Vorstellung Roy Focke aus Kleinmölsen bei Erfurt

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    • Vorstellung Roy Focke aus Kleinmölsen bei Erfurt

      Hallo,

      ich bin Roy Focke, 41 Jahre und komme aus der Nähe von Erfurt - aus Kleinmölsen um genau zu sein.

      Ich fotografiere ganz klischeehaft seit meiner Kindheit. Damals fing alles mit einer Plastik-DDR-Kamera an.

      Inzwischen fotografiere ich mit allem was mit in die Hände fällt, von aktuellen Digitalkameras bis zur Mittelformatlochpanoramakamera.

      Nun zieht es mich immer mehr Richtung Großformat und deshalb bin ich jetzt hier Mitglied.

      Aktuell denke ich an eine 4x5 mit einem grösseren Objektiv weil ich schon sehr exzessiv tilten und shiften möchte und zusätzlich ein 6x17-Rollfilm-Rückteil an die Kamera adaptieren möchte.

      Falls dazu also jemand Tipps und Kaufempfehlungen hat freue ich mich über jede Nachricht und wünsche Euch einen schönen Tag.


      Roy
    • Von mir auch ein Willkommen!

      Zu den 6x17 Rückteilen soll mal Wilfried was sagen,der hat eins ;)
      Nur soviel: ein 6x17 Rückteil an einer 4x5 ist nicht das stabilste der Welt, da muß man was aufpassen und man ist von der Brennweitenwahl eingeschränkt. Sehr kurz geht nicht, da der Abstand durch das neue Rückteil ordentlich nach hinten gesetzt wird und zu lang dürfen sie auch nicht werden, sonst maskiert das Rückteil.

      Bei was willst Du viel Tilten und Shiften?

      Ich hab noch eine HZX45-IIA, tolle Kamera, aber ich will sie verkaufen. Ich habe schon einen unentschlossenen Käufer, wenn Du an der Kamera interessiert wärst, frage ich da nochmal noch, sonst kannst Du sie haben. Die Shen Hao hätte für Dich den Vorteil, dass sie 10mm weiter zusammengeht als die Chamonix, wäre für den WW-Bereich mit dem 6x17 Rückteil wichtig.
      Ich behalte die H1, da sie leichter ist (Shen-Hao ist dafür kleiner), ich kann das 300-er besser einsetzen, bei der Shen-Hao ist eigentlich bei 270mm Ende.

      Gruß Peter
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • Willkommen, Roy!

      Zu 6x17-Rückteilen kann ich schon was sagen. Ja, ich habe eins von Da Yi, gelegentlich benutze ich es auch. :)

      Stabilität ist nicht das Problem, die Dinger sind sehr robust gebaut. Sie machen die Kamera bei Benutzung natürlich deutlich schwerer.

      Die Benutzung ist reichlich umständlich, da man dauernd zwischen Mattscheibenrückteil und Filmrückteil am wechseln ist. Da das Rückteil aus diesen zwei recht großen Teilen besteht, vergrößert es das zu transportierende Volumen auch nicht unerheblich. Eine 4x5"-Kamera kann ja schon recht kompakt und gut mitzunehmen sein, mit diesem Rückteil hat es sich dann mit der Kompaktheit. Naja, im Vergleich zu 8x10" (nur als Extrembeispiel) ist es aber doch noch ganz gut zu transportieren.

      Mein Rückteil hatte ein bisschen ein Problem mit inneren Reflektionen, die zu starker Streulichtempfindlichkeit führten. Mithilfe von selbstklebender DC-Fix Veloursfolie ließ sich dies jedoch gut in den Griff bekommen.

