Sommer am Walther-von-Cronberg-Platz. Jetzt scharf!

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    • Sommer am Walther-von-Cronberg-Platz. Jetzt scharf!

      Ein neuer Versuch. Beim letzten Mal hat die Schärfe nicht richtig gepasst.
      Diesmal stimmt's. Und es ist noch viel mehr los gewesen, heute Nachmittag.
      Herrlich dieser Sommer!

      Wie beim ersten Versuch: Intrepid Mk II 4x5, Rodenstock Sironar-N 5.6/150, Ilford FP4 in Rodinal (20°, 1+50, 14 Minuten) und Scan mit Epson Perfection 750 und Silverfast. In Photoshop kaum beschnitten, Staub entfernt und untenrum etwas aufgehellt.


      Sharif

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sharif ()

    • Was ist mit einem Filter, damit wir das Wasser mal zu sehen bekommen gegen den Himmel.

      Ansonsten ist das nicht gerade ein typischer Einsatz für eine Großformatkamera (was nicht heißt, daß man es nicht trotzdem tun kann - nur bringt die GF da mehr Probleme als sie löst).

      Stark verdünnter Rodinal-Entwickler soll die Kanten verstärken und ausgleichen. Das erste braucht mn bei GF nicht, das zweite schon gar nicht.
    • Diesch schrieb:

      Was ist mit einem Filter, damit wir das Wasser mal zu sehen bekommen gegen den Himmel.
      Das ist gar nicht so einfach. Ich habe die Aufnahme mit Blende 32 und 30tel Sekunde gemacht. Mit Filter müsste ich die Belichtungszeit verlängern und die Menschen im Vordergrund werden unscharf (Bewegungsunschärfe). Ebenso würde das Wasser zu einem unscharfen Schleier werden. Wenn ich die Blende weiter öffne geht mir die Von-Vorn-Bis-Hinten-Schärfe verloren.

      Und, was mache ich jetzt? ;) Vorneweg: Ich kaufe mir nicht für dieses eine Motiv eine Packung 400er Film …

      Sharif
    • Diesch schrieb:



      Ansonsten ist das nicht gerade ein typischer Einsatz für eine Großformatkamera (was nicht heißt, daß man es nicht trotzdem tun kann - nur bringt die GF da mehr Probleme als sie löst).

      Stark verdünnter Rodinal-Entwickler soll die Kanten verstärken und ausgleichen. Das erste braucht mn bei GF nicht, das zweite schon gar nicht.
      Jetzt hast Du noch was ergänzt: Kein typischer Einsatz für eine Großformatkamera? Wenn ich dieses Foto von der Position aus mit einer normalen Kamera mache, ist das aber so was von „Einstürzende Neubauten“ … brrr, fürchterlich. Oder du bist Pflasterstein-Verlegemuster-Fan? Der Pflasterstein ist da übrigens wirklich toll gemacht, nebenbei.

      Zum Rodinal: Ein bisschen Kante passt - meiner Meinung nach - ganz gut (EZB, Backsteine Haus vorn rechts). Deshalb hab' ich ja auch „normale“ (50er) Verdünnung genommen.

      Sharif
    • Wenn es unbedingt die GF sein soll, könntest du Folgendes versuchen (ohne 400er): Ohne Menschen, Blende weiter geöffnet, Objektiv etwas (!) nach vorn geneigt, um die Schärfe in der Tiefe etwas zu verbessern - klar, ohne die Schärfe in der Gebäudehöhe zu verlieren.
      Also eine richtige Aufgabe - ich bin gespannt :)
    • ralph42 schrieb:

      Mit Leuten, Du traust Dich was!
      Die berüchtigte DSGVO gilt nur für digital erstellte Aufnahmen. Da das hier analog und noch dazu Kunst ist, gilt nur das Urheberrechtsgesetz. Und während des Kameraaufbaues hätten alle die Aufnahmen ablehnenden dies zum Ausdruck bringen oder flüchten können, von "umbemerkbarer" Fotografie kann also keine Rede sein!
      Schöne Aufnahme, weiter so!
      Der Fotograf zum Maler: Geiles Bild - mit welchem Pinsel gemalt?
    • Die DGSVO gilt für Dateien. Diese können auch analog sein. Sobald du das analoge also anhand von analogen Notizen verorten kannst, hast du eine Datei. Der Scan selbst ist ebenfalls digital.

      Ob in Deutschand weiterhin das Urheberrechtsgesetz gilt ist derzeit mehr als zweifelhaft weil die nationale Öffnungsklausel nicht gezogen wurde und es somit dafür derzeit keine Rechtsgrundlage jenseits der DSGVO gibt.

      Allerding gilt die DSGVO nicht wenn die Verarbeitung der Daten durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten erfolgt.

      Und wir sind hier ja so etwas wie eine Familie. ;)

      Gruss Sven.
    • Urnes schrieb:

      Die DGSVO gilt für Dateien. Diese können auch analog sein. Sobald du das analoge also anhand von analogen Notizen verorten kannst, hast du eine Datei. Der Scan selbst ist ebenfalls digital.

      Ob in Deutschand weiterhin das Urheberrechtsgesetz gilt ist derzeit mehr als zweifelhaft weil die nationale Öffnungsklausel nicht gezogen wurde und es somit dafür derzeit keine Rechtsgrundlage jenseits der DSGVO gibt.

      Allerding gilt die DSGVO nicht wenn die Verarbeitung der Daten durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten erfolgt.

      Und wir sind hier ja so etwas wie eine Familie. ;)

      Gruss Sven.
      Erstens: Dass das Kunsturheberrecht nicht mehr über der neuen DSGVO steht war mir noch nicht bewusst. Ist das so?

      Zweitens: Soweit ich weiß, braucht es noch immer einen Kläger der persönlich betroffen wäre (abgebildet auf dem Foto z.B.). Pauschale Abmahnungen sind nicht möglich. Wie sollte ich auch einem Abmahnanwalt, ohne damit selber gegen die DSGVO zu verstoßen, nachweisen, dass ich eine Fotografiererlaubnis (Modelrelease) habe? Alles ziemlich gagga …

      Sharif
    • Hallo Sharif,

      das Kunsturheberrecht stand noch nie über der DSGVO. Die EU-Verordnungen gelten unmittelbar und brechen im Zweifel nationales Recht sofern die Öffungsklausel nicht genutzt wird und eine entsprechende nationale Auslegung gibt. Aus der Politik kamen zwar viele Statements aber solange es keine entsprechenden Gesetzesänderungen oder Ausführungsverordnungen gibt ist das nicht viel wert.

      Zweitens sehe ich genau so. Aber: Wenn du bspw. zum Größenvergleich einen spanischen Touristen von hinten vor den Türmen von Angor Wat fotografierst und du das Bild in irgendeinem Reiseführer veröffentlichst kann er dich verklagen. Der Gerichtssitz wird dann wahrscheinlich in Spanien liegen.

      Die DSGVO verkomliziert Vieles, wird aber nicht dafür sorgen, dass besser mit unseren Daten umgegangen wird.

      Ach ja, und zu deinem Bild. Da gehören eindeutig Menschen drauf. Gar keine Frage. Mach weiter so.

      Gruss Sven.

      P.S. Ich heb hier nicht den Zeigefinger. Ich hab nur eingelesen, wegen meinem Blog ect. Und ihr wißt ja: Geteites Wissen ist halbes Wissen. Oder so ähnlich.
    • leute leute,

      es ist ja toll, wenn ihr versucht, euch gegenseitig zu helfen. allerdings solltet ihr es dabei vermeiden, noch mehr verwirrung anzustiften. :)

      rund um den komplex "urheberrecht/persönlichkeitsrecht/datenschutz/vermarktungs-respektive-lizenz-recht" ist die gesetzeslage äußerst komplex, selbst für juristen nicht immer vorhersagbar und schon gar nicht über ländergrenzen hinweg verallgemeinerbar (auch nicht in der EU, trotz der DSGVO). ihr vermengt in eurer diskussion hier das urheberrecht mit dem nutzungsrecht (also einer veröffentlichung) vor dem hintergrund des allgemeinen persönlichkeitsrechts (informationelles selbstbestimmungsrecht), welches vor einiger zeit durch die DSGVO novelliert (und stellenweise harmonisiert) wurde.

      das diskustierte foto hier im thread in einem deutschen forum eingestellt erzeugt z.b. ganz andere jurstische folgen als im amerikanischen pendant veröffentlicht.
      mal ganz davon abgesehen, dass es ein "kunsturheberrecht" und das entsprechende gesetz - seit 1965 - nicht mehr gibt. gemeint scheint hier wohl eher die sogenannte "kunstfreiheit".

      ob die veröffentlichung des vorliegenden bildes zweifelsfrei durch diese kunstfreiheit gedeckt ist, kann ich nicht beurteilen, ich bin kein anwalt (schon gar kein richter). allerdings erlaube ich mir - aufgrund über 25jähriger erfahrungen auch aus dem bereich pressefotografie - die meinung, dass zumindest die darstellung der frau links vorn nicht ganz unproblematisch sein könnte, da sie individuell identifizierbar ist. und das streift ganz substanziell ihr "recht am eigenen bild". aber: wo kein kläger, da kein richter! :D wobei auch zu klären wäre ob dieses forum hier als medium im sinne des presserechts verstanden werden kann. und ob der betreiber dieses forums über die verbreiterhaftung belangt werden könnte. bei clickmas frauenportraits dürfte das unstrittig sein, da er - wenn ich mich richtig entsinne - verträge mit den damen aufgesetzt hat.

