Kloster Eberbach

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    • Kloster Eberbach

      Hallo!
      Vor 2 Jahren kam es zu einem sehr schönen Treffen im Kloster Eberbach. Seit diesem Tag wollte ich dort gerne Außenaufnahmen machen. Nun hatte ich endlich die Zeit und die Muße, um mich aufzumachen, und die Bilder zu verwirklichen.



      Leider konnte ich an diesem Tag nur das eine Bild machen, denn ich hatte zum einen etwas länger gebraucht, um diesen Standort zu finden, und zum anderen wartete mein Sohn darauf, abgeholt zu werden.
      Also bin ich am nächsten Abend nochmal hingefahren, um dieses Bild zu machen



      Beide Bilder sind mit meiner Toyo Field 810 auf HP5 gemacht worden. Beim ersten Bild kam ein 300mm Objektiv zum Einsatz, beim zweiten ein 240er. Hier hätte ich mir gerne mehr Weitwinkel gewünscht, was ich aber leider nicht habe. Deshalb auch die schwarzen Ecken...Außerdem kam bei dem zweiten Bild ein Rotfilter zum Einsatz.
      Beide Negative habe ich mit einem Epson gescannt und nur wenig bearbeitet. Dies ist nicht so meine Stärke...Also die Bildbearbeitung...
      Für konstruktive Kritik wäre ich sehr dankbar!
      Markus
    • hallo markus,

      ich mache hier keine allgemeingültigen aussagen, sondern beschränke mich auf dass, was ich handwerklich gut finden würde.
      zu dem motiv oder dessen ausschnitt sage ich nichts, da dies doch sehr zuallererst dem eigenen geschmack entsprechen sollte.
      ich selbst mag motivumsetzungen, die die eigene sicht der dinge zeigen und nicht allein das abgebildete.
      aber das ist ein anderes ding.

      ich mag vollformatige aufnahmen und nehme für die abgrenzung nach außen, gerne auch den bildrand mit.
      wenn dabei aus deiner sicht "fehler" passieren, würde ich diese trotzdem eliminieren.
      statische aufladungen sollten beim scann auch vermieden werden, wenn sie der bildaussage nicht förderlich sind.

      insgesamt hilft es einem bild für das internet immer auf, wenn man sich ein wenig auch mit bildbearbeitung beschäftigt.

      bei deinem bild finde ich, dass die tonwerte zu dicht beieinader liegen.
      das lässt ein foto schnell vergraut oder soßig erscheinen.

      .. habe versucht dem bild nr. 2 etwas aufzuhelfen.
      das ist mit einer kopie eines veröffentlichten bildes nicht vollumfänglich möglich.

      beste grüße

      uwe

      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • An sich finde ich das zweite (Original)bild schon recht gelungen. Hier hätte dem Motiv allerdings ein bisschen Luft nach Links und recht ganz gut getan.
      Rechts, weil der Baum die Kirche bereits relativ hart begrenzt und links, weil hier der Weg die Perspektivlinien der Kirche ganz gut weiterführt.
      Auch finde ich es problematisch, dass die Hecke hier genau mittig abgeschnitten wurde.
      Dass die Tonwerte zu dicht beieinander liegen empfinde ich nicht wirklich störend. Persönlich hätte ich Diese allgemein etwas angehoben.
      Daher finde ich die Spreizung der Werte hier (zumindest in einem hohen Maß) ebenfalls, aus den von @Jockel123 genannten Gründen, nicht optimal.

      Das erste (Original)bild empfinde ich als zu statisch. Da das Kloster (Klöster im allgemeinen?) von der Architektur her simpler ist, finde ich die Perspektive
      etwas unglücklich. Das lange Dach steht dem "Waldblock" entgegen, ohne ein Gegengewicht (besondere Ziegel, Fenster) zu bilden. Daher stehen die beiden nicht in Konkurrenz
      zueinander, wodurch das komplette mittlere Drittel des Bildes als eine Einheit und wenig spannend wirkt. Dadurch hebt sich auch das einzig interessante Element des Daches (der Turm/Giebel)
      nicht wirklich ab.

      Gruß
      35 ist kleiner als 67
      67 ist kleiner als 45
      ?????
    • Hallo!
      Vielen Dank an Euch allen für die Hinweise und Tipps! Und für die Likes natürlich auch!
      Zur Bearbeitung habe ich ja schon geschrieben, dass ich da wahrlich noch Entwicklungspotenzial habe... Ich muss mir mal jemanden suchen, der mir das erklärt und zeigt. Abwedeln z.B.. Unterm Vergrößerer bekomme ich das hin, aber in Photoshop...Ich werde die Tage nochmals versuchen, da was rauszuholen, und die Ergebnisse Euch zeigen!
      Zur Standortwahl des ersten Bildes noch eine Anmerkung: ich weiß, dass es statisch ist. Ist auch so gewollt. Ich habe überlegt, die Frontstandarte mehr nach oben zu verschieben, damit der Anteil des Himmels mehr wird. Allerdings wären dann die Reben nicht mehr zu sehen gewesen. Da das Kloster ja im Rheingau liegt, waren mir die Reben aber wichtig. Ein anderer Standort hätte das Problem gehabt, dass sich die Spitze des Turmes nicht in einer Linie mit dem Dachfirst des Seitenflügels befunden hätte. Da dachte ich an die Disskussion über das Bild von Andreas vom Kölner Dom. Da kam dies als Fehler in der Gestaltung zur Sprache.
      Deshalb habe ich es so gemacht, und mir gefällt es.

      Zum zweiten Bild sei gesagt, dass ich nur ein 240mm Objektiv habe. Viel weiter zurück gehen ging nicht, da dort ein Gebäude steht, und andere Pflanzen( Palmen) störend im Bild gewesen wären.
      Was mich an beiden Bildern freut ist, dass ich anscheinend alles richtig korrigiert habe. Darauf habe ich auch sehr geachtet, von wegen stürzender Linien, Tarzaneffekt und solche schönen Dinge, die man alle falsch machen kann... ;)

      @Uwe: was meinst Du mit statischer Aufladung durch das scannen?

      @Jockel: die Exkursion war schon...
      Treffen im Rhein-Main Gebiet
      Es stimm schon, das Andreas gute Verbindungen zum Kloster Eberbach hat. Vielleicht machen wir einfach noch eine Exkursion dorthin. Gibt dort viel zu entdecken!
      Viele Grüße
      Markus
    • flieger schrieb:

      @Uwe: was meinst Du mit statischer Aufladung durch das scannen?
      .. beim 2. bild gibt es diese "ringe" an dem runden fenster des gebäudes, die durch statische aufladung auftreten.
      diese gilt es nach möglichkeit zu vermeiden.

      eine möglichkeit wäre z.b. nass-scann -
      eine andere, abstand film/glasfläche.

      aber es gibt da noch weitere möglichkeiten ..
      welcher der königsweg ist, kommt wohl auf die gerätschaft an, die du zum scannen nutzt.
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • flieger schrieb:

      @Jockel: die Exkursion war schon...
      Treffen im Rhein-Main Gebiet
      Es stimm schon, das Andreas gute Verbindungen zum Kloster Eberbach hat. Vielleicht machen wir einfach noch eine Exkursion dorthin. Gibt dort viel zu entdecken!

      da ja auch die nächste Odenwald-Exkursion noch auf sich warten läßt, winken wir mal ein bisschen mit dem Scheunentor in Richtung @Andreas und @wwelti :saint:
    • .. dann sei froh - das problem gibt es eigentlich bei allen formaten, wenn film auf eine glasplatte kommt.
      ich habe keinen epson-scanner .. aber die kollegen die hier damit arbeiten, haben sich schon verschiedentlich darüber ausgelassen, wie man es verhindern kann ..
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • flieger schrieb:

      was meinst Du mit statischer Aufladung durch das scannen?

      hallo markus,

      bei diesen ringen handelt es sich um newton-ringe. allerdings entstehen sie nicht durch statische aufladung, sondern durch interferenz. wenn du mehr dazu wissen willst:

      de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Ringe

      da du einen V700 hast: besorg dir den fluid-mount-medienhalter von epson. damit lassen sich diese ringe verhindern.

      und keine sorge: newtonringe kommen auch an anderen formaten vor :P
    • ok, offensichtlich scheint die verlinkung auf den entsprechenden wikipedia-artikel nicht bei allen zu funktionieren. deswegen hier die entsprechende passage zur entstehung der NR:


      Die Ringe entstehen durch Interferenz an der oberen und unteren Grenzfläche des Luftkeils. Bei Seifenblasen oder Ölschichten auf Wasser im Tageslicht (besser noch bei Sonneneinstrahlung) entstehen farbige Ringe. Die Farbigkeit entsteht, da sich Strahlung mit einer Wellenlänge nahe der Schichtdicke „interferierend“ verstärkt oder auch auslöscht. Die Schichtdicke muss größer als eine halbe Wellenlänge des Lichtes (380 nm bis 780 nm) sein. Je kurzwelliger die Lichtquelle ist, desto mehr Ringe sind zu sehen.


      Wird monochromatisches Licht von oben auf die Versuchsanordnung gestrahlt, erscheinen durch konstruktive und destruktive Interferenz abwechselnd helle und dunkle konzentrische Kreise, deren Zentren im Berührungspunkt der Linse mit der Glasplatte liegen. Die dunklen Ringe entstehen durch destruktive und die hellen Ringe durch konstruktive Interferenz. Es interferieren die Lichtwellen, die an der Grenzfläche beim Übergang von der Linse in die Luft reflektiert werden, mit denjenigen, die an der Grenzfläche beim Übergang von der Luft in die Glasplatte reflektiert werden. Ist deren Phasenlage zueinander 180°, löschen sie sich gegenseitig aus, es entstehen dunkle Ringe. Bei gegenseitiger Verstärkung (Phasenlage 0°) entstehen dagegen helle Ringe. Mit zunehmendem Abstand vom Auflagepunkt (der Abstand zwischen Linsenoberfläche und Glasplatte nimmt zu) wiederholt sich diese Bedingung mehrfach. So entstehen mehrere Ringe, die mit zunehmendem Radius immer enger beieinander liegen, da der Gradient der Abstandsänderung aufgrund der Kugelform der Linse zunimmt.


      Ausschnittvergrößerung der Newtonringe zwischen zwei Plankonvexlinsen

      Wird weißes Licht eingestrahlt, entstehen farbige Ringe. Der Grund für die Farben liegt darin, dass die Bedingung für Interferenz für unterschiedliche Wellenlängen bei unterschiedlichen Spaltdicken erfüllt ist. Im Bild der aufeinander liegenden Glaslinsen ist die Reflexion an den sich nahe kommenden Oberflächen abgebildet. Wenn die Bedingung für destruktive Interferenz erfüllt ist, wird das Licht der jeweiligen Farbe nicht reflektiert. Es verbleibt das restliche Spektrum und erzeugt die Komplementärfarbe. Der Abstand der Ringe für eine bestimmte Farbe ist umso größer, je größer die Wellenlänge der Farbe ist. Das bedeutet, dass sich die Abfolge der Farben nach außen hin allmählich verschiebt. Außerdem überlagern sich die Ringe verschiedener Farben und es entstehen Farben durch additive Farbmischung. In der Ausschnittvergrößerung erkennt man, bei den inneren, breiten Ringen deutlich getrennte rote und grüne Streifen. Nach links hin überlagern sich die beiden Farben zu einem Gelb. Ganz außen treten sie wieder getrennt, jedoch in umgekehrter Reihenfolge auf.

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      von einer elektrostatischen aufladung steht da nichts. es gibt natürlich trotzdem eine erklärung dafür, das die newtonringe nach nochmaliger entfernung aus der negativbühne (zum beabsichtigten "entladen") und erneutem einlegen verschwunden sind: einfach mal ein negativ zwischen 2 Glasplatten legen, gegens licht halten, schauen wo ringe sind und dann leicht auf die glasplatten drücken. man wird feststellen, das die ringe ortsveränderlich sind, weil die interferenzen eben an den übergängen des luftkeils zwischen den verschiedenen optischen medien (den gläsern, dem negativ und auch der luft selbst) entstehen. durchs drücken verschiebt man sozusagen den luftkeil und damit die platzierung der ringe. ursache eines luftkeils könnte zum beispiel ein nicht plan liegendes negativ sein.

      wenn man also nach der elektrostatischen "entladung" keine NR mehr hat liegt das daran, das man das negativ so im negativhalter platziert hat, das es diesen luftkeil nicht mehr gibt. an einer möglichen "entladung" liegt das nicht, es handelt sich um eine scheinkorrelation.

