Verschlußzeiten vermessen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Verschlußzeiten vermessen

      Hallo Kollegen!

      Bei einem Angebot (hier im Forum ...?) habe ich gesehen, daß der Verkäufer die tatsächlichen Verschlußzeiten vermessen und auf der Platine notiert hatte.

      Nette Sache, das wollte ich auch.
      Daher habe ich mir einem kleinen Aufbau gebastelt, um mit Hilfe einer Fotodiode die tatsächliche Öffnungszeit zu bestimmen. So far so - nicht schlecht, ein paar Überraschungen waren aber dabei, die die Frage aufgeworfen haben, ob es dafür eigentlich einen "genormten" Aufbau gibt. Oder ein "best practice" ....

      Und habt Ihr Erfahrungen mit Varianzen bei mehrfacher Auslösung (des selben Verschlusses) bei gleichbleibender Zeiteinstellung? Was darf ich da erwarten / tolerieren?


      Mit Gruß & Dank
      Stefan
    • Rolf wrote:

      Hallo Stefan,
      berichte mal von Deinem Aufbau und von Deinen Überraschungen!
      Gruß
      Rolf
      Ich habe länger überlegt, ob ich mir eine Lösung zulege, die mit Schall funktioniert. Da wird das Klicken aufgezeichnet und entweder manuell oder automatisch die Zeit zwischen klick und klack gemessen.

      Mein Aufbau war dann aber optisch.
      Eine OPL810 (Fotodiode mit nachgeschaltetem Verstärker) aus dem Bauteilschatzkästchen und mein funkelniegelnagelneues Sexspielzeug für Nachrichtentechniker (ein Keysight-Ozsi mit dem man sogar reden kann).

      Ich verfüge über vier Verschlüsse, je ein Copal 0, Colpal 1, Compur electronic 3 und so ein Polariod Selbstaufziehding.
      Copal #0 ind #1 haben ganz gut funktioniert, bei den kurzen Zeiten auch mal eine Blende daneben. Aber die Zeiten waren recht konstant.

      Der Polaroid-Verschluß war auch hinreichend genau, bei der 1/15s aber eine sehr starke Streuung von fast +1 Stop. Manchmal paßts, dann wieder zu lange. Die Einstellung sollte ich meiden.

      Eine besondere Überraschung war der große Compur electronic 3. Leider nicht das Präzisionswunder, von dem ich gelesen hatte (oder geträumt??). Bei 1/125 eine halbe Blende zu lang, bei 1/60 nicht ganz eine viertel Blende. Ist ok, Zeiten > 1s habe ich nicht vermessen.
      Bei 1/200s (schnellste Verschlußzeit) jedoch wird's bitter. Die Öffnungszeit schwankt wild um locker eine Blende in beide Richtungen. Und zwar als Notzeit (ohne Batterie), mit einer neuen CR2 Batterie oder auch einem Netzgerät als Batterieersatz. Das ist unbrauchbar. Hmmmm.

      Um Fehlmessungen durch blinkende Leuchtkörper (Leuchtstofflampen, ...) zu vermeiden, habe ich eine LED Arbeitsleuchte verwendet. Die Blende war natürlich immer ganz offen.

      Die Messungen waren recht aufschlußreich und vielleicht auch die Erklärung, warum die Belichtung "gefühlt" manchmal nicht so ganz dort lag, wo ich das wollte. Jedenfalls wieder ein Unsicherheitsfaktor eliminiert. (irgendwann habe ich keine Ausreden mehr *ggg*).


      Gut Licht
      Stefan