DURCHLAUFERHITZER: TIPPS ODER EMPFEHLUNGEN

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    • DURCHLAUFERHITZER: TIPPS ODER EMPFEHLUNGEN

      hallo,

      ich habe eventuell die chance, demnächst ein größeres labor beziehen zu können. nachteil: nur ein kaltwasseranschluss.

      hat jemand hier im forum tipps für einen elektronisch geregelten DL-erhitzer? habe bei vaillant nachgeschaut: die haben welche, mindesttemperatur 20 grad, konstant, was ja ideal wäre. liefern dabei zwischen 6 und ca. 20 liter pro minute.

      was mich aber etwas schockiert: bei heizleistung steht da 18, 21, 24, 27 kW. wenn ich da zum barytwässern permanent ca. 3-5 liter/minute abzapfe: treiben mich die stromkosten in den ruin?

      hat jemand erfahrung damit?
    • Die Heizleistung bei einem Durchlauferhitzer bezieht sich auf die maximale Leistung die notwendig ist, um das Wasser von der minimalen Eingangstemperatur auf die maximale Ausgabetemperatur zu bringen. Da die maximale Ausgabetemperatur bei bis zu 60° C liegt, Du aber nur 20°C warmes Wasser benötigst, dürfte die notwendige Leistungsaufnahme deutlich geringer sein.

      Um zum Beispiel bei einer Durchflussmenge von 6l/min das Wasser von 8°C (Eingang) auf 20°C (Ausgang) zu bringen und eine Stunde lang Prints zu wässern (insgesamt also 360l um ∆t=12K Wasser zu erwärmen), benötigtst Du etwa 5 kWh Energie. Macht bei einem derzeitigen Strompreis von etwa 0,25ct etwa 1,25 Euro.

      Im Sommer hat das Wasser aber eventuell eine höhere Eingangstemperatur, damit sinkt dann auch wieder die Leistungsaufnahme. Bei z.B. 14°C ist die Temperaturdifferenz nur noch halb so gross, damit sinkt der der Energieaufwand auch auf die Hälfte, nämlich etwa2,5 kWh oder Kosten von 0,63 Euro.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Andreas schrieb:

      Die Heizleistung bei einem Durchlauferhitzer bezieht sich auf die maximale Leistung die notwendig ist, um das Wasser von der minimalen Eingangstemperatur auf die maximale Ausgabetemperatur zu bringen. Da die maximale Ausgabetemperatur bei bis zu 60° C liegt, Du aber nur 20°C warmes Wasser benötigst, dürfte die notwendige Leistungsaufnahme deutlich geringer sein.

      Um zum Beispiel bei einer Durchflussmenge von 6l/min das Wasser von 8°C (Eingang) auf 20°C (Ausgang) zu bringen und eine Stunde lang Prints zu wässern (insgesamt also 360l um ∆t=12K Wasser zu erwärmen), benötigtst Du etwa 5 kWh Energie. Macht bei einem derzeitigen Strompreis von etwa 0,25ct etwa 1,25 Euro.

      Im Sommer hat das Wasser aber eventuell eine höhere Eingangstemperatur, damit sinkt dann auch wieder die Leistungsaufnahme. Bei z.B. 14°C ist die Temperaturdifferenz nur noch halb so gross, damit sinkt der der Energieaufwand auch auf die Hälfte, nämlich etwa2,5 kWh oder Kosten von 0,63 Euro.

      Grüsse
      Andreas

      danke dir. das scheint bezahlbar zu sein, zumal ich ja nicht täglich plansche und die vorlauftemperatur ca. 12 grad beträgt.

      ans forum:

      kann jemand etwas zur konstanz der gelieferten temperatur bei elektronisch (nicht hydraulisch) geregelten DL-erhitzern sagen? wenn ich da 20 grad einstelle: liefern die das auch konstant? oder muss ich mit größeren schwankungen rechnen (da würde nur der gravity-works dranhängen, keine anderen abnehmer)?
    • Bonjour Renros,

      für den Durchlauferhitzer solltest du noch zwei Dinge beachten: alle Geräte über 3,5 KW benötigen in der Regel eine 5-adrige Kraftstromleitung zum Anschluss und hydraulisch geregelte Durchlauferhitzer sind mit einem (Wasser)Druckschalter ausgestattet: sie brauchen einen bestimmten Mindestdurchflussmenge damit sie aufheizen. Um dein Wasser bei 3 Litern in der Minute zu erwärmen erkundige dich mal nach einem -elektronisch geregelten- Kleindurchlauferhitzer der im 230 V Netz = (Schuko)Steckdose funktioniert. Wenn du einen gefunden hast und dir nicht sicher bist, stell den Link ein damit wir mal draufschauen können.

