Der 20x24 inch Vergrösserer

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    • In der Photo Klassik I.2019 ist ein Bericht über die Herstellung des Heiland Mamont 20x24" Vergrösserer. Jetzt ist er also fertiggestellt und tut seine Arbeit in Russland.

      Das Ding wird sicherlich ein Vermögen kosten und die Fläche, wo sich Staubpartikel niederlassen können ist riesig. Aber faszinierend ist es allemal.
    • Ich meinte irgendwo in Schweden gibt es schon länger einen, bin aber nicht mehr sicher, ob der Vollendet wurde oder nur in Arbeit war und dann abgebrochen wurde!

      FG Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • so geil das natürlich aus technischer sicht ist, so abgedreht erscheint mir das vorhaben heutzutage einen derartigen vergrößerer in D (Wetzlar) zu entwickeln.

      -ihr meint selbst, dass es nur -schhlechter- werden wird... übermorgen kostet deren 20x24 Film das dreifache.. und dann?
      -die vergrößerung ist eigentlich lächerlich klein im video (x1.5 vielleicht) - für eine derartige vergrößerung so ein aufwand. der vergrößerer lohnt sich doch erst ab metergroßen abzügen... also fast schon hausfassaden - für das geld müsste man rein wirtschaftlich gedacht täglich derartige riesenabzüge machen

      so ein enormer aufwand, für was? prestige? der einzige grund der mir einfallen würde.
    • Phasma wrote:

      die vergrößerung ist eigentlich lächerlich klein im video (x1.5 vielleicht) - für eine derartige vergrößerung so ein aufwand. der vergrößerer lohnt sich doch erst ab metergroßen abzügen... also fast schon hausfassaden - für das geld müsste man rein wirtschaftlich gedacht täglich derartige riesenabzüge machen
      Den Abzug fand ich auch eher so mittel und er steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, der vorab betrieben wird. Der Kollege hier kommt mit 4x5 auf den erwähnten, metergroßen Abzug. Und da sieht man
      auch, dass er das Papier ordentlich durch die Bäder prügeln muss um eine Qualität zu erreichen, die dem ganzen Prozess auch gerecht wird.
      Bei so einem Geschoss ist das Säubern der Gläser/Negative etc. auch (wie immer eigentlich) nur ein Schritt von vielen. Ich finde es daher schade, dass die Leute im hier gezeigten Video das Handling auf ein Podest stellen als wäre es der Heilige Gral und danach kommt nichts.
      Das Potential des Vergrößerers und der Negative kommt hier nicht wirklich rüber. Wenn es aber bloß um ein 'show and tell' ging, dann Hut ab.

      Gruß
      Mario

      Edit: Gerade den Titel des Videos nochmal gelesen: "First 20x24" enlargement"...Somit also nur ein erster Test.
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • Phasma wrote:

      ihr meint selbst, dass es nur -schhlechter- werden wird... übermorgen kostet deren 20x24 Film das dreifache.. und dann?

      ich glaube wer mehrere zehntausend euro für einen vergrößerer auszugeben bereit ist, den interessieren filmpreise 0. außerdem: ist russland! da sitzt bei einigen der rubel sehr locker, wenn der distinktionsgewinn nur groß genug ist.

      Phasma wrote:

      der vergrößerer lohnt sich doch erst ab metergroßen abzügen... also fast schon hausfassaden - für das geld müsste man rein wirtschaftlich gedacht täglich derartige riesenabzüge machen

      stimmt. aber: wer hängt schon -so lange er noch ganz bei trost ist - barytabzüge ins freie?