      Sehr schön ist die enorme Breite des resultierenden Filmformates, das geht eher in Richtung 6x18 -- vor allem bei weitwinkligen Objektiven. Aufgrund des Strahlengangs wird das Bild ein wenig breiter als das eigentliche Filmfenster, finde ich nicht schlecht. :D Es ragten allerdings am linken und rechten Rand die vier Halteschrauben für die Formatmasken (die verwendet man, wenn man mit kleineren Formaten als 6x17 fotografieren möchte) etwas in die "geschenkte" zusätzliche Bildfläche hinein. Naja -- ich schleppe ganz sicher nicht so ein 6x17-Rückteil mit mir herum, um dann doch in kleineren Formaten zu fotografieren, also habe ich diese Schrauben entfernt, seitdem kann ich die zusätzliche Bildfläche uneingeschränkt nutzen. :thumbup:

      Zu den nutzbaren Brennweiten muß man sagen: Prinzipiell konnte ich bis 'runter zu 75mm nutzen, was natürlich enorm weitwinklig ist bei dieser Bildbreite. Aber das funktioniert nicht an jeder Kamera! Mit einer Sinar und einem stark versenkten Rückteil (-44mm!) ging es dann aber ganz gut. Das Problem ist, daß man aufgrund der deutlich nach hinten versetzten Filmebene bei einem gegebenen Objektiv einen sehr viel kürzeren Auszug benötigt, als wenn man mit normalen Kassetten fotografieren würde. Das kann dann leicht ziemlich eng werden. Was ich aber schon oft verwendet habe, ist die Kombination einer Crown Graphic (in 4x5) mit einem 90mm-Objektiv und diesem Rückteil.

      Bei zu langen Brennweiten gibt es aufgrund des Strahlenganges seitliche Abschattungen. Das tritt im Prinzip schon ab 150mm auf, dort ist es aber noch sehr wenig und betrifft sozusagen vor allem den zusätzlichen geschenkten Bildbereich. Wenn man längere Brennweiten verwendet, wird die Abschattung immer stärker, aber man bekommt eben doch immer ein breiteres Bild als mit einem 6x12-Rückteil. Daher habe ich auch schon bis zu 300mm verwendet. Ist immer noch sehr "panoramamäßig".

      Man muß beim Shiften ein bisschen aufpassen. Aufgrund des Strahlenganges kann man sich da relativ leicht Abschattungen einfangen. Mäßiges Shiften geht aber und ist ja auch oft sinnvoll, das ist ein klarer Vorteil gegenüber 6x17-Kameras, die keine Shift-Möglichkeit bieten.

      Würde ich es wieder kaufen? Ich denke schon. Es hat zwar seine Haken und Ösen, ist aber trotzdem eine interessante Möglichkeit für die Panoramafotografie.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Peter Volkmar schrieb:

      Von mir auch ein Willkommen!

      Zu den 6x17 Rückteilen soll mal Wilfried was sagen,der hat eins ;)
      Nur soviel: ein 6x17 Rückteil an einer 4x5 ist nicht das stabilste der Welt, da muß man was aufpassen und man ist von der Brennweitenwahl eingeschränkt. Sehr kurz geht nicht, da der Abstand durch das neue Rückteil ordentlich nach hinten gesetzt wird und zu lang dürfen sie auch nicht werden, sonst maskiert das Rückteil.

      Bei was willst Du viel Tilten und Shiften?

      Ich hab noch eine HZX45-IIA, tolle Kamera, aber ich will sie verkaufen. Ich habe schon einen unentschlossenen Käufer, wenn Du an der Kamera interessiert wärst, frage ich da nochmal noch, sonst kannst Du sie haben. Die Shen Hao hätte für Dich den Vorteil, dass sie 10mm weiter zusammengeht als die Chamonix, wäre für den WW-Bereich mit dem 6x17 Rückteil wichtig.
      Ich behalte die H1, da sie leichter ist (Shen-Hao ist dafür kleiner), ich kann das 300-er besser einsetzen, bei der Shen-Hao ist eigentlich bei 270mm Ende.

