Fomapan 100@50, Compard R09, 1+100, 20°C, 30/30-5 Planfilm im Hänger, Ikea-Tank

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    • Hallo lohi,

      ich wäre dankbar für jeden Hinweis, der mir hilft mich weiterzuentwickeln. Egal, wie der Rat rüberkommt.
      Da hat sich jemand hingesetzt, sich Gedanken und die Mühe gemacht, einen Text zu schreiben.
      Er gibt dir einen Anstoß in Richtung bessere Qualität deiner Bilder.

      Niemand will dir hier etwas Böses. . .

      Wenn du das nicht möchtest, dann schreibe das doch einfach in Zukunft unter deine Beiträge.

      Vielleicht so:

      • „Bitte keine Tipps für bessere Negative, ich bin mit meinen so wie sie sind zufrieden.“

      oder
      • „Bitte nur Anmerkungen, die mein Ego streicheln.“

      Einfach mal drüber nachdenken, ok?



      Hallo Shen Hao,

      wir müssen hier irgendwo am Anfang übersehen haben, dass nur Lobhudeleien erwünscht sind. . .
      Macht nix, wissen wir ja jetzt.




      Es gibt im Leben mindestens zwei große Gerechtigkeiten:
      1. Noch müssen alle Menschen sterben.
      2. Jeder der fotografiert, bekommt die Bilder, die er verdient.
    • Diesch wrote:

      Was ist mit einer Lichtmessung in hellen Orten und einer im Schatten?



      Damit habe ich keine praktische Erfahrung, kann mir aber gut vorstellen, wie (und dass) das funktioniert.

      Nur, ist das dann nicht quasi eine "indirekte Objektmessung"?

      Will sagen, könnte ich dann nicht besser direkt von der Kamera aus die bildwichtigen Stellen anmessen?

      Gerade bei Deinen Zement- und anderen Fabrikbauten kannst Du doch bestimmt nicht immer über den Zaun klettern, um einmal von der schattigen Ecke des Silos, und danach dann über den Hof (am Wachmann vorbei), die Leiter hoch aufs Dach vom sonnenbeschienenen Schornstein her in Richtung Kamera messen?
    • Rekapitulation:

      Shen Hao wirft mir vor, die Entwicklung von Fomapan 100 in R09 1+100 bei 20°C, 30/30-5 Kipprhythmus und 11'30'' führe zu zu harten Negativen.

      Er begründet dies mit zwei Argumenten, ohne genauer darauf einzugehen, dass ich mit reproduzierbaren Ergebnissen ausgemessen habe.

      1. Sei das JPG matschig, das ich von einem Negativ aus Südfrankreich abfotografiert hatte.

      2. Gehe es gar nicht, dass ich im Splitgradeverfahren auf zwei gleiche Belichtungszeiten für 0 und 5 komme und noch mit 5 nachkonturiere. Denn er muss mit 5 immer viel länger belichten. Also soll das kategorisch auch für mich gelten, für dieses spezielle Bild. Egal, was da drauf ist.

      Fakt ist:

      1. Er hat weder das Negativ noch das Positiv gesehen, nur das JPG. Von dem ich selbst schrieb, dass ich wenig mit EBV anfangen kann.

      2. Und er geht davon aus, dass alles so sein soll, wie er sich das vorstellt, auch wenn andere nachweislich ab und an auch mal auf annähernd gleiche Belichtungszeiten für verschiedene Gradationen kommen.

      Insofern ist RalfK.'s Phrase "Bitte keine Tipps für bessere Negative, ich bin mit meinen so wie sie sind zufrieden." einfach nur Getrolle.

      Ich habe versucht, breit zu antworten. Ok, ich schreibe viel, aber das hier ist ein Forum, keine Karthäuserklause mit Schweigegelübde.

      Was mein Ego angeht: klar, dass ich mich nerve.

      1. Denn ich habe von niemandem verlangt, dass er meine Bilder schön finden soll.

      2. Ich verlange auch von niemandem, dass er mir ein undifferenziertes "matschig" an den Kopf wirft und von dieser Aussage her ableitet, ich würde falsch entwickeln.

