DURCHLAUFERHITZER: TIPPS ODER EMPFEHLUNGEN

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    • Moin,

      ich antworte mal kurz, weil ich doch noch was zum Waessern schreiben muss.

      Also slightly off-topic, ein wenig Exkurs:

      renros wrote:

      cherub wrote:

      Fuer die Spuelzeit macht es keinen Unterschied, ob es 295K oder nur 280K hat.
      da wäre ich äußerst skeptisch. um´s mal vorsichtig zu formulieren. dieser von dir beschriebene unterschied in der temperatur (für nicht-kelvinisten: ca. 7 oder 22 grad Celsius wassertemperatur) macht, wenn es um´s archivfeste wässern geht einen riesenunterschied. ich behaupte sogar: mit 7 grad kaltem wasser ist eine archivfeste waschung unmöglich. wenn du dieses ziel mit so kalten wasser erreichen möchtest musst du unmengen von wasser über einen sehr langen zeitraum über das papier laufen lassen. dabei schädigst du dir dann aber wieder deine emulsion. denn zu langes wässern ist ebenso kontraproduktiv wie zu kurzes.

      Ich muss einschraenkend zugeben, dass meine Formulierung nicht genau genug war; und missverstaendlich hinzu. Also: ich kaeme nicht (mehr) auf die Idee mit laufendem Wasser zu spuelen. Da je nach Papier ein groesseres Hindernis zu ueberwinden ist, brauchen die Thiosulfat-Ionen schlichtweg genuegend Zeit die Grenzflaechen zu ueberwinden. Bei mir heisst spuelen also "im bewegten Wasser stehen"; und "kein Unterschied" ist auch uebertrieben. Genauer waere: "praktisch" keinen Unterschied. Und die Kelvin-Werte habe ich auch nur so hingeworfen; was ebenfalls nicht sachdienlich ist.

      Leider sind die sehr lehrreichen Formulierungen und Antworten von F. Borgerding aus dem phototec-Forum mittlerweile im Nirwana verschwunden. Somit kann ich sie leider nicht mehr zitieren. Ich fasse mal kurz zusammen: Entwickeln und Fixieren sind "aktive" chemische Reaktionen, Waessern ist ein passiver Prozess; da "nur" Diffusion stattfindet. Die Fick'schen Gesetze beschreiben das vielleicht nicht verstaendlich, aber hinreichend.

      Extensive Titrierexperimente zur Bestimmung des Thiosulfatgehalts im Spuelwasser sind ziemlich eindeutig. Die Tests, die mein Berufskollege Wollstein am Ende des Artikels fuer das Papier vorschlaegt habe ich haeufiger probiert, fuehrten aber nicht zum Erfolg. Bezueglich der Temperaturabhaengigkeit habe ich den Testaufbau von Herrn Wollstein leider nicht nachvollziehen koennen.
      Fuer mich ist jedenfalls klar, dass ich Papier mit normalen, kalten Leitungswasser waessere. Ich habe mir einen automatischen Spuelmechanismus gebaut, so dass ich mir das Herumplanschen sparen kann (elektronisch gesteuertes Ein- und Auslaufventil mit Fuellstandssensor). Da ist es mir reichlich egal, ob das Spuelen 15 Minuten oder 30 Minuten dauert. Im Prinzip wuerde ich auch den Satz im zitierten Artikel verstehen: "Lt. [8] zeigen die derzeit besten Forschungsergebnisse, dass man selbst dann, wenn man bei 4°C wäscht, die Waschzeit gegenüber dem 20°C-Wert höchstens verdoppeln muss."

      Fast on-topic: Filme habe ich in den wasserlosen Duka-Zeiten immer im Badezimmer entwickelt, genauso das manuelle Waessern.


      gruesse,
      Christoph
      „When you change the way you look at things, the things you look at change.“— Max Planck

      The post was edited 1 time, last by cherub: um-formuliert ().

    • Hallo,

      eine Erfahrungsmeldung zum Off-Topic: ich habe den Kienzle Air Wascher im Einsatz und bin sehr zufrieden. Mittels der Pumpe hält sich der Verbrauch auch in Grenzen. Aktuell liegen die Temperaturen bei 13°C - das Baryt-Papier bleibt final für 1h im Wascher. Demnächst werde ich auch mal Tests auf Restthiosulfat machen, um die min. Waschzeiten + Puffer zu bestimmen. Ich werde berichten.

      Grüße & Frohe Weihnachten!
      Stefan
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