Altöttinger Lorettokapelle

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    • Altöttinger Lorettokapelle

      Der Titel Altöttinger Lorettokapelle mag in die Irre führen, da die Kapelle nicht in Altötting steht. Aber sie wurde im Stil der Altöttinger Kapelle mit ihren Votivtafeln erbaut neben der St.Nikolai Kirche in München.
      Gereizt hat mich an diesem Motiv, das Spiel von Licht und Schatten und die räumliche Tiefe einzufangen.


      Arca Swiss F-Classic Superangulon 90mm fomapan400 @ 200 EV 11 bis EV 15 EV-Wahl 13 F 32 1/15 Kodak D-76 1+1 20°C 12,5´
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      Stets gutes Licht
      Gruß Peter
    • PeterPlan schrieb:

      Gereizt hat mich an diesem Motiv, das Spiel von Licht und Schatten und die räumliche Tiefe einzufangen.

      Das sind klare inhaltliche Vorgaben, über die man mal reden kann :)
      Beide Punkte kommen für mich nämlich nicht eindeutig rüber.

      Gestalterisch würde ich meinen, dass ein Querformat für Weite, und ein Hochformat für Tiefe steht.
      Durchgehend scharf, und tonaler Einklang von vorn bis hinten, unterstützt mir auch keine räumliche Tiefe.
      Die Decke wirkt dabei wie abgeschnitten, mehr Decke brächte auch mehr Tiefe.

      Sicher ist die Gradation, der Kontrast (das Spiel) zwischen Licht und Schatten, auch eine geschmackliche Frage; ich finde aber auch diesbezüglich die selbstgestellte Herausforderung nicht entsprechend umgesetzt, worunter insbesondere die eigentlich spannende Decke leidet.

      Um es zonaltonal zu beschreiben - ich hätte zugunsten des Kontrastes knapper belichtet und reichlicher entwickelt, oder aufgrund des sympathischen Kontrastumfanges etwas mehr Ausarbeitung im Positiv walten lassen.

      VG,
      Ritchie
    • Hallo Ritchie,

      es freut mich, dass du dich mit meinem Bild beschäftigst.
      Die räumliche Tiefe ergibt sich für mich durch den Fluchtpunkt, den das hintere Tor bildet, das perspektivische Zusammenlaufen der Reliefs und des Bodens.
      Mehr Platz hatte ich bei der Aufnahme nicht, ich stand bereits mit dem Rücken zur Wand.

      Die Möglichkeit, auch das Schattenspiel an der Decke auszuarbeiten nahm ich beim Fotografieren nicht wahr. In der Tat hätte ich bei dem Objektumfang von ca. 4 EV auf Steigerung des Kontrastes kürzer belichten und länger entwickeln können. Aber ich fürchte, dass dann die Feinheiten im Relief nicht mehr dargestellt werden könnten.
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      Stets gutes Licht
      Gruß Peter
    • Ich finde das Foto sehr gelungen (vor allem auch im Querformat).

      Wenn wir anfangen, über Tonwerte zu verhandeln, dann könnte ich mir gut vorstellen, den Bereich Decke/Wand etwas dunkler und kontrastreicher zu gestalten (den Innenraum) - auf keinen Fall sollte der schöne Kontrast am Boden zwischen Schatten und hereinfallendem Licht geändert werden.
      Also wäre meine Idee: etwas absenken der Gesamthelligkeit (so, daß der Lichtbereich des Bodens etwas mehr Zeichnung bekommt und der Schattenbereich des Bodens noch Zeichnung behält). Dann etwas Aufsteilen der Gradation im Bereich der Decke/Wand, um den lokalen Kontrast zugunsten der Formen zu vergrößern.

      Gruß
      Dieter
    • Diesch schrieb:

      Ich finde das Foto sehr gelungen (vor allem auch im Querformat).

      Wenn wir anfangen, über Tonwerte zu verhandeln, dann könnte ich mir gut vorstellen, den Bereich Decke/Wand etwas dunkler und kontrastreicher zu gestalten (den Innenraum) - auf keinen Fall sollte der schöne Kontrast am Boden zwischen Schatten und hereinfallendem Licht geändert werden.
      Also wäre meine Idee: etwas absenken der Gesamthelligkeit (so, daß der Lichtbereich des Bodens etwas mehr Zeichnung bekommt und der Schattenbereich des Bodens noch Zeichnung behält). Dann etwas Aufsteilen der Gradation im Bereich der Decke/Wand, um den lokalen Kontrast zugunsten der Formen zu vergrößern.

      Gruß
      Dieter
      Es stellt sich mir immer die Frage, wie weit ich "Optimierungen", die ich in Lightroom mittels der elektronischen Bildbearbeitung erreiche, auch im Labor erzielen kann.

      Bei einem vorhandenen Negativ, welches nicht von vorne herein auf eine bestimmte Tonwertwiedergabe aufgenommen wurde, lässt sich zwar in LR etliches "herauskitzeln", aber im Labor stoße ich da trotz Multikontrastpapier etc. auf engere Grenzen.

      Der angefügte Printscreen glaube ich verdeutlicht, welcher "Verbiegungen" es bedarf, um aus dem Negativ die vorhandenen Informationen herauszuholen.
      Insofern bietet das hybride Arbeiten enorme Erleichterungen und erlaubt manchmal Ergebnisse vorzuzeigen, die meine eigentlichen analogen Fähigkeiten überschreiten.

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      Gruß Peter
    • Hm ... ich würde das Bild auf ein Quadrat beschneiden, dabei würde ich den angeschnittenen Bogen rechts sowie links ab der Wandecke alles weglassen. Fehlt nur nuch, daß das Tor am Gangende mittig wäre :)


      Macht das Sinn?
      Ist Geschmackssache ... Vielleicht noch flacher an der Wand entlang aufnehmen :)

      Viele Grüße
      Rudi
    • @24x30
      wie beschrieben: das Tor müsste dann mittig sein. So wird im Quadrat nach meinem Empfinden zuviel Spannung erzeugt, irgendwie passt das nicht zusammen.

      @Diesch
      abwedeln bzw.nachbelichten, mitunter mittels verschiedener Gradation, ist natürlich eine Möglichkeit. Mir aber verdammt mühselig. Wenn ich´s richtig machen will, muss ich vorher für die einzelnen Bereiche Belichtung und Gradation ermitteln.
      Die von dir präsentierten Tonwerte bringen Plastizität in´s Bild.
      Werde mal versuchen, einen entsprechenden Print nach zu bauen, auch wenn´s Zeit kostet. Am besten auf fomabrome 111. Das würde für dieses Motiv am besten passen.
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      Gruß Peter
    • PeterPlan schrieb:

      Der angefügte Printscreen glaube ich verdeutlicht, welcher "Verbiegungen" es bedarf, um aus dem Negativ die vorhandenen Informationen herauszuholen.

      Mancher wirds nicht gerne hören, aber aus meiner Sicht zeigt das Negativ, dass es mit zu geringem Kontrast aufgenommen wurde; deswegen mußt Du im Nachhinein halt mehr "verbiegen".
      Was aber andererseits bei der Vorlage hier gar kein Problem darstellen sollte - sowohl in den Schatten wie auch den Lichtern ist genug Reserve, dass man sogar die Mitten noch problemlos beeinflussen kann.

      Wenn Du da Probleme hast, ist das doch ein klares Indiz, dass das Negativ nicht gut zum Papier passt.
      Wo haperts denn?
    • Diesch schrieb:

      Beschnittvorschläge sind das Resultat einer völlig anderen Bildidee. Wenn der Autor diese Idee gehabt hätte, hätte er das Bild so präsentiert. Sein Bild ist aber so richtig, wie er es zeigt.
      Ja, prinzipiell hast du recht, aber das ist so auch ein KO Argument für jegliche Diskussion, da es für jede Änderung die der Zeigende nicht erfragt, gelten würde.

      PeterPlan schrieb:

      @24x30
      wie beschrieben: das Tor müsste dann mittig sein. So wird im Quadrat nach meinem Empfinden zuviel Spannung erzeugt, irgendwie passt das nicht zusammen.
      Dem stimme ich zu. Wobei diese wird im Rechteck durch die Wandkante links überlagert.

      Viele Grüße
      Rudi
    • Diesch schrieb:

      Beschnittvorschläge sind das Resultat einer völlig anderen Bildidee.

      Sehe ich differenzierter.
      Vorschläge können Sinn machen, oft wird ja präsentiert "was drauf ist". Da kann man durchaus noch was dazulernen, oder zumindest mal drüber nachdenken.
      Im Gegenteil würde ich mich sogar richtig freuen, über einen guten Vorschlag, den ich zukünftig gewinnbringend verwerten kann.

      Würde ich das Bild hier beschneiden, würde ich ebenfalls diesen an den Rändern geschlosseneren Eindruck wählen, wo man mitten im Bild steht.
      Ich beschneide aber nichts, weil es nicht darum geht, meine Idee zu präsentieren, solange ich nicht darum gebeten werde. Ich schlage also nur vor/rege ggf. an.

      Aber nun erklär mir bitte mal den Unterschied von einem gezeigten Bild-Beschnitt zu einem gezeigten Tonwert-Beschnitt:-)

      VG,
      Ritchie
    • Mein erster Gedanke: Warum hat er dieses Bild mit einer 4x5-Großformatkamera gemacht?
      Ich bin noch Anfänger was die GF-Fotografie betrifft. Fotografiere aber schon jahrelang mit KB und MF.
      Mit meiner 6x6 wäre ich hier rangegangen. Eigentlich so wie von @24x30 gezeigt. Mehr Kontrast und vielleicht den hinteren Ausgang in Unschärfe gelassen.

      Jetzt nachträglich daran rumzuschnibbeln ist natürlich Quatsch.

      Sharif
    • PeterPlan schrieb:

      Es stellt sich mir immer die Frage, wie weit ich "Optimierungen", die ich in Lightroom mittels der elektronischen Bildbearbeitung erreiche, auch im Labor erzielen kann.
      den funktionsumfang von lightroom kann ich leider nicht beurteilen, ich nutze für digitale zwecke CS3. aber zu der von dir formulierten fragestellung kannst du einiges hier nachlesen:

      andreas weidner: digilog

      darin beschreibt er, was digital möglich ist und was die analoge entsprechung wäre.

      aber ich warne schon mal vorsorglich vor dem kostensprung. digital kostet ein paar milliwatt aus der Steckdose und diverse "steuerung+z"-befehle (mithin vernachlässigbar). analog kostet spürbar echtes geld (papier).
    • Frage:

      ist das eine Lorettokapelle oder der Zugang zu derselben?
      Von Kapelle sehe ich hier nichts, eine Lorettokapelle enthält normalerweise die Skulptur der Maria mit Kind in einer "geröllartigen" Umgebung, also im Fels eingeschlagen. Davon sehe ich hier nichts.

      Kläre mich mal darüber auf.

      Zu den Aufnahmen: gut, kann man so machen, an diesem Ort geht nicht viel mehr. Aussagefähig sind die Bilder aber nicht unbedingt,

      Gruß
      Winfried
    • Sharif schrieb:

      Warum hat er dieses Bild mit einer 4x5-Großformatkamera gemacht?
      Diese Frage wird in diesem Forum meist nicht beantwortet, vielleicht ist eine Antwort auch nicht so einfach oder der Gebrauch der Großformatkamera ist naheliegend.

      Ich kann ja mal versuchen, eine kleine Liste möglicher Antworten zu finden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mehrfachnennungen sind möglich. Und ohne Anspruch auf Ernsthaftigkeit (da würde ich dann auf "Warum fotografiert ihr mit Großformat" verweisen).

      o wegen der Verstellungen
      o wegen des großen Negativformats (noch größer wäre natürlich dann noch mehr Grund)
      o weil ich die Kamera gerade dabei hatte
      o weil ich solche Art von Fotos immer mit der Großformatkamera mache
      o wegen der Bildkomposition auf der großen Mattscheibe
      o weil meiner Freundin / meinem Freund / den anderen aus meinem Fotoclub das imponiert
      o weil ich dann denke, ich habe dann durch den Gebrauch einer solchen Kamera die Spitze des Hobbyfotografendaseins erreicht (Tarzaneffekt - Herr des Dschungels)
      o ...
      o ...

      Ansonsten würde dein Foto so wie oben angedeutet wieder eine andere Bildidee sein (und garantiert gäbe es dann Forenmitglieder, die wieder einen Beschnitt vorschlagen würden oder sich über die hinten Unschärfe äußern würden).

      Gruß
      Dieter
    • Diesch schrieb:

      Ansonsten würde dein Foto so wie oben angedeutet wieder eine andere Bildidee sein (und garantiert gäbe es dann Forenmitglieder, die wieder einen Beschnitt vorschlagen würden oder sich über die hinten Unschärfe äußern würden).
      Ist eigentlich nicht nötig.
      Was will man hier anders machen? Tiefenschärfe? Wer will, kann den Schempflug anwenden, um auch das allerletzte an Schärfe herauszuholen. Meiner Meinung nach aber auch nicht nötig. Das Bild ansich gibt, ausgenommen von der schönen Schattengebung, nicht viel her. Wäre es eine Aufnahme z.B. für einen Kirchenführer, dann würde ich sie machen, ansonsten wäre ich sicherlich am Motiv vorbeigegangen.

      Gruß
      Winfried