      3. Und drittens verlange ich auch von niemandem, dass er seinen Fopa100 so entwickeln soll wie ich.

      Darüber hinaus ärgere ich mich darüber, dass Shen Hao mir vorwirft, ich schreibe meine Texte nachträglich schön.

      1. Mache ich das nicht - an den Texten aus dem mai wurde überhaupt nichts mehr verändert. Und an den aktuellen Kommentaren editiere ich - wie viele andere hier auch - zeitnah herum.

      2. Macht das Shen Hao selber - so hat er seine unsachliche Kritik aus seinem Kommentar entfernt. Ich habe den Begriff "matschig" zweimal wörtlich zitiert, in Anführungszeichen.

      RalfK. wrote:

      Wenn du das nicht möchtest, dann schreibe das doch einfach in Zukunft unter deine Beiträge.

      Vielleicht so:
      • „Bitte keine Tipps für bessere Negative, ich bin mit meinen so wie sie sind zufrieden.“

      oder
      • „Bitte nur Anmerkungen, die mein Ego streicheln.“

      Einfach mal drüber nachdenken, ok?

      The post was edited 1 time, last by lohi: Nerverei über sinnlose Kommentare ().

    • Bila Sukari wrote:

      Nur, ist das dann nicht quasi eine "indirekte Objektmessung"?

      Will sagen, könnte ich dann nicht besser direkt von der Kamera aus die bildwichtigen Stellen anmessen?
      Die Lichtmessung ist unabhängig von der Beschaffenheit der Oberflächen. Hell wird da hell und dunkel als dunkel abgebildet. Eine Objektmessung möchte alles mittelgrau abbilden. Von daher ist eine Lichtmessung zunächst vorzuziehen.
      Hat die Situation Bereiche mit Sonnenlicht und andere im Schatten, dann kann man diese beiden Bereiche getrennt messen und dazwischen mitteln (nach Vorliebe).
      Das setzt immer voraus, daß die Situation, die auf das Bild soll, zugänglich ist. Und da kommt die Stärke der Objektmessung.
    • lohi wrote:

      Ups, das verstehe ich nicht. Ich beziehe mich auf Peter Fischer-Piel. Der hat verschiedene Kontraststeuerungsmethoden. eine davon heißt N+- belichten und N+- entwickeln, z.B. auf die Schatten belichten mit N+1, aber auf die Lichter entwickeln mit N-1, was er so ausdrückt: N+1/N-1.
      Da liegt der Hund begraben, wir reden ein bisschen aneinander vorbei, weil mir Fischer-Piel nicht geläufig ist. Ich habe hier Ansel Adams´ I - III, Barnbaum, Weidner, Tarrant/Bartlett, Lambrecht/Woodhouse etc., aber nix von Fischer-Piel.

      lohi wrote:

      Ich mache das also im wesentlichen nicht anders, als Du schreibst.
      In der Praxis sind wir also gar nicht so weit auseinander.

      lohi wrote:

      Ich kann da das Sekonic-Handbuch zur Lichtmessung empfehlen
      Habe ich mir runtergeladen und durchgelesen, sehr interessant, für mich insbesondere hilfreich das footcandle-Thema, dabei fiel mir eine inhaltliche Querverbindung zu einer Anwendung bei Ansel Adams ein (muss ich demnächst nochmal nachlesen...).
      Generell habe ich aber den Eindruck, dass diese Detail-Fitzelei, wie wir sie hier in diesem Thread gerade exerzieren, nicht so gut für diesen Kommunikationsweg geeignet ist. Säßen wir alle gemeinsam an einem Tisch versammelt, dann könnte man MIssverständnisse, unklare Äußerungen etc. bereits im Entstehen ausbügeln und wäre bestimmt auch hier und da etwas umgänglicher miteinander. (Nur mal so als Fahnenschwenken: ich sitze in der Nähe von Tübingen...)
    • Diesch wrote:

      Eine Objektmessung möchte alles mittelgrau abbilden. Von daher ist eine Lichtmessung zunächst vorzuziehen.
      Da haben wir einfach unterschiedliche Herangehensweisen, die aber beide zum guten Ergebnis führen können.

      Du ziehst die Lichtmessung vor, weil Dir dabei zunächst wurscht sein kann, wie die einzelnen Oberflächen im Bild das Licht reflektieren, weil Du ja das Licht direkt misst.

