C41 in Eigenregie und Tank

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    • C41 in Eigenregie und Tank

      Servus,

      nachdem ich bereits einige 4x5-Filme (SW) im Stearman Tank entwickelt habe, möchte ich das gleiche nun auch mit C41 machen.
      Entsprechende Rollfilme habe ich schon mal in einer Jobo-Dose entwickelt, was auch ganz gut geklappt hat. Hätte zum gesamten Prozess allerdings noch einpaar Fragen:

      1. Habe vorab irgendwo mal gelesen, dass die Spulen/Halter mit der Zeit vom Stabi bzw. Bleichfix porös werden können. Bei der Jobo-spule habe ich das in Kauf genommen, da ich davon einige habe
      und die sowieso ordentlich wässere und am Schluss gut spüle.
      Daher frage ich in die Runde, ob an dem, was ich meine gelesen zu haben, etwas dran ist. Reicht es bereits aus, hier mehr zu wässern bzw. hinterher alles überpenibel zu reinigen?
      Die SP-445 hat ja zusätzlich noch einen Dichtungsring und insgesamt dünnere Halterungen um die ich mir auch noch Sorgen mache. Eine Verarbeitung in der Schale möchte ich nicht unbedingt angehen.

      2. Bezüglich Temperatur habe ich bei den ersten Versuchen ein Mantelbad genommen. Also eine ca. 20l-Kiste mit Wasser (>40°C) gefüllt und dann mal geschaut, wieviel Zeit vergeht, bis die Temperatur
      um Nullkommabisschenwas sinkt. Die ermittelte Zeit hat ganz gut in die Schwankung gepasst, so dass ich ab da den Prozess im entsprechenden Rahmen fahren konnte.
      Nun habe ich kein Problem damit, zu warten, bis die Temp. auf das passende Niveau sinkt, möchte das aber etwas gesteuerter haben.
      In der Aquaristik habe ich mich schon nach geeigneten Heizern umgesehen. Die gehen alle aber nur, wie ich gesehen habe, bis max. 36°C, was ja für Fische mehr als genug sein sollte. Habt Ihr vielleicht eine geeignete Fertiglösung
      ohne gleich in die Tauchsieder-Thermostat-Selbstbastelecke zu kommen?

      Bis dahin erstmal Gruß
      Mario
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • Hallo Mario,
      um die Haltbarkeit der Halter würde ich mir bei den Preisen für C41 Planfilm keine Sorgen machen - das dürfte wohl eher ein Problem bei "Dauerbetrieb" sein.
      Zur Temperatur:
      Ich habe bei meiner C41-Entwicklerei sehr gute Erfahrungen mit dem Tetenal C41 Kit bei niedrigeren Temperaturen gemacht (30°C) - Tetenal gibt selbst Zeiten für die 30°C Entwicklung an als Empfehlung, falls man keinen stabilen 38°C Prozess hinbekommt.

      Grüße,
      Edgar
    • Danke für die Antwort.

      Stimmt eigentlich mit den Haltern...Die gibt's ja auch als Ersatzteil. Das sollte also kein Problem sein.

      Das mit dem 30°C habe ich schon gelesen gehabt. Wollte aber aus Zeitmangel doch die kurze/wärmere Methode nehmen (blöd, wenn man dann trotzdem auf das Wasser warten muss :whistling: ).
      Das wirft aber gleich eine weitere Frage auf:
      Kann ich zwischen den Prozessen problemlos wechseln. Sprich die ersten, sagen wir mal, 3 Filme mit 38°C bearbeiten, dann zwei weitere mit 30°C und wenn ich dann ganz lustig bin, die nächsten beiden wieder mit höherer Temp. (natürlich unter Berücksichtigung der Zeitverlängerung)?
      Ändert sich dann was an der max. Ausnutzung der Chemie? Das sollte sich, meiner Meinung nach, ja ausgleichen bzw. gegenrechnen, da die Filme zwar länger in der Chemie bleiben, aber diese dann
      eine geringere Temperatur hat.

      Nochmals Grüße
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • mec schrieb:

      Kann ich zwischen den Prozessen problemlos wechseln. Sprich die ersten, sagen wir mal, 3 Filme mit 38°C bearbeiten, dann zwei weitere mit 30°C und wenn ich dann ganz lustig bin, die nächsten beiden wieder mit höherer Temp. (natürlich unter Berücksichtigung der Zeitverlängerung)?
      das sollte nach meinem Verständnis kein Problem sein. Relevant ist letztlich die Fläche an Film respektive die Menge an Emulsion, die entwickelt wurde. Und die kann als temperaturunabhängig betrachtet werden.
    • lookbook schrieb:

      .. wenn es doch 40° sein müssen, kann man erhöhte wassertemperatur punktgenau mit kühlakkus aus dem eisfach herunterkühlen.
      Das Problem ist vielmehr das Konstanthalten der Temperatur über die Entwicklungsdauer, außerdem das Verhältnis Einfüll-/Ausschüttdauer zu Entwicklungsdauer. Und das ist prinzipiell bei 30°C einfacher als bei den standardmäßigen (auf hohen Maschinendurchsatz ausgelegten) 38°C
    • ekech schrieb:

      Das Problem ist vielmehr das Konstanthalten der Temperatur über die Entwicklungsdauer, außerdem das Verhältnis Einfüll-/Ausschüttdauer zu Entwicklungsdauer. Und das ist prinzipiell bei 30°C einfacher als bei den standardmäßigen (auf hohen Maschinendurchsatz ausgelegten) 38°C
      Das mit dem Konstanthalten der Temperatur war bei mir nicht das Problem. Konnte ich ganz gut abpassen (gestartet bei +0,4°C und dann war ich bei ca. -0,2°C fertig). Das Ein- bzw. Ausschenken ist auch kein großes Problem. Das geht beim Stearman innerhalb von 10sek und lässt sich auch ganz gut steuern (eben ohne das zeitraubende *gluckgluckgluck* beim Ausgießen).
      Aber du hast natürlich Recht: Bei längerer Zeit arbeitet es sich natürlich entspannter (weder bin ich, noch habe ich eine Maschine :D ).

      lookbook schrieb:

      wenn es doch 40° sein müssen, kann man erhöhte wassertemperatur punktgenau mit kühlakkus aus dem eisfach herunterkühlen
      Wäre auch gegangen, allerdings hatte ich keine zur Hand und die paar mickrigen Eiswürfel, die da waren, mussten vorher schon meine SW-Chemie runterkühlen. Blöd, wenn das kalte Wasser mit 26°C aus der Leitung kommt (Winter, wie ich dich herbeisehne).

      Jockel123 schrieb:

      Stabibad mache ich immer, wie auch von Tetenal und Jobo empfohlen, in einer separaten Wanne.
      Stimmt...Nummer sicher und so ne kleine Wanne müsste ich auch noch irgendwo haben.
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????