Vergrößerer auf LED-Basis bauen

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    • Vergrößerer auf LED-Basis bauen

      Hallo,

      Hier im Forum scheinen ja gerade mehrere Leute einen Vergrößerer auf LED-Basis zu bauen.
      Vielleicht können wir uns hier ja ein bisschen austauschen und beratschlagen.

      Ich fange mal mit meinem Projekt an:

      Ich baue gerade an einem Vergrößerer auf der Basis einer Linhof Standard (Technika) 13x18 von 1937.
      Die Kamera wird also der Vergößerer sein, und als Lichtquelle werde ich ein Ipadmini nehmen, einfach weil das gleichmäßiges Licht macht, schön klein ist und fast perfekt in die Kassettenaufnahme der 13x18er Linhof-Blechkassetten von damals passt.

      Ich plane, den Planfilm mit Tesa auf das Ipadmini zu kleben und das Ganze dann in die Kassettenaufnahme zu packen.
      Falls es Newtonringe geben sollte, werde ich wohl noch ein Anti-Newton-Glas dazwischen kleben (mit Tesa Gewebeband).

      Einen Rotfilter zum Einschrauben habe ich noch von B&W.
      Damit müsst der Vergrößerer eigentlich fertig sein. Ob ich vertikal oder horizontal vergrößere, weiß ich noch nicht. Mal schauen.

      So sieht zumindest der Plan aus.
      Bisher habe ich aber nur die Kamera, den Filter und das Ipadmini. Fange also gerade erst mit Projekt an.

      Wer also einen konstruktiven Vorschlag hat, Tipps geben kann oder eben auch ein ähnliches Projekt in der Mache hat: Immer her damit : )

      Viele Grüße
      Schwarzweißseher
    • Ich sehe mehrere mögliche Probleme:
      1. das iPad ist nicht hell genug
      2. die Farbtemperatur könne zu Problemen bei der Kontraststeuerung führen
      3. wenn du das Negativ auf das iPad aufbringst wirst du das Muster vom Bildschirm in jedem Abzug haben
      Das Neewer LED-Panel ist m.E. viel besser geeignet (braucht aber eine geeignete Steuerung)


      Gruesse, klw
    • OK, dann mal noch ein paar Hintergrundinfos zu dem, was ich vorhabe:

      Format maximal 4x5", da ich hier drei Vergrößerer bis 6x7 bzw. 6x9 herumstehen habe, möchte ich die Grundplatte, Säule und Höhenverstellung von meinem Krokus 3 nehmen und dort eine Crown Graphic dranflanschen.
      Als Lichtquelle wird als erste Evolutionsstufe der "Intrepid Enlarger" zum Einsatz kommen, Filter f. Splitprade (Ilford) habe ich hier auch schon rumliegen.
      Die Crown Graphic, sowie ein 135er Rodagon sind schon auf dem Weg zu mir, auf den Intrepid Enlarger werde ich noch ein paar Wochen warten müssen.

      @Schwarzweißseher: die Idee mit dem Ipad Mini ist prinzipiell mal nicht schlecht, aber Du solltest auf alle Fälle sicherstellen, dass Du in der Projektion dann kein Raster und keine Subpixel siehst - insofern KÖNNTE es sein, dass Du noch einen Diffusor zwischen Ipad und Negativ brauchst.
    • Ja, das mit dem Raster/Bildschirmmuster könnte natürlich passieren. Muss ich einfach mal ausprobieren. Aber einen Diffusor dazwischenzulegen, ist ja kein Ding, denke ich mal.

      Farbtemperatur sehe ich nicht kritisch, notfalls muss halt noch ein Farbkorrekturfilter davor.

      Unterm Strich könnte es dann natürlich etwas dunkel werden. Ein LED-Panel, auch gerade das von Intrepid, wird sicherlich heller sein.
      Aber sooo dunkel ist das Ipadmini auf höchster Stufe nu auch wieder nicht. Muss man einfach mal ausprobieren.
    • Habt ihr schon mal mit einer Opal Lampe Vergrößerungen gemacht?

      Dann lasst das mit den LED Basteleien, das ist kein Licht für schönes Baryt und den Charme der Glühlampen Belichtungen.

      Ich denke auch dass ein iPad zu wenig Licht bringt für entsprechende Belichtungszeiten, gut wenn man 5 Minuten Belichten will wird das reichen :)
    • martinf5 wrote:

      Habt ihr schon mal mit einer Opal Lampe Vergrößerungen gemacht?

