Erste Versuche mit der Malefic-Kamera

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    • Erste Versuche mit der Malefic-Kamera

      Was ich "angedroht" hatte, ist Realität geworden. Mein Grandagon N 4,5/65 sitzt jetzt in einer Malefic 4x5 mit Fokussierung. Die mechanische Qualität der Kamera ist recht anständig. Der Schneckengang geht zwar etwas knorpelig und hat auch deutlich mehr Spiel als ein metallener, funktioniert aber auch ganz ordentlich. Da keinerlei Entfernungsmarkierungen vorhanden waren, habe ich das Ding auf Unendlich, 5m, 2m und 1m kalibriert. Angesichts des großen Schärfebereichs des 65ers würde vermutlich Fixfokus mit hyperfokaler Entfernung für Blende 5,6 allemal reichen ... Der optische Sucher ist weniger toll - dafür ist er auch spottbillig, und dafür wieder ordentlich genug, so ein bisschen wie die Brilliantsucher früherer Jahre. Man kann damit leben. Sehr stabil ist die Kassettenhalterung. Das ist eine Art federnder Kunststoffklemmung. Mal sehen, wie lange die durchhält; ist jedenfalls nach meinem Eindruck besser als irgendwelche Gummiflitschen. Rollfilmkassetten gehen nicht. Geklemmt würden sie zwar, aber da ist der Filmtransportmechanismus im Weg.

      Und nun zwei Bilder aus der allerersten Versuchsreihe.

      Das Erste ist der Pegelturm am Deich in Neuwied. Da habe ich mit der Ausrichtung nicht gut aufgepasst, deshalb musste ich das Bild ein wenig drehen. Ansonsten ist es (wg Drehung) nur leicht beschnitten. Der kleine Fleck neben dem Turm oben ist ein Hubschrauber.

      Das zweite Bild ist eine Apotheke auf der Karthause in Koblenz. Hier habe ich auch ein wenig gecroppt, Drehen war zum Glück nicht nötig. Das Gebäude sieht aus wie eine ehemalige Tankstelle!

      Die Kamera macht wirklich Vergnügen, Transport geht auch gut. Dass 65mm auf 4x5 extrem weitwinklig ist, ist mir klar, und man sieht es auch. Für meine geplanten Streifzüge durch Pariser Straßen dürfte das allerdings genau richtig sein, zumal es einfacher und weniger auffällig ist als mein großes Plaubelgeraffel. Ich muss allerdings noch etwas üben ...

      Al é bun sciöch' al é ...
    • ... mein Untertitel ist die entschieden charmantere Fassung des so genannten Rheinischen Grundgesetzes ("Et is, wie et is." &c). Ganes kann ich nur empfehlen!

      @WSt: Danke für das Kompliment. Die Idylle ist ausschließlich dem Standpunkt geschuldet. "Hinter meinem Rücken" sieht die Gegend eher grauslich aus. Ich finde es übrigens faszinierend, dass eine doch sehr weitwinklige Aufnahme idyllisch wirken kann.

      @Andreas: Danke für den Hinweis auf Youtube.

      Morgendliche Grüße von hp
      Al é bun sciöch' al é ...