Eigenbau-Kameras

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      Auf die Gefahr hin, dass ich Euch hier zusülze... :D

      Ich habe ein neuwertiges und schon ausgeräumtes Zeiss Ikon 6x9 Gehäuse, ähnlich dem Youtube Link, den ich genannt hatte. Belederung und Metallteile sehen wie neu aus.
      Des weiteren habe ich ein Schneider Angulon 6,8/65mm im Technika Verschluss liegen, das von einer Technika 6x9 stammt und somit für eine 6x9 Kamera geeignet sein müsste. Da ich dafür keine andere Verwendung habe, werde ich versuchen, die Teile zu verheiraten. Damit ist die Filmaufnahme und der Transport schon fertig. Ich brauche nur noch ein Helicoid und etwas Blech. Das könnte eine sehr leichte Westentaschenkamera werden mit trotzdem recht guter Bildqualität bei immerhin 6x9 Filmformat.
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      Stimmt. Aber das Design wird, sagen wir mal, anders als eine Alpa : )
      Das Problem wird halt, den Helicoid so zu befestigen, dass du auf Unendlich scharfstellen kannst, bzw. die Entfernungsmarkierungen passen.
      Das Justieren ist gar nicht mal so das Problem. Material für den richtigen Abstand zu finden schon eher. Da kommt es auf weniger als einen Millimeter an.
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      Im Super-Rollex steckt ein Stepdownring der Größe 105 auf 82, was genau passt.
      In diesem steckt die Metallsonnenblende mit 82er Schraubgewinde, was auch schön passt.
      Das Objektiv ist nun mir dem Zwischenring verbunden, der seinerseits ein Gewinde von 80 mm hat, was auch schön passt.
      Das Problem ist nun, die Objektivzwischenringkombination an das Super-Rollex-Stepdownringteil zu adaptieren. Dort, wo der Blitzschuh anfängt ( von oben gesehen) sieht man das Gefrickel mit Latex. Da hat sich was verzogen.
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      Verstehe, was Du schreibst. Oder doch nicht ganz. Aber erkennen kann ich das auf Deinem Bild nicht. Ich finde immer lustig, dass hier mit den am höchsten auflösenden Kameras gearbeitet wird, aber die Fotos nicht selten ziemlich unscharf sind und mit technischer Perfektion wenig gemeinsam haben. :D
      Damit will ich jetzt aber wirklich niemandem auf die Füße treten. Nur Spaß.

      Ok, also die Verbindung des Zwischenrings mit dem Stepdown ist das Problem. Ich verstehe wohl immer noch nicht, ist die Sonnenblende Dein sogenannter Zwischenring oder gibt es einen Zwischenring, eine Sonnenblende und ein Stepdownring???

      Am Magazin sitzt der 105er Ring gut, sagst Du. Hast Du verschraubt an den beiden Löchern, wo die Kugeln drinsaßen. Na gut, aber kippt das nicht auch schon, weil es nur an zwei Punkten aufliegt?
      Das geht dann über in die Sonnenblende und ist dort auch gut. Nur von der Sonnenblende auf das Objektiv geht nicht?

      Aber ich sehe noch ein weiteres Problem, nämlich dass Dein 105-82 Stepdown nicht das ganze Bild am Magazin freigibt. Das reicht nicht mal für 6x7, denn das misst diagonal über 90mm.

      Vielleicht wäre es sinnvoller, auf ein Rundrohr 120mm x 5mm auszuweichen und den Übergang aufs Objektiv anders zu machen. Ich probier hier gerade was mit der Erdnussdose :D
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      Ich fange mal von hinten an:

      Das wäre in der Tat zu knapp. Allerdings ist die Bildebene des Super-Rollex nicht auf der Oberfläche des Rückteils, sondern ca. 5 mm vertieft, da geht es noch ein Stückchen runter. Plus weitere ca. 5 mm des Stepdownrings, die der hochsteht, bringen insgesamt ca. 1 cm oder so und das reicht aus, um nicht zu Vignettiere. Das zeigen auch die Testbilder. Da vignettiert nix.

      Der Stepdownring kippelt auch nicht, der liegt plan auf. Ich habe lediglich ein kleines Stück vom Gewinde an einer Ecke abfeilen müssen, damit das mit diesem kleinen Hubbel am Super-Rollex passt.

      Mit Zwischenring meine ich die originalen Zwischenringe, die es für die Universal gibt/gab. Das sind fünf Teile, die eigentlich zum Dazwischenschrauben für Nahaufnahmen gedacht sind. Diese stecken in einer Metallsonnenblende von Ebay. So lässt sich die Enfernung zur Bildebene justieren: Der Objektivzwischenringteil rutscht in der Metallsonnenblende vor und zurück. Was gut zum Justieren ist, aber auch schlecht, weil ziemlich wackelig. Daher die Fixierung der gefundenen Einstellung mit Silikon.
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      Ok, danke, jetzt habe auch ich es endlich verstanden.
      Dass die Zwischenringe in der Sonnenblende liegen, habe ich nicht mitgekriegt.