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      bleibt also (mal abgesehen von der fotografischen selbstbefriedigung solche vergrößerungen an den eigenen wänden hängen zu haben) nur das vergrößern für sammler oder für galerien. da kommt aber das immer wieder gern von mir vorgebrachte "retuscheproblem" zum tragen:

      was nützt mir ein knackscharfer, tonal atemberaubender 2 x 2,4-meter-abzug (oder meinetwegen auch nur 2fach vergrößert: 1 x 1,2meter) von einem 50x60-negativ, wenn ich ihn nicht perfekt retuschiert bekomme? ob sich das die jungs vorher überlegt haben? hoffentlich hatten sie nicht nur die asche für den vergrößerer, sondern auch noch genug geld, um in den USA die mittlerweile einzig noch am markt verbliebenen wirklich tauglichen retuschefarben erwerben zu können. und zwar in literabfüllungen, bei der positivgröße.

      wer mal nur einen barytabzug in der größe 30x40cm perfekt ausgefleckt hat weiß, was für eine arbeit das ist. es dauert ewig und ist unfassbar anstrengend auch körperlich (permanente muskuläre anstrengung und konzentration; mit besten grüßen vom eigenen rücken). denn eine vergrößerung potenziert ja nicht nur die vorzüge einer vorlage, sondern auch deren nachteile. und je größer dieser prozess angelegt ist um so größerer ist das eben auch alles sichtbar.

      als sammler erwarte ich für meine tausende von euro (so viel muss eine vergrößerung in diesen dimensionen einfach kosten, alles andere wäre wirtschaftlich gesehen kompletter unfug) ein in JEDER hinsicht an perfektion grenzendes bild. dazu gehört dann eben auch die wirklich aus jedem blickwinkel und bei jedem beleuchtungsverhältnis völlig unsichtbare retusche. sonst kann man sich auch gleich einen makellosen digi-print auf fine-art-baryt rauslassen.

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      ein 800er ronar als vergößerungslinse: irre. ich hab diesen brocken (wiegt 5,35 kg) auch hier rumliegen. seit jahren ungenutzt. jetzt weiß ich endlich, wofür ich ihn einsetzen könnte :P
    • renros wrote:

      stimmt. aber: wer hängt schon -so lange er noch ganz bei trost ist - barytabzüge ins freie?
      das war natürlich nicht ernst gemeint! - nur wo hängt man viele meter große abzüge sonst hin

      wir stimmen also in sofern alle überein, dass das ganze zwar mega cool ist und auch großen respekt verdient etc... aber es auch höchst fragwürdig ist, für was genau so ein vergrößerer Sinn macht.

      die Leichte vergrößerung im Video mag nur ein Test sein, aber wenn sie die Maschiene da im vollem umfang nutzen wollen, dürfen sie sich auch direkt noch einiges an neuem Equipment zum entwickeln zulegen (in den größen sicherlich auch custom) - denn der jetzige druck bringt deren Gefäße schon ans kapazitätmaximum...
    • renros wrote:

      perfekt retuschiert
      Das Thema Retusche ist sehr interessant.
      Ich habe in einer Galerie einen Sammler erlebt, der ein Foto nicht kaufen wollte, weil es Retuscheanzeichen hatte; er wollte einen Abzug ohne Retusche. In einer Ausstellung mit Originalvergrößerungen von Robert Häusser war die Retusche sehr deutlich, der hatte sich überhaupt keine Mühe gegeben, sie zu verbergen (das gilt auch für alte Originalarbeiten von z.B. Porträtfotografen, die Retusche ist deutlich zu sehen).


      renros wrote:

      als sammler erwarte ich für meine tausende von euro (so viel muss eine vergrößerung in diesen dimensionen einfach kosten, alles andere wäre wirtschaftlich gesehen kompletter unfug) ein in JEDER hinsicht an perfektion grenzendes bild. dazu gehört dann eben auch die wirklich aus jedem blickwinkel und bei jedem beleuchtungsverhältnis völlig unsichtbare retusche. sonst kann man sich auch gleich einen makellosen digi-print auf fine-art-baryt rauslassen.
      Wenn der Barytabzug genauso perfekt aussieht wie der Ausdruck, wo ist dann der Unterschied? (Ein Teppichexperte meinete mal zu meiner Anmerkung, das perfekte sehr kleine Muster eines Perserteppichs hätte an einer Stelle eine Unregelmäßigkeit: " Nur Allah ist perfekt"). Sollte man Handwerk erkennen können an kleinen Unperfektionen, die gerade den Unterschied zur industriellen Produktion ausmachen (neben anderen Aspekten).

