Unschärfe beim Vergrössern erhalten

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    • Hallo Ritchie,
      für Unschärfen, die in einer Linie durch die ganze Vergrößerung gehen, kannst Du scheimpflügeln. Für sonstige unscharfe Bereiche kannst Du es ja mal mit einer Lupe versuchen, die Du, wie einen Karton beim Abwedeln, zwischen Objektiv und Papier hältst.
      Gruß
      Hugo
      "Mehr Licht!" (angeblich die letzten Worte des berühmten hessischen Dichters J.W.Goethe)
    • Super, Hugo und TS - die Tips mit Glas und Lupe gehen genau in die Richtung, die schon mal gehört habe, wo mir aber noch unklar war, ob ein opakes Glas hier wirklich zum Unschärfen benutzt wurde.
      Ein neues Feld zum Experimentieren also :)

      Und ja, warum nicht auch mal auf dem Papier scheimpflügen, meine Dursts geben das ja her...
      Da hätt ich auch selber drauf kommen können sollen müssen.

      VG,
      Ritchie
    • Hugo schrieb:

      für Unschärfen, die in einer Linie durch die ganze Vergrößerung gehen, kannst Du scheimpflügeln
      Echt??
      Nach meinem Verständnis geht es beim Scheimpflug doch darum, eine 2-dimensionale Schärfeebene in einem 3-dimensionalen Raum zu kippen. Beim Vergrößern habe ich aber doch nur lauter 2-dimensionale Ebenen (Negativ, Objektiv, Papier). Ich habe das noch nicht ausprobiert, könnte mir aber eigentlich nur vorstellen, auf dem Papier via Scheimpflug einen Schärfestreifen über die Fläche zu erzeugen, links/rechts bzw. oben/unten bzw."Tarzan/Jane" davon wäre dann aber doch alles mehr oder weniger unscharf, also der gegenteilige Effekt.
      Oder stehe ich da gerade gedanklich auf der Leitung?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von mpiga picha ()

    • mpiga picha schrieb:

      Hugo schrieb:

      für Unschärfen, die in einer Linie durch die ganze Vergrößerung gehen, kannst Du scheimpflügeln
      Echt??Nach meinem Verständnis geht es beim Scheimpflug doch darum, eine 2-dimensionale Schärfeebene in einem 3-dimensionalen Raum zu kippen. Beim Vergrößern habe ich aber doch nur lauter 2-dimensionale Ebenen (Negativ, Objektiv, Papier). Ich habe das noch nicht ausprobiert, könnte mir aber eigentlich nur vorstellen, auf dem Papier via Scheimpflug einen Schärfestreifen über die Fläche zu erzeugen, links/rechts bzw. oben/unten bzw."Tarzan/Jane" davon wäre dann aber doch alles mehr oder weniger unscharf, also der gegenteilige Effekt.
      Oder stehe ich da gerade gedanklich auf der Leitung?
      Mpiga picha hat im Prinzip recht: ich habe beim Scheimpflügeln oben oder unten, rechts / links oder diagonal einen Schärfestreifen im Bild. Wie breit der ist, kann ich durch stärkeres/schwächeres Kippen des Objektives und durch die Blende beeinflussen. So kann ich Schärfe-/Unschärfebereiche im Bild bewusst nach oben, unten, rechts, links oder eben diagonal legen. Was allerdings damit nicht geht, ist einen Streifen der Unschärfe ins so Bild zu legen, dass ich rechts/links oder oben/unten davon Schärfe habe.
      Ich kann also, wie Mpiga picha schreibt, direkt nur die Schärfebereiche beeinflussen, die Unschärfe ergibt sich indirekt daraus.
      "Mehr Licht!" (angeblich die letzten Worte des berühmten hessischen Dichters J.W.Goethe)
    • Ich verwende verschieden Plexiglasscheiben die ich unterschiedlich stark mit Schleifpapier zerkratzt habe, auch eine Version mit Loch in der Mitte damit nur die Ränder unscharf werden!
      Ich habe die Dinger aber früher eher bei Hochzeiten gebraucht um sie spontan und schnell mal vor das Aufnahmeobjektiv zu halten!

      FG Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • Man sollte vielleicht bedenken, dass vorhandenes Korn in den so behandelten Bereichen verloren geht. Das habe ich schon einige Male gesehen und es störte mich doch sehr.
      Mir gefällt es deutlich besser wenn über die Schärfe schon während der Aufnahme entschieden wird. Dann befindet sich auch in den Unschärfen Korn.
      Grüße
    • Ok, das schau ich mir dann mal an - dank Dir für den Hinweis.

      Wenn gewünscht zu trennende Bereiche bei der Aufnahme in einer Schärfeebene liegen, wirds aber auch schwierig mit der selektiven Unschärfe in den ausgesuchten Bereichen.
      Was ich bisher gesehen habe, gefiel mir sehr gut, aber ich schau noch mal drüber, ob ich bisher nicht wahrgenommene Auffälligkeiten aufdecken kann.

      VG,
      Ritchie
    • Ein Gedankenspiel als Anregung.
      Es gibt Kollegen die eine Papierunterlage als "Schärfebremse" einsetzen. Ich glaube ich habe das in einer Arte Reportage über einen Gf Könner gesehen.
      Das könnte man verfeinern in dem man geziehlt die Bereiche mit gewünschter Unschärfe unterlegt.
      Leider steht das Verhalten des Papiers einer genauen scharf abgegrenzten Unschärfe im Weg. Pe ist durch den Kunststoff zu steif und bei Baryt wirkt die Materialstärke störend.
      Ein weiterer Denkansatz wäre Baryt vorzuwässern und nass unter dem Vergrößerer zu platzieren.

      Matthias
    • bequalm schrieb:

      Wo aber wäre der Nutzen von nassem Baryt?

      ritchie, "scratching mittels zerstörung der aufgeweichten emulsion"", nie gehört? ist gerade der heißeste shit in den laboren der analogen! :D

      jetzt gib dir halt einen ruck, so viel arbeit ist das gar nicht: schneid dir eine maske zurecht, belichte durch die hindurch das scharf ab, was scharf sein soll. verstelle dann den fokus, wedele mit dem maskenausschnitt das ab, was scharf bleiben soll und lass den rest in feinstem bokeh förmlich ertrinken.
    • Zum partiellen Weichzeichnen verwende ich beim Vergrößern gerne Stücke von Frischhaltefolie (Küche) oder Klarsichthüllen (Büro). Je nach vertikaler Position im Strahlengang finde ich das sehr überzeugend. Die Ergebnisse sind natürlich nicht reproduzierbar.

      TIPP: Halte mal ein Prisma (aus dem 1-Euro-Shop) in den Strahlengang. Die Wirkung ist ganz anders als wenn du das Prisma bei der Aufnahme vor die Linse hältst.
    • Da sind ja insgesamt doch ne Menge Hilfsmittel am Start :)

      Der Larry Lazarus hatte seinerzeit wohl einen daumendicken Glasstab, opak geschliffen, zum Zaubern.
      Ich denke, mit sowas plus konstanter Technik kann man durchaus auch reproduzieren.
      Die meisten Vorschläge gehen auch in diese Richtung.

      Maske, ja / nee.
      Wenn muß, dann vielleicht, ansonsten fröne ich meiner Maskenphobie :)

      Also noch mal vielen Dank, ich denke ich weiß jetzt ungefähr, wo es lang geht.

      VG,
      Ritchie