      Gruß Peter
      Wir sollten uns wirklich einmal unterhalten. Die Kamera klingt für mich sehr interessant. Hast Du Fotos und eine Preisvorstellung? In was für einem Zustand ist sie denn und was gibst Du dabei mit? Ich fange in der Großformatfotografie gerade bei Null an und habe somit weder Objektive noch Planfilmkasetten oder irgendwas anderes. (OK. Drahtauslöser hab ich ein paar, aber die sind ja quasi Cent-Artikel.)

      Vielleicht willst Du Details ja per privater Nachricht besprechen? schreib mich bitte einfach an!


      Gruß

      Roy
    • wwelti schrieb:

      Willkommen, Roy!

      Zu 6x17-Rückteilen kann ich schon was sagen. Ja, ich habe eins von Da Yi, gelegentlich benutze ich es auch. :)

      Stabilität ist nicht das Problem, die Dinger sind sehr robust gebaut. Sie machen die Kamera bei Benutzung natürlich deutlich schwerer.

      Die Benutzung ist reichlich umständlich, da man dauernd zwischen Mattscheibenrückteil und Filmrückteil am wechseln ist. Da das Rückteil aus diesen zwei recht großen Teilen besteht, vergrößert es das zu transportierende Volumen auch nicht unerheblich. Eine 4x5"-Kamera kann ja schon recht kompakt und gut mitzunehmen sein, mit diesem Rückteil hat es sich dann mit der Kompaktheit. Naja, im Vergleich zu 8x10" (nur als Extrembeispiel) ist es aber doch noch ganz gut zu transportieren.

      Mein Rückteil hatte ein bisschen ein Problem mit inneren Reflektionen, die zu starker Streulichtempfindlichkeit führten. Mithilfe von selbstklebender DC-Fix Veloursfolie ließ sich dies jedoch gut in den Griff bekommen.

      Sehr schön ist die enorme Breite des resultierenden Filmformates, das geht eher in Richtung 6x18 -- vor allem bei weitwinkligen Objektiven. Aufgrund des Strahlengangs wird das Bild ein wenig breiter als das eigentliche Filmfenster, finde ich nicht schlecht. :D Es ragten allerdings am linken und rechten Rand die vier Halteschrauben für die Formatmasken (die verwendet man, wenn man mit kleineren Formaten als 6x17 fotografieren möchte) etwas in die "geschenkte" zusätzliche Bildfläche hinein. Naja -- ich schleppe ganz sicher nicht so ein 6x17-Rückteil mit mir herum, um dann doch in kleineren Formaten zu fotografieren, also habe ich diese Schrauben entfernt, seitdem kann ich die zusätzliche Bildfläche uneingeschränkt nutzen. :thumbup:

      Zu den nutzbaren Brennweiten muß man sagen: Prinzipiell konnte ich bis 'runter zu 75mm nutzen, was natürlich enorm weitwinklig ist bei dieser Bildbreite. Aber das funktioniert nicht an jeder Kamera! Mit einer Sinar und einem stark versenkten Rückteil (-44mm!) ging es dann aber ganz gut. Das Problem ist, daß man aufgrund der deutlich nach hinten versetzten Filmebene bei einem gegebenen Objektiv einen sehr viel kürzeren Auszug benötigt, als wenn man mit normalen Kassetten fotografieren würde. Das kann dann leicht ziemlich eng werden. Was ich aber schon oft verwendet habe, ist die Kombination einer Crown Graphic (in 4x5) mit einem 90mm-Objektiv und diesem Rückteil.

      Bei zu langen Brennweiten gibt es aufgrund des Strahlenganges seitliche Abschattungen. Das tritt im Prinzip schon ab 150mm auf, dort ist es aber noch sehr wenig und betrifft sozusagen vor allem den zusätzlichen geschenkten Bildbereich. Wenn man längere Brennweiten verwendet, wird die Abschattung immer stärker, aber man bekommt eben doch immer ein breiteres Bild als mit einem 6x12-Rückteil. Daher habe ich auch schon bis zu 300mm verwendet. Ist immer noch sehr "panoramamäßig".

