Plaubel Anticomar 300mm f1:4.2

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    • Plaubel Anticomar 300mm f1:4.2

      Hallo.

      das hier ist die riesige 300mm Linse, die ich hier mal zum Testen habe. Ich habe nichts im Internet über sie finden können, und so war der Verkäufer so nett sie mir zur verfügung zu stellen.

      Ich hatte gestern behelfsmäßig etwas zusammengeklebt um auf der Mattscheibe grob testen zu können, ob der Bildkreis überhaupt ausreichend ist. -> ist er... er ist um die 400mm und damit ungefähr so groß wie der meines Symmar 300 5,6



      als ich das herausfand - und es den aufwand nun wert war - habe ich mit der stichsäge das Loch meiner standart PS 2/344 Platte ziemlich vergrößert und das gute stück sachgemäß montiert.



      ist schon hübsch, wenn ihr mich fragt.



      das öffnungsverhältnis ist toll und der shutter funktioniert anscheinend ganz gut (benutze aber eh immer drahtausläser mit Bulb)

      Nun aber das wichtigste: Bildqualität

      für mich ist ja das allerwichtigste wie sehr und wie schön eine Linse unschärfe zeichnet, das bitte im hinterkopf behalten...



      und damit gewinnt sie meiner meinung nach gegen die Schneider Linse, die jedoch deutlich schärfer zeichnet. (ich nehme an, dass die Plaubel Linse bei 5,6 abgeblendet auch schärfer wird)

      Das bedeutet auch, dass ich ein schönes Symmar 300 5,6 zu verkaufen habe :)

      wer noch mehr über das Anticomar wissen möchte: bitte in die kommentare

      PS: das Mattscheiben Bild!!!
    • Ich habe ein 150mm und 210mm Plaubel Anticomar, es sind Tessar Typen bei denen die Lichtstärke um 0,3 Punkte über den üblichen Lichstärken dieser Konstruktionen liegt.
      Vergütete Varianten sind ganz gut aber der wirklich nutzbare Bildkreis ist bescheiden, deutlich kleiner als bei einem Symmar.
      Tessartypen dieser Lichtstärke habe etwa 45°-50° Bildwinkel, das alte Symmar 70°
      Wie gesagt, der wirklich nutzbare Bildkreis und bei unendlich.
      Natürlich hat jeder seine Vorstellung welche Qualität für ihn maßgeblich ist, wenn das sogenannte Bokeh entscheidend ist ist das Anticomar sicher keine schlechte Wahl.
      Es sind auf jeden Fall sehr seltene Objektive, Plaubel hat nie wirklich viele davon gebaut und von den 300mm schon mal gar nicht.
    • Danke vielmals für diesen Beitrag! Ich habe 300€ dafür bezahlt (zu viel?) und sehr zufrieden.

      meines scheint leider nicht vergütet zu sein. der äußere bereich des Bildkreises ist mir nicht ganz so wichtig. Als ich es aber direkt mit dem 300 symmar verglichen habe konnte war die abdunklung sogut wie gleich....

      Wird der Bildkreis tendenziell beim Abblenden kleiner (nicht das ich vor hätte jeh abzublenden :) )
    • Vergütete Plaubel Objektive sind durch einen roten Ring gekennzeichnet, so wie ich das sehe ist Deines also vergütet, ist manchmal schwer zu erkennen, die Schicht besteht aus einer Lage sehr dünnem Magnesiumoxids und ist daher eine rein blaue Vergütung.
      Gerade bei so lichtstarken Objektiven ist eine Vergütung hilfreich, nicht bei allen Motiven aber es gibt Situationen in denen vergütete Linsen denen ohne Beschichtung weit überlegen sind, frag mal einen Brillenträger.
      Selber habe ich auch einige unvergütete Objektive aber wirklich benutzt weren von mir eigentlich nur die vollverkitteten.
      Die vierlinsigen Dialytysteme aber auch die Tessartypen sind mir persönlich zu reflexanfällig. Im Studio, oder an Locations an denen ich das Licht führen kann spielt es aber keine Rolle, wichtig ist nur etwas reichlicher zu belichten weil die unbeschichteten Glas/Luftflächen Licht fressen.
    • bequalm schrieb:

      norma schrieb:

      Die vierlinsigen Dialytysteme aber auch die Tessartypen sind mir persönlich zu reflexanfällig. ...wichtig ist nur etwas reichlicher zu belichten weil die unbeschichteten Glas/Luftflächen Licht fressen
      Gleicht sich wieder aus, weil die Reflexionen zusätzlich Licht einbringen
      Das stimmt zwar so nicht aber das würde hier jetzt zu weit führen.

      Auf den Objektiven für Filmkameras und auch bei einigen Fotoobjektiven steht eine T Lichtstärke auf den Blendenskalen und das ist der transmittierte Lichtwert der am anderen Ende des Objektives herauskommt und der Wert ist immer kleiner als der F Wert.
      Als Beispiel: ein Distagon 2/16mm einfach vergütet hat einen T-Wert von 1:2,4 Die späteren T* vergüteten Objektive einen T-Wert von 1:2,2
      Ein weiteres Beispiel: das Kino Plasmat hat einen F-Wert von 1:1,5 Der T-Wert ist tatsächlich 1:2,7
    • das mit den T-werten habe ich nie verstanden... also technisch schon, transmittance und so, aber ich würde immer f-stop und t-stop für alle objektive angeben (genau so wie Bildkreis, wenn eine Linse nicht grad für micro 4/3, Crop oder Fullframe gemacht wurde)

      ich verstehe, dass es bei film kostspieliger und aufwändiger ist, nach 1000enden frames heauszufinden, dass der Film leicht fehlbelichtet ist (weil ja auch Dia-Film usw...) aber für mich gibt ein f-stop wert nur an, wie ausgeprägt die unschärfe sein kann (cblur) - für die exposure kann das nur ein anhaltspunkt sein. - denn gerade bei dia/dpp wäre ein t-stop deutlich besser/genauer... echt blöd.