      Dann lasst das mit den LED Basteleien, das ist kein Licht für schönes Baryt und den Charme der Glühlampen Belichtungen.
      Gegenfrage: Hast Du schon einmal mit LED Licht Vergrößerungen gemacht? Sieht man denn tatsächlich einen Unterschied beim Print zwischen LED und Glühlampe, die sich auf das jeweils abgegebene Spektrum an Wellenlängen zurückführen lässt? Oder sind etwaige Unterschiede eher auf Diffusor vs. Kondensor zurückzuführen?
    • Schwarzweißseher wrote:

      Die Kamera wird also der Vergößerer sein, und als Lichtquelle werde ich ein Ipadmini nehmen, einfach weil das gleichmäßiges Licht macht, schön klein ist und fast perfekt in die Kassettenaufnahme der 13x18er Linhof-Blechkassetten von damals passt.
      Sorry aber das ist viel zu schwach was nachher unten ankommt, denke daran Licht von so kleinen Quellen nimmt im Quadrat zur Distanz ab! Ich war froh das ich von einer 200W auf eine 250 W Kaltlichtlampe wechseln konnte, damit komme ich auf Zeiten von 20-50 Sekunden bei 30x40 cm Vergrösserungen und kleiner mache ich praktisch nichts!
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      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • Owei, da haben wir ja was losgetreten : )

      Ich belichte so auch öfter mal zwei Minuten. Der Vorteil ist, dass man reichlich Zeit für Manipulationen hat. Schwarzschildeffekt muss man halt gucken. Na und? Da sehe ich im Moment noch kein Problem.

      Und das LED-Licht per se schlechter sein soll, halte ich für ein Gerücht. Im Gegenteil ist die Helligkeit da schön gleichmäßig verteilt.
    • Doch, ich denke es spielt eine Rolle. Wenn du mit Filtern arbeitest, funktionieren die nur mit der richtigen Lichtfarbe wie gewünscht. Wenn die Lichtfarbe abweicht (das iPad wechselt die Farbe u.U. je nach Umgebungslicht oder Tageszeit) stimmt die Farbe auf die das Papier reagiert nicht mehr.

      Was die Helligkeit betrifft: Belichtungsmesser davor halten…


      Gruesse, klw
    • ekech wrote:

      martinf5 wrote:

      Habt ihr schon mal mit einer Opal Lampe Vergrößerungen gemacht?

      Dann lasst das mit den LED Basteleien, das ist kein Licht für schönes Baryt und den Charme der Glühlampen Belichtungen.
      Gegenfrage: Hast Du schon einmal mit LED Licht Vergrößerungen gemacht? Sieht man denn tatsächlich einen Unterschied beim Print zwischen LED und Glühlampe, die sich auf das jeweils abgegebene Spektrum an Wellenlängen zurückführen lässt? Oder sind etwaige Unterschiede eher auf Diffusor vs. Kondensor zurückzuführen?
      nein habe ich nicht, aber da LED nicht LED ist wäre das auch nicht aussagekräftig.
      Es gibt einige professionelle Lösungen, z. B. Heiland, die da sehr selektiv vorgehen müssen.

      Ich denke nur, dass es mir der Aufwand nicht wert wäre, solange es bezahlbare Vergrößerer gibt.

      Ich habe Vergleiche mit Halogenlampen und Opallampen gemacht und für mich ist die Opallampe die optimale Lösung.
      Knackiger und irgendwie echter.
      Natürlich kann man mit allen Leuchtmitteln sehr gute Ergebnisse bekommen, einfach härter filtern.
      Und ich bin überzeugt beim Blindtest würde ich schlecht aussehen 8)
      Im Kurs mit John habe ich einen De Vere schätzen gelernt, der war mit dem ILFORD Multigrade Modul bestückt und die Abzüge wurde fantastisch trotz Halogenlampenlicht.

      Bei einem guten Vergrößerer zählt sicher mehr wie nur die Lichtquelle, da braucht es auch vor allem stabile Mechanik und gute Verstellmöglichkeiten.
      Planlage, lotrechte Ausrichtung usw. usf.
    • Hallo,

      ich habe meinen Chromega D 4x5 auf 13x18 erweitert und als Lichtquelle eine Flächen - LED - Leuchte von 30x30 cm (ca. 30-40 €) verwendet. Das Negativ wird zwischen Glas gelagert.(Das Anti-Newton war das teuerste an diesem Umbau) Das Licht ist stärker als die Originallampe. Ideal für große Vergrößerungen. Beim Einschalten gibt es eine Verzögerung von einem Bruchteil einer Sekunde, was aber leicht zu verkraften ist.

      Split geht super! Die Zeiten muss man natürlich austesten.

      Gerade erweiter ich das Gerät erneut, denn rechnerisch sollten als Diffusor auch noch 8x10 möglich sein.

      Schönen Abend

      Ralf