Stativköpfe und die Drehachse

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    • ekech wrote:

      Diesch wrote:

      Dinge wie "Mitziehen - Schuß"
      Das Thema ist eher bei Panoramen, die aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt werden sollen. Für Mitziehen/Schuß würde ich eher einen Gimbal-Head verwenden.

      wie oft machen echte GF-fotografen (also alles ab 4x5 würde ich mal sagen) zusammengesetzte panoramen? ich würde sagen fast nie. denn das ist ja genau der grund, warum einige nach der digitalen fummelei letztendlich beim echten GF landen: das sie diese stitcherei nicht mehr vornehmen müssen. weil panorama im GF dank des großen formats ja eh schon eingebaut ist.
    • Ich habe eine Weile mit Nivellierkopf und darauf montiertem Drehteller gearbeitet. Das ging von der Fragestellung des Threads her eigentlich ganz gut. Mein Problem war, daß ich, um mit Weitwinkel auf Unendlich fokussieren zu können, bei meiner Kamera der Laufboden vorne nach unten geklappt werden muß, damit ich die Standarten zusammenbringe. Wenn ich nur den Nivellierkopf habe, muß ich das mit den Stativbeinen machen, und damit ist dann jegliche Stabilität Makulatur.
    • animaux wrote:

      Ich gehe von der Grundlage aus, dass das Stativ auf nicht ebenem Boden steht. Dann nutze ich also den Stativkopf zum ausnivellieren der Kamera. Dann drehe ich via Stativkopf und alles ist wieder schief. Irgendwie keine intelligente Lösung scheint mir. Wäre der Drehpunkt oben würde alles in der horizontalen Ebene bleiben.

      Wenn ich die Kamera ohnehin aus der horizontalen Ebene herausholen will ist das ja kein Thema.

      P. S. Hab vielen Dank, HP! :·)

      du hast jetzt nichts davon geschrieben, was deine kamera so wiegt. falls das gewicht aber eher im unteren bereich angesiedelt seine sollte (wie z.b. die hier im thread bereits angesprochene horseman), ist vielleicht der manfrotto 405 etwas für dich.

      ich nutze den, wenn ich auf MF arbeite. meine mamiya rz wiegt (in ihrem schwersten setup mit shift-adapter, 75er-SB-linse, magazin und filter) knapp unter 5 kg. und diese last trägt dieser kopf locker. zwar löst auch er das problem der "reihenfolge" nicht. du müsstest also nach veränderung der perspektive die kamera noch einmal neu "ins wasser bringen". allerdings geht das mit dem manfrotto dank der kombination aus selbsthemmenden grobeinstellungen und sehr akkurat arbeitender - auch selbsthemmender - feintriebe extrem schnell. das ist ein vorteil eines 3-wege-neigers gegenüber einem kugelkopf z.b.
    • Es gäbe auch noch eine andere Möglichkeit.
      Sollte die Kamera ein Rundrohr besitzen, könnte man darunter auch einen Videokpf montieren.
      Nicht den von Manfrotto, sondern einen professionellen, der in einer Kugel liegt.
      Diese Köpfe gibt es als Kugel in 75mm, 100mm und 150mm, vobei 100mm für eine 13/18 wohl genügen dürften. Auf meinem 75mm Kopf sitzt immerhin eine JVC-GY 5001E Broadcastkamera mit einem Gewicht von rund 12kg.

      Diese Köpfe kann man genau ausnivellieren, auch wenn die Stativbeine nicht eben sind. Man sieht auf dem Foto unterhalb des Kopfes eine Schraube. Die löst man und kann den Kopf damit geradestellen. Bei Schwenks bleibt die Kamera immer in der absoluten Waagerechten.

      Die Köpfe sind nicht billig, aber auch nicht teurer als ein sehr guter 3D-Kopf.

      Gruß
      Winfried

    • animaux wrote:

      Wäre der Drehpunkt oben würde alles in der horizontalen Ebene bleiben.
      Laß uns doch mal zum Kern dieser Anfrage hier kommen, denn nach einigen Auslösungen meiner Kameras erschließt sich mir Folgendes noch nicht so recht:
      Warum hätte dies für Dich übergeordnete Bedeutung?

