Einige Fragen zu meiner Voigtländer Avus

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    • Einige Fragen zu meiner Voigtländer Avus

      Hallo zusammen,

      seit kurzem habe ich eine 9x12 Voigtländer Avus. Wohl ein hier eher seltenes Format ... aber ich habe mich aus Gründen der Mobilität und der (für mich) besser handhabbaren Negativgröße vorerst für dieses Format entschieden.

      Sie ist, soweit ich das ich das beurteilen kann, in sehr gutem Zustand.

      Beim reinigen und gängig machen sind mir einige Dinge aufgefallen und Fragen entstanden. Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen.

      Ich würde mich total über ein paar Auskünfte freuen. Vielen Dank schonmal.

      1. Es ist ein Xenar f4,5 13,5cm verbaut. Wie mir mitgeteilt wurde ist das nicht original da Voigtländer keine fremd Optiken verbaut hat. Auch Google kennt diese Kombi. nicht.
      Nachdem was ich gelesen habe, ist das aber kein schlechter Tausch .. !?

      2. Woraus ist das Balgenmaterial ? Ist das nur Papier ? Oder Leder ? Er ist zwar dicht aber ich würde ihn trotzdem genre etwas auffrischen. Bei Leder finde ich was ... aber bei Papier !?
      2.1 Den Balgen kann man wohl lösen indem man bei rausgenommener Rückwand rings herum kleine Metallbügel hochbiegt. Ist das gut machbar ohne das sie brechen ? Nur so käme ich richtig gut an die letzten Falze und Gehäuseinnenwände.

      3. Der Gehäusebezug ist wohl dünnes Leder. Hier und da kommen die braunen Fasern durch. Gibt es da pigmentierte Pflegemittel die ihr empfehlen könnt ? Schuhcreme ist wohl die falsche Wahl, oder ?

      4. Die vordere Standarte verkanntet leicht weil die Schienen sehr passig gearbeitet sind. Dadurch ist das ausziehen im letzten Drittel sehr hakelig. Kann man hier schmieren ? Womit ? Graphit ? Fett sicher nicht, oder ?

      Soweit zur Pflege und Instandsetzung. Hab noch ein zwei Fragen zur Rückwand und Justage der Mattscheibe. Aber die werde ich gesondert stellen.

      Schöner Gruß
      Aaron

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aaron_r ()

    • aaron_r schrieb:

      Ist das gut machbar ohne das sie brechen ?

      Be Welcome!


      Alte Mechanikerregel:
      Wenns läuft - bloß nicht anfassen :)


      aaron_r schrieb:

      Gibt es da pigmentierte Pflegemittel die ihr empfehlen könnt ?

      Ich würde tatsächlich mit Schuhzeugs o.Ä. färben, und dann mit blankem Fett einmal satt drüber.
      Sicher gäbe es da empfohlenere Methoden, aber bei Leder gibts bei mir satt Fett, immer schon.

      aaron_r schrieb:

      Es ist ein Xenar f1,4 13,5cm verbaut
      Das glaube ich nicht.
      Ein f/4,1 vielleicht?
      Ich liebe meine Xenare, aber vermutlich hat Dich jemand um das ach so begehrte Heliar erleichtert.
      Da kannst Du aber prima mit leben.

      aaron_r schrieb:

      Die vordere Standarte verkanntet leicht
      Doch, erst mal schmieren und gucken, ob es dann flutscht.
      Meine Voigtländer 6x9 geht da allerdings auch etwas schwer, da müsste man ggf etwas schmirgeln, was aber den Chrom zerstört,ist also auch nicht schön.
      Ich habe weiter nix gemacht.
      Erst mal gucken jedenfalls, ob sich was tut, mit Schmodder.
      Kann man ja wieder abwischen.
      Ansonsten mal "Nevr Dull "probieren, aufpolieren den Chrom...

      aaron_r schrieb:

      Woraus ist das Balgenmaterial ? Ist das nur Papier ? Oder Leder ?
      Keine Ahnung.
      wenn Leder, dann z.B. Sprühöl, in Maßen.