      Ich empfinde das als Umweg, weil es mir eben das Objekt zu sehr vernachlässigt. Bei der Objektmessung mit Spotmeter werde ich direkt über die Lichtmenge informiert, die mir der angemessene Bildpunkt reflektiert. Dabei muss ich natürlich berücksichtigen, dass der Beli diesen Punkt immer als 18% Neutralgrau versteht, also Zone V. (Ich weiß selbstverständlich, dass ich Dir damit überhaupt nichts Neues verrate...)

      So hat halt jeder seine Vorlieben.
    • Bila Sukari wrote:

      Zone V. (Ich weiß selbstverständlich, dass ich Dir damit überhaupt nichts Neues verrate...
      Doch, doch, ich bin ja kein Zoni :) (die Debatten um Enns und Zonen ist für mich fremdländisch - ich verstehe davon nichts und will da auch nicht mitreden)

      Ich meine, daß Filmemacher die Lichtmessung bevorzugen - und bei der Diafotografie stimmt die Farbe, weil sie in der richtigen Helligkeit abgebildet wird.

      The post was edited 1 time, last by Diesch ().

    • @Bila Sukari:

      Ja. so unterschiedlich sind die Ansätze nicht. - Leider wohne ich nicht in der Gegend von Tübingen, sondern in Bern. Aber ich hab mal rausgeschrieben, was die sog "Schnappschußmethode" von Fischer-Piel besagt. Er hatte sie von Peter Lorenz übernommen - schrieb er 1988. Später wandte er sich gegen den Zonenfetisch. Ich finde das interessant. Das war für mich der Zeitpunkt, mich mal wieder der Lichtmessung zuzuwenden, teilweise in Voreinstellung einer kontrastausgleichenden Belichtung/ entwicklung.

      Also: Peter Fischer-Piel: Das Zonensystem in der Schwarzweiß- und Farbfotografie. Berlin, 1988, 3. Auflage.

      PFP bespricht drei Kontraststeuerungsmethoden genauer:

      1. S. 44: Tonwertsteuerung durch Belichtung:
        Kein Problem bei 5 oder weniger Zonen Kontrast zwischen bildwichtigen Strukturen in III und VIII
        Dafür aber ein Problem, wenn der Kontrast größer als 5 Zonen ist, und das ist im Trilla-Bild der Fall, oder in dem von Dir erwähnten Bild von dem Hauseingang, wo es außen heller ist als im Schatten. PFP meint dann, man muss sich bei dieser Tonwertsteuerung eben entscheiden, was man weglässt bzw. bevorzugt: dunklere Schatten in II oder hellere Lichter in VIII, oder beides durch Platzierung der mittleren Tonwerte in V.
      2. S. 50: Klassische Kontraststeuerung nach Ansel Adams.
      3. S. 54: Zur Schnappschußmethode, im Unterschied zur klassischen Kontraststeuerung nach Ansel Adams:
        "Die Methode wurde von Peter Lorenz während seiner Kalibrierungen entwickelt und als bi-direktionale Kontrast-Kontrolle auf das Zonensystem übertragen. Die Bezeichnung bi-direktional (doppeltgerichtet) beschreibt das Prinzip der Methode, bei der - im Gegensatz zur klassischen Kontraststeuerung - sowohl die Belichtung als auch die Entwicklung variiert werden, um einen definierten Referenzwert (hier: Zone V) zu erhalten. Die Variationen erfolgen stets proportional, d.h. bei verlängerten Belichtungen um einen bestimmten Wert (beispielsweise um plus eine Blende) muß die Entwicklung um genau denselben Wert verkürzt werden, um eine konstante Wiedergabe der definierten Zone zu gewährleisten. Umgekehrt bei reduzierten Belichtungen: Hier muß die Entwicklung um denselben Wert verlängert werden. Die Folge solcher doppeltgerichteten Belichtungs/Entwicklungs-Variationen ist, daß die Zone V bei allen Kombinationsmöglichkeiten konstant als mittlerer Grauwert erscheint und alle anderen Zonen variieren, d.h. mit unterschiedlichen Partialkontrasten wiedergegeben werden. [...] Durch Kombinationen aus verlängerten Belichtungen und verkürzten Entwicklungen wird der Kontrast generell abgeschwächt, dagegen wird er durch Kombinationen aus verkürzten Belichtungen und verlängerten Entwicklung erhöht." [Zitation ohne Hervorhebungen im Originaltext] S. 54
        Man belichtet also z.B. 1 Blende über, entwickelt eine bestimmte Prozentzahl unter, und erhält dadurch eine flachere Schwärzungskurve, die sich aber immer in Zone V mit den anderen "Belichtungs/Entwickungs-Kombinationen" von N+3/N-3 bis N-3/N+3 trifft. Man erhöht oder reduziert also die Fülle der Grauwerte zwischen Schwarz und Weiß, so PFP, S. 55.
        "Das bedeutet praktisch, daß bei der Schnappschußmethode der Kontrastumfang nicht in durchgezeichneten Zonen und den entsprechenden Kontrastsymbolen definiert wird, sondern durch die simulierte Anzahl der Zonen zwischen Schwarz und Weiß, die sich aus den verschiedenen Belichtungs-/Entwicklungs-Kombinationen ergibt. Messen Sie beispielsweise die bildwichtigen Schatten und Lichter eines Motivs und stellen Sie einen normalen Kontrastumfang von fünf Zonen fest, kompensieren Sie ihn hier mit der 9 Zonenskala (5 gemessene, durchgezeichnete Zonen + 4 Tonzonen = ein 9 Zonenkontrast). Wollen Sie einen hohen Motivkontrast von acht Zonen auf Normal kompensieren, programmieren Sie die 12 Zonenskala vor (8 gemessene, durchgezeichnete Zonen + 4 Tonzonen = ein 12 Zonenkontrast)." [Zitation ohne Hervorhebungen im Originaltext] S. 57. Zu Peter Lorenz vgl. White, Minor; Zakia, Richard; Lorenz, Peter: The New Zone System Manual. 1984.

