Intrepid 8x10 - erste Erfahrungen

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    • Diesch schrieb:

      Peter Volkmar schrieb:

      Oder soll GF einem elitären Haufen gehören, der Linhof oder Sinar nutzt?
      GF ist, als es aktuell war, nicht wirklich "für das gemeine Volk" gebaut worden :) Der in dem Zitat formulierte Anspruch "Großformatfotografie für alle" ist schon interessant.
      Wo hast Du ein Problem damit, dass GF Allen, die an Fotografie interessiert sind, zugänglich ist? Ich freue mich darüber.


      Diesch schrieb:


      Zu der Zeit, als diese Technik aktuell war, war der Neupreis für eine Fachkamera nebst Objektiv und entsprechendem Vergrößerer so hoch, daß nur wenige Amateure sich das leisten wollten. Der Umstand, daß diese mittlerweile überholte Technik zu Schleuderpreisen angeboten wird, läßt den Anspruch, für den diese Ausrüstung gebaut wurde, leicht übersehen und vielleicht auch den Maßstab verlieren. Großformatkameras zum kleinen Preis für jeden erschwinglich gab es da eigentlich nicht.
      Es war nicht nur das Problem, dass die Geräte so teuer waren, es war auch schwer, das zu bekommen, was man wollte. Ich wüßte nicht, dass Sinar und Arca bis in die 90-er an Privatpersonen bzw an andere Berufsgruppen als Profifotografen ausgeliefert wurde. Ich weiß wiederum, dass Linhof von vielen Profifotografen gedisst wurden, da sie ab den späten 60-ern (?) auch an Architekten o.ä. auslieferten. Die Gottschalt (Gottschalk?) wurde von einem Architekten entwickelt und vertrieben, da er von der Kameraindustrie nicht entsprechend beliefert wurde...

      Ich finde nicht, dass diese Technik überholt ist.
      Die Schleuderpreise freuen mich natürlich.
      Dass mit GF Kameras Bilder gemacht werden, die auch in Kb uninteressant gewesen wären, ist jetzt nicht so erstaunlich. Aber selbst, wenn jemand ein Papiernegativ nimmt, kostet das in 8x10 mehr, als ein Kb Negativ (oder ein Bild mit der Diggi, die er eh schon hat). Also wird er mehr nachdenken.

      Deshalb weiß ich nicht, weshalb jemand den Maßstab verlieren sollte.

      Und wenn es GF bisher nicht für jeden erschwinglich gab - warum nicht jetzt?

      Ich finde auch den Hinweiß auf digitales Gerät nicht hilfsreich. Das muß Geld verdienen.
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • Ich fotografiere (noch) nicht in GF, lese hier im Forum aber immer wieder gerne mit. Auch diesen Thread, weil mich die Intrepid auch interessiert als Einstieg in etwas (für mich) unbekanntes, ohne dass ich gleich mehrere tausend Euro dafür ausgeben muss. Dass die Qualität nicht die gleiche sein kann wie bei einer Linhof/SInar/..., ist mir dabei klar.

      Insgesamt erinnert mich die Diskussion hier aber sehr an einen Artikel von Hamish Gill unter 35mmc.com/08/11/2017/stop-bloo…ilm-photography-industry/, der es auf den Punkt bringt (den "lolli089" hier schon in ähnlicher Form gebracht hat): JEDES Produkt im Bereich analoger Fotografie ist gut, da es die Industrie am Laufen hält, die Qualität des Produkts ist erst mal nebensächlich.
    • Peter Volkmar schrieb:

      Wo hast Du ein Problem damit, dass GF Allen, die an Fotografie interessiert sind, zugänglich ist? Ich freue mich darüber.
      Ich habe kein Problem damit, ich finde es nur nicht so selbstverständlich.

      Eine Sinar (als Beispiel) wurde als Arbeitsgerät angeschafft, das sehr lange ohne Verminderung der Werkzeugqualität Geld verdienen sollte. Das ist genau die Parallele zum digitalen Gerät: Werkzeug für viele Jahre Berufsausübung (wobei das einzig digitale das Rückteil ist, Kamerakörper und Objektiv sind analog).
    • Diesch schrieb:

      Eine Sinar (als Beispiel) wurde als Arbeitsgerät angeschafft, das sehr lange ohne Verminderung der Werkzeugqualität Geld verdienen sollte. Das ist genau die Parallele zum digitalen Gerät: Werkzeug für viele Jahre Berufsausübung (wobei das einzig digitale das Rückteil ist, Kamerakörper und Objektiv sind analog).
      Aber bei digital gibt es doch auch Abstufungen in der Qualität der Ausrüstung von Profiausrüstung (z.B. Canon 1D, Nikon D5) bis Einsteiger (z.B. Canon 1200D), ganz abgesehen von den ganzen Kameras mit fest verbautem Objektiv. Das gleich gilt auch für analoges Kleinbildzeug, auch da geht sie Spannweite von Profi (z.B. Nikon F6) bis Einsteiger (z.B. Nikon EM oder Nikon 301). Und da stört sich doch auch niemand daran.
    • Meine Abneigung beruht auf der Vermutung, daß diese Plastikkamera schon nach kurzem Gebrauch nicht mehr zuverlässig brauchbar ist.

      retiolum schrieb:

      Aber bei digital gibt es doch auch Abstufungen in der Qualität der Ausrüstung von Profiausrüstung
      Die genannten Kameras sind für bestimmte Anwendergruppen gerechnet, die die Kamera mit unterschiedlicher Häufigkeit wohl einsetzen werden. Das tun diese Kameras dann aber auch.
    • Diesch schrieb:

      Die genannten Kameras sind für bestimmte Anwendergruppen gerechnet, die die Kamera mit unterschiedlicher Häufigkeit wohl einsetzen werden. Das tun diese Kameras dann aber auch.
      Das gilt aber doch auch für Großformatkameras wie die Intrepid oder "The Italian Camera" (die ist vermutlich die "Plastikkamera", die du meinst): die sind sicher nicht für den Profi gedacht, der täglich mit der Kamera unterwegs ist, sondern für den Einsteiger/Enthusiasten, der gerne mal Großformat-Luft schnuppern will und die Kamera gelegentlich aus dem Schrank holt.

      Ich finde die neuen Ideen super für den Einstieg, um mal zu sehen, ob GF etwas ist, was einem liegt/Spaß macht. Wer dann richtig infiziert ist, wird früher oder später auf was besseres (Sinar, Linhof, etc.) aufsteigen; wer sieht, dass GF doch nichts für einen ist, hat zumindest nicht all zu viel Geld versenkt.
    • retiolum schrieb:

      Ich fotografiere (noch) nicht in GF, lese hier im Forum aber immer wieder gerne mit. Auch diesen Thread, weil mich die Intrepid auch interessiert als Einstieg in etwas (für mich) unbekanntes, ohne dass ich gleich mehrere tausend Euro dafür ausgeben muss. Dass die Qualität nicht die gleiche sein kann wie bei einer Linhof/SInar/..., ist mir dabei klar.

      Insgesamt erinnert mich die Diskussion hier aber sehr an einen Artikel von Hamish Gill unter 35mmc.com/08/11/2017/stop-bloo…ilm-photography-industry/, der es auf den Punkt bringt (den "lolli089" hier schon in ähnlicher Form gebracht hat): JEDES Produkt im Bereich analoger Fotografie ist gut, da es die Industrie am Laufen hält, die Qualität des Produkts ist erst mal nebensächlich.
      es ist absolut nicht notwendig mehrere tausend euro für gf auszugeben -
      aber es ist aus meiner sicht nicht klug, mit billigem material zu arbeiten.
      der unterschied zwischen billig und preiswert kann selbst bei ähnlichem eurobetrag enorm sein.
      lolli089 hat sich schlussendlich auch nicht für billig entschieden.

      ich habe jetzt als beispiel ein produkt bei ebay herausgesucht.
      ich bitte das nur als beispiel zu betrachten was preislich an grundsätzlicher qualität möglich ist.
      EBAYBEISPIEL
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • Moin Moin,

      Uwe, wieder einmal geht die Diskussion völlig an der Thematik (und Zielstellung) vorbei und Du vergleichst Äpfel mit Birnen (nein, nicht Autos und Seifenkisten).

      Die gezeigte Plaubel Peco Profia 8x10 wiegt allein als pure Kamera 8Kg und benötigt etwas mehr als den dreifachen Platz der Intrepid. Wenn Du es schaffst, mir eine 8x10 anzubieten, die problemlos in einen Rucksack passt und mir nicht den Rücken bricht und 500€ kostet und dabei die Qualität einer Vollmetallkamera aufweist - gern würde ich sie kaufen wollen.

      Solang das nicht der Fall ist, genieße ich die Möglichkeit, eine 8x10 als REISEKAMERA in dem für mich möglichen maximalen Packmaß und tragbaