Notizen, Notizen, Notizen

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    • Notizen, Notizen, Notizen

      Seit Anbeginn der Zeit nehme ich mir immer wieder vor, endlich mal ordentliche Notizen beim Fotografieren und Entwickeln zu machen. Leider mit mäßigem Erfolg. Das soll jetzt endlich anders werden :)

      Wie haltet Ihr es mit den Notizen? Was schreibt Ihr auf? Und wie? Habt Ihr ein spezielles Notizbuch? Nutzt Ihr eine App?


      Neugierig, klw
    • Hm. Mal sehen. Für die Abzüge habe tatsächlich eine Kladde weil ich fast nur noch Lithprints mache und da die einzelnen Parameter brauche. Für die Entwicklung hängt ein kleiner Zettel mit den Zeiten an einer Schranktür im Labor. Und für die Aufnahme habe ich festgestellt, dass ich auch keine besseren Bilder mache, wenn Zeit Blendenkombination aufschreibe.

      Gruss Sven.
    • Beim Fotografieren habe ich am MF aufwärts ein Notizbuch dabei, in dem ich mir die wichtigsten Dinge wie Uhrzeit, Objektiv, Blende, Belichtungszeit und Filter notiere. Ent2ickelt wird nach Beipacktext.
      Die einzelnen Schritte, Zeiten und Filter beim Vergrößern werden ebenfalls genau notiert, daß hat sich schon öfter als segensreich erwiesen, wenn ich ein weiteres Exemplar benötigt habe.

      Letztlich landen alle diese Informationen in einem Excel File, damit ich sie auch wiederfinde.
    • Habe am Anfang auch immer Moleskinsoder Fresszettel benutzt. Irgendwann habe ich mir dann eine Excel-Tabelle eingerichtet; gibts ja inzwischen auch für Handys.
      Grüße aus dem Schwarzwald, Euer Jens

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      <3 Sinar P2/F2, 8) Graflex Crown Graphic Special
    • Wir haben immer einen Ringbuchordner mit dabei.

      Dort werden, speziell bei Diabelichtungen, alle Meßergebnisse eingetragen (Lichtmessung, Objektmessung, Detailmessung). Daraus berechnen wir die drei Belichtungen, die wir als Dia immer belichten: gemessen, 2/3 kürzer, 2/3 länger. Diejenige, die wir als richtig erachten, wird gekennzeichnet und als erste entwickelt, die andern nach Maßgabe des Ergebnisses der ersten.
      Alle Daten können somit auch später bei ähnlichen Aufnahmen berücksichtigt werden, weil wir nach der Entwicklung im Heft eintragen, wie die Belichtungen rübergekommen sind.
      Das machen wir schon seit 60 Jahren so in zweiter Generation. Speziell natürlich bei Innenaufnahmen in Kirchen, aber auch bei Schmuckfotografie im Atelier.

      Das betrifft aber nur 9/12 und aufwärts. Bei Rollfilm werden einfach 3 Belichtungen gemacht und fertig.

      Gruß
      Winfried
    • Vielen Dank für Eure Antworten. Das größte Problem für mich ist nicht zu wissen welche Aufnahme in welchem Holder steckt – das sollte ich auf jeden Fall immer aufschreiben. Gerade für SW finde ich es auch hilfreich angepasst entwickeln zu können – was voraussetzt, dass man a) weiß in welchem Holder welcher Film steckt und b) wie die Aufnahmebedingungen waren. Zeit und Ort aufzuschreiben finde ich auch eine gute Idee. Zeit und Blende aufzuschreiben schadet sicherlich nicht, vor allem wenn man die Messungen ebenfalls dokumentiert.

      Zettel haben sich für mich in der Vergangenheit nicht bewährt, ein Notizbuch oder eine App wäre für mich vermutlich besser geeignet.

      Ich bin gerade über ein Foto Notizbuch gestolpert (»Analogbook«). Hat das mal jemand ausprobiert?


      Gruesse, klw
    • Gute Argumente – vor allem die Sache mit dem Stift überzeugt aus eigener Erfahrung. Das mit der Sprachnotiz hab ich noch nie probiert (ich bin noch nicht einmal auf die Idee gekommen), aber ist eigentlich eine sehr gute Idee :)


      Gruesse, klw
    • Moin,

      Ich nutze zwar gelegentlich auch noch das kleine analogbook, aber meist nutze ich das Smartphone. Ich habe seit Jahren die Samsung Note - Modelle, da sie bereits einen Digitizer integriert haben. Ich schreibe lieber, als dass ich tippe...