      Bila Sukari wrote:

      lohi wrote:

      Ups, das verstehe ich nicht. Ich beziehe mich auf Peter Fischer-Piel. Der hat verschiedene Kontraststeuerungsmethoden. eine davon heißt N+- belichten und N+- entwickeln, z.B. auf die Schatten belichten mit N+1, aber auf die Lichter entwickeln mit N-1, was er so ausdrückt: N+1/N-1.
      Da liegt der Hund begraben, wir reden ein bisschen aneinander vorbei, weil mir Fischer-Piel nicht geläufig ist. Ich habe hier Ansel Adams´ I - III, Barnbaum, Weidner, Tarrant/Bartlett, Lambrecht/Woodhouse etc., aber nix von Fischer-Piel.

      lohi wrote:

      Ich mache das also im wesentlichen nicht anders, als Du schreibst.
      In der Praxis sind wir also gar nicht so weit auseinander.

      lohi wrote:

      Ich kann da das Sekonic-Handbuch zur Lichtmessung empfehlen
      Habe ich mir runtergeladen und durchgelesen, sehr interessant, für mich insbesondere hilfreich das footcandle-Thema, dabei fiel mir eine inhaltliche Querverbindung zu einer Anwendung bei Ansel Adams ein (muss ich demnächst nochmal nachlesen...).Generell habe ich aber den Eindruck, dass diese Detail-Fitzelei, wie wir sie hier in diesem Thread gerade exerzieren, nicht so gut für diesen Kommunikationsweg geeignet ist. Säßen wir alle gemeinsam an einem Tisch versammelt, dann könnte man MIssverständnisse, unklare Äußerungen etc. bereits im Entstehen ausbügeln und wäre bestimmt auch hier und da etwas umgänglicher miteinander. (Nur mal so als Fahnenschwenken: ich sitze in der Nähe von Tübingen...)
    • Bila Sukari wrote:

      Die Schwäche der Lichtmessung besteht doch gerade darin, dass man eben nicht darüber informiert wird, welche bildwichtigen Teile evtl. zu schattig oder zu hell sind (außerhalb von Zonen II - VIII), weil man eben nichts über das reflektierte Licht seines Motivs sondern lediglich über die Stärke der Lichtquelle erfährt. Beispiel: Ich will eine Hütte fotografieren, am hellen Tag, in deren Eingang (etwas im Inneren der Hütte) der Bewohner steht (also im Dunklen). Wenn ich jetzt von der Hütte aus zur Kamera messe (Lichtmessung), dann wird der gute Mann viel zu dunkel.
      Hmm, so würde man mit der Lichtmessung das bildwichtige Motiv - hier den Mann im Eingang - aber auch nicht ausmessen. Richtigerweise stellt man sich nicht in die Sonne vor die Tür, sondern hält den Belichtungsmesser nahe an den Mann (und in dasselbe Licht, das ihn bescheint). Dann misst man in Richtung Kamera, um das auftreffende Licht zu messen (Lichtmessung).