      Bist Du denn in der Lage, ein Stativ derart zu nivellieren, dass Du in den Nutzenbereich eines von Dir vorgestellten Stativkopfes kämst?
      In Bereichen, wo es auf echte Nivellierung ankommt, kenne ich nur Selbstnivellierung, der Rest ist m.E. eigentlich Augenwischerei..

      VG,
      Ritchie
    • bequalm wrote:

      animaux wrote:

      Wäre der Drehpunkt oben würde alles in der horizontalen Ebene bleiben.
      Laß uns doch mal zum Kern dieser Anfrage hier kommen, denn nach einigen Auslösungen meiner Kameras erschließt sich mir Folgendes noch nicht so recht:Warum hätte dies für Dich übergeordnete Bedeutung?

      Bist Du denn in der Lage, ein Stativ derart zu nivellieren, dass Du in den Nutzenbereich eines von Dir vorgestellten Stativkopfes kämst?
      In Bereichen, wo es auf echte Nivellierung ankommt, kenne ich nur Selbstnivellierung, der Rest ist m.E. eigentlich Augenwischerei..

      VG,
      Ritchie
      Das ist eine gute Frage. Aber selbst wenn es nicht 100% genau ist, so wäre doch der Ausgangspunkt viel praktischer:

      Ich habe alles eingestellt. Entscheide mich dann für einen Bildausschnitt weiter rechts oder gar in die Gegenrichtung. Also brauche ich nur drehen und nicht neu einstellen.

      Wenn ich dann ohnehin wieder nachjustieren muss wäre der Gewinn natürlich nicht so groß, auch wenn dann sicherlich weniger zu tun wäre.

      Vielleicht ist das schon die Antwort, die erschwerte Konstruktion wenn der Teller oben ist zusammen mit ohnehin nicht ausreichender Präzision. Daher Drehpunkt unten?

      Vielen Dank für die vielen Hinweise und Anregungen!
      Weimar aus der Vergangenheit in die Zukunft geholt, oder anders herum
      http://zeitsprung.weimar.jetzt
    • Also ich habe heute morgen im Zug mal darüber nachgedacht.

      Eigentlich steht doch das Stativ immer gerade, auch auf unebenem Untergrund. Deswegen hat es ja auch nur drei Beine, damit wird die horizontale Drehachse nivelliert. Mit dem Neigekopf kannst du jetzt die Kamera schwenken wie du es für deinen Bildausschnitt haben möchtest. Wenn du nun mit der Drehachse schwenkst, schwenkst du horizontal.

      Im umgekehrten Fall wenn du mit dem Neiger unten nivllieren würdest und die Kamera anschließend auch noch kippst, könnte es passieren, dass du beim schwenken mit der Drehachse aus der Horizontalen heraus rutscht.

      Beim Nodalpunkt hättest du mit GF ggf. das Problem, dass die Kamera zu Hecklastig wird.

      Gruss Sven.
    • animaux wrote:

      Ich habe alles eingestellt. Entscheide mich dann für einen Bildausschnitt weiter rechts

      Vielleicht verstehe ich es immer noch nicht, aber wenn ich vor der Umentscheidung richtig eingestellt habe, ist eine simple Seitverschiebung meine Wahl.
      Eigentlich auch, wenn ich noch mal nachkorrigieren muß :)

      Wenn Du nun meinst, Du würdest ein Bild machen, und dann ein vollkommen Neues jenseits der vorhandenen Einstellungen, nun, mit bis zu mittelschweren Laufbodenkameras und meinen Kugelköpfen habe ich keine störenden Empfindungen; Panoplatte gelöst, Kugel gelöst, Schwenk, fertig.
      Ich muß dazu sagen, später am Papier Ausschnitt und Ausrichtung festzulegen; ich kann aber mit etwas mehr Mühe auch diagerecht ausrichten.
      Und es gibt weit bessere Köpfe als meine - solche mit festen Wegen.

      Für Dich wird das nicht genügen, so meine Einschätzung; ich wollte nur erwähnen, dass es auch ohne Spezialgerät recht einfach sein kann, das Einstellen bzw. Ausrichten.