      Viel Spaß,
      Ritchie
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      Die AVUS wurde m.W. immer mit Voigtländer Skopar ausgeliefert, einem Vierlinser (Tessar-Nachbau). Das Heilar blieb dem Top-Modell "Bergheil" vorbehalten. Das Xenar dürfte dem Skopar nicht nachstehen, eher im Gegenteil.

      ad 2.1
      Außen findet sich eine dünne Haut aus Leder, die innen mit einem Textilgewebe verstärkt ist.

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      Die besagten braunen Stellen habe ich versucht mit einem schwarzen Lederfärbemittel (Morello Extra Schwärze) nachzuarbeiten. Hat nur leider nichts genützt. Sobald die abgenutzten Stellen erneut durch Reibung belastet werden hat sich auch die Modelle Schwärze verabschiedet. Vergebliche Liebesmüh.

      Mir hat das Fotografieren mit diesem schönen Gerät viel Spaß gemacht; mehr dazu hier: jens-kotlenga.com/analog/
    • Bei meiner Avus ist der Balgen definitiv verlebt. Also tunlichst dran lassen.

      Die braunen kannst du versuchen vorsichtig mit schwazer Lederfarbe flüssig zu behandeln. Macht aber eigentlich kein Mensch, weil die Kamera zum Gebrauch bestimmt ist und danoch das eine oder andere dazu kommt.

      Lederteile inkl. Balgen kannst du fetten. Es gibt von Erdal eine farblose Schuhkreme auf Bienenwachsbasis, die auch Barythprints zum Glanz verhilft. Wenn es etwas weicher sein soll gibt es beim DM winzige Tuben mit Calendula Handbalsam. Ist auch gut für sprödes klebriges Gummi und pflegt gleichzeitig die Hände. Aber nicht zu viel auftragen es sollte alles einziehen. Melkfett istvauch nicht schlecht.

      Mit dem Xenar solltest mal schauen ob der Unendlichanschlag und die Entfernungscala noch stimmt. Sonst bekommst du sie nicht scharf gestellt, wenn du sie aus der Hand benutzen willst.

      Gruss Sven.
    • aaron_r schrieb:

      seit kurzem habe ich eine 9x12 Voigtländer Avus. Wohl ein hier eher seltenes Format
      Ist eine ziemlich weit verbreitete Kamera, und das damals übliche Format, für dass man auch heute noch relativ Problemlos Filme bekommt.
      Ich habe auch eine... :)

      umfundisi schrieb:

      Die AVUS wurde m.W. immer mit Voigtländer Skopar ausgeliefert, einem Vierlinser (Tessar-Nachbau).

      Meine hat auch das Skopar, es gab sie aber wohl auch mit weniger "hochwertigen" Optiken.
      Grüße
      Steffen
    • Habt alle ganz vielen Dank für die Tipps und Hinweise.

      Gestern bin ich mal mit schwarzer Erdal Lederpflege über Balgen und Gehäuse gegangen. Macht einen ganz guten Eindruck. Evtl. gehe ich nochmal mit klarem Fett drüber aber wahrscheinlich ist's jetzt schon genug.

      Einen Pinsel werde ich abknicken, dann komme ich auch an die letzten Falze im Gehäuse inneren. Dann kann der Balgen drin bleiben.

      Die Schienen werde ich dann leicht fetten.
    • Urnes schrieb:

      Deine Schuhe gehen davon doch auch nicht kapputt und glänzen schön, oder? :thumbup:

      Ich will dich aber aber an den essetiellen Weisheiten dieser Welt teilhaben lassen:

      forum.fotoimpex.de/index.php?showtopic=206&hl=erdal#entry954

      Gruss Sven.


      ich muss dich enttäuschen, aber hier wird es leider eher dunkler, wenn nicht gar finsterer. und ich entdecke eher das gegenteil von weisheit, nämlich einfalt und ahnungslosigkeit gepaart mit der chuzpe großmäuliger altvorderer, ungeprüft irgendwelchen unfug auf die menschheit loszulassen.

