Mattscheibe mit verschiedenen Körnungen

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    • Mattscheibe mit verschiedenen Körnungen

      Servus,

      da der Thread von @ekech zeitweise in Richtung Mattscheibenherstellung abzudriften drohte, starte ich hier mal ein neues Thema.

      Im anderen Bastelthread wurde an einer Stelle bzgl. der Körnung erwähnt, dass grob = heller und fein = mehr Detail bedeutet.
      Das hat mich zur Überlegung gebracht, ob es nicht auch sinnvoll/möglich sein kann, eine Mattscheibe mit "Multikörnung" (patent pending :D ) herzustellen. Also quasi einen schmalen Rand entlang grob zu schleifen um den dunkleren Randbereichen
      entgegenzuwirken. Die Mitte würde dann feiner geschliffen um dort dann zum Fokussieren mehr Detail zu haben.
      Eine Mattscheibe hab ich schon geschliffen und das hat auch extrem gut geklappt. Für die Neue würde ich dann einfach die Ränder abkleben und die Mitte fein schleifen, danach die Mitte abkleben und die Ränder grob schleifen.

      Jetzt wird der findige Forent sicher sagen: "Schneide doch einfach die Ecken der Mattscheibe ab und gut is."
      Die Idee ist mir zwar auch gekommen, aber bei dieser Methode würde ich ja nur sehen, dass eine Vignettierung vorliegt, nicht aber wie stark Diese ausgeprägt ist, oder?
      Eine Randunschärfe im Motiv (z.B. bei gekippter Bildstandarte) würde ich ja dann auch eher erkennen können.
      Ach ja, eine Fresnel-Linse hab ich auch drin, aber manchmal reicht mir das nicht aus.

      Daher die üblichen Fragen ob man das so machen kann oder wer das schon mal ausprobiert hat und welche Pros/Kontras es gibt.
      Vielleicht ist das ja auch kompletter Schwachsinn, aber man lernt ja nie aus.

      Gruß
      Mario
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • Ich weiss nicht wie groß der Unterschied tatsächlich sein würde, aber auf einen Versuch käme es an :)

      Wenn Du erst die ganze Scheibe mit 400er schleifst und danach die Mitte »Kreisförmig« mit 600er (geht schneller wenn schon vorgeschliffen ist) sollte sich evtl. sogar ein Übergang machen lassen. Wenn es nicht gefällt, kannst Du hinterher einfach die ganze Scheibe in der präferierten Körnung nachschleifen.


      Gespannt, klw
    • Die erste Frage wäre für mich erst einmal, wie groß denn der Helligkeitsunterschied bei unterschiedlicher Körnung, aber definiertem Objektiv, definiertem Auszug und ohne Verstellungen tatsächlich ist - zentral und am Rand.
      Nehmen wir an, der Helligkeitsunterschied wäre tatsächlich sichtbar, dann könntest du eine Kompensation des Helligkeitsabfalls zum Rand hin erreichen. Aber halt nur für genau die definierten Bedingungen.
      Sobald Du an Brennweite, Auszug oder Verstellungen etwas änderst, müsstest Du gedanklich Deine Mattscheibenkompensation herausrechnen, um den echten Randabfall beurteilen zu können.
    • klw wrote:

      Ich weiss nicht wie groß der Unterschied tatsächlich sein würde, aber auf einen Versuch käme es an

      Wenn Du erst die ganze Scheibe mit 400er schleifst und danach die Mitte »Kreisförmig« mit 600er (geht schneller wenn schon vorgeschliffen ist) sollte sich evtl. sogar ein Übergang machen lassen. Wenn es nicht gefällt, kannst Du hinterher einfach die ganze Scheibe in der präferierten Körnung nachschleifen.
      Danke für den Tipp...muss mal schauen, wo ich das feinere Schleifmittel hingetan habe. Da scheitert es gerade am Finden. Auf einen ersten Versuch würde ich es dann aber ankommen lassen.

      ekech wrote:

      Die erste Frage wäre für mich erst einmal, wie groß denn der Helligkeitsunterschied bei unterschiedlicher Körnung, aber definiertem Objektiv, definiertem Auszug und ohne Verstellungen tatsächlich ist - zentral und am Rand.
      Nehmen wir an, der Helligkeitsunterschied wäre tatsächlich sichtbar, dann könntest du eine Kompensation des Helligkeitsabfalls zum Rand hin erreichen. Aber halt nur für genau die definierten Bedingungen.
      Sobald Du an Brennweite, Auszug oder Verstellungen etwas änderst, müsstest Du gedanklich Deine Mattscheibenkompensation herausrechnen, um den echten Randabfall beurteilen zu können.
      Mir ist gerade eingefallen, dass meine alte Mattscheibe einen kleinen Bereich in der Mitte hatte, der etwas feiner war. Muss zuhause mal schauen wie hell/fein das im Gegensatz zum Außenbereich war und ob sich das dann entsprechend lohnt. Ich meine aber, dass es nicht viel Unterschied gab.

      Danke auch für den zweiten Teil deiner Antwort...Das hatte ich nicht aus meinem Unterbewusstsein nach oben geholt. Ich würde das dann primär für 90mm Brennweite konfigurieren, da das mein weitestes Objektiv ist, ich die Brennweite gerne nutze und es dort schon recht schnell kritisch wird.
      Aber klar, das sind schon recht viele Variablen. Primär geht es mir nur um eine erste Einschätzung um schneller/deutlicher zu sehen, wann und wie weit die Vignette sichtbar wird (also wann z.B. die obere/untere Bildkante "kritisch" vignettiert). Daher mal mit dem 90er auf unendlich in Kombination mit hoch/tief-shift und evtl. leichte Verkippung.

      Bis dahin erstmal danke und wenn ich was zu berichten bzw. das feine Schleifmittel gefunden habe, dann geb ich nochmal bescheid.
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • klw wrote:

      Die richtige Formulierung wäre wohl nicht das die gröbere Matscheibe heller, sondern das die feiner geschliffenen etwas dunkler sind…
      Aber wir wissen ja, was gemeint ist...Somit wurde niemand verwirrt zurückgelassen :D .

      animaux wrote:

      Ich meine gelesen zu haben dass der eine amerikanische Mattscheibenschleifer immer noch fragt, welches Objektiv benutzt wird, da er den Schlidd dann speziell darauf anpassen kann. Mir fällt nur gerade der Name nicht ein …
      Wenn dir der Name einfällt, gerne. Allerdings sitze ich seit der ersten selbstgeschliffenen Mattscheibe auf einer nicht haushaltsüblichen Menge Schleifmittel (<1Kg Gebinde habe ich nirgends gefunden).
      Damit werde ich einfach mal experimentieren.
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • mec wrote:

      Allerdings sitze ich seit der ersten selbstgeschliffenen Mattscheibe auf einer nicht haushaltsüblichen Menge Schleifmittel (<1Kg Gebinde habe ich nirgends gefunden).
      Damit werde ich einfach mal experimentieren.
      klasse, wir bekommen hier einen Spezialisten für's Mattscheibenschleifen :)
    • Ach Jungs. Wenn Ihr doch nur nicht so weit weg wohnen tätet. Ich könnte Euch von dem Silicium Carbid Schleifpulver einen Fingerhut voll abgeben. An meinem Arbeitsplatz ist von der Körnung 150 bis 1200 alles in 25 Kilogramm Säcken vorhanden. Für Feineres dann Diamanten.