      Dafür habe ich mir in der Notizfunktion ein extra "Buch" als Vorlage eingerichtet. Ich fotografiere mein Motiv mit dem Handy, füge es dort ein und kann direkt im Foto alle Belichtungszonen, Daten, Ort, Film, etc. eintragen. Das hilft mir sehr, nach der Entwicklung das Ergebnis (insbesondere hinsichtlich der Lichtstimmung) zu vergleichen/zu beurteilen und ich habe automatisch digital alle (ok, die meisten) meiner Negative katalogisiert.

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • Mit fixen Schema vorgedruckte Heftchen erweisen sich IHMO als ungeeignet. Ein Notizbuch flexibel, reproduzierbar und auf eigene Ansprüche zu führen, bedarf einer Methodologie; da muss man sich ein paar Gedanken machen :). Vielleicht noch folgenden Anregung, falls' für jemanden passt: Für die "EXIF" Daten benutze ich einen Aufkleber. Es gibt ja diese Adressaufkleber in allen möglichen Formaten, die man individuell bedrucken kann. Da hab' ich mein "EXIF" Schema drauf: Zeit, Blende, Ort, Filter, ... So'n Aufkleber kommt dann mit jedem Bild und mit den "EXIF"-Notizen beschrieben ins Notizbuch (die Aufkleber selbst sind in einem "Fach" am hinterem Ende des Buchs).

      Die Methode hat den Vorteil, dass die "EXIFs" einem Standard folgen, der Rest aber je Aufnahme individuell ist. Manche Aufnahmen benötigen nur die "EXIFs", andere noch Skizen oder weitere Notizen. Der "benötigte Platz" im Buch wird durch die individuelle Aufnahme determiniert. ...und so komm ich zurück zur Einleitung: Mit fixen Schema vorgedruckte Heftchen erweisen sich IHMO als ungeeignet :)
      The Print (click)
      MN
    • Aufsprechen auf Smartphone o-ä. finde ich nicht zielführend.

      Zum einen weiß ich später nicht mehr, welche Aufnahme das war und ich muß mich bei der Sprachaufzeichnung "durchwühlen", um das richtige Pendent zu finden. "Analog" mit Ringordner habe ich alle Aufnahmen parat. Die, die "nix ist", wird auf die Seite eingeklebt, dann weiß ich immer, welche Situation ich da gerade hatte. Das gute alte Notizbuch ist durch nichts zu ersetzen. Wir haben zwischenzeitlich einen ganzen Stoß davon, die schwierigsten Aufnahmesituationen habe ich mit selbstklebenden Zetteln (in unserem Falle gelb) markiert. In unserem Großbildseminat habe ich den Teilnehmern auch diese Hefte gezeigt und erläutert.

      Meine längste (Kirchen-) Aufnahme war im Winter bei Schneefall, Gesamt-Innenraum mit 3 Stunden Belichtungszeit. Mit einem 1000W Scheinwerfer habe ich immer mal wieder die dunklen Ecken ausgeleuchtet. Sieht man nach 3 Stunden ja nicht mehr. Film war der Kodak 64T, konvertiert auf Tageslicht. Alles wurde notiert, auch wie lange ich mit dem Scheinwerfer wohin geleuchtet hatte. Das war für mich seht wichtig bei einer späteren ähnlichen Situation. NICHT aufgeschrieben habe ich (weiß es aber noch...), daß ich zwischendurch in der hinteresten Reihe 2 belegte Brötchen und eine Flasche Bier verzehrt habe... Da kam auch der Pfarrer rein und fragte, ob ich gerade Mittagspause mache. Meine Antwort war, ne, ich belichte gerade.... War recht lustig und wir beide hatten recht kräftig gelacht....

      Gruß
      Winfried
    • Jockel123 wrote:

      @Winfried Berberich

      Ist die Aufnahme was geworden? Ist beim 64t bei einer so langen Belichtungszeit ein Schwarzschildeffekt bei der Belichtungszeit zu berücksichtigen?

      Ist die Ausleuchtung mit Kunstlicht nicht problematisch oder hattest du einen Blaufilter auf dem Scheinwerfer?

      Habe hier auch noch ein paar 64t rumliegen.
      Das war eine meiner schönsten Aufnahmen, aufgenommen auf 9/12. Der 64T hat einen Schwarzschildeffekt von 1/3 Blende ab 2 Sekunden und dann durchgehend über einige Stunden. Einfach 1/3 Blende öffnen und fertig! Die Scheinwerfer habe ich auf Kunstlicht belassen, sie sollten ja nur eine leichte Aufhellung bringen. Das ergab einen schönen warmen Ton. Kann sie leider momentan nicht zeigen, ich bin gerade in Mannheim. Foto kommt nach Ostern

      Gruß
      Winfried
    • Winfried Berberich wrote:

      Jockel123 wrote:

      @Winfried Berberich

      Ist die Aufnahme was geworden? Ist beim 64t bei einer so langen Belichtungszeit ein Schwarzschildeffekt bei der Belichtungszeit zu berücksichtigen?