      Salut,

      vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: möchte noch eena nen Kühlo Watt ham?)
    • Moin,

      ich antworte mal nicht auf die eigentliche Frage, sondern werfe eine andere Ueberlegung in den Raum. Die laengste Zeit meiner Duka-Karriere hatte ich kein fliessend warmes Wasser; ueber einen sehr langen Zeitraum sogar gar kein fliessendes Wasser. Wenn ich ehrlich bin, dann brauche ich nur fuer die Negativentwicklung exakt temperiertes Wasser. Vielleicht mag das anderen anders ergehen.

      Falls die Duka also nicht voellig ungeheizt ist, dann braucht man mMn nicht unbedingt fliessend temperiertes Wasser. Bis heute -- also neuerdings mit fliessend warmen Wasser -- setze ich den Negativentwickler mit von mir temperierten Wasser an. Erst heiss, dann so lange kaltes Wasser dazu, bis die Temperatur stimmt. Ein guter Wasserkocher aus Glas ohne offene Heizspirale reicht vollkommen aus. Und fuers Waessern von Filmen oder Papieren reduziere ich langsam die Temperatur bis auf kaltes Leitungswasser. Nur nicht "schocken", dann nimmt die Emulsion auch nicht uebel. Fuer die Spuelzeit macht es keinen Unterschied, ob es 295K oder nur 280K hat.

      Gruesse,
      Christoph
      „When you change the way you look at things, the things you look at change.“— Max Planck
    • hallo christoph,

      ja, unter den von dir geschilderten anforderungen mag das durchaus ausreichen. und wenn ich nur rollfilm zu entwickeln hätte, dann käme ich auch ohne fließendes wasser (in dem raum, in dem man entwickelt) aus. habe ich früher auch schon mal gemacht. aber spätestens wenn´s ums - archivfeste wohlgemerkt! - wässern geht, reicht das auch nicht mehr. spätestens dann benötige ich jedenfalls eine konstante wassertemperatur in ausreichender menge.

      momentan ist das aber nicht mehr praktikabel. für meine rollfilm-entwicklung benötige ich insgesamt bis zu 9 oder 10 dosen, in die nacheinander die spiralen eintauchen. das nur mit wasser zu machen das in eimern im labor vorrätig gehalten wird geht, ist aber arg aufwendig.

      aber ich habe gänzlich andere anforderungen. bei planfilm (8x10, schalenentwicklung) reicht das definitiv nicht mehr aus. diese negative werden in einem ca. 35 Liter fassenden archivwascher gewässert. nicht zu reden von meinen 50x60-barytlappen. wenn ich die archivfest waschen möchte, geht das nur noch, wenn ich permanent ausreichend konstant temperiertes wasser für die archivwascher zur verfügung habe. von den dingern habe ich 2 stück, der nova schluckt ca. 50 Liter, der gravity-works 90.


      cherub schrieb:

      Fuer die Spuelzeit macht es keinen Unterschied, ob es 295K oder nur 280K hat.

      da wäre ich äußerst skeptisch. um´s mal vorsichtig zu formulieren. dieser von dir beschriebene unterschied in der temperatur (für nicht-kelvinisten: ca. 7 oder 22 grad Celsius wassertemperatur) macht, wenn es um´s archivfeste wässern geht einen riesenunterschied. ich behaupte sogar: mit 7 grad kaltem wasser ist eine archivfeste waschung unmöglich. wenn du dieses ziel mit so kalten wasser erreichen möchtest musst du unmengen von wasser über einen sehr langen zeitraum über das papier laufen lassen. dabei schädigst du dir dann aber wieder deine emulsion. denn zu langes wässern ist ebenso kontraproduktiv wie zu kurzes.

      lies mal hier den wollstein: fotografie-in-schwarz-weiss.de…umne/100-wollstein02.html

      ungefähr in der mitte des textes, rund um das diagramm herum. seine angaben bezüglich des thiosulfatrestgehalts dürften ungefähr so hinkommen. wobei er seine versuche bei 15 (!) grad celsius gemacht hat. und nicht bei nur 7.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von renros ()

    • renros schrieb:

      lies mal hier den wollstein: fotografie-in-schwarz-weiss.de…umne/100-wollstein02.html
      Den verlinkten Artikel habe ich mir durchgelesen. Der ist sehr informativ und verständlich geschrieben. Eigentlich ist es eine schöne Zusammenfassung, was Ansel Adams und Andreas Weidner in ihren Bücher zur Wässerung von Barytabzügen schreiben.