      Man muß beim Shiften ein bisschen aufpassen. Aufgrund des Strahlenganges kann man sich da relativ leicht Abschattungen einfangen. Mäßiges Shiften geht aber und ist ja auch oft sinnvoll, das ist ein klarer Vorteil gegenüber 6x17-Kameras, die keine Shift-Möglichkeit bieten.

      Würde ich es wieder kaufen? Ich denke schon. Es hat zwar seine Haken und Ösen, ist aber trotzdem eine interessante Möglichkeit für die Panoramafotografie.

      Viele Grüße
      Wilfried
      Genau die von Da Yi beobachte ich gerade. Da ich ein grosser Panorama-Fan bin hatte ich mir die Fuji- und die Linhof-Kameras für 6x17 angeschaut. Die Fujis wären wohl für mich nur eine Notlösung weil ich die nicht shiften kann und bei Linhof kam ich nach meiner Rechnung auf rund 15.000 €, was dann doch etwas viel ist.

      Da ich sowieso früher oder später mit Grossformat anfangen wollte habe ich quasi beschlossen eine 4x5-Kamera mit einem Rückteil von Da Yi zu bestücken. Da kann ich dann auch super Architektur-Panoramen anfertigen oder verrückte Dinge mit der Schärfeebene machen. Ich will noch herausfinden welche Objektive einen passend grossen Bildkreis haben. Ich hab da zum Beispiel eine Grafik gefunden, auf der Nikon-Objektive echt grosse Kreise produzieren, die auch das Shiften problemlos erlauben würden. Ich muss nur noch herausfinden wo ich die bekomme.

      Ausserdem ist so eine Porträtfoto mit einer GF-Kamera ja noch mal ein ganz besonderer Schnack und da können die Komiker mit ihren Kleinbildkameras einpacken! ;)

      Ich freue mich schon sehr, mit Euch über das alles fachsimpeln zu können!

      Gute Nacht


      Roy
    • Hallo Roy,

      mit einer Großformatkamera hat man sehr viel Freiheit, was die Objektive angeht, da man nicht an einen Hersteller gebunden ist. Viele bekommt man für bezahlbares Geld auf dem Gebrauchtmarkt, auch in der Bucht o.ä.

      Was den Bildkreis für 6x17 angeht... da braucht man nur wenig mehr als für 4x5". Gerade wenn's ums Shiften geht... wenn man 3 cm nach oben shiftet (was ja schon sehr sehr viel ist), ist man bei ca. 205 mm benötigtem Bildkreis. Zum Vergleich: Wenn man bei 4x5" um 3 cm nach oben shiftet (was im Verhältnis zum Format deutlich weniger ist), benötigt man: 198 mm.

      Verkürzt gesagt: Wenn man ein Objektiv für 4x5" hat, das schon ordentlich Verstellungen bietet, ist es auch für 6x17 (mit Verstellungen) zu gebrauchen -- realistisch gesehen alles mit 200mm Bildkreis und mehr, knapp darunter ist in der Praxis meistens auch noch OK. Und solche Objektive gibt's eigentlich wie Sand am Meer. Wie immer gilt: Je exotischer/extremer Deine Wünsche, desto teurer.

      Wenn Du einen gut brauchbaren, bezahlbaren Weitwinkel willst, nimm ein "normales" 90mm-Weitwinkelobjektiv, z.B. Super-Angulon, Nikkor-SW, Grandagon, Fujinon SWD o.ä.

      Wenn es etwas heftiger weitwinklig aber trotzdem bezahlbar sein soll, nimm ein "normales" 75mm-Weitwinkelobjektiv (z.B. aus den oben genannten Serien). Das hat dann zwar nicht ganz 200mm Bildkreis, sollte aber trotzdem reichen. Allerdings macht sich der Helligkeitsabfall zum Rand hin bei Verwendung von Diafilm bei diesen Objektiven schon recht deutlich bemerkbar (da man hier grundsätzlich schon näher am Rand des Bildkreises ist), dagegen hilft zwar ein Centerfilter, aber der ist dann teuer.

