Kesselhaus

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    • ralph42 schrieb:

      Verstehe jetzt bitte meine Frage nicht falsch, aber: Eigentlich sagst Du, daß Du dem Auszubildenden das ganze moderne Teufelszeug vorenthältst, mit dem Du nichts anzufangen weißt oder möchtest. Oder lernt er das sowieso woanders?
      Nein,
      natürlich lernt er das. Er wird analog sowie digital ausgebildet. Photoshop, InDesign, Illustrator und co.
      Wobei er Illustrator mehr in der Schule lernt, da ich ihn zwar habe, ihn aber nicht verwende.
      Als "Mediengestalter" geht die Ausbildung über die Fotografie hinaus. d.h., die Lehrinhalte sind etwas anders. Dazu gehören die Farbenlehre (alte Meister), Einsatz von Farbpaletten in der Gestaltung, Film und Video und vieles mehr. Die Fotografie selbst ist da etwas im Hintergrund. Trotzdem bilden wir ihn im Labor sowie in der Großbildfotografie aus. Schulisch natürlich an der Digitalkamera und an der Broadcast- Videokamera, so ist es Pflicht.

      Gruß
      Winfried (entschuldigt, wenn of topic)
    • lookbook schrieb:

      ist eigentlich ein fotografierte gebäude eine architekturaufnahme?
      Nein,
      nicht unbedingt. Ich sehe das mal so: Steht das Gebäude im Mittelpunkt einer Aufnahme und hat ein Alleinstellungsmerkmal, dann ist es eine Architekturaufnahme. Ist die Aufnahme weiter gefasst und beinhaltet "zufällig" (oder auch gewollt) ein Gebäude, dann kann man hier auch von einer allgemeinen Aufnahme sprechen.
      In unserem Fall ist es eine bewusst gestaltete Architekturaufnahme (so denke ich jedenfalls darüber)

      Gruß
      Winfried
    • Sehr schönes Bild. Differenzierte Grautöne, schöne Komposition, interessantes Motiv.
      Ich hätte den ND Verlauf vielleicht noch n Tick weiter runtergezogen, aber ist ja Geschmackssache. Doch, gefällt mir.
      Ich finde auch nicht, dass das "Gebäude nach hinten rechts kippt" wie eingangs erwähnt. Das ist vermutlich Wahrnehmungssache. Bei Gebäuden empfindet das im Hinblick auf die Perspektive nicht jeder gleich. Z.B. in dem Buch von Christopher Thomas, New York Sleeps, gibt es einige Aufnahmen bei denen mir die Linien teilweise "unrealistisch" vorkommen. Es sind trotzdem tolle Bilder...
      Letzten Endes ist es auch unerheblich ob alle Einstellungen "korrekt" waren, oder nicht, so lange das Endergebnis überzeugt.
    • @Zyklop: danke für den Link zu Christopher Thomas. Einige seiner tollen Bilder verdeutlichen für mich den Konflikt zwischen technisch korrekter Einstellung einerseits und den Problemen, die sich andererseits aus möglicher subjektiver Wahrnehmung von vertikalen Parallelen ergeben. Bei mir, dem in Architekturfotografie eher weniger erfahrenen Betrachter, verbreitern sich die Hochhäuser nach oben. Besonders bei der extremen Untersicht. Auf den ersten Blick. Bei längerem Betrachten unter dem Gesichtspunkt, dass es doch stimmt, verringert sich dieser Eindruck.

      Wahrnehmung ist eben ein aktiver Prozess. Für den Fotografen ist es sicherlich auch nicht unwichtig, für welche Zielgruppe er gestaltet. Für mich als Amateur suche ich einen mir gefälligen Weg.
      www.peterplan.piwigo.com

      Stets gutes Licht
      Gruß Peter
    • @Zyklop: auch von mir danke für den Link zu Christopher Thomas. Ich habe gleich das Buch
      bestellt und eben ist es angekommen. Sehr schönes Buch, guter Druck und die Bilder entsprechen
      genau meinem Empfinden hinsichtlich Dunkelkeit und Kontrast. Auch schön die Idee der Abbildung
      des Randes der 4x5 Negative.

      Gruß Hansgerd
    • Christopher Thomas arbeitet noch mit dem lange nicht mehr erhältlichen schwarzweiss Sofortfilm Polaroid 55. Er hat nach Bekanntwerden der Produktionseinstellung durch Polaroid sämtliche ihm zugänglichen Einkaufmöglichkeiten genutzt und die Filme kühl gelagert. Wie man an den neueren Arbeiten sieht, treten bei dem Sofortfilm Mängel auf, da die Chemie langsam eintrocknet und nicht mehr den ganzen Film entwickeln kann. Eine Besonderheit des Polaroid 55, wie auch des kürzlich eingestellten New55 war, dass man neben dem Sofortbild ( Positiv ) auch noch ein Negativ hatte das man weiterbearbeiten konnte.

      Grüße
      Jockel123
    • Mit alten Polas sollte man vorsichtig sein.

      Ich hatte vergangenes Jahr von einem Bekannten gut 10 Packungen (unter anderem) geschenkt bekommen und habe sie gegen eine Spende al die Tafel verkauft.
      Der Käufer hat sie alle wegwerfen müssen, trotz guter Lagerung waren alle "trocken" und nicht mehr verwendbar. Der Käufer ist übrigens auch hier im Forum und war mir zum Glück nicht böse. War ja für einen guten Zweck und es waren ja auch noch viele anderen Filme dabei.

      Gruß
      Winfried
    • @HGR und PeterPlan: Kein Ding. Ist n tolles Buch. Ich habe es schon seit es rauskam und sehe mir die Bilder sehr oft an. Es hat irgendwie so einen "oldschool"-Flair, wie z.B. ältere New York Fotos von Berenice Abbott. Ich war auch erst erstaunt, dass der 55er diese Grautonabstufungen bringt.

      @Winfried: Das kann bei älteren Polaroids immer passieren. Die sind gegenüber zu warmer Lagerung empfindlicher als S/W-Negativfilme. Man kann aber auch Glück haben. Ich hatte bei Ebay mal einen Packen aus den 90ern ersteigert und der war einwandrei verwendbar. Vermutlich reines Glücksspiel... Bald kann man dann theorethisch abgelaufenen New55er erwerben, dann geht das Spiel wieder von vorne los ;)

      In jedem Fall lohnt es sich den Film mal auszuprobieren.