      übrigens könnte das vorliegende foto nicht nur wegen persönlichkeitsrechtlicher aspekte streitigkeiten auslösen. auch die abgebildete architektur kann das! siehe das "christo´sche bilderverbot" bei der verhüllung des reichstages. und das, obwohl es in deutschland so etwas wie die "panoramafreiheit" gibt. bei der darstellung von urheber/lizenzrechtlich geschützter bauten aus Italien z.b. kann das wieder ganz anders aussehen.

      es ist halt wie immer in solchen fällen: es wird - wenn´s hart auf hart kommt - immer am einzelfall entschieden.

      verallgemeinerbare aussagen sind - leider - nicht möglich.
    • renros schrieb:

      bei clickmas frauenportraits dürfte das unstrittig sein, da er - wenn ich mich richtig entsinne - verträge mit den damen aufgesetzt hat.
      Genau so ist es.
      Mit meinen Modellen mache ich immer einen Vertrag, worin die Rechte zur Veröffentlichung geregelt sind. Ob diese Verträge dann aber juristisch einwandfrei sind und ob ich unter Umständen nicht doch Probleme kriegen könnte, weiss ich nicht.
      Aber mit den Juristen ist das so eine Sache und in dieser tollen Welt sollte man sich über nichts wundern.
    • Paragraph 22 und 23 (und andere) des Kunsturhebergesetzes gelten weiterhin und betreffen das „Recht am eigenen Bild“.

      § 22 (Recht am eigenen Bild)
      Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt wer-den. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte und die Kinder des Abgebildeten, und wenn weder ein Ehegatte noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.

      § 23 (Recht am eigenen Bild, Ausnahmeregelungen)
      (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
      1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
      2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
      3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
      4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
      (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.

      Ich berufe mich hiermit auf § 23 Punkt 2 und 4. Fertig.

      Jetzt ist aber Schluss hier mit dieser Diskussion. X( Als Threadopener darf ich das bestimmen … äh, Paragraph … äh …

      Sharif
    • Sharif schrieb:

      Ich berufe mich hiermit auf § 23 Punkt 2 und 4. Fertig.

      kannst du so machen. aber im klagefall würde es eben trotzdem eine einzelfallentscheidung geben. bei deinem fall würde geprüft werden, welchen anteil und welche gewichtung das von dir bildlich dargestellte am gesamten bild hat. ob zum beispiel die frau nur "zufällig" und "beiwerk" ist. beides ist meiner meinung nach zu verneinen. dafür sind sie zu prominent abgebildet und der grund ihres aufenthaltes dürfte in dem von dir fotografierten (also dem platz und dem brunnen) selbst begründet sein.

      in dem falle würde wohl eine abwägung der rechtsgüter stattfinden:

      dein recht auf freiheit der künstlerischen entfaltung gegen ihr recht auf informationelle selbstbestimmung. und da die frau ganz offensichtlich keine relative person der zeitgeschichte ist (und eine absolute schon gleich gar nicht) dürften ihre chancen so ein verfahren zu gewinnen größer sein als deine. hängt aber auch immer ein bisschen von der kammer ab. wenn sie dich in hamburg verklagt (was problemlos möglich ist, da ein zugriff auf dieses forum ja auch dort problemlos möglich ist), würde das ihre chancen sogar noch steigern. das landgericht hamburg ist berühmt-berüchtigt für seine affinität für solche urteile.


      Sharif schrieb:

      Jetzt ist aber Schluss hier mit dieser Diskussion. Als Threadopener darf ich das bestimmen … äh, Paragraph … äh …

      steht wo noch mal genau? :P
    • Interessante Diskussion.

      Wenn ich also meine Freunde fotografieren möchte, muss ich mir von denen eine Einwilligung geben lassen, dass ich deren Bilder - zwecks Diskussion über Einstellung, Entwicklung, verwendete Objektive, Verstellung der Standarten usw. - auch im Internet einem interessierten Publikum vorstelle.

      Wie soll da gehen? Von jedem ein Stück Papier unterschreiben lassen? Ich schließen ja keine Verträge mit denen ab, sondern ich verwende sie als Motive, um daran zu lernen..... Und meine Motiv sagt mir, klar, kein Problem. Und in ein paar Jahren ist der gute dann verstorben und nach 5 Jahren kommt seine Gattin auf den Trichter, dass ICH sein Bild vor (sagen wir mal 8 Jahren) veröffentlicht habe und sie ihn im Internet in diesem Forum gefunden hat - was sie nicht will und sie mich nun verklagt.....

      Grauenhafte Vorstellung.....
      .... stimmt mich sehr nachdenklich.

      Alles was ihr oben geschrieben habt, ist ja richtig.

      Aber was macht man nun am sinnvollsten?

      Gruß
      Klemens
      Man(n) ist nie zu alt was neues zu lernen.