Stativköpfe und die Drehachse

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    • Diesch wrote:

      Die Ausrichtung derLängsachse der Kamera ist die erste Einstellung, nachdem ich zunächst ohne Kamera Standort und Blickrichtung festgelegt habe. Das Problem, über das hier geschrieben wird, hatte ich noch nie.
      Und diese einmal festgelegte Ausrichtung musstest Du noch nie korrigieren?
      Dann sei Dir zu Deiner Genialität gratuliert!
      Grüße
      Steffen
    • Diesch wrote:

      Es geht um den Rear-Shift-Adapter: bei einmal eingestellter Kamera kann man doch die Bildstandarte verschieben - horizontal und vertikal - und so ein aus vier Aufnahmen zusammen gesetztes Bild erhalten (bei so Gehäusen wie z.B. der Alpa XY wird auch damit geworben).

      das ist wohl wahr, aber vermutlich nicht das, worüber sich einige der anderen forenten hier austauschen. es geht - wenn ich das richtig verstanden habe - ausdrücklich um die nachträgliche änderung der perspektive (vermutlich aufgrund mangelhafter prävisualisierung). natürlich kann man dieses problem bei einer GF "wehshiften", aber für diese bequemlichkeit zahlt man eben auch einen preis. nämlich den, das man manchmal bereits in bereiche des bildkreises kommt, deren abbildungsqualität nicht gerade zum besten gehört. je "exzentrischer" ich eine linse nutze, umso eher arbeite ich an ihrer optischen leistungsfähigkeit.

      Diesch wrote:

      Ansonsten ist auch an dieser Debatte über Stativköpfe deutlich sichtbar: hier wird über GF theoretisiert aus der Sicht von KB-Fotografie. Bei den vielen Blättern Planfilm, die ich schon belichtet habe, habe ich einen solchen Stativkopf noch nie vermißt. Die Ausrichtung derLängsachse der Kamera ist die erste Einstellung, nachdem ich zunächst ohne Kamera Standort und Blickrichtung festgelegt habe. Das Problem, über das hier geschrieben wird, hatte ich noch nie.
      da stimme ich dir ausdrücklich zu. deswegen hatte ich weiter oben ja geschrieben:

      "...das - wie bereits geschrieben - kein mensch braucht. ein gestitchtes panorama aus mehreren 8x10-bildern? wer braucht so was?"
    • Diesch wrote:

      zoz wrote:

      einmal festgelegte Ausrichtung
      Dann kommt eventuell ein kleiner seitlicher Schieb an Linse oder Rückwand, um den Ausschnitt fein zu korrigieren.
      Ein Meister Deiner Klasse sollte doch wissen dass man mit schieben an Linse oder Rückwand eine Fehlerhaft ausgerichtete Kameraachse nicht korrigieren kann... Durch den "Schwenk" ändert man ja nicht nur den Ausschnitt.
      Grüße
      Steffen
    • zoz wrote:

      Ein Meister Deiner Klasse
      Dann paß gut auf :)

      Ein nachträglicher Schwenk der Gesamtkamera um eine Winzigkeit legt die Kamera auch nicht gleich auf die Seite (ohne auf den Einwand einzugehen, denn der hat eher den Charakter einer Spitzfindigkeit um zu debattieren, als daß er den Eindruck vermitteln würde, die Debatte voran zu bringen).
      Ansonsten ist ein Getriebekopf eine feine Sache - ein kleiner Dreh an der Schraube und schon ist alles wieder aufrecht (wenn man denn so weit die Kamera geschwenkt hätte).
    • Diesch wrote:

      Ein nachträglicher Schwenk der Gesamtkamera um eine Winzigkeit legt die Kamera auch nicht gleich auf die Seite
      Das hängt eben von der Größe des Schwenks und der Schieflage der Stativ-Achse...
      Sicherlich fällt das oft nur sehr klein, aus, so klein, dass man es erst auf dem entwickelten Negativ sieht...


      Diesch wrote:

      Ansonsten ist ein Getriebekopf eine feine Sache - ein kleiner Dreh an der Schraube und schon ist alles wieder aufrecht (wenn man denn so weit die Kamera geschwenkt hätte).
      Mein Getriebeneiger erspart mir diesen zusätzlichen Dreh an der Schraube durch seinen oben eingebauten Panoramaschwenk.
      Und die wie ich finde sehr berechtigte Frage des TO war, warum ist das bei den meisten Stativköpfen nicht so gelöst, und wäre es nicht besser wenn es so wäre.
      Grüße
      Steffen
    • zoz wrote:

      so klein, dass man es erst auf dem entwickelten Negativ sieht...
      Richtig. Und wenn man dann das Papier unter den Vergrößerer legt, wird man es auch selten schaffen, dieses perfekt auszurichten - oder man dreht das Papier und gleicht eine deutliche Schieflage der Kamera aus (falls diese doch mal passiert ist).