      Normalobjektive sind sehr unproblematisch, z.B. ein Symmar-S 150/5,6.

      Was längeres ist auch kein Thema, da hat man dann in der Regel sowieso mehr als genug Bildkreis. Wenn einem Gewicht/Größe egal ist, nimmt man einfach eine große "Normalobjektiv-Rechnung"), z.B. ein Symmar-S 300. Das ist allerdings riesig und wiegt entsprechend viel. Leichte "lange" Objektive sind z.T. teurer, weil begehrter. Ein Nikkor-M 300/9 ist aber z.B. noch bezahlbar.

      Es gibt natürlich noch einige Zwischenstufen die durchaus auch sinnvoll sein können. Es gibt z.B. tolle 120mm-Objektive, oder 180er, 210er, 240er, die alle genug Bildkreis haben.

      Eine komplette Übersicht kann ich natürlich nicht bieten, es gibt noch viele viele andere Alternativen die je nach Anwendung ihre Stärken und Schwächen haben.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Hallo,

      die meiner Meinung nach eleganteste Lösung wäre eine 5x7-Laufbodenkamera in Kombination mit dem Canham 6x17 Rückteil. 4x5 dann über ein Reduktionsrückteil (war bei meiner Sean-Hao direkt dabei). Da sparst Du Dir alle Sorge über Abschattungen. Als Paket ist das alles immer noch transportabel.

      Dieses DaYi Rückteil halte ich für einen schlechten Kompromiss.

      VG

      Tobias
    • QuikMac schrieb:

      Hallo,

      die meiner Meinung nach eleganteste Lösung wäre eine 5x7-Laufbodenkamera in Kombination mit dem Canham 6x17 Rückteil. 4x5 dann über ein Reduktionsrückteil (war bei meiner Sean-Hao direkt dabei). Da sparst Du Dir alle Sorge über Abschattungen. Als Paket ist das alles immer noch transportabel.

      Dieses DaYi Rückteil halte ich für einen schlechten Kompromiss.

      VG

      Tobias
      Danke für den Hinweis. So etwas ähnliches habe ich auch schon überlegt. Auf Flickr gibt es aber massig Fotos, die mit einer 4x5 und dem DaYi-Rückteil gemacht wurden und die keine Vignette haben. Also entweder ist das nicht wirklich ein Problem oder die haben dann digital nachgeholfen. Mein Ziel wäre möglichst viel in der Kamera zu machen - also ohne Vignette zu arbeiten. Letztlich ist ja die Frage, wird das Rückteil komplett ausgeleuchtet. Bis 150 mm gibt es da offenbar keine Probleme. Ich will auch eher weitwinkelig arbeiten...

      Mal schauen ob Peter mir ein Angebot macht das ich nicht ausschlagen kann ansonsten ist auch eine 5x7-Kamera nicht ausgeschlossen.

      Grüße


      Roy
    • Jeder Kompromiss hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Eine 5x7-Kamera würde ich persönlich nur dann haben wollen, wenn ich wirklich in 5x7 fotografieren möchte. Nur allein zur Verwendung eines 6x17-Rückteils fände ich das recht unelegant. Und in 4x5" fotografieren geht mit einer echten 4x5"-Kamera auf jeden Fall besser als mit einem Reduzierrückteil.

      Selbstverständlich kann man mit dem DaYi-Rückteil ohne Vignette fotografieren -- solange man darauf achtet, im Rahmen der Möglichkeiten dieses Rückteils zu bleiben. Natürlich sind ein paar Einschränkungen damit verbunden. Ob man mit denen klarkommt oder nicht, kommt halt sehr darauf an. Will man z.B. sehr stark shiften (also 3 cm oder mehr), dann ist das DaYi-Rückteil nicht die richtige Wahl. Genügt einem jedoch ein mäßiger Shift, dann funktioniert es eben doch.

