Under der linden an der heide

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    • Under der linden an der heide



      an der heide,
      dâ unser zweier bette was,
      Dâ muget ir vinden
      schône beide
      gebrochen bluomen unde gras.
      Vor dem walde in einem tal,
      tandaradei,
      schône sanc diu nahtegal.

      -- Ob das mit der Bildeinbindung nun funktioniert?
      »Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.«
      (Ansel Adams)

      »Eine gute Gebrauchtkamera pro Monat ist auch nicht zu verachten.«
      (Ibrahim Sultan)
    • mycroft wrote:

      Nettes Stilleben - aber der (fast) weiße umlaufende Rand/Rahmen lenkt ab. Das Auge geht zum Licht ...
      Naja, dass das Auge zum Licht geht, mag vielleicht in Eyetracking-Experimenten nachgewiesen worden sein, aber die Betrachtung eines Bildes dauert ja nicht 1500 Millisekunden, sondern zum Glück etwas länger.

      Aber wie dem auch sei, Du hast recht, dass der helle Rand stört.

      Ich hatte das Bild bei vorhandenem diffusem Seitenlicht im Freien gemacht. Mir ging es darum, die welke Rose auf einem gewöhnlichen Karton zu fotografieren. Leider übersah ich bei der ganzen Feineinstellerei mit der Lupe und dem Apo-Gerogon 150, dass der Bereich hinter der Rose herum dunkler wurde, weil die Rose ihren diffusen Schatten darauf warf.

      Ich denke, die Lösung liegt in verschiedenen Aspekten.

      In der Dunkelkammer werde ich die Ränder einfach nachbelichten. Das Bild hier ist ja nur vom Negativ abfotografiert.

      Aber um das Bild neu aufzunehmen, empfiehlt sich vielleicht dies:

      Man sollte die Rose diffus von zwei Seiten beleuchten, aber mit einer klaren Akzentuierung der Bildmitte, damit der Hintergrund dort eine ähnliche Helligkeit aufweist wie der Hintergrund an den Bildrändern.

      Auch könnte ich die Rose vielleicht auch noch etwas vom Hintergrund entfernen, damit nicht zuviel Schatten auf den Hintergrund fällt. Aber die Entfernung sollte nicht zu weit sein, damit der Hintergrund noch scharf bleibt, denn es geht mir ja auch um den Karton. Die Rose muss ich dann mit Nadeln nach hinten in den Karton stecken, so propagiert das das Linhof-Buch "Angewandte Fotografie" ...

      Ein gutes Licht, besser zwei gute Lichter, müssen her. Eines diffuseres, frontal, für den Hintergrund, ein gerichtetes für die seitliche Akzentuierung der Rose. Also verkaufe ich jetzt die instandgesetzte Technika IV und erwerbe dafür - wenn ich sie loskriege - ein Lume Cube Set (Alugehäuse, regelbar, wasserdicht, klein, leicht, viel Geraffel zum Lichtformen). Mit dem Lume Cube liebäugele ich schon länger. Zumal ich ja gerne solche Makros mache. Damit habe ich auch genug Licht für den hier eingesetzten Fomapan 100, den ich bei Blende 16 1/2 und gemessenen 8 Sekunden dann tatsächlich 60 Sekunden belichtete und bei 21°C 10'45'' entwickelte in R09 1+100. Der Film zeigt ja eine ausgeprägte Schwarzschildeffekt-Anfälligkeit.

      Damit aber die Rose und der Hintergrund zugleich scharf werden, muss ich statt der 150er Brennweite besser das 75er- oder das 50er-Tominon nehmen, die beide in diesem Abbildungsmaßstab ziemlich scharf zeichnen.

      Dadurch verändert sich allerdings die Perspektive. Denn ich muss ja mit der Frontstandarte näher ran gehen und sehe die Ästchen der Rose nun mehr von der Seite ... Es sei denn, ich bleibe bei meinem Aufnahmeabstand. Aber dann opfere ich Filmfläche und damit Details. Mal schauen.

      Jedenfalls einige Aufgaben für weitere Bilder.

      Gruss
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    • mycroft wrote:

      Im X-LAB (youtube) gab es kürzlich einen Testbericht zu den Lume Cubes.
      Hört sich doch eigentlich gut an.

      Mich würde ja auch noch interessieren, ob man mit den Dingern Portraits im Yousouf-Karsh-Stil machen kann. Ein Licht als Hauptlicht, ein anderes als diffuser Aufheller. Oder noch ein drittes für punktuelles Streiflicht im Haar. In der Werbung werden ja immerhin ganze Campingbusse ausgeleuchtet ...

      Sogar im Freien: einfach ein paar Teleskop-Zeltstangen in die Erde gerammt, an denen oben ein Lume Cube draufgeschraubt wurde, und fertig.

      Oder so was Hollywood-Ringlicht mäßiges, vier Lume Cubes im Rechteck hochkannt um das Objektiv herum, mit den weißen Fruchtzwerge-Diffusoren davor.
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    • Digital mag da einiges gehen, weil da einfach mit den ISO hochgehen kannst, aber Analog ist ja heute bei 400 ISO schon ende der Stange ausser du pushst das Zeug bis zum abwinken!

      FG Armin
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      Kodak Werbespruch!
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    • johnars wrote:

      Digital mag da einiges gehen, weil da einfach mit den ISO hochgehen kannst, aber Analog ist ja heute bei 400 ISO schon ende der Stange ausser du pushst das Zeug bis zum abwinken!

      FG Armin
      Dieser Tester auf Youtube meint, dass der Lume Cube durchaus ausreicht, um Portraits zu machen. Allerdings sagt er das Gleiche wie Du, dass man nämlich 1600 ASA braucht, um mit 1/100 Sekunde und Blende 5.6 zu fotografieren.

      Nun ja, 1500 Lumen entsprechen vermutlich 100 Watt. So hat man also 200 Watt bei zwei Leuchten. Für Makros ist das ausreichend, bei Portraits wird man wohl um das Pushen auf 1600 ASA nicht herumkommen. Aber hey, 4x5 Portraits mit Dauerlicht, bei 1/100 Sekunde und Blende 5.6, bei 1600 ASA - das hört sich doch gar nicht schlecht an. Ohne Pushen käme man mit 400 ASA immerhin auf 1/25 Sekunde bei Blende 5.6 ...

      Ich habe noch eine schöne Packung HP5+, und man könnte ja auch mal den Fomapan 400 eintesten ... So ergibt das eine das andere, wie immer beim Fotografieren im Grossformat.
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    • Thora wrote:

      Ich hatte dazu sogar einmal einen Artikel auf meinem Blog geschrieben: silberbild.info/positiv/malerei-fotografie/
      Klar, wird an den Rändern nachbelichtet, in der Dunkelkammer, keine Frage. Ich frage mich aber, wie es überhaupt zu den hellen Rändern kam. Was ich an Deinem Artikel aber nicht so recht verstehe, denn ich mache ja auch Splitgrade: ich belichte normalerweise meist in Grad 5 nach, um die Ränder mehr Power zu geben, damit die Objektkonturen kräftiger in die feinere Bildmitte führen, typischerweise bei Landschaften. - So wie ich das in Deinem Artikel las, beim Überfliegen, würdest Du die Bilder aber mit Grad 00 nachbelichten, um die Lichter aufzufüllen. Ich habe an den Rändern aber keine "Lichter", sondern nur Grau, das mit Grad 00-Nachbelichtung eher die Textur verlöre.
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    • lohi wrote:

      Dieser Tester auf Youtube meint, dass der Lume Cube durchaus ausreicht, um Portraits zu machen. Allerdings sagt er das Gleiche wie Du, dass man nämlich 1600 ASA braucht, um mit 1/100 Sekunde und Blende 5.6 zu fotografieren.
      Das was viele vergessen ist; du bist bei einem engen Kopfportrait bei 4x5 inch schon bei einem Massstab von ca. 1:4 und bei 8x10 sogar schon bei 1:2 also musst du schon ganz schön die Auszugsverlängerung mitberechnen und deshalb sind das für mich Armenseelenlichter und nichts was man bei ernsthafter GF Fotografie brauchen kann!
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    • lohi wrote:

      Ich habe an den Rändern aber keine "Lichter", sondern nur Grau, das mit Grad 00-Nachbelichtung eher die Textur verlöre.
      Bei dem Bild hier im Beitrag sind die Ränder doch hell. Durch eine weiche Filterung gewinnen sie schnell an Schwärzung. Die Schatten in den Blüten laufen dadurch aber nicht zu. Bei einer harten Filterung das Gegenteil: Helle Bereiche werden kaum an Schwärzung zunehmen, die Schatten (die ja bereits das maximale Schwarz besitzen) um so mehr.
      Ich habe mir das Bild noch einmal betrachtet. Eigentlich ist es sogar so, wie es ist, gut. Vermutlich würde das Absenken des Kontrastes zwischen Motiv und Hintergrund die Bildwirkung wieder verringern. So hat es eine schöne "Schneewirkung". Wie soll man's machen? Ausprobieren, Versionen gegenüberstellen :)

      Gibt es aber, so wie du es sagst, Texturen im Bereich, der nachbelichtet werden soll, würde hier der lokale Kontrast geringer werden, wenn mit weicher Gradation nachbelichtet wird. Das stimmt. So wie ich es mache, ist es ja nur für Bildbereiche geeignet, die eher "weiches Nebenspiel" sein sollen.
      Gruß,
      Thomas