      Ein Drehgelenk über den Kippachsen vergrößert den Hebel, den diese Achsen halten müssen. Vielleicht ist für die Konstrukteure dieses etwas vergrößerte Drehmoment ein Argument für die Konstruktion.
    • Diesch wrote:

      Ansonsten ist auch an dieser Debatte über Stativköpfe deutlich sichtbar: hier wird über GF theoretisiert aus der Sicht von KB-Fotografie. Bei den vielen Blättern Planfilm, die ich schon belichtet habe, habe ich einen solchen Stativkopf noch nie vermißt. Die Ausrichtung derLängsachse der Kamera ist die erste Einstellung, nachdem ich zunächst ohne Kamera Standort und Blickrichtung festgelegt habe. Das Problem, über das hier geschrieben wird, hatte ich noch nie.
      Wie Du an meinem oben gezeigten Bild mit der GF-Kamera und dem RRS-Kugelkopf sehen kannst, benutze ich diese Kombination nicht nur am grünen Tisch. Insofern erschliesst sich mir die Frage des TO und die Diskussion schon.

      Das Problem taucht immer dann auf, wenn das Stativ nicht von sich aus perfekt nivelliert ist und nach dem initialen Aufbau und Ausrichtung der Kamera ein horizontaler Schwenk gemacht wird, weil der Bildausschnitt deutlich verändert werden soll.

      Nicht jeder Fotograf prävisualisiert so perfekt wie Ansel Adams (herzlichen Glückwunsch nachträglich übrigens zum Geburtstag am 20.02.1902 ;) ).

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • zoz wrote:

      Und die wie ich finde sehr berechtigte Frage des TO war, warum ist das bei den meisten Stativköpfen nicht so gelöst, und wäre es nicht besser wenn es so wäre.
      Danke, das war nötig ;·)

      Der Grundgedanke vielleicht nochmal anders formuliert: Ich stelle mein Stativ auf. Richte den Kopf eben aus. Und dann brauche ich mir keine großen Sorgen mehr über stürzende Linien machen. Egal wohin ich die Kamera dann drehen mag.
      Weimar aus der Vergangenheit in die Zukunft geholt, oder anders herum
      http://zeitsprung.weimar.jetzt
    • Andreas wrote:

      Das Problem taucht immer dann auf, wenn das Stativ nicht von sich aus perfekt nivelliert ist und nach dem initialen Aufbau und Ausrichtung der Kamera ein horizontaler Schwenk gemacht wird, weil der Bildausschnitt deutlich verändert werden soll.
      Ich verstehe das Problem schon.
      Meine Überlegung war nur, daß der Aufbau und das Ausrichten der Kamera so viel Arbeit macht, daß die Nivellierung eigentlich eher das kleinere Problem ist und recht schnell geht.


      animaux wrote:

      Der Grundgedanke vielleicht nochmal anders formuliert: Ich stelle mein Stativ auf. Richte den Kopf eben aus. Und dann brauche ich mir keine großen Sorgen mehr über stürzende Linien machen. Egal wohin ich die Kamera dann drehen mag
      Das ist dann die Herangehensweise "von hier aus möchte ich ein Foto machen". So kann man das auch machen; die meisten (denke ich) machen das anders.
    • Diesch wrote:

      Richtig. Und wenn man dann das Papier unter den Vergrößerer legt, wird man es auch selten schaffen, dieses perfekt auszurichten - oder man dreht das Papier und gleicht eine deutliche Schieflage der Kamera aus (falls diese doch mal passiert ist).
      +Trapezkorrektur der stürzenden Linien.

      Diesch wrote:

      Ein Drehgelenk über den Kippachsen vergrößert den Hebel, den diese Achsen halten müssen. Vielleicht ist für die Konstrukteure dieses etwas vergrößerte Drehmoment ein Argument für die Konstruktion.
      Das ist nicht zutreffend.Ob ich die Kamera durch ein Drehgelenk in eine bestimmte Position bringe, oder die Kamera direkt in dieser Position auf den Kopf montiere ändert absolut nichts an den Drehmomenten an den Kippachsen.