      Ist die Ausleuchtung mit Kunstlicht nicht problematisch oder hattest du einen Blaufilter auf dem Scheinwerfer?

      Habe hier auch noch ein paar 64t rumliegen.
      Das war eine meiner schönsten Aufnahmen, aufgenommen auf 9/12. Der 64T hat einen Schwarzschildeffekt von 1/3 Blende ab 2 Sekunden und dann durchgehend über einige Stunden. Einfach 1/3 Blende öffnen und fertig! Die Scheinwerfer habe ich auf Kunstlicht belassen, sie sollten ja nur eine leichte Aufhellung bringen. Das ergab einen schönen warmen Ton. Kann sie leider momentan nicht zeigen, ich bin gerade in Mannheim. Foto kommt nach Ostern
      Gruß
      Winfried

      Hey

      Das ist ne Aufnahme die mich auch interessieren würde.
      Kli gt sehr spannend.
      The 11th Commandment
      And God said onto the people of the world: "Thou shallt not snap photos but shoot well"
    • klw wrote:

      Das größte Problem für mich ist nicht zu wissen welche Aufnahme in welchem Holder steckt – das sollte ich auf jeden Fall immer aufschreiben. Gerade für SW finde ich es auch hilfreich angepasst entwickeln zu können – was voraussetzt, dass man a) weiß in welchem Holder welcher Film steckt und b) wie die Aufnahmebedingungen waren. Zeit und Ort aufzuschreiben finde ich auch eine gute Idee. Zeit und Blende aufzuschreiben schadet sicherlich nicht, vor allem wenn man die Messungen ebenfalls dokumentiert.

      Zettel haben sich für mich in der Vergangenheit nicht bewährt, ein Notizbuch oder eine App wäre für mich vermutlich besser geeignet.

      Ich bin gerade über ein Foto Notizbuch gestolpert (»Analogbook«). Hat das mal jemand ausprobiert?
      Servus,

      das Analogbook hab ich mir anfangs auch mal überlegt, bin aber davon ab, da ich manche Infos nicht vollständig erfassen muss, andere dafür aber fehlen würden.
      Hab mir dann eigene Notizzettel erstellt, bei denen ich ein Feld habe, in das ich die Szene grob skizziere und darin dann die gemessenen Blendenwerte eintrage. Drumherum ist dann noch Platz für Aufnahmedaten (Ort/Objektiv/Film/etc.) und Zonensystem.
      Somit hab ich dann eine, für meine Arbeitsweise, angepasste Methode.



      Mit dem Skizzieren der Szene entfällt dann auch die Zuordnung nach dem Entwickeln. Wenn ich aber mal zu faul bin zu malen, dann hab ich zusätzlich die Kassetten durchnummeriert und kann das
      dann anhand der anderen Infos oder sonstiger Notizen zuordnen. Vorteil ist, dass ich dann auch die Kombination mit dem ZS habe und die eingetragenen Blendenwerte der Skizze dann mit Pfeilen einfach
      dorthin überführe. Also auch nochmal eine Hilfe um den Umfang der Szene ablesen zu können.

      Ansonsten gibt's für die Nummerierung div. Anleitungen für die Modifikation der Filmkassetten und irgendwo (ich glaube bei Catlabs) gab es auch mal ne Anleitung und ein Template damit man sich
      Nummern direkt auf den Film aufbelichten kann. Ich glaube, man musste das vornummerierte Template dort abfotografieren und konnte sich den Film mit den Zahlen dann entsprechend ausschneiden und einfach an die Lasche der Kassette kleben. Ich weiß jetzt nur nicht, ob die Halter dann auch modifiziert wurden um die Nummern im schwarzen Rand zu haben.

      Gruß
      Mario
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • Das wichtigste ist wohl (bei größeren Serien), die Kassetten richtig zu beschriften.
      Wir gehen folgendermaßen vor:

      1. Filmtyp (Ekta 100, T64 o.ä.)
      2. Belichtungszeit und WELCHE es ist (normal, also gemessen, heller (wieviel), dunkler (wie viel)
      3. Bezeichnung, welche zuerst entwickelt werden soll (muß nicht unbedingt die ausgemessene sein, man kann sich ja mal auch unschlüssig sein, dann wird die dunkelste mal auch 1 Blende gepuscht) um zu sehen, "was drauf ist".

      Gruß
      Winfried