GF-Filme im Urlaub, diverse Fragen

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    • GF-Filme im Urlaub, diverse Fragen

      Freunde der Analogen Fotografie,

      nach langer Zeit melde ich mich mal wieder!

      Ich bin gerade in der groben Vorplanung für meinen kommenden Sommerurlaub und werde in diesem Urlaub nur meine GF-Kamera mitnehmen.
      Jetzt habe ich mal ein paar Fragen an die Fotografen hier.

      Wie macht ihr das mit den Filmen?
      Bestückt ihr alle Kassetten mit Filmen (ich habe 10 Kassetten), oder macht ihr das Vorort?
      Nehmt ihr Entwickler mit in den Urlaub und entwickelt die Filme Vorort?
      Wie sollte ich die Filme einpacken damit sie bei der Durchleuchtungskontrolle am Flughafen keinen Schaden nehmen?

      Danke fürs Mitdenken!
      Gruß Martin
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      Am schwersten fällt es uns, das zu sehen, was wir vor Augen haben. (Goethe)
    • Hey Martin,

      gut, dass du nach unseren Methoden fragst. Das wird nämlich jeder anders handhaben. Verzeih also, wenn meine Antwort etwas von deiner grundlegenden Formulierung abweicht.
      Ich habe meistens vom Beginn der Reise an alle meine Magazine bestückt. Ich nutze aber auch nicht wirklich viele verschiedene Materialien. Sauberer als in der eigenen Duka kann ich das in der Regel woanders nicht tun. Meistens mach ich dann doch mehr mit anderen Formaten, dass ich selten laden muss. Falls doch, hilft ein Wechselsack, da man nicht immer komplett dunkle Orte erschaffen kann.

      Die Frage ist auch, wie umfangreich die GF-Ausrüstung ausfallen soll. Wenn man aus Platzgründen nur 4 Magazine Mitnehmen sollte, würde ich auf jeden Fall auch während der Reise laden. Dann macht es Sinn, wenn man nicht vor Ort entwickelt, extra leere Schachteln aufzubewahren, in die man die bereits belichteten Aufnahmen einsortiert. Da sollte man sich dann eine Methode erarbeiten, bei der man die nötigen Daten für die spätere Entwicklung berücksichtigen kann. Ich habe aus Pappe eine Art Register erstellt und kann auch in Dunkelheit erfühlen, was nun welcher Film ist und was nun N, N+1 usw. darstellen soll. Mehrere Packungen tun es auch.

      Unterwegs entwickeln, sofern man die Möglichkeit hat, ist natürlich interessant, da man die Filme sofort abarbeiten kann und nicht mehr so viel Arbeit mit nach Hause nimmt. Ebenfalls ergibt sich die Option, fehlerhafte Arbeiten ggf. noch wiederholen. Zuhause geht das nicht mehr. Ob man Zeit/Lust dazu hat, während der Reise zu entwickeln, hängt von mehreren Faktoren ab. Hat man nicht eigentlich etwas Besseres zu Tun oder möchte man die Zeit nicht lieber mit der Begleitung/generell Menschen verbringen, bzw. hat man Platz den ganzen Kram noch mitzunehmen. Ich hab das mal gemacht und sehe Voreile darin, hätte aber mit Sicherheit nicht immer Bock darauf.

      Filme sollten in der Regel am Flughafen keinen Schaden nehmen. Extra einpacken ist meines Wissens nach sogar kontraproduktiv, da die Strahlendosis dann noch mehr erhöht wird, um die jeweiligen unbekannten Dinge durchleuchten zu können. Mich würde ja mal interessieren, wie das am Flughafen mit dem Mitschleppen von Chemie für die Entwicklung aussieht!?
    • Eine interessante Frage, da ich gerade vor dem gleichen Probleme stand: Zugreise Inland, also durfte es nur die sehr transportable Graflex Crowngraphic sein.
      Ich habe mir fünf Planfilmkassetten (schon bestückt), einen Wechselsack, 8 Nitrilhandschuhe und ein paar lichtdichte Beutel mitgenommen. Ich hatte leider die Reste von vier verschiedenen Filmen dabei, weil meine Neubestellung nicht rechtzeitig zuhause ankam. Gab dann im Wechselsack gleich Kudelmuddel. Mehrere ziploc-Beutel mit Beschriftung, in denen die verschiedenen Filmsorten in den Kassetten getrennt untergebracht sind sind quasi Pflicht ...