      Sven, verrate mir den Hersteller Deines Statives, ich möchte auch ein Immergradesteher-Modell :)
      Meins will immer, zumindest grob in meinem Fall, das reicht mir, ausgerichtet werden.
      Aber ich baue noch einen Selbstnivellierer, jedoch nicht weil ich ihn brauche; ich hab nur Lust dazu.

      VG,
      Ritchie
    • Urnes wrote:

      Eigentlich steht doch das Stativ immer gerade, auch auf unebenem Untergrund.
      Das musst Du mir mal genauer erklären. Ausser auf einem perfekt ausgerichteten Boden und einem absolut gleichmässig ausgefahrenen Stativ ist das bei mir nämlich nie der Fall.

      Die Konstruktion mit dem einzigen Drehpunkt unter dem Kopf macht einen Schwenk schwierig, weil die exakt horizontale Ausrichtung verloren geht. Deshalb gibt es von einigen Herstellern die Ergänzung eines Panoramatellers oben auf dem Kopf. Dieser oben angebrachte Teller ist deshalb nicht nur für Panoramaaufnahmen nützlich, sondern in jeder Situation, wo die horizontal ausgerichtete Kamera noch in der horizontalen Ebene gedreht werden muss.

      Solche Lösungen gibt es häufig in Kombination mit Kugelköpfen und für KB- und MF-Kameras. Stabile und präzise einstellbare Köpfe für das Grossformat sind da eher die (teure) Ausnahme.

      Am oberen Ende der Lösungen liegen der Arca Cube C1 und der Linhof Micro 3D. Interessante Lösungen sind auch der Arca D4 sowie die Arca Monoball P0 hybrid Köpfe, die als Mischung aus Kugelkopf und einem 3D-Neiger für das Großformat eine interessante Lösung darstellen.

      Auch Linhof bietet auf dem 3D-Neiger II eine obenliegende Panoramaplatte an.

      Im Bereich der echten Kugelköpfe (für GF eher weniger gut geeignet) ist die Auswahl grösser, der Kopf, den Edgar bei mir gesehen hatte, ist beispielsweise von Really Right Stuff. Anbei ein Bild von dem Really Right Stuff BH-55 mit Panoramateller.


      Grüsse
      Andreas

      To infinity... and beyond!
    • Gutes Bild zum drüber Nachdenken...
      Vielleicht muß ich damit mal gespielt haben, aber mir erschließt sichspontan nur ein Mehrwert der oberen Platte - ich kann die Bedienknöppe des Kopfes ideal positionieren, also zwischen den beiden Tellern verdrehen...


      Wenn ich z.B. Stativ und Kopf in einer Achse ausrichte, brauch ich die 2. Platte nicht, so kommt es mir vor.

      Wenn der Kopf, somit die Kamera, aus dem Winkel der senkrechten Achse steht, was also passiert dann beim Schwenken, lass mal sehen...

      Unten gedreht, saubere Ausrichtung des Statives vorausgesetzt, gibts einen schönen Horizontalschwenk, die obere Platte scheint mir wieder entbehrlich.
      Oben gedreht pfeift mir die Kamera ab, sie beschreibt einen Kreisbogen um die Achse des Kopfoberteiles.


      Andreas wrote:

      Dieser oben angebrachte Teller ist deshalb nicht nur für Panoramaaufnahmen nützlich, sondern in jeder Situation, wo die horizontal ausgerichtete Kamera noch in der horizontalen Ebene gedreht werden muss.

      Jaja, aber das trifft doch auch auf die lediglich unten ausgerichtete Kamera zu?
      Ok, zumindest solange das Stativ ausgerichtet wurde.

      Ich erkenne den Nutzen der Zweitplatte einfach noch nicht, sorry...
    • ekech wrote:

      Diesch wrote:

      Dinge wie "Mitziehen - Schuß"
      Das Thema ist eher bei Panoramen, die aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt werden sollen. Für Mitziehen/Schuß würde ich eher einen Gimbal-Head verwenden.

      ganz vergessen: um paralaxenfehler bei panorama-fotografien zu vermeiden ist eine pano-platte auch eher ungeeignet. dafür sollte man eher einen rear-shift-adapter verwenden. der nodalpunkt liegt dabei an der stativschelle. dürfte für GF aber eher nicht zu gebrauchen sein :D
    • Stimmt. Wenns nicht wackelt, muss nicht unbedingt grad stehen. Ich muss da nochmal drüber nachdenken. Es ging ja um die Motivation die Drehachse unten anzubringen.