      Mich störte immer der grosse Wasserverbrauch beim wässern von Barytabzügen. So habe ich mir den Ecowash von Maco gekauft. Dieser funktioniert nach dem Diffusionsprinzig. Der Wasserverbrauch ist deutlich geringer. Ob dieser Wässerungsvorgang ausreichend für archivfeste Wässerung ist, weiss ich nicht. Gemäss Maco sollte es das sein. Ich habe das aber nie getestet. Jedoch habe ich nach beinahe 20 Jahren keine sichtbaren Veränderungen an den damals gemachten Abzügen festgestellt.

      Diese Baryt- Wässerer werden aber nicht mehr hergestellt.

      Freundliche Grüsse, stephan
    • Andreas schrieb:

      Hier noch weitere Hersteller:
      Das ist gut zu wissen, dass es noch so viele Anbieter für Barytpapier- Wässerer gibt.


      renros schrieb:

      ist aber kein billiger spaß wenn ich mich recht entsinne.
      Ich habe nur einen kleinen Wässerer im Format 24 x 30 cm. Der war aber ordentlich teuer. Den genauen Betrag weiss ich nicht mehr. Angesichts der Ersparnis der Wassermenge war es mir der hohe Preis dennoch wert.

      Mit der normalen Mischbatterie des Wasseranschlusses am Waschbecken kann ich die Wassertemperatur einigermassen konstant halten. Kleine Schwankungen in der Temperatur gibt es so aber trotzdem und eine Voraussetzung ist natürlich, dass man auch Warmwasser zur Verfügung hat. Dies entfällt ja, wie Du in Deinem Eingangsbeitrag geschrieben hast.

      Freundliche Grüsse, stephan
    • Der Bilderwascher für Baryt-Papier muss nicht in der Duka stehen; man kann ihn auch in die Bade- oder Duschwanne stellen und dann mit temperiertem Wasser waschen. Die Verwendung von Waschhilfe und das Wässern in zwei Phasen reduziert den Wasserverbrauch weiter:
      fotografie-in-schwarz-weiss.de…tricks/69-waschhilfe.html
      fotografie-in-schwarz-weiss.de…cks/28-baryt-wascher.html
      Beste Grüße,
      Otto!
      https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de
    • Otto Beyer schrieb:

      Der Bilderwascher für Baryt-Papier muss nicht in der Duka stehen; man kann ihn auch in die Bade- oder Duschwanne stellen und dann mit temperiertem Wasser waschen.

      das´ wohl wahr, aber in meinem fall nicht praktikabel, da das nächste bad/die nächste wanne sind leider etwas weiter weg ist ;)

      Otto Beyer schrieb:

      Die Verwendung von Waschhilfe und das Wässern in zwei Phasen reduziert den Wasserverbrauch weiter

      völlig korrekt und wird deshalb ja auch seit ewigkeiten so praktiziert (genau aus diesem grunde habe ich ja sogar 2 archivwascher, siehe oben). dein vorschlag löst aber nicht das von mir in diesem thread beschriebene problem. denn wässern muss ich ja trotzdem immer noch. mein problem ist nicht der wasserVERBRAUCH, sondern die wasserTEMPERATUR.

      aber egal. praktische erfahrungen mit einem elektronisch geregelten DLE (und darum ging´s ja in meiner anfrage) scheint hier im forum offenbar nur Peter Volkmar zu haben. und der hat ja bereits geschrieben.

      ich denke also wir können das ding hier schließen.
    • Ich glaube Durchlauferhitzer sind häufig problematisch wenn die Temperatur genau eingehalten werden soll.
      Ich hatte vor vielen Jahren das gleiche Problem wie renros. Das Problem wurde durch die Installation eines großen Boilers (Speicher) gelöst. Die Wassertemperatur wurde mit einer thermostatisch gesteuerten Duscharmatur geregelt.
      Hat tadellos funktioniert!
      Viele Grüße
      Christian
    • Das Intellifaucet von Hass ist nur eine Mischarmatur, die aber sehr schnell und präzise die eingestellte Wassertemperatur regelt.

      Alte Durchlauferhitzer mit recht trägen Thermostaten alten die Temperaturen oft nicht sehr genau ein. Variiert dann auch noch die Durchflussmenge (weil man den Hahn weiter auf- oder zudreht), wird es schnell zu kalt oder zu heiss.

      Die heutigen digital gesteuerten Durchlauferhitzer (also nicht die, welche nur eine digitale Anzeige haben, ansonsten aber nach altem Prinzip werkeln) sind genauer und halten die Temperatur auch bei wechselnden Entnahmemengen mit geringerer Schwankung ein. Hier z.B. ein entsprechendes Gerät von Stiebel-Eltron:
      stiebel-eltron.de/de/home/prod…d/dhb-e_18_21_24_lcd.html

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!