Leerstand

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    • Zwei Häuser, mitten in Frankfurt am Main Sachsenhausen. Beide beherbergten bis vor wenigen Monaten, bzw. mehreren Jahren, zwei wunderbare „Kultkneipen“.
      Vorne war bis vor zehn, zwölf Jahren die „Balalaika“ Treffpunkt für Musiker in Frankfurt, im Nachbarhaus saß in der „Glocke“ die Nachbarschaft bei Doppelkopf oder Skat und einem Pils zusammen. Der Kneipier ist im Juni in Rente gegangen. Das Vorderhaus steht seit dem Auszug der Balalaika leer. Schade drum.



      Chamonix C45 H-1, Schneider Super-Angulon 8/90, Ilford FP4 in Ilford Ilfotec LC29, Scan mit Epson Perfection V750 und Silverfast.
      Sharif
    • Hallo Sharif,

      ist ein wenig Kritik erwünscht?

      Ich finde das Motiv sehr gut in Szene gesetzt mit stimmiger Linienführung. Von der Aufnahme her finde ich das gut gelungen.
      Die Nachbearbeitung halte ich aber für weniger optimal.
      Bei so einem sachlichen, naturalistischen Motiv empfinde ich die Tonwerte als etwas unausgeglichen. Das Vorderhaus ist sehr gut, links unten und rechts ist mir das Bild zu dunkel, so dass die Tiefen teilweise schon wegsuppen.
      Etwas unnatürlich scheint mir auch der "Heiligenschein" der Dachgauben. Ist wahrscheinlich beim Abdunkeln des Himmels passiert. Ich empfehle den rechten Teil des Himmels wieder aufzuhellen und das Bild insgesamt oben etwas zu beschneiden.
      LG, Klaus
      ___
      www.bonnescape.de
    • Mir gefällts.

      Bei solchen Szenen wünsche ich mir manchmal die Autos weg, aber Straßenszene ist halt Straßenszene und irgendwie gehören die dann doch dazu.

      Das Highlight ist für mich der E-Roller! Daran wird man das Foto in 100 Jahren noch datieren können ...

      Muss mal wieder Äppler trinken ... aber nicht die Plörre von "Frau Rauscher".
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

      instagram: jmkfotodesign MK: JMK fotodesign strkng: JMK fotodesign
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      <3 Sinar P2/F2, 8) Graflex Crown Graphic Special
    • bonnescape.de wrote:

      Hallo Sharif,

      ist ein wenig Kritik erwünscht?

      Ich finde das Motiv sehr gut in Szene gesetzt mit stimmiger Linienführung. Von der Aufnahme her finde ich das gut gelungen.
      Die Nachbearbeitung halte ich aber für weniger optimal.
      Bei so einem sachlichen, naturalistischen Motiv empfinde ich die Tonwerte als etwas unausgeglichen. Das Vorderhaus ist sehr gut, links unten und rechts ist mir das Bild zu dunkel, so dass die Tiefen teilweise schon wegsuppen.
      Etwas unnatürlich scheint mir auch der "Heiligenschein" der Dachgauben. Ist wahrscheinlich beim Abdunkeln des Himmels passiert. Ich empfehle den rechten Teil des Himmels wieder aufzuhellen und das Bild insgesamt oben etwas zu beschneiden.
      Danke für die Kritik, immer erwünscht! Das Vorderhaus ist eigentlich mein Motiv gewesen. Ich habe mir auch für den weiteren Gebrauch ein Quadrat ausgeschnitten. Der Himmel sah aber wirklich so aus. Da habe ich nichts weiter manipuliert.

      JMK fotodesign wrote:

      Mir gefällts.

      Bei solchen Szenen wünsche ich mir manchmal die Autos weg, aber Straßenszene ist halt Straßenszene und irgendwie gehören die dann doch dazu.

      Das Highlight ist für mich der E-Roller! Daran wird man das Foto in 100 Jahren noch datieren können ...