      In Zukunft werde ich mich auf zwei Filme einschränken (T-Max 100 und Bergger pancro 400).
      Ein Schnitzer, der mir beim fliegenden Wechsel im Wechselsack (Kassetten entladen und sofort wieder beladen) als newbie gleich passiert ist: Schieber vergessen wieder auf weiß umzudrehen! Hab ich gedacht, muss ich halt nur dann denken ... und hab beim dritten Foto gleich doppelt belichtet ...

      Die Sache mit dem Röntgenstrahlen bei Flugreisen würde mich wegen meines Sommerurlaubes auch interessieren. Von einem USA-Großformatler habe ich gehört, dass er sich die belichteten Filme daher immer selbst als ups-Paket zuschickt ... keine Ahnung, ob das Sinn macht ... werden die Pakete bei airmail nicht auch durchleuchtet?
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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      <3 Sinar P2/F2, 8) Graflex Crown Graphic Special
    • Kurztrip mit wenigen Aufnahmen: ausreichend Kassetten laden und mitnehmen.

      Längerer Trip mit mehr Aufnahmen: Kassetten laden und zusätzlich frischen Film in Schachtel, Leerschachtel für belichtete Filme plus ein Wechselzelt von Harrison.

      Flugreise: Filme und Kassetten ins Handgepäck. Dann Kontrolle von Hand nachfragen. Falls nicht möglich habe ich aber auch wenig Bedenken, die Filme durch den Scanner zu schieben. Hat bisher keine Probleme gemacht.

      Flüssig-Chemie mitnehmen würde ich lassen, da kann es wegen Sicherheitsvorschriften insbesondere an Flughäfen Probleme geben. Pulver oder Tabletten sind in der Regel kein Problem (z.B. D-76 oder XTOL als Entwickler, Adofix PII Fixiererpulver)

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Mein Wohnmobil konnte ich ausreichend verdunkeln zum bestücken der Kassetten.
      Zum Lagern der benutzten Filme habe ich mir schwarze Säcke aus Verpackungen für Fotopapier mitgenommen. Doppelt genommen, Sack in Sack, habe ich da keine Bedenken.
      Die einzelnen Filme kamen in nummerierte Pergaminhüllen, zu denen ich in einem File eine Doku geführt habe. Wenn man dann beim Einschlichten der Filme diszipliniert ist, weiß man daheim beim Rausnehmen immer, welchen Film man gerade in der Hand hat und hat noch die Nummern als Kontrolle.
      So habe ich vor zwei Jahren etwa 100 Aufnahmen gut heimgebracht.
      Das Problem mit der Durchleuchtung hatte ich da zwar nicht, aber in anderen Fällen transportiere ich KB bis 400 ASA problemlos.
    • ich war vor ein paar Jahren mit dem Flieger in England mit dem Ziel in Whitby zu fotografieren.
      Damit ich eventuell Korrekturen machen kann wenn etwas schiefläuft habe ich alles mitgenommen.
      Filme, Kassetten, Ursel, Entwickler, Stoppbad und Fixierer.
      Am Flughafen gab es mit der Chemie weder in Stuttgart noch in Machester Probleme. Nur die 5x4 wollten sie genauer untersuchen.
      Alles ander im großen Koffer war ohne Interesse, leider ist die Rodinal Abfüllung für dem Fomapan etwas undicht geworden, was man heute noch an einem meiner Shirts sehen kann.
      Bei längeren Reisen über mehrer Wochen würde ich das immer so machen.
      Nur beim Entwickeln muss man aufpassen, anderes Wasser andere Zeiten :)
    • Danke für die interessanten Kommentare.

      Nach Überlegungen und auch Antworten in einem anderen Forum werde ich wohl die Chemie Zuhause lassen.
      Ich werde mir genügend lichtdichte Fotobeutel besorgen und diese beschriften.
      Die Entwicklung wird dann in Ruhe Zuhause gemacht.

      So mal mein Plan! ^^
      Gruß Martin
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      Am schwersten fällt es uns, das zu sehen, was wir vor Augen haben. (Goethe)