Erfahrungen mit Heiland LED Modul?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Erfahrungen mit Heiland LED Modul?

      Moin moin,

      Nutzt jemand von euch eines der LED-Module von Heiland im Labor (egal ob für KB, MF, GF, ULF)? Sofern ja, welche Erfahrungen hinsichtlich des Nutzens habt Ihr gemacht (bitte lasst uns an dieser Stelle nicht über den Preis diskutieren).

      Welche Vor-, aber auch Nachteile habt ihr gefunden?

      Seht ihr einen Unterschied zwischen dem Nacheinander bzw. dem gleichzeitigen Belichten mit den Farb-leds?

      Auf welche Belichtungszeit kommt ihr Durchschnittlich für einen Print von 30x40 (Grundbelichtungszeit?)

      Hat jemand ein solches Modul auch für Farbvergrößerungen im Einsatz? Sofern ja, welche Vor- und Nachteile seht Ihr gegenüber regulären Halogenlampen?

      Vielen Dank im Voraus,
      Friedrich
    • Hallo Friedrich,

      wir setzen das Heiland-Splitgrade-System bei unseren Workshops im Rahmen der PhotoKlassik Akademie und haben es sowohl mit Kleinbild-, wie auch mit Mittelformat-Vergrößerern im Einsatz.

      Du musst allerdings zwei Systeme unterscheiden, wie das Splitgrade-System aufgebaut sein kann:

      - Im ersten Fall wird der Vergrößerer um ein Filtermodul ergänzt, das in den bisherigen Farbkopf oder Multikontrast-Kopf eingebaut wird. Je nach Hersteller des Vergrößeres kannst Du das selbst erledigen oder der Kopf wird von Heiland umgebaut. Das Filtermodul erledigt dann im Zusammenspiel mit der Steuerung die automatisierte Belichtung- und Gradationsmessung und stellt die Belichtung mit den zwei Farben Magenta und Yellow ein. Die Lichtquelle ist weiterhin die im alten Kopf bereits vorhandene Lichtquelle, z.B. die Halogenbeleuchtung mit allen Vor- und Nachteilen (relativ günstige Leuchtmittel, Hitzeentwicklung, ...).

      - Die zweite Möglichkeit besteht darin, anstelle der vorhandenen Lichtquelle und eines Filtermoduls ausschliesslich eine Kaltlichtquelle einzusetzen. Diese erzeugt dann sowohl das Licht, als auch die unterschiedlichen Farben für das Splitgrade-System , d.h. Belichtungen mit Magenta und Yellow, sowie Weisslicht und Rotlicht. Vorteil ist die fehlende Hitzeentwicklung und die Langlebigkeit der LEDs im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln.
      Auch für Farbvergrösserungen lässt sich die Kaltlichtquelle verwenden, man benötigt dazu dann allerdings ein weiteres/anderes Steuergerät.

      Das aufeinanderfolgende Belichten mit Yellow und Magenta ermöglicht es, gezielt unterschiedliche Gradationen in Teilbereichen des Bildes zu erzeugen. Da die Belichtung auch in mehreren Schritten gemacht werden kann, ergeben sich so vielfältige Einflussmöglichkeiten.

      Hinsichtlich der Belichtungszeiten verhalten sich die Kaltlichtquellen ähnlich wie die originalen Leuchtmittel. In der Regel sollte man bei Gesamtzeiten von 20-30 Sekunden landen (bei entsprechender Blende), damit man auch ausreichend Zeitreserven zum Abwedeln und anderen Manipulationen hat.

      Wenn Du einmal mit Splitgrade gearbeitet hast, magst Du es nicht mehr hergeben... ;)

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Hallo,

      wir verwenden den Heiland LED Kopf und den Splitgrade Controller im Format 8x10 inch. Ich bin schwer begeistert. Das LED Licht ist sehr hell, bzw intensiv. Es lassen sich extrem kurze Belichtungszeiten realisieren, die dank dem Controller perfekt gefiltert sind. Gerade bei uneinheitlich entwickelten Negativen (Studenten) läßt dank mehrfach Messung mit dem Controller sehr schnell ein ansehnliches Ergebnis erzielen. Das senkt den Materialverbrauch erheblich.
    • rummenigge2 schrieb:

      Hallo,

      wir verwenden den Heiland LED Kopf und den Splitgrade Controller im Format 8x10 inch. Ich bin schwer begeistert. Das LED Licht ist sehr hell, bzw intensiv. Es lassen sich extrem kurze Belichtungszeiten realisieren, die dank dem Controller perfekt gefiltert sind. Gerade bei uneinheitlich entwickelten Negativen (Studenten) läßt dank mehrfach Messung mit dem Controller sehr schnell ein ansehnliches Ergebnis erzielen. Das senkt den Materialverbrauch erheblich.
      Habt ihr damit auch Farbvergrößerungen gemacht?
    • Urnes schrieb:

      Hallo Andreas,

      du musst dann aber für die Kaltlichtquelle noch den Splitgradecontroller separat kaufen, oder? Wenn der Kopf einfach auf Splitgrade umgebaut wird ist der Controller mit dabei?
      Zusätzlich zur Kaltlichtquelle wird immer noch der Splitgradecontroller benötigt, das ist richtig.

      Bei den "Splitgrade-Systemen" ist der Controller mit Lichtsensor, Fußschalter und Kabeln jeweils im Lieferumfang enthalten.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Markus schrieb:

      rummenigge2 schrieb:

      Hallo,

      wir verwenden den Heiland LED Kopf und den Splitgrade Controller im Format 8x10 inch. Ich bin schwer begeistert. Das LED Licht ist sehr hell, bzw intensiv. Es lassen sich extrem kurze Belichtungszeiten realisieren, die dank dem Controller perfekt gefiltert sind. Gerade bei uneinheitlich entwickelten Negativen (Studenten) läßt dank mehrfach Messung mit dem Controller sehr schnell ein ansehnliches Ergebnis erzielen. Das senkt den Materialverbrauch erheblich.
      Habt ihr damit auch Farbvergrößerungen gemacht?
      Nein.
    • Urnes schrieb:

      Ja. Genau. Es ging um den Spaßfaktor. Definitiv.
      Das hatte ich tatsächlich überlesen...

      Danke auch für die mir bisher nicht bekannte Interpretation des Wortes "immer". =>"Zusätzlich zur Kaltlichtquelle wird immer noch der Splitgradecontroller benötigt"


      Ich sollte meine Beiträge künftig etwas sorgfältiger verfassen...
      (Meine Frau sagt bei sowas immer: ach was, ein einfaches Danke hätte doch genügt)
    • Andreas schrieb:

      Zusätzlich zur Kaltlichtquelle wird immer noch der Splitgradecontroller benötigt, das ist richtig.
      Nee, das ist nicht richtig. Man kann die Kaltlichtquelle auch ohne Splitgradecontroller steuern; und zwar hiermit oder hiermit (je nach Farbe oder SW).

      Splitgrade kann man auch ganz einfach ohne Controller machen. Die, die gerne Belichtungsautomatik an der Kamera benutzen, machen das vielleicht auch in der Dunkelkammer. Aber unterschiedliche "Grades" kann man auch ganz einfach manuell belichten.

      In dem Video unten sieht man ab ca. 2.30, ein wenig von der Bedienung:



      ...ich benutze eine Kaltlichtquelle 4x5".
      The Print (click)
      MN
    • Andreas schrieb:

      Da hast Du recht, Mike. Ich hätte präziser sagen sollen, dass zusätzlich noch eine Steuerung für das Kaltlicht benötigt wird. Neben dem Splitgradecontroller ist dies auch mit den von Dir genannten Steuergeräten möglich.
      No hay problema :)


      edewolf schrieb:

      Welche Vor-, aber auch Nachteile habt ihr gefunden?
      Also ich kann nur für den SW Workflow sprechen:

      Vorteile:
      • Gleichmäßige Ausleuchtung der Fläche
      • Präzise Bildreproduktionen bei gleichen Parametern möglich
      • Ergiebiges (fast zuviel) Licht
      • Keine massiven Trafos notwendig
      • Stille in der Duka - kein Lüfter am Vergrößerer notwendig
      • Kein Rotlichfilter mehr notwendig (man schaltet die Lampe einfach auf "Rot"; hat ein paar Vorteile beim "Wedeln")
      • Kompatibel zu "RH Design" ZoneMaster/StopClock
      • Extrem einfacher Einbau
      • Exzellenter Support, ob per Email oder Telefon
      Nachteile: (jammern auf hohem Niveau)
      • Das Design des Steuergeräts scheint ein wenig aus der Zeit geraten
        • Klobige Steckverbindungen
        • Ziemlicher "Kabelhaufen" (zusammen mit Timer und Belichtungsmesser)
        • Für Rotlicht, Gradation und Focuslicht, gibt's einen Drehschalter, den man "unendlich" nach links oder rechts drehen kann. So muss man immer aufs Display schauen, was man gerade aktiviert hat. Ich hätte lieber drei definierte Positionen, die man auch "blind" bedienen kann.
      • Die Lichtintensität kann man über 2 Blenden steuern; Ich hätte gerne mehr
        • Zu viel Licht, muss man ggf. durch Graufilter steuern (In der Regel will man lieber lange Belichtungszeiten, um mehr Raum für Bearbeitungen zu haben)


      Cheers
      The Print (click)
      MN
    • Moin Moin,

      Ich danke euch sehr für eure Erfahrungen und Gedanken, so sortiert es sich schon etwas...

      @Andreas: Ich benutze schon seit Jahren das "normale" Splitgradesystem mit dem Controller... und ja... Ich will nie wieder ohne ;)

      @MikeN: Ich liebe den klobigen, dafür sehr aufgeräumten "Kasten", aber mir fehlt ein Steuerrad, wie bei einer guten Stereoanlage, das wäre noch deutlich intuitiver, als Tasten-getippe.

      Ich möchte gern auf 50x60 mit MGW und 100x120 mit MGIV RC gehen. Da ich letzteres bei mir nur mit Boden-/Wandprojektion umsetzen kann, hatte ich etwas auf eine höhere Lichtausbeute der LED's gegenüber Halogenstrahlern gehofft. Bei den bisherigen Versuchen mit großen Lappen bin ich dann meist schon im Wirkungsbereich des Herrn Schwarzschild, was die genaue Plan-/Berechenbarkeit bei mehreren Teil-Nachbelichtungen deutlich erschwert hat. Aber die von Andreas beschriebenen Zeiten passen bei f8-11 ziemlich genau zu denen der Halogenlampen... Mal schauen...

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich

      Ach ja, etwas OT zum Thema LED, aber: Ich nutze den Splitgrade Controller manuell am L1200 mit Einstellung der Farbfilter am Farbmischkopf. Das ewige Gekurbel an den Filterarmen macht mich regelmäßig Wahnsinnig. Aber im Vergleich zu den normalen Ilford MG-Filtern für Schubladen oder unterm VG-Objektiv erhalte ich ca. eine Gradation härter mit den eingebauten Filtern. Habt Ihr alternative Ideen/andere Filter, welche ebenso eine höhere Gradation ohne Kurbeln ermöglichen? Und nein, das LED-Modul für den 1200 ist nicht drin...
    • hm, das wäre natürlich eine Option, aber dann müsste ich auch wieder für nicht wenig Geld erst beide Komponenten beschaffen...

      Gibt es nicht auch Filter, wie jene aus dem Farbmischkopf des L1200, die man unter das VG Objektiv schnallen kann? Da ich auch gern mit Farbnegativfilm arbeite, möchte ich ungern jedes Mal den riesigen Kopf ab-/umbauen müssen. Ideal wären daher hochwertige Filter, die wie die Ilford Filter einfach in eine Filterschublade gesteckt werden können.

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • edewolf schrieb:

      Das ewige Gekurbel an den Filterarmen macht mich regelmäßig Wahnsinnig.
      Falls Du einen CLS 501 verwendest und mit Split-Belichtungen arbeitest (also nur mit den Maximalwerten von Yellow/Magenta), dann gäbe es zumindest einen Workaround, der Dir das Gekurbel erspart.

      Du kannst aber auch mit Aufnahmefiltern in grün und blau unter dem Objektiv arbeiten. Also hochwertige Glasfilter in passendem Durchmesser. Die genauen Filterwerte habe ich irgendwo. Gibt's von TIFFEN.