      Gehe ich nicht so vor (und stelle mich mit dem Belichtungsmesser in die Sonne), kommt natürlich Blödsinn raus.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Andreas wrote:

      Hmm, so würde man mit der Lichtmessung das bildwichtige Motiv - hier den Mann im Eingang - aber auch nicht ausmessen. Richtigerweise stellt man sich nicht in die Sonne vor die Tür, sondern hält den Belichtungsmesser nahe an den Mann (und in dasselbe Licht, das ihn bescheint). Dann misst man in Richtung Kamera, um das auftreffende Licht zu messen (Lichtmessung).

      Gehe ich nicht so vor (und stelle mich mit dem Belichtungsmesser in die Sonne), kommt natürlich Blödsinn raus.
      Wie gesagt, ich wende die Lichtmessung eigentlich nicht an; das Beispiel habe ich theoretisch konstruiert.

      So, wie Du es beschreibst (nur eine Lichtmessung aus dem Schattenbereich in Richtung Kamera), würde aber dann doch die Hütte zu hell kommen. Da leuchtet mir eher die Vorgehensweise von Diesch ein, zwei Lichtmessungen (einmal aus dem Hellen, einmal aus dem Dunklen in Richtung Kamera) zu machen, und dann dazwischen zu mitteln.
    • Bila Sukari wrote:

      So, wie Du es beschreibst (nur eine Lichtmessung aus dem Schattenbereich in Richtung Kamera), würde aber dann doch die Hütte zu hell kommen. Da leuchtet mir eher die Vorgehensweise von Diesch ein, zwei Lichtmessungen (einmal aus dem Hellen, einmal aus dem Dunklen in Richtung Kamera) zu machen, und dann dazwischen zu mitteln.
      Wenn *beide* Motive gleich wichtig sind, dann muß man natürlich mitteln, korrekt. Und ggf. kontrastmindernd entwickeln... ;)
      To infinity... and beyond!
    • Bila Sukari wrote:

      lohi wrote:

      Also: Peter Fischer-Piel: Das Zonensystem in der Schwarzweiß- und Farbfotografie. Berlin, 1988, 3. Auflage.
      Klingt nicht uninteressant => habe ich mir soeben bestellt (antiquarisch), Danke für den Hinweis!


      Man könnte also zwei Lichtmessungen mitteln und gleich 2 oder mehr Blenden mehr belichten und dafür eine bestimmte Zeit kürzer entwickeln, was auszutesten wäre. Dazu hatte ich bisher noch keine Zeit. Mir fehlt ja noch die Kalibrierung der klassischen Methode, siehe den Post vom Mai.

      Jedenfalls würde eine solche N+2/N-2-Belichtung/Entwicklung hellere Schatten ergeben und dunklere Lichter, bei im Vergleich zu N/N gleichbleibender Dichte in V. N+3/N-3 ginge auch.

      Tut mir echt leid, dass wir aneinander vorbeiredeten.

      Peter Fischer-Piel ist ausleihbar, auch der 2. Band, in dem er mit den Zonen-Afficionados abrechnet: kvk.bibliothek.kit.edu/hylib-b…&ref=direct&client-js=yes

      Man beachte, dass er das Zonensystem auch für die Farbverarbeitung testet (E6) und an einem real existierenden Bildbeispiel demonstriert. Ich meine, wozu habt Ihr denn alle diese Jobo-Prozessoren?
    • Hallo Lohi,
      lass dich bitte nicht entmutigen. Es ist immer interessant deine Berichte zu lesen. Es ist kein großes Geheimnis das es nicht möglich ist die komplette Information von dem SW Negativ mit den Bits und Bytes abzufangen. Und von dem Jennigen der so gut wie nichts mit der EBV zu tun hat ein perfektes Ergebnis (nur für den Monitor) zu erwarten ist schon unfair (wobei Das Bild auch so wie es ist auch gut ist)
    • geo wrote:

      Es ist kein großes Geheimnis das es nicht möglich ist die komplette Information von dem SW Negativ mit den Bits und Bytes abzufangen.

      es ist meiner meinung nach müßig, analoge und digitale fotografie auf diese art und weise zu vermengen. diese diskussion hatten wir ja schon des öfteren hier im forum. hat eigentlich zu nichts geführt. vor allem wenn man versucht, beides gegeneinander auszuspielen. beide haben ihre berechtigung, beide haben ihre jeweiligen stärken und schwächen.

      wenn man nun aber mal die von dir erwähnte kategorie "informationsgehalt" betrachtet, dann magst du möglicherweise zwar recht haben (ließe sich das überhaupt wissenschaftlich genau beweisen?), leider aber wohl nur theoretisch. praktisch ist es nämlich leider so, dass von dem, was ein optimal belichtetes und entwickeltes negativ an tonaler information in seiner lichtempfindlichen schicht abgespeichert hat, sich leider niemals auch alles auf analoges papier bringen lässt.

      das sieht beim optimalen hybriden prozess (trommelscan+inkjetprint) schon ganz anders aus. das muss sogar ich als leidenschaftlicher analoger (aber auch hybrid arbeitender) fotograf zugeben. es gibt techniken der kontrast- und tonwertoptimierung, die sind analog überhaupt nicht möglich. und die techniken die es analog für diesen zwecke gibt, sind in ihrer handhabung häufig viel komplizierter, zeitaufwendiger und teuer und leider häufig dann auch nicht artefaktfrei. das ist leider die harte realität. und selbst die besten duka-cracks hätten wohl zu ihrer besten zeit niemals das an maximaler information aus einem negativ herausgeholt, was heutzutage ein durchschnittlich ausgebildeter photoshopper aus einer trommelgescannten 48bit-datei rauskitzeln kann.

      und auch auf´s papier bringen kann.
      dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
      likes? lieber nicht. unnötig.
    • Hallo renros,
      da magst du schon recht haben. Photoshop macht vieles möglich (ich mach das Beruflich), aber was kommt da am Ende raus ein Foto oder ein Bild (eine Täuschung-technisches Erzeugnis) (die Frage stelle ich mir auch)? Was aber Lohi und noch ein Paar andere Kollegen hier im Forum machen ist Fotografie pur mit allen dazu gehörigen physikalischen, optischen und chemischen Gesetzen.
    • geo wrote:

      aber was kommt da am Ende raus ein Foto oder ein Bild
      ist ein foto kein bild?

      geo wrote:

      (eine Täuschung-technisches Erzeugnis)

      ja, bilder sind technisch-basierte darstellungen von irgendwas. und was das, was sie abbilden IST, darüber rattert die diskussion ja schon eine weile. und wird es auch weiterhin tun. gottseidank.

      und ja, bilder (also auch fotos) können/sollen täuschen. wobei ich das weniger als eigenschaft eines mediums betrachten würde. sondern eher als kulturelle ausformung in der intention/rezeption von bildern im allgemeinen.

      geo wrote:

      Was aber Lohi und noch ein Paar andere Kollegen hier im Forum machen ist Fotografie pur mit allen dazu gehörigen physikalischen, optischen und chemischen Gesetzen.

      ich weiß nicht was die angesprochenen fotografen so machen. aber: was machen denn die anderen, die du von ihnen abgegrenzt hast?

      lohi: bitte verzeih´, wenn ich deinen thread mit thematisch zu weit abschweifenden Inhalten verunreinigt haben sollte.
      dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
      likes? lieber nicht. unnötig.
    • <ich weiß nicht was die angesprochenen fotografen so machen. aber: was machen denn die anderen, die du von ihnen abgegrenzt hast?>

      Es ist wohl ein Mißverständnis das ich aus dem Weg räumen muß. Ich wollte keinesfalls jemanden ausgrenzen. Die eine gehen den modernen Weg die anderen den klassischen und beide Gruppen müssen gleiche Chance in der Zukunft haben.
    • renros wrote:

      lohi: bitte verzeih´, wenn ich deinen thread mit thematisch zu weit abschweifenden Inhalten verunreinigt haben sollte.
      Vielen Dank Euch allen.