      Es gibt auch 6x17-Kameras im Stil einer Laufbodenkamera, z.B. von Shen Hao. Eine solche Kamera wäre sicher die optimale Lösung für 6x17-Fotografie. Ist aber wohl deutlich teurer als ein DaYi-Rückteil. Der Preis spielt halt auch eine Rolle, nehme ich an.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • wwelti schrieb:

      Jeder Kompromiss hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Eine 5x7-Kamera würde ich persönlich nur dann haben wollen, wenn ich wirklich in 5x7 fotografieren möchte. Nur allein zur Verwendung eines 6x17-Rückteils fände ich das recht unelegant. Und in 4x5" fotografieren geht mit einer echten 4x5"-Kamera auf jeden Fall besser als mit einem Reduzierrückteil.

      Selbstverständlich kann man mit dem DaYi-Rückteil ohne Vignette fotografieren -- solange man darauf achtet, im Rahmen der Möglichkeiten dieses Rückteils zu bleiben. Natürlich sind ein paar Einschränkungen damit verbunden. Ob man mit denen klarkommt oder nicht, kommt halt sehr darauf an. Will man z.B. sehr stark shiften (also 3 cm oder mehr), dann ist das DaYi-Rückteil nicht die richtige Wahl. Genügt einem jedoch ein mäßiger Shift, dann funktioniert es eben doch.

      Es gibt auch 6x17-Kameras im Stil einer Laufbodenkamera, z.B. von Shen Hao. Eine solche Kamera wäre sicher die optimale Lösung für 6x17-Fotografie. Ist aber wohl deutlich teurer als ein DaYi-Rückteil. Der Preis spielt halt auch eine Rolle, nehme ich an.

      Viele Grüße
      Wilfried
      Die 6x17 von Shen Hao hab ich mir auch schon angeschaut. Das ist für 2800 € nur für die Kamera aber schon ganz üppig. So eine 4x5 mit einem Rückteil bietet eben auch noch die Möglichkeit "normale" Formate zu fotografieren

      Grüße


      Roy
    • Vielleicht wäre dann die richtige Denkweise, zu überlegen, was Dir wichtiger ist: 6x17 oder 4x5"?

      Wenn Dir 6x17 wichtiger ist, wäre eine 5x7-Kamera mit einem 6x17-Rückteil für 5x7 wohl schon eine bessere Wahl, um preisgünstig zu einem guten Setup für 6x17 zu kommen. Einfach deshalb, weil man weniger Einschränkungen hat und der Workflow angenehmer ist.

      Wenn Du aber eigentlich vor allem in 4x5" fotografieren möchtest, aber gelegentlich auch mal gerne ein Panorama machen würdest, wäre eine 4x5"-Kamera die richtige Wahl.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Ich sags mal so: Wenn mir Peter ein gutes Angebot macht schlage ich da wahrscheinlich zu und kaufe ein Rückteil dazu. Falls ich da Vignetten produziere muss ich da entweder damit leben oder die in Photoshop versuchen auszugleichen (mit jedem Objektiv einmal eine weisse Wand fotografieren und dann eine Radialfilter-Ebene für alle anderen Fotos speichern).

      Wenn das mit Peter nichts wird schaue ich auch mal nach 5x7-Kameras...


      Danke Euch


      Roy
    • Hallo Roy,

      Was Du da über Vignetten schreibst, verstehe ich so nicht. Das würde höchstens mit einer Kamera funktionieren, die keinerlei Verstellungen hat.

      Wenn Du das 6x17-Rückteil "richtig" verwendest (also innerhalb der Grenzen bleibst, in denen man es verwenden sollte), dann erzeugt es keine Vignetten.

      Wenn Du Abschattungen aufgrund ungeeigneter Einstellungen hast, dann sind diese von der Gesamtsituation (Objektiv, Einstellungen) abhängig, in der Regel unsymmetrisch, und nicht durch eine Radialfilterebene zu korrigieren.