      Muss mal wieder Äppler trinken ... aber nicht die Plörre von "Frau Rauscher".
      Ja, ein leidiges Thema: Die Autos. Zu dem dicken SUV rechts kam sogar der Besitzer, holte aber nur was aus dem Auto raus. Grrr …
      Das mit dem E-Roller habe ich mir auch gedacht. Das ist das Zeitgeistelement.

      Sharif
    • Stadtansichten finde ich sehr interessant und es ist klasse das es Fotografen gibt die es bewusst analog machen.

      Über die Ausarbeitung kann man unterschiedlicher Meinung sein aber das wichtigste ist das es zum Bild ein echtes Negativ gibt das, wie Jens es schon beschrieb, in 100 Jahren noch zu datieren sein wird, dazu muss es halt auch noch vorhanden sein, bei den Billionen von Handybildern habe ich meine Zweifel zumal es zum allergrößtem Teil reine Erinnerungsbilder sind die irgendwann unwichtig werden und dann den Weg des Datenmülls gehen.

      Bilder, wie dieses hier, sind für mich Zeitdokumente. Daher finde ich es auch wichtig das nichts geschönt wird, die Autos gehören dazu und sie machen ja auch gerade das was sie meistens machen, sinnfrei im Wege stehen.

      Neulich hatte ich einen alten Prospekt von Goerz in der Hand, meine von 1912, oder so, darin eine Aufnahme die mit dem Hypergon gemacht wurde, ein Gebäude, denke in Berlin, und davor ein einzelnes Auto das noch den Charme einer Kutsche versprühte nur ohne Pferde.

      Wenn jetzt jemand in vier Generationen das Foto von Sharif sieht wird dort ein nostalgisches Gefühl aufkommen oder wird die betrachtende Person sich fragen warum wir Honks unseren Lebensraum mit Blech zugestellt haben?

      Von daher, bitte mehr von solchen Ansichten, egal ob perfekt ausgearbeitet oder nicht, warum sollen wir Analogies uns nicht auch ein wenig als Bewahrer unserer Gegenwart betätigen.

      Meine Fotos vom "Sonntagsausflug" in diesem Bereich sind auch hauptsächlich aus diesem Grunde entstanden, die Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz habe ich schon im früheren Stadium festgehalten, das Meiste in KB, aber immerhin, ich denke das es die einzigen analogen Aufnahmen sind die das etwas dokumentiert haben.
      In Gesprächen mit Freunden und Kollegen höre ich dass kaum jemand davon weiss dass diese Baumaßnahmen überhaupt stattgefunden haben aber die Auswirkungen waren gravierend in den Bereichen.

      Manchmal stelle ich mir selber die Frage was ich mit den Tausenden von Negativen machen soll, bleiben sie in der Familie landen sie unweigerlich irgendwann im Müll. Vielleicht ist es besser sie der Stadt zu vermachen um sie zu sichern, eben für die nachfolgenden Generationen.
      Wer von uns weiss schon welche von den Bilddokumenten wie lange überleben oder noch lesbar sein werden. Analoge S/W Negative halten die Informationen, aus heutiger Sicht, immer noch mit am längsten.
    • norma wrote:

      Stadtansichten finde ich sehr interessant und es ist klasse das es Fotografen gibt die es bewusst analog machen.

      Manchmal stelle ich mir selber die Frage was ich mit den Tausenden von Negativen machen soll, bleiben sie in der Familie landen sie unweigerlich irgendwann im Müll. Vielleicht ist es besser sie der Stadt zu vermachen um sie zu sichern, eben für die nachfolgenden Generationen.

      Wer von uns weiss schon welche von den Bilddokumenten wie lange überleben oder noch lesbar sein werden. Analoge S/W Negative halten die Informationen, aus heutiger Sicht, immer noch mit am längsten.
      Ich will dir ja nicht die Hoffnung rauben, aber wenn du nicht ein stadtbekannter ( Presse- ) Fotograf ( oder Robert-Häusser-Archiv ) bist, werden deine Bilder wohl nicht von dem Stadtarchiv, falls deine Stadt so etwas überhaupt führt, übernommen werden, da die Archivierung und Katalogisierung ( und nur dann macht das ja einen Sinn ) Kosten verursacht.

      Daher werden deine Negative, wie bei den meisten hier, leider den Weg allen Irdischen gehen......

      Grüße
    • Jockel123 wrote:

      norma wrote:

      Stadtansichten finde ich sehr interessant und es ist klasse das es Fotografen gibt die es bewusst analog machen.

      Manchmal stelle ich mir selber die Frage was ich mit den Tausenden von Negativen machen soll, bleiben sie in der Familie landen sie unweigerlich irgendwann im Müll. Vielleicht ist es besser sie der Stadt zu vermachen um sie zu sichern, eben für die nachfolgenden Generationen.

      Wer von uns weiss schon welche von den Bilddokumenten wie lange überleben oder noch lesbar sein werden. Analoge S/W Negative halten die Informationen, aus heutiger Sicht, immer noch mit am längsten.
      Ich will dir ja nicht die Hoffnung rauben, aber wenn du nicht ein stadtbekannter ( Presse- ) Fotograf ( oder Robert-Häusser-Archiv ) bist, werden deine Bilder wohl nicht von dem Stadtarchiv, falls deine Stadt so etwas überhaupt führt, übernommen werden, da die Archivierung und Katalogisierung ( und nur dann macht das ja einen Sinn ) Kosten verursacht.
      Daher werden deine Negative, wie bei den meisten hier, leider den Weg allen Irdischen gehen......

      Grüße
      Da hast Du sicher recht, das sind auch nur Gedankenspiele.
      Interessant finde ich es aber wenn ein Jubileum ansteht und dann aufgerufen wird Fotos einzusenden aus der Zeit von 19..!

      Nun gehe ich davon aus doch noch ein paar Jahre hier auf Erden zu verweilen und vielleicht in 20 oder 30 Jahren hat sich dann bei den Archiwaren herumgesprochen das nicht unbedingt der Name eines Fotografen entscheidend ist sondern seine Produkte.
      Wenn sie etwas über die eigene Vergangenheit haben wollen macht es Sinn sich in der Gegenwart darum zu kümmern.
      Menschen neigen aber leider dazu mit allem zu warten bis es zu spät oder zumindest ein Problem ist :P

      Wie sagt immer eine Freundin von mir, wenn dir das wichtig ist dann musst du auch selber etwas dafür tun, und recht hat sie.

      Eine Möglichkeit wäre Stadt bekannt zu werden, in welcher Form auch immer oder jetzt schon Klinken zu putzen um einen Weg zu bereiten, bezahlen können es vielleicht jene die auf den Geldsäcken sitzen, the usual suspects.

      Was meint Ihr, wäre das nicht sogar eine gemeinschaftliche Aufgabe? Vielleicht sogar ein Thread/Rubrik der/die sich über Jahre hinzieht und wir unsere Erfahrungen und Ergebnisse teilen können.
      Das schafft einen Anreiz nicht unbedingt 10Tkm zu fliegen um den Ayers Rock zu fotografieren, der ist sicherlich auch in tausenden von Jahren noch da, sondern vor unserer Haustür, Dinge die uns so alltäglich vorkommen dass wir sie zuerst gar nicht wahrnehmen.
      Eine Europakarte in der wir dann auch den Ort eintragen können wo und wann die Aufnahme entstand. stelle ich mir spannend vor.

      Gerade in unserer Zeit gehen Änderungen z.T. sehr schnell von statten und wie ich weiter oben schon schrieb, die meisten Menschen nehmen nicht einmal Notiz davon.

      Uns stehen enorme Umwälzungen bevor, ob sie nun verleugnet werden oder nicht, es bleibt eine Tatsache.
      Manche flüchten sich zu den ewig Gestrigen die ihnen erzählen was sie hören wollen, andere glauben an die abstrusesten Verschwörungen.
      Die Politik versucht die Weichen zu stellen ohne jemandem weh zu tun, das wird nicht funktionieren und genau genommen weiß es auch jeder der nicht gerade von Baum runter gestiegen ist.
      Alle wollen Veränderung aber keiner will sich ändern, gehören wir auch dazu?

      @Sharif das hast Du nun davon wenn Du solch ein Foto hier einstellst ?( ;)