      renros wrote:

      wer mal nur einen barytabzug in der größe 30x40cm perfekt ausgefleckt hat weiß, was für eine arbeit das ist
      Und je weniger vergrößert wurde, desto kleiner sind die Artefakte, die entfernt werden müssen (neben einem guten Pinsel braucht man vor allem gute räumliche Sicht, sonst trifft man nicht). Ich meine, es gibt noch die Lasurfarbe der Firma Schmincke. Die fand ich für die Retusche immer sehr gut handhabbar (ich habe gerade nachgeschaut: bei Impex Eiweiß-Lasur für Retusche) und nur bei schrägem Blickwinkel unter bestimmten Lichtverhältnissen ist eine kleine Verfärbung an der Oberfläche sichtbar. Die Farbe zieht ein, also bleibt die Oberfläche der Vergrößerung erhalten. (Wer diese Farbe nicht kennt: Einige Tropfen - Anthrazit für SW - auf eine Unterlage und dann trocknen lassen. Mit wenig feuchter Pinselspitze eine Winzigkeit von der trockenen Farbe nehmen und dann tupfen, bis die Deckung den gewünschten Ton annimmt - das geht auch für sehr helle Bildpartien)
    • Diesch wrote:

      renros wrote:

      perfekt retuschiert
      Das Thema Retusche ist sehr interessant.Ich habe in einer Galerie einen Sammler erlebt, der ein Foto nicht kaufen wollte, weil es Retuscheanzeichen hatte; er wollte einen Abzug ohne Retusche. In einer Ausstellung mit Originalvergrößerungen von Robert Häusser war die Retusche sehr deutlich, der hatte sich überhaupt keine Mühe gegeben, sie zu verbergen (das gilt auch für alte Originalarbeiten von z.B. Porträtfotografen, die Retusche ist deutlich zu sehen).


      renros wrote:

      als sammler erwarte ich für meine tausende von euro (so viel muss eine vergrößerung in diesen dimensionen einfach kosten, alles andere wäre wirtschaftlich gesehen kompletter unfug) ein in JEDER hinsicht an perfektion grenzendes bild. dazu gehört dann eben auch die wirklich aus jedem blickwinkel und bei jedem beleuchtungsverhältnis völlig unsichtbare retusche. sonst kann man sich auch gleich einen makellosen digi-print auf fine-art-baryt rauslassen.
      Wenn der Barytabzug genauso perfekt aussieht wie der Ausdruck, wo ist dann der Unterschied? (Ein Teppichexperte meinete mal zu meiner Anmerkung, das perfekte sehr kleine Muster eines Perserteppichs hätte an einer Stelle eine Unregelmäßigkeit: " Nur Allah ist perfekt"). Sollte man Handwerk erkennen können an kleinen Unperfektionen, die gerade den Unterschied zur industriellen Produktion ausmachen (neben anderen Aspekten).

      renros wrote:

      wer mal nur einen barytabzug in der größe 30x40cm perfekt ausgefleckt hat weiß, was für eine arbeit das ist
      Und je weniger vergrößert wurde, desto kleiner sind die Artefakte, die entfernt werden müssen (neben einem guten Pinsel braucht man vor allem gute räumliche Sicht, sonst trifft man nicht). Ich meine, es gibt noch die Lasurfarbe der Firma Schmincke. Die fand ich für die Retusche immer sehr gut handhabbar (ich habe gerade nachgeschaut: bei Impex Eiweiß-Lasur für Retusche) und nur bei schrägem Blickwinkel unter bestimmten Lichtverhältnissen ist eine kleine Verfärbung an der Oberfläche sichtbar. Die Farbe zieht ein, also bleibt die Oberfläche der Vergrößerung erhalten. (Wer diese Farbe nicht kennt: Einige Tropfen - Anthrazit für SW - auf eine Unterlage und dann trocknen lassen. Mit wenig feuchter Pinselspitze eine Winzigkeit von der trockenen Farbe nehmen und dann tupfen, bis die Deckung den gewünschten Ton annimmt - das geht auch für sehr helle Bildpartien)

      ich kann da gern näher drauf eingehen. allerdings ungern in diesem thread, weil OT. wenn du also einen eröffnen möchtest: ich wäre dabei.

      wobei ich mir sicher bin, das wir dieses thema hier im forum sicherlich schon mindestens einmal erörtert haben.