      Ich würde das wahrscheinlich mit einem 120mm Rohr versuchen, einer Fokussierschnecke und einem Großformatobjektiv. Das Rohr muss nur richtig abgelängt werden und braucht einen Übergangsring zur Fokusschnecke. Den könnte man, wenn man selbst keine Drehbank zur Verfügung hat, anfertigen lassen. Am Magazin rechts und links der Kugeln mit insgesamt 4 Schrauben das Rohr anschrauben.
      Nun fehlt nur noch der Sucher. Wie hast Du den nochmal gemacht?
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      Genau das ist der Punkt: Man braucht mindestens ein hochpräzises Verbindungsstück. Ich wollte das halt selbst bauen und bin da anscheinend an meine Grenzen gestoßen, habe aber auch keine Werkstatt, noch nicht einmal vernünftiges Werkzeug.

      Meinen Sucher könnest du haben, aber er hat eine völlig andere Brennweite als dein 58er, wird also nicht funktionieren.
      Ich werde mir jetzt für den Neuaufbau einen alten Leica-Sucher holen. Die VIDOMs sehen cool aus und es gibt sie in 35 mm : )
      Meinen Sucher nachzubauen, lohnt sich nicht, so toll ist der nicht. Außerdem hatte ich den Directors Viewfinder gebraucht für einen ganz schmalen Euro bekommen, die kosten sonst so 100 Euronen. Da gibt es schon einen schönen Aufstecksucher für.

      Eine Alternative wäre vielleicht noch eine Graflex XL. Im Netz gibt es Umbauten auf eine Flat-Top, also oben den vulominösen Sucher einfach ab. Es gab auch mal eine auch heute noch recht teure Wide-Version. Die XLs haben im Prinzip alle Großformatoptiken in einem Helicoid, der allerdings anfällig ist, weil aus Plastik. Da gibbet so eine Nase, die gerne mal abbricht. Bei Ebay waren maleinige Nachbauten eines Italieners drin, der die Helicoids aus Metall gebaut hat. Ich glaube, seine Bastel-Seite ist auch noch am Netz. Ob der die Dinger noch verkauft, weiß ich nicht.
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      Insteressante Infos, danke.
      Also so richtig rudimentäres low cost Zeug wie Graflex will ich mir eigentlich nicht hinlegen. Gewöhnt bin ich Master Technika, Technika V 6x9 und Horseman 4x5, ich glaube LX heißt die.

      Also wenn ich tatsächlich selbst was baue, muss das auch gutes Material sein, z.B. die Einstellschnecke wenigstens von Fotoman, besser noch die Schneider, die ich dann beide auch auf Linhof Platte montieren könnte, um das 58er an der Master einsetzen zu können. So wäre das von doppeltem Nutzen, falls der Selbstbau nicht zufriedenstellt. Auf 4x5 könnte das 58er richtig was! Und es muss alles rückbaubar und wiederverwendbar sein, z.B. das Magazin.

      Also das, was ich gesagt hatte mit dem 120mm Rohr und Verbindungsstück, da könnte man sich dieses Verbindungselement einfach selbst konstruieren und per 3D Druck anfertigen (lassen). Ich hörte von Startups, die sowas mit der ganzen Kamera machen :shock: . Für so ein relativ unsichtbares internes Teil könnte ich unter Umständen ein Auge zudrücken. Ich kenne einige Leute, die einen solchen Drucker haben und nur darauf warten, ihn sinnvoll einzusetzen.

      Tja mit dem Sucher, da gibts natürlich einige, aber so ein rundes Fenster schockt enorm, das hat Alpa gut hingekriegt.
      Überhaupt, wenn ich mir den Rahmen der Alpa ansehe, das ist eigentlich kein Hexenwerk. Eine Aluplatte, die innen ausgefräst wird, Hebelchen dran, paar Gewinde hier und dort rein, eloxieren lassen und fertig. Nur für vorne und hinten anzuflanschende Systemteile müsste man sich was überlegen.
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      Hi,

      noch eine Technika, die ich nur alle Jubeljahre benutze, möchte ich mir eigentlich nicht hinlegen.

      Das Weitwinkeleinstellgerät hatte ich mal kurz. Die Bedienung des klapprigen Teils hat mich nicht überzeugt, so dass ich es zurückgegeben habe. Es war alles so leichtgängig und hatte Spiel, dass ich in die wackelfreie Einstellung kein Vertrauen hatte. Vielleicht würde ich das heute aber anders sehen. Und wenn man es mit zähem Silikonfett neu schmieren würde.

      Aber so ein Ding wäre doch klasse:

      linhof.com/o-platte-einstellschnecke/

      Den äußeren Ring muss man nicht unbedingt haben, der macht die Bedienung aber bestimmt noch einfacher.
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      Ja, das Dingen ist super, aber auch superteuer : )

      Bei dem Weitwinkeleisntellgerät, von dem du sprichst, muss etwas kaputt gewesen sein. Da wackelt nix, die sind sehr präzise.
      Du musst allerdings die späte Verison mit den wechselbaren Platinen nehmen, die frühe Aluversion ist in der Tat keine typische Linhofqualität.
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      Keine Ahnung, ob das die letzte Version des Einstellgeräts war. Ich meine ja. Die 6x9 hatten die doch beide, oder? Es war jedenfalls eins mit der kleinen Platine.
      Alles war sehr leichtgängig. Ich glaube, das war einfach nur sehr stark gebraucht, hatte es nicht neu gekauft und es liegt schon einige Jahre zurück.

      Die Schneider Einstellschnecken kriegt man für um die 400,-, Linhofplatinen sind kein Problem und die Montage auch nicht.