Pseudo- Infrarot

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    • Pseudo- Infrarot

      Hallo,

      kürzlich ging es um Infrarotfotografie. Ich hatte da angekündigt, mal "falsche" Infrarutfotos einzustellen. Und so geht es:

      Man nehme ein ganz normales Dia und scanne es ein.
      In Photoshop wird es nun in SW gewandelt, aber unter bearbeiten - SW. Dann wescheint ein SW-Bild und in den Werkzeugen alle möglichen Farbregler. Also macht man den Himmel dunkler, wie bei IR, indem man Cyan und Blau herunterfährt. Danach kommt der Grünkanal, den man bis zum Stehkragen hochfährt, um das grün weiß werden zu lassen.
      Hier die Beispiele: Dia normal, SW-Wandlung normal und SW als Pseudo-IR

      Gruß
      Winfried
      Bilder
      • X_FZB6129 _SW.jpg

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      • X_FZB6129 -Infrarot.jpg

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      • X_FZB6129.jpg

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    • Hallo Winfried!

      Ist gut gelungen!
      Da kann man sich schon fragen, wozu die ganze Filter-Fummelei nötig ist.
      (immerhin ist es ja nicht nur immer der Wood-Effekt, der bei der IR Fotografie interessant ist)

      Ich war am Wochenende damit beschäftigt, IR Bilder für eine Ausstellung zusammen zu suchen und zu bearbeiten - vielleicht hätt ich es mir so einfacher machen können *g*


      Gruß
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      die richtige IR-Fotografie ist ja ansich was ganz anderes. Aber meine Filme im Tiefkühlschrank sind nun 20 Jahre alt, mal sehen, ob die noch gehen.
      Irgenwie kam ich dann auf den Gedanken, einige Dias, die sich in SW besser machen, mal zu bearbeiten (Photoshop). Durch rumtesten kam ich dann zu Ergebnissen, die der IR-Fotografie ähneln. Wenn man mit Cyan und Blau den Himmel dunkler machen kann, dann müsste man mit den Grünfilter ja auch die Blätter heller machen können. Probiert und es funktioniert.
      Darauf gekommen bin ich, als ich merkte, daß ein schön blauer Himmel beim Wandeln in SW ziemlich dunkel wird. Danach hab`ich`s halt einfach mal probiert....

      Lieben Gruß
      Winfried
    • Hallo,

      der Vorteil der selektiven SW-Umwandlung liegt ja darin, daß man jede einzelne Farbe im Bild beeinflussen kann, im Gegensatz zum echten IR.
      Das echte ist ja ansich nur für die Wissenschaft gedacht, mit dem simulierten kann man aber spielen.
      Zudem istes billiger, schneller und wesentlich unkomplizierter. Schon die Aufbewahrung der Filme. IR`s müssen ins Tiefkühlfach und im Hochsommer, so wie diesem, wirkt sich die Hitze auch auf den Film aus.

      Gruß
      Winfried
    • Naja, also mit den SW Schiebern zu spielen ist schon eine andere Sache. Für mich ist das ein wichtiger Teil für die digitale SW Fotografie, die nunmal 3 Kanäle und 3 gemischte Kanäle bietet um die Helligkeit anders zusammen zu mischen. Deswegen ist der Weißabgleich bei digitalem SW sehr interessant.

      Gewiss hat ein Diafilm andere empfindlichkeit als ein CMOS Sensor mit Bayermatrix, deshalb wird das Resultat auch anders werden.

      Aber IR Film ist nur auf eine viel schmalere Bandbreite empfindlich, die man noch zusätzlich unten und oben mit Filtern abgrenzt. IR Film als analoges Medium ist meist Monochrom.
      Spannend wird es meiner Meinung nach bei Falschfarben, wie dem Markierungsfilm oder bei extremeren Wällenlangen, die dann schon thermische IR Strahlung sind. Da hat man leider keine Chance, dies analog zu regeln.

      Wenn man wissenschaftlich an eine IR Simmulation herangeht, muss man sehr genaue Test machen. Mit einem Prisma, kann man Licht in einem guten Wällenlängenbereich brechen, allerdings ist die Spektraltransmission von Glas begrenzt. Wenn man die relative empfindlichkeit mit einem Spektrometer herausfindet, kann man in dem Farbdia nach zweiten und dritten Harmonien suchen, und dann mit sehr schmalem Filter ein Schmalbandbild erzeugen.

      Aber ein vieIR oder nIR Bild nachzumachen, ohne diesen Wällelängenbereich zu belichten, halte ich für nicht möglich. Die kleinen Details wie Pigmente, Bäume oder Nebel kann man nicht nachmachen.
    • Vipitis schrieb:

      Die kleinen Details wie Pigmente, Bäume oder Nebel kann man nicht nachmachen.
      Darum ging es mir ja auch nicht. Beruflich hatte ich so einige IR-Aufnahmen machen müssen, genau nach Richtlinien und mit speziellen Filtern.
      Ich wollte hier nur aufzeigen, wie man z.B. "künstlerische" Bilder mit dem IR-Effekt leicht nachmachen kann. - Ohne wissenschaftliche Grundlage, nur so aus Spaß.

      Gruß
      Winfried
    • nur mal so als Aspekt: Bei vielen IR Bildern handelt es sich wegen der niedrigen IR Empfindlichkeit der Filme um Langzeitbelichtungen. Diese haben, imho, häufig einen eigenen Look, wegen leichten Teil-Bewegungsunschärfen etc..

      Heißt doch im Umkehrschluß, im Falle des Nachahmens auch Langzeitbelichtungen zu verwenden, um näher an den Filmlook zu kommen. Korrekt?