      meines wissens nach war croy war mediziner. und hat vor jahrzehnten (30er und 40er) mal einige foto-"büchlein" geschrieben ("wie macht man hübsche kinderphotos?" oder "mit der kamera geschrieben: pflanzenwunder"). nebenbei, während der kürzesten tausend jahre die es je gegeben hat, hat er jüdische fotografen denunziert und nazi-propaganda unters volk gebracht. seine kenntnisse bezüglich der archivfestigkeit von baryts dürften sich arg in grenzen gehalten haben (kann man ihm aber kaum vorwerfen, das war damals einfach noch kein thema). croy hat wahrscheinlich einfach nur das als "essentielle weisheit" zwischen zwei buchdeckel gekliert, was damals unter den gebrauchsknipsern halt so usus war. die fotografie hat sich aber seitdem weiterentwickelt. und auch das wissen über den wert von fotografien und wie solche werke am archivsichersten aufzubewahren seien. DIN 6738 oder ISO 9706 (vom PAT-test ganz zu schweigen) gab´s damals ja noch nicht.

      ich bin mir sicher: wenn es heutzutage noch fotografien gibt deren historisch/künstlerische bedeutung eine große archivfestigkeit erfordern und die dank der croy´schen schwachsinnigkeit völlig verharzt und angeranzt sind, dann sitzen da jetzt heerscharen von konservatoren mit einem skalpell und einem mikroskop dran, um händisch die schuhwichse dieser vernagelten altnazis von den baryts zu kratzen. vielleicht hat tatsächlich jede idee ihre zeit, auch die bescheuertste. und das war damals ´ne blöde zeit.

      kleiner tipp: lehrbücher sind eine feine sache. aber man darf ruhig auch etwas mit der zeit gehen.

      kleine randbemerkung: es soll gestandene fotografie-professoren an sehr renommierten hochschulen gegeben haben, die -wegen einer namensähnlichkeit - empört darüber waren, mit diesem croy verwechselt zu werden.

      ach so, zu deiner frage: ja meine schuhe glänzen (manchmal). sie bestehen aber auch nicht aus einer dünnen schicht lichtempfindlichen silbers, die nur durch eine hauchzarte schicht gelatine geschützt werden. oder - um den unfug schwachsinniger analogien mal umzukehren: putzt du deine schuhe mit entwickler? macht doch soooo schön dunkel!
    • Harte Worte, und dafür liebte ich einst dieses Forum, hach...
      Etwas unpersönlicher noch beim "Garder!", und dann -perfekt :)

      In mindestens einem Punkte vertrete ich jedoch einen anderen Standpunkt.
      Sicher gibt es heute eine DIN für Archivfestigkeit, aber die wahre Wissenschaft des Bildsilbers liegt m.E. gute 100 Jahre zurück.
      Es galt schlicht alles zu erforschen, und es wurde also angepackt, und alles erforscht.

      Erkenntnisse wurden zerrissen, rückgeprüft, verworfen, bestätigt, nicht nur der jährliche Eder gab Aufschluß über den Stand der Dinge -bis es ruhig wurde.Es war alles getan, man wusste Bescheid..

      Klar, den Film etwas sinnvoller sensibilisieren, Farben auffrischen, Empfindlichkeiten durch Mehrschichtverfahren und Silberkornmanipulation herauskitzeln, nun ja, Langzeitzuverbessern gabs schon noch was, und die heute verpönte Standentwicklung, bis Ende der 50er, Anfang der 60er als Tank/ Hängeentwicklung schlichtweg jahrzehntelanger Standard ohne Grund zur Beanstrandung, ich sag mal im Gegenteil, wurde mit neuen Zusammensetzungen von Entwicklerkomponenten auf Dose und Rotation getrimmt.

      Will man aber wissen, wie ein Bestandteil wirkt, wird man staubige Schwarten bemühen müssen, denn da steht das drin, es wurde damals erforscht, und verkündet.
      Das später neue Komponenten hinzuerfunden wurden, kann ich selten feststellen; bis auf den Schwund der Besten jener alten Substanzen, lese ich in heutigen Mittelchen grundsätzlich die alten Bekannten heraus.

      Den Frosch auf meinem Baryt verteilen, das hört sich für mich auch abenteuerlich an.
      Ich denke, das Verfahren des Einwichsens sollte durchaus mal geprüft werden.
      Da die Stabilisierung und Protektion des Bildsilbers meines Wissens aber grundsätzlich mit einer Ummantelung erfolgt, könnte das Aufpolieren und Auftragen einer "Schutzschicht" ja durchaus Berechtigung haben, das weiß ich nicht.
      Behandelt wurde aber schon immer, und wenn zur Verringerung der Dichte oder zur Verbesserung der Opazität ein Öl-oder Wachsbad herhalten musste.
      Vermutlich heiligte schon auch mal der Zweck das zu benutzende Mittel.

      Zum derzeitigen Zeitpunkt benötigen meine Abzüge noch keine Archivfestigkeit, für meine Zwecke könnte der Schmierfrosch ein probates Mittel werden, ich probiere das echt mal aus - aber ich hab ja aus der Not heraus auch schon mal schwächelnde Randschwärzen mit Spraydose Schwarzmatt aufgefrischt :)

      Es gab mal eine Zeit, und da dann einen anderen Weg, der sicher nicht allein die Archivfestigkeit als vorderstes Anliegen beherbergte, wobei ich mir andererseits aber auch nicht vorstellen kann, dass es dem Herren Mortensen z.B. schnuppe war, ob wegen mit aufgetupften Pudern tonalisierten, oder per Rasierklingenschaben aufgehellter Bereiche, beim Kunden dann das Bild zusehend in Bröseln auf dem Kaminsims verendete.

      Immerhin wusste Er aber um die Empfindlichkeit Seiner Werke, und gab entsprechende Obacht!-Empfehlungen mit auf den Weg.
      Ich denke aber, ein oder 2 Seiner Bilder haben wohl durchaus bis heute überlebt, ungeachtet übelster Mißhandlungen entgegen DIN :)

      VG,
      Ritchie
    • bequalm schrieb:

      Harte Worte, und dafür liebte ich einst dieses Forum, hach...
      kuscheln reicht manchmal nicht :P

      einen barytabzug auf die beschriebene weise zum "glänzen" bringen zu wollen (wie haben die vielen ECHTEN altmeister dieses problem wohl gelöst? sicher nicht mit schuhwichse), erinnert mich daran, das manche leute das, was sie mit den händen aufgebaut haben (einen schönen barytabzug geprintet) mit dem ar... wieder einreißen (froschprodukte).

      da kann man sich das teure, aufwendig zu verarbeitende, empfindliiche baryt sparen und gleich auf plastik printen. die meisten PE-papiere sind gar nicht so schlecht (und um archivfestigkeit kann es ja nicht gehen, wenn man seine bilder in benzin oder terpentin ersäuft). da gibt's hochglanz satt, ohne viel aufwand!

      bequalm schrieb:

      Will man aber wissen, wie ein Bestandteil wirkt, wird man staubige Schwarten bemühen müssen, denn da steht das drin, es wurde damals erforscht, und verkündet.
      Das später neue Komponenten hinzuerfunden wurden, kann ich selten feststellen; bis auf den Schwund der Besten jener alten Substanzen, lese ich in heutigen Mittelchen grundsätzlich die alten Bekannten heraus.

      was entwickler und fixierer angeht hast du völlig recht. bei filmen und papieren sieht das mittlerweile etwas anders aus. da hat sich in den letzten jahren doch viel weiterentwickelt, was es vor 100 jahren noch nicht gab (eingelagerte entwickler, optische aufheller, t-kristalle etc.).

      bequalm schrieb:

      Da die Stabilisierung und Protektion des Bildsilbers meines Wissens aber grundsätzlich mit einer Ummantelung erfolgt, könnte das Aufpolieren und Auftragen einer "Schutzschicht" ja durchaus Berechtigung haben, das weiß ich nicht.

      doch, das weißt du ritchie, da bin ich mir sicher. ich nehme mal an mit "ummantelung" meinst du washaid, selen, ausreichend wässern etc. (wobei selentonung eher anders wirkt denn als ummantelung). und mehr braucht´s dann auch schon gar nicht mehr! wer den print jetzt noch auf PAT-getetstem karton, mit PAT-getester kaschierfolie in einem PAT-sicheren rahmen hinter museumsglas hängt, hat seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange freude dran. ohne das er es riskiert, das ihm nach 10 jahren die eingetrocknete und verharzte schuhwichse unten vor´s passepartout rieselt.

      meine erfahrung: allzustarker hochglanz soll meistens von mangelhaftem printen ablenken. er soll kontraste, sättigung, tiefe, manchmal sogar schärfe (!) vorgaukeln, wo diese irgendwo im prozess der bildproduktion verloren gegangen sind. spiegelglatte hochglanzfotos sind zudem schwer zu betrachten, weil man ständig mit dem kopf hin und herwandern muss, um den reflexionen aus dem weg zu gehen.

      warum also etwas auf teure baryts schmieren von dem man nicht weiß, wie es mit dem papier im laufe der zeit reagieren wird?
    • renros schrieb:

      bei filmen und papieren sieht das mittlerweile etwas anders aus. da hat sich in den letzten jahren doch viel weiterentwickelt,

      Natürlich.
      Es war ja auch 100 Jahre Zeit zum Entwickeln, von der ich meine, dass sie aufzeigte, wie wenig es noch zu entwickeln gab, und dass die Entwicklung zwar ich Richtung Komfort, nicht immer jedoch zugunsten der Qualität voranschritt.
      Bildsilber durch (ökonomische) Einlagerer zu substituieren erachte ich persönlich als Rückschritt, die hohe Qualität der Filme, oder auch die MG- Entwicklung ( übrigens schon in den 30ern erfunden, sorry :) ist sicher auch ein Segen (strittig, ich weiß).

      renros schrieb:

      und mehr braucht´s dann auch schon gar nicht mehr!

      Das ist doch nun aber eine individuelle Sicht der Dinge.
      Wer Speckglanz auf barytlosem Träger braucht, der braucht Erdal :)
      Auf der Suche nach dem perfekten Abzug mit guten Optionen für Restauratoren zukünftiger Generationen würde ich vermutlich auch andere Wege gehen.
      Von daher finde ich sowohl die Sensation der Anwendbarkeit, als auch die Einwände hinsichtlich ggf ( genau weiß ich es eben wirklich nicht) scheidender Langzeitstabilität beide als berechtigt.

      Stelle Er sich die Leute vor, die Ihre Negative aufquellen lassen, um reliefartig, oder überhaupt drucken zu können!
      Misonnes Tümpelbild, bis zu Gurskis Auftreten viele Jahrzehnte das teuerste Foto ever, also Du willst nicht wissen, was der gute Mann da rumgezischelt hatte.
      Ich schon :)
      Und es hielt - Jahrzehnte. Immerhin.

      Klär mich doch bitte noch mal über die Wirkweise des Selen auf, ich dachte tatsächlich, es lege sich ebenfalls wie Schwefliges um das Bildsilber.

      VG,
      Ritchie
    • renros schrieb:

      liebst du es denn jetzt nicht mehr?

      Nö.
      Die letzten 2 Jahre war es mir zu beliebig, inhaltlich weit vom Urzustand entfernt, und tendentiell etwas quäkig und beliebig geworden.
      Schön aber zu sehen, dass unlängst etliche Profis wieder den Weg zur GF-Kamera fanden, ujnd inhaltlich wieder aufwerten, so mein Eindruck.
      Und ich glaub, einen gelegentlichen bodycheck können die auch noch ab, denn der Beruf war nun mal rauh :)
    • bequalm schrieb:

      Klär mich doch bitte noch mal über die Wirkweise des Selen auf, ich dachte tatsächlich, es lege sich ebenfalls wie Schwefliges um das Bildsilber.
      metallisches silber wird zu silberselenid umgewandelt.

      bequalm schrieb:

      Von daher finde ich sowohl die Sensation der Anwendbarkeit, als auch die Einwände hinsichtlich ggf ( genau weiß ich es eben wirklich nicht) scheidender Langzeitstabilität beide als berechtigt.
      darum geht´s doch gar nicht. ich habe nur die frage der sinnhaftigkeit gestellt, weil sich in mir einfach alles, was das logische denken für eine segensreiche nutzung des eigenen gehirns hält, sträubt wenn ich höre, das man fotopapier, das für eine höherwertigere nutzung prädestiniert ist durch mangelhaften umgang um genau diesen vorteil beraubt. und wenn man den gewünschten effekt (in diesem fall ultrahochglanz) obendrein durch die nutzung von PE leichter, schneller und billiger erzielen kann (bitte nicht falsch verstehen: ich selbst würde nie PE nutzen; bringe das hier nur zur verdeutlichung des problems an).