Die Kamera herumtragen!

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    • WSt wrote:

      Der Trullo gefällt mir auch besonders. Beim Papierabzug würde ich dann darauf achten, die Türkante genau parallel zur Bildkante auszurichten, auch wenn in der Realität die Tür vielleicht nicht ganz senkrecht stand
      Für mich war es stimmig, das Ensemble (der eigentliche Star des Bildes) sich leicht zueinander lehnen zu lassen. Die Bäume, die auf dem Abzug prominenter herauskommen, halten das schön im Gleichgewicht.
      Aber ich will das nicht antun, vielleicht lohnt sich nochmal eine völlig andere Interpretation.

      LG Ralph
    • Gestern habe ich meine Chamonix 5x7 Kamera auf den Piz Chalchagn in den Nebel getragen, haha.



      Der Piz Bernina, auf den ich es abgesehen hatte, blieb leider im Nebel.
      So sieht der Gipfel des Piz Chalchagn aus, rechts unten das Val Roseg.
      (Chamonix 5x7, Kowa Grafic 150mm, Kodak T-Max 400 in XTol)



      Der Piz Languard hat sich nach langem Warten dann noch gezeigt.
      (Chamonix 5x7, Fujinon C 600mm, Kodak T-Max 400 in XTol)



      Gruss Markus
    • Diesch wrote:

      ralph42 wrote:

      In der Tat sind sie beide unbearbeitet,
      Die Tonwerte sind in Ordnung, damit ist die Bearbeitung getan.
      So ähnlich meint das auch Peter Fischer-Piel in "Das Zonensystem in der Schwarzweiss- und Farbfotografie". Das ist ein sehr puristischer, straighter Ansatz. - Ich sympathisiere durchaus mit dieser Direktheit. Er stellt von Anfang an immer die Frage, ob das Bild sich lohnt, ob schon bei der Aufnahme alles drin ist, was wie rein gehört. So dass Dunkelkammer am Ende dann eher trivial ist, Ausarbeitung als bloß technische Kopie.

      Aber sind Tonwerte wirklich alles, was ein gutes Bild ausmacht?
      »Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.«
      (Ansel Adams)

      »Eine gute Gebrauchtkamera pro Monat ist auch nicht zu verachten.«
      (Ibrahim Sultan)
    • lohi wrote:

      Aber sind Tonwerte wirklich alles, was ein gutes Bild ausmacht?
      Nein, das ist hier aber auch nicht behauptet worden, zumindest nicht von mir.
      Ganz vorn habe ich die Komposition als gelungen bezeichnet, das Licht hingegen als nicht so günstig.
      Die Tonwerte sind nur ein Resultat der Objekt- und der Lichtsituation.
    • Diesch wrote:

      lohi wrote:

      Aber sind Tonwerte wirklich alles, was ein gutes Bild ausmacht?
      Nein, das ist hier aber auch nicht behauptet worden, zumindest nicht von mir.Ganz vorn habe ich die Komposition als gelungen bezeichnet, das Licht hingegen als nicht so günstig.
      Stimmt.
      »Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.«
      (Ansel Adams)

      »Eine gute Gebrauchtkamera pro Monat ist auch nicht zu verachten.«
      (Ibrahim Sultan)
    • lohi wrote:

      So ähnlich meint das auch Peter Fischer-Piel in "Das Zonensystem in der Schwarzweiss- und Farbfotografie". Das ist ein sehr puristischer, straighter Ansatz. - Ich sympathisiere durchaus mit dieser Direktheit. Er stellt von Anfang an immer die Frage, ob das Bild sich lohnt, ob schon bei der Aufnahme alles drin ist, was wie rein gehört. So dass Dunkelkammer am Ende dann eher trivial ist, Ausarbeitung als bloß technische Kopie.
      Kann man so sehen - oder auch nicht.
      Hier mal meine Vorgehensweise:

      Die Kamera ist eingestellt, der Bildausschnitt gewählt. Nun wird die Belichtung gemessen.
      1. Messung als Lichtmessung vom Objekt zur Kamera (allgemein)
      2. Messung als Direktmessung von der Kamere zum Objekt Profisix oder Lunasix III bei 45 Grad
      3. und weitere Messungen: direkt mit dem Televorsatz die Mitten, die Lichter und die Schatten ausmessen. Stück für Stück, rund 10 Messungen. Alles wird aufgeschrieben. Dann gemütlich in die Kirchenbank gesetzt, die Daten angeschaut und überlegt, bei welcher Blenden/Zeitkombination die Schatten nicht völlig zulaufen und die Lichter noch halbwegs erhalten bleiben. Wird`s in den Schatten zu düster, dann kommt ein Scheinwerfer zum Einsatz, den ich am langen Kabel auch schon mal durch die Kirche trage.... So sind sehr viele Innenraumaufnahmen entstanden, immer in SW und als Dia, meist in 9/12cm. Wobei bei Dia immer 3, in SW 2 Aufnahmen gemacht wurden. SW= gemessen und 1 Blende länger, Dia= gemessen, dann -2/3 und +2/3 Blenden. So hatte ich immer die Möglichkeit, nach der ersten Entwicklung noch eingreifen zu können.

      Zu den Tonwerten: Je nachdem was man möchte können auch mal ein paar Tonwerte fehlen. Besser als ein flaues, aber alle Werte zeigendes Bild.

      Gruß
      Winfried