      Den Thread finde ich durchaus nicht verunreinigt. Das eine ist halt digital, das andere analog. Mit Bildern, die ich gleich digital aufnehme, habe ich technisch weniger Probleme.

      Ich persönlich verstehe unter "analog" oder "Großformat" nicht unbedingt Auflösung oder Schärfe oder Farbsättigung oder Vergrößerbarkeit, sondern den Umgang mit bestimmten Kameras und Objektiven und Filmen, die in ihrer Handhabung den Aufnahmeprozess beeinflussen, sowie das Arbeiten mit chemisch erzeugten Veränderungen des Negativ- und Positivmaterials, bei dem ein jeder mit seinen eigenen labormäßigen Notwendigkeiten umzugehen hat.

      Analog ist für mich, dass am Ende was rauskommt, ohne dass zwischendurch 50 Popupfenster aufspringen, die mich vor irgendetwas warnen oder einen Fehler melden oder eine Bildwirkung mit Feineinstellung simulieren und die Rückgängigmachung anbieten.

      Man hat ein Blatt Film in der Hand, man muss das Licht ausmachen, sieht nichts mehr außer den Leuchtziffern einer Laboruhr, hört das Ticken und das Klingeln eines Coltim, den man ab und an mit einem festen Schlag maträtiert, fühlt mit den Fingern eine seifige Entwicklerlauge und ein schwefeliges Fixierbad, nach dem die Finger dann stinken, und am Schluss hat man dasselbe Blatt Film in der Hand wie zuvor, aber nun, oh' Wunder, mit einem Bild!

      Auch kann ich nicht nachträglich entscheiden, was sein muss. Wird die Brühe warm, um 1,5°C, wird natürlich das Bild dichter, aber nur in bestimmten Grenzen. Wer weiß, vielleicht gleicht sich das ja bereits durch die Wasserhärte aus, oder durch ein paar Tropfen zuwenig Konzentrat im Wasser. Oder ich habe heute einfach mal etwas laxer geschüttelt. Analog halt. In Toleranzen reproduzierbar. Die Macht des Faktischen.

      Beim Computer gibt es das auch, aber anders. Hier stellt man mal zuviel ein, wendet dieses oder jenes Tool an usw. - Aber: man kann alles rückgängig machen. Dadurch legt man sich aber nicht fest.

      Irgendwie ist Digital so wie mit den Lebensabschnittspartnerinnen - alles reversibel. Analog ist halt Heiraten und Kinder kriegen und damit leben müssen.

      Meine Güte, 24 Rollfilme Fomapan 100 habe ich jetzt noch zu entwickeln, aus der Bretagne. Ich hatte die vornehmlich mit dem L-408 gemessen. Also allenfalls 5° Spot, Zweipunktmessung, und weil es so einfach ist, dann doch zu 90% Lichtmessung mit der Kalotte. Die verarbeite ich mit Vorwässerung in 7 braunen Kanalrohren als Tieftanks mit 1m Länge und 6 doppelgefüllten Patersonspiralen auf je einem PVC-Kabelrohr. 5000 ml Wasser, 50 ml R09, also 1+100. Pro Rohr also 12 Filme, im Abstand von 2 Minuten, dann nacheinander ins Stopprohr, dann ins Fixierrohr, dann in die zwei Wässerungsrohre. Ilfordwässerung. Das Ganze wird 30 Minuten dauern und ich werde dann rund 200 ultraharte 6x7-6x9-Negative haben, die ich nicht vergrößern werden kann. Die Macht des Faktischen!
    • lohi wrote:

      Das Ganze wird 30 Minuten dauern und ich werde dann rund 200 ultraharte 6x7-6x9-Negative haben, die ich nicht vergrößern werden kann. Die Macht des Faktischen!
      Wenn du das vorher weißt, sollte eigentlich eine Änderung möglich sein.
      Ich weiß schon, warum ich immer gleiche Filmsorten immer gleich behandele.

      Ansonsten: Mucho ruido / pocas nueces (spanische Spruchweisheit :)