschwörungstheorien" nicht.
      Alle Objektiv die ab den 1950er Jahren gebaut wurden können auch heute noch uneingeschränkt verwendet werden, sofern sie nicht durch Heimwerker in andere Verschlüsse gesetzt werden die irgendwo gekauft wurden und deren Geschichte niemand kennt.
      Man sollte wissen das das vordere Objektivgewinde mit ein paar kleinen Schrauben am Verschlussgehäuse befestigt ist. Ein kleiner Stoß kann schon reichen und das Objektiv ist aus der Zentrierung raus.
      Nur mal so zur Info: Compur Verschlüsse müssen eine Rundlaufgenauigkeit haben von max. 0.002mm über beide Gewinde gemessen, der Planlauf entsprechend dazu.
      Trotzdem werden die Objektive wild hin-und her geschraubt und anschließend ein "Aussage" fähiger Test vorgenommen.
      Ich schmeiss mich weg.
      Es hat schon seinen Grund gehabt das Reproobjektive immer in einer einteiligen Rohrfassung geliefert wurden, es gibt da nur sehr wenige Ausnahmen, nur so lässt eine noch genauere Zentrierung der Gewinde zueinander gewährleisten die sich auch nicht so schnell verstellen kann.

      Zurück zu den WA Claronen, um deren Leistung auch nur annähernd zu erhalten ist schon ein enormer Aufwand nötig um sie irgendwie in einen Verschluss zu bekommen, allein der Messaufwand ist enorm. Ein kleiner Kippfehler zerschiesst den Planlauf und die Zentrierung.
      Besser kann es aber durch einen Umbau nicht werden. Ich würde mir z.B. nie anmaßen das ich das besser kann als die Fa. Schneider selber, von deren Messeinrichtung kann ich nur träumen, und bei denen verlässt kein Objektiv das Haus wenn es nicht den Vorgaben entspricht und diese sind so eng toleriert das kein Testjunkie diese Unterschiede "At Home" feststellen könne, glatte Selbstüberschätzung.
      Dieser Testschwachsinn passt aber gut in unsere Zeit der Fake News, Hexenjagd, Lügenpresse usw.
      Jeder glaubt alles zu wissen aber wenn jemand etwas wirklich Fundiertes aussagt, was nicht in die Reihe passt, kommen diese Schlagwörter.
      Aber Autorität hat noch nie Kompetenz ersetzt.

      Mein Resümee: wer das Nonplusultra haben will, für ein bestimmtes Format und für einen bestimmten Einsatz, sollte sich immer ein Objektiv kaufen das von einem wirklichen Fachmann geprüft und justiert wurde, im Zweifelsfalle ist das der Hersteller.
      Rodenstock nimmt z.B. 300 Euros + Steuer dafür wenn sie mein Grandagon N 4,5/90 in einen neuen und von mir mitgeliefertem Verschluß einmessen, warum wird das wohl diese Summe kosten? Bestimmt nicht weil sie zuviel Kaffee trinken.

      Noch etwas zu meinen Umbauten, ich erhebe nicht den Anspruch das ich es mit den Herstellern aufnehmen kann, letztendlich ist das ein Hobby und mein Wunsch diese alten Optiken einfach auszuprobieren, das Wort testen will ich hier jetzt vermeiden.
      Einen echten und wirtschaftlichen Grund gibt es nicht sich die Arbeit zu machen ein solches Objektiv diesem Prozess zu unterziehen.

      Aber vielleicht finde ich ja einen Steinheil Sammler der mir eine ordentlich Stange Geld dafür gibt damit ich das nächste Projekt starten kann.

      Also, statt immer nur zu testen lieber ein paar richtige Fotos machen, diese zu zeigen macht auch mehr Spaß als über Testergebnisse zu resümieren.
      Für mich ist ein Umbau jedenfalls erst abgeschlossen wenn ich Aufnahmen damit gemacht habe, welchen Sinn sollte es sonst haben? Ein Sammler bin ich jedenfalls nicht!
    • Ich bin mit allem einverstanden. Ich hätte die Sache mit den WA Claron
      auch nach 1Minute weggelegt, wenn ich nicht auf die oben beschriebene
      interessante Erkenntnis gekommen wäre, das man mit Spacingvariation
      möglicherweise auf den Nahbereich gerechnete Prozesslinsen auf den
      Fernbereich optimieren kann.
      Das ist keine Gedankenspinnerei, sondern das hat sich mir praktisch
      bewiesen. Inwieweit das generalisierbar ist, weiss ich natürlich nicht.

      Die mechanische Durchführung ist schwierig, für diesen Hinweis danke ich
      hier. Genau das wollte ich wissen, und keine allgemeine Diskussion über
      Gott und die Fotografie anstossen.

      Denn dieser Fotogott würde uns beweisen, dass Fotografie garnicht möglich
      ist. Wenn wir die (amtlichen) Toleranzen für Film (1/5 Blende), Verschlusszeit (1/3),
      Kameramechanik, Schärfekreis 0,1-0,2mm, Filmlage in der Kassette und
      dann noch im Entwicklungsprozess mal aufaddieren, ist ein richtig belichteter
      und scharfer Film theoretisch garnicht möglich. Umso mehr Grund haben wir, uns über einen
      praktisch gut belichteten und scharfen Film zu freuen.

      Gruesse
      Rainer
    • Mal wieder zurück zum eigentlichem Thema, das Steinheil Orthostigmat.

      Heute Morgen habe ich bei dem Schiet Wedder eine Aufnahme auf Unendlich im 8x10" Forat gemacht, nur von der Terasse aber immerhin.

      Jedenfalls leuchtet das Objektiv dieses Format aus, es ist sogar noch einiges an Reserve zum Verstellen übrig.

      Im Querformat kann ich noch etwa 30mm aus der Achse verschieben, das ist schon ganz ordentlich für ein solches Objektiv mit dieser Lichtstärke und nur sechs Linsen.
    • Hier das Ergebnis in 8x10" bei f/16 t=1 Sekunde
      Habe mir nicht viel Zeit genommen zum Ausrichten weil es ordenlich geregnet hat, mir ging es hauptsächlich darum zu sehen in wieweit das Objektiv wirklich dieses große Format ausleuchtet.
      Die Schärfe lässt zum Rand hin nach was sich aber sicher noch bessert wenn auf f/22 oder 32 abgeblendet wird.
      Vignetierung ist noch nicht zu sehen.
      Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem Objektiv, durch die hohe Lichtstärke lässt es sich tadellos fokussieren, von Fokusdifferenz ist auch nichts zu sehen, das hätte ich sicher auch schon beim Foto weiter oben bemerkt, im Nahbereich würde sich das sicher deutlicher heraustechen.


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