      es gibt vermutungen (manche fotografen haben davon berichtet), das die interferenzen abnehmen oder ganz verschwinden, wenn die luftfeuchtigkeit steigt. ob das stimmt, weiß ich nicht. aber beim nass-scan treibt man dieses "feuchtigkeits-ding" ja quasi ins maximale, scheint also was dran zu sein :D
    • renros schrieb:

      wenn man also nach der elektrostatischen "entladung" keine NR mehr hat liegt das daran, das man das negativ so im negativhalter platziert hat, das es diesen luftkeil nicht mehr gibt. an einer möglichen "entladung" liegt das nicht, es handelt sich um eine scheinkorrelation.
      diese "scheinkorrelation" funktioniert eigentlich immer.
      .. die flächen ohne statische aufladungen ziehen sich nicht mehr an - dadurch keinen luftkeil - dadurch keine ringe ..

      es stimmt allerdings, das die luftfeutigkeit unter wasser sogar schlagartig nachlässt!! : )
      und bitte nicht mit den fingern auf die negativbühne drücken - gibt sichtbare fettflecken!!!*

      *praxiserfahrung vor den zeiten von wikipedia
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      diese "scheinkorrelation" funktioniert eigentlich immer.

      das ist das - trügerische - wesen von scheinkorrelationen: das sie manche leute glauben lassen, für einen wahrgenommenen effekt verantwortlich seien. (mehr dazu unter "globuli"). foto-laborarbeit ist aber eher praktizierte physik als eingebildete meta-physik.

      ich habe 2 negativreiniger: den simco-filmcleaner und einen kinetronic, mit beiden kann man nicht nur passiv, also spannungslos "entladen" (so wie z.b. mit anti-statik-tüchern oder bürsten), man muss sie an die steckdose anschließen. beide absolut top-geräte. trotzdem habe ich hin und wieder newtonringe, auch bei komplett "entladenen" negativen.

      ich habe sogar festgestellt, das es filme gibt, die offenbar eher zu newtonringen neigen, als andere. und würde behaupten wollen, dass das mit dem grad der "diffusität", besser: der rauhheit der emuslionsseite zusammenhängt.

      lookbook schrieb:

      und bitte nicht mit den fingern auf die negativbühne drücken - gibt sichtbare fettflecken!!!*

      fettflecken stellen für einen ernstzunehmenden fotografen keine echte herausforderung dar, da er ja immer noch DIE handschuhe trägt, mit deren hilfe er sein negativ angefasst hat um es zu entstauben und in der bühne zu platzieren. wer das nicht so handhabt, muss sich über fingerabdrücke (fettfinger? im labor? woher?) nicht wundern. und sollte vielleicht seinen workflow professionalisieren.
    • renros schrieb:

      das ist das - trügerische - wesen von scheinkorrelationen: das sie manche leute glauben lassen, für einen wahrgenommenen effekt verantwortlich seien. (mehr dazu unter "globuli"). foto-laborarbeit ist aber eher praktizierte physik als eingebildete meta-physik.
      .. aber was ist mit z.b. mir, der deine "behauptete scheinkorrelation" nicht bestätigen kann ..

      renros schrieb:

      ich habe 2 negativreiniger: den simco-filmcleaner und einen kinetronic, mit beiden kann man nicht nur passiv, also spannungslos "entladen" (so wie z.b. mit anti-statik-tüchern oder bürsten), man muss sie an die steckdose anschließen. beide absolut top-geräte. trotzdem habe ich hin und wieder newtonringe, auch bei komplett "entladenen" negativen.
      .. dann sind die geräte doch nicht so top - oder du solltest deine negativbühne zusätzlich entladen ..

      renros schrieb:

      ich habe sogar festgestellt, das es filme gibt, die offenbar eher zu newtonringen neigen, als andere. und würde behaupten wollen, dass das mit dem grad der "diffusität", besser: der rauhheit der emuslionsseite zusammenhängt.
      .. natürlich haben verschiedene materialien auch abweichende verhaltensweisen bei statischer aufladung.
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • liebes Forum,

      bitte nicht übelnehmen, wenn ich nicht mehr auf jeden neuerlichen - wie bemüht auch immer formulierten - wortbeitrag in granulierter form eingehe. es ist alles gesagt: elektrostatische aufladung ist nicht die ursache von newtonringen. und wenn man 100 jahre mit fettfingern seine negative am heizkörper erdet. es steht jedem frei, versammelte wissenschaftliche vernunft zu ignorieren. aber auch noch gefolgschaft dabei zu erwarten, wäre etwas vermessen.

      und wenn man sich bis zum lebensende einbilden möchte, das "entladen" hilft: um so besser für den einbildenden!

      des menschen wille ist sein himmelreich.