      Weiterhin solltest Du unterscheiden zwischen:
      a) dem natürlichen Helligkeitsabfall von Objektiven zum Rand hin
      b) Abschattungen aufgrund Überschreitung des Bildkreises (das ist nicht dasselbe!)
      c) Abschattungen aufgrund von in den Strahlengang ragenden Kamerateilen

      Das Phänomen a) wirst Du bei den meisten Weitwinkelobjektiven (und zwar an JEDER Kamera) vorfinden, und ob es in einem Bild störend wirkt oder nicht, hängt von verschiedenen Dingen ab. Wenn Du ziemlich weit in der Mitte des Bildkreises bleibst, ist der Helligkeitsabfall sehr gering, nahe am Rand des Bildkreises wird er heftiger. Wenn Du mit Diafilm fotografierst, wirst Du hiermit schneller Probleme bekommen als mit anderen Filmtypen, weil sich bei Diafilm Abweichungen von der optimalen Belichtung am stärksten auswirken.

      Das richtige Mittel hiergegen ist der Centerfilter, mit dem man das Problem sehr gut in den Griff bekommt. Ist halt teuer.

      Eine digitale Korrektur ist prinzipiell möglich, muß aber an die Verstellungen angepasst werden und ist somit nicht trivial. Wenn Du shiftest oder tiltest, verschiebt sich auch dieser radiale Helligkeitsabfall!

      Wie stark dieser Helligkeitsabfall zum Rand hin ist, hängt natürlich auch sehr stark von der Objektivkonstruktion ab. Viele Kleinbild-Objektive sind recht wirksam dagegen korrigiert. Bei Großformat-Objektiven gibt es hingegen größere Unterschiede.

      Phänomen b) tritt auf, wenn man den Bildkreis eines Objektives überschreitet, z.B. durch zu starke Verstellungen, oder weil der Bildkreis generell nicht ausreicht. Man sollte möglichst bei der Aufnahme sicherstellen, daß dies nicht passiert, z.B. durch Kontrolle (von vorn bei Arbeitsblende durchs Objektiv schauen, alle Bildecken müssen vollständig durch gesamte Blendenöffnung sichtbar sein, ohne daß diese irgendwie angeschnitten wird). Hierfür braucht man eine Markierung auf der Mattscheibe, die das Bildformat wiedergibt.

      Phänomen c) ist das, was mit dem DaYi-Rückteil droht, wenn man nicht darauf achtet. Man kann auch dies durch einen Blick von vorne durchs Objektiv bei Arbeitsblende überprüfen und verhindern. Dieser Kontrollblick ist also immer zu empfehlen!

      Gruß
      Wilfried
    • Herzlich willkommen auch von mir!
      Schön, dass sich immer mehr für das 6x17 Format interessieren, für mein Geschmack ist es das beste Format für ein Panorama; 6x12 & 6x17 wären mir zu nah am Normalformat und 6x24 zu extrem im Blickwinkel, bzw. zu schmal im Ergebnis.
      Ich hatte für ca. 2 Jahre eine Fotoman 617 die ohne jegliche Verstellmöglichkeiten daher kommt, sie hat mich eigentlich erst so richtig angefixt, was das Fotografieren auf Film im Format 6x17 angeht.
      Seit ein paar Wochen nenne ich nun eine Shen Hao PTB 617 mein Eigen und bin von den Verstellmöglichkeiten echt angetan. Ein großer Vorteil ist auch die problemlose Verwendung von Brennweiten zwischen 72mm und 300mm an dieser Kamera.
      Ich hatte allerdings etwas Glück und habe mein Exemplar auf dem Gebrauchtmarkt erworben, die 2700€ die man dafür berappen muss, sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

      Wünsche dir viel Spaß mit deinem Setup, ich freue mich schon darauf hier oder an anderer Stelle etwas von dir zu sehen.

      Grüße aus FFM
      Seb