      Die Überlegung war halt, das du eine Kamera früher ohne Stativkopf nur über den Winkel der Stativschenkel gradstellen, ich lass jetzt mal absichtlich das Wort nivellieren weg, konntest.

      Gruss Sven.
    • Diesch wrote:

      renros wrote:

      dafür sollte man eher einen rear-shift-adapter verwenden
      Den hat meine Kamera serienmäßig (optische Bank).
      habe jetzt meinen sinarkrempel gerade nicht hier würde aber behaupten wollen, das man nicht mal mit der großen grundplatte + 2 bankhaltern + langem grundrohr die senkrechte drehachse der objektivstandarte wirklich auch direkt senkrecht über die drehebene der panoramafunktion des sinar-neigers gezogen bekommt. weil die aussparungen in der langen sinarplatte nicht durchgehend gefräst sind (wenn ich mich recht entsinne). kann da aber in den nächsten tagen gern nochmal nachgucken. interessiert mich jetzt selber. auch wenn das - wie bereits geschrieben - kein mensch braucht. ein gestitchtes panorama aus mehreren 8x10-bildern? wer braucht so was?

      bei anderen systemen kann ich das nicht beurteilen. linhöfler? arca-swissler? was sagt ihr?
    • animaux wrote:

      Wäre es nicht sehr viel schlauer wenn dieser darüber wäre?

      Wäre dem so, so könnte ich doch einfach die Kamera ausnivellieren und dann in alle Richtungen drehen und hätte immer alles schön senkrecht.
      Das sehe ich ganz genau so, deshalb haben meine Köpfe oben eine Drehplatte.
      Es gibt einige Köpfe die so sind (der Andreas hat die meisten ja schon genannt) meistens sind sie nicht ganz billig...
      Es gibt aber eben auch immer die Möglichkeit eine Panoramaplatte dazwischen zu nehmen.
      Grüße
      Steffen
    • bequalm wrote:

      Moment - den Kopf oben auszurichten, das ist leichter als unten das Stativ ins Lot zu bringen.
      Ist das der Vorteil der Platte oben?

      Genau! :)

      Meistens brauche ich den Kopf bei der Großformat nur um die Kamera ins Wasser zu stellen, und dann um die Kamera mit einem horizontalen Schwenk auf das Motiv auszurichten. Den Rest mache ich dann mit rise, fall und shift an der Kamera.
      Wenn der horizontale Schwenk aber unten ist, muss ich nach jeder Korrektur des Schwenks wieder neu nivellieren.
      Unnötig wenn das Stativ perfekt steht, tut es aber bei mir so gut wie nie.
      Grüße
      Steffen
    • renros wrote:

      habe jetzt meinen sinarkrempel gerade nicht hier
      Es geht um den Rear-Shift-Adapter: bei einmal eingestellter Kamera kann man doch die Bildstandarte verschieben - horizontal und vertikal - und so ein aus vier Aufnahmen zusammen gesetztes Bild erhalten (bei so Gehäusen wie z.B. der Alpa XY wird auch damit geworben).
      Könnte man, aber wer will das schon, bei einer 4x5 wie meiner nicht, bei einer 8x10 noch viel weniger.
      Ansonsten ist auch an dieser Debatte über Stativköpfe deutlich sichtbar: hier wird über GF theoretisiert aus der Sicht von KB-Fotografie. Bei den vielen Blättern Planfilm, die ich schon belichtet habe, habe ich einen solchen Stativkopf noch nie vermißt. Die Ausrichtung derLängsachse der Kamera ist die erste Einstellung, nachdem ich zunächst ohne Kamera Standort und Blickrichtung festgelegt habe. Das Problem, über das hier geschrieben wird, hatte ich noch nie.