      Warum muss man eigentlich alle die ein bestimmtes Feature nützlich finden das man selbst nicht braucht so vehement verunglimpfen?
      Grüße
      Steffen
    • zoz wrote:

      Warum muss man eigentlich alle die ein bestimmtes Feature nützlich finden das man selbst nicht braucht so vehement verunglimpfen?
      Das tut doch niemand.

      Die Aussage ist diese -

      Ich wiederhole es noch einmal: Der Aufwand, eine Großformatkamera aufzustellen für ein Foto, ist so groß, daß mir die Lage der Drehachse ein kleines Problem erscheint.

      Ich kann das noch ergänzen: manche Kameras brauchen sehr viel Aufwand, um sie aufzustellen. Wenn ich dann die Kamera, einmal montiert, um ihre Achse drehen will, um noch ein Foto zu machen oder um endgültig die richtige Position zu finden, ist ein Nachjustieren der Nivellierung immer noch - aus meiner Sicht - relativ zum Gesamtaufwand ein kleiner Aufwand.

      Trotzdem ist den Stativkopfherstellern noch nicht aufgefallen, daß das Drehgelenk oben günstiger positioniert ist - oder sie haben uns unbekannte Gründe dafür.
    • Heute morgen ist mir eine mögliche Erklärung eingefallen, warum die Neigekopf!eute Alexanders Idee nicht umgesetzt haben. Bei Linhof (recht typischer Fall) wurden die 3-Wege-Neiger immer als "Kinoneiger" bezeichnet. Ich glaube, die haben nicht unbedingt an GF-Anwendungen gedacht. Einen "Panoramateller" gab es wohl auch mal.
      Soweit erst mal, hp

      ps: Heute morgen hat mich die Forumsfirewall geblockt. Habe ich nicht verstanden.
      Al é bun sciöch' al é ...
    • Das setzt aber immer voraus, daß die Kamera die gleiche Ausrichtung wie das Stativ hat. Ich stelle die Ausrichtung an der Kamera ein, nicht am Stativ.
      An dem Linhof-Kopf besonders interessant finde ich den Drehteller oben UND unten. Der Sinn dieser Konstruktion erschließt sich mir nicht sofort.
      Ansonsten - aber das wurde schon erwähnt - kann man natürlich auf einen gängigen Kopf einen Drehteller aufsetzen.

      The post was edited 1 time, last by Diesch ().

    • Diesch: sehe ich ähnlich, der ist nicht für Großbild gebaut.

      Aber mal prinzipiell: Am Donnerstag waren wir in einer (unbeheizten) Kirche zum Fotografieren (Plaubel Peco junior 9x12, also ein Leichtgewicht).
      Das Einstellen überhaupt war extrem schwierig, ich musste meinen Plaubel (Riess) 3D-Kopf zuziehen wir ein Ochse, damit er sich bei der Kälte nicht verstellte. Am Ende haben wir es zu weit kaum fertig gebracht, den Kopf und damit die Kamera ins Wasser zu bekommen. Immer ist er einen Millimeter oder mehr "nachgerutscht". Nebenbei, es hatte -8 Grad in der Kapelle....

      Ich wundere mich aber immernoch, warum niemand den Videokopf mit Halbschale in seine Ideen mit einbezieht. Leichter geht es nicht!
      Stativ halbwegs gerade ausrichten (was GENAU kaum möglich ist, deswegen hat man ja den Stativkopf), dann die Wasserwaage drauf (die gehört in jeden Koffer), unten die Halbschale öffnen, nivellieren. Dann 90 Grad drehen und wieder nivellieren. Beim dritten mal läuft die Kamera absolut horizontal, egal wie das Stativ steht. Diese Vorgehensweise ist bei Video und Film unumgänglich, hilft bei der Standfotografie aber auch ungemein.

      Gruß
      Winfried
    • Winfried Berberich wrote:

      Stativ halbwegs gerade ausrichten (was GENAU kaum möglich ist, deswegen hat man ja den Stativkopf), dann die Wasserwaage drauf (die gehört in jeden Koffer), unten die Halbschale öffnen, nivellieren. Dann 90 Grad drehen und wieder nivellieren. Beim dritten mal läuft die Kamera absolut horizontal, egal wie das Stativ steht.
      Hallo Winfried, Du stellst also erst die Kamera ins Wasser und richtest sie dann aufs Motiv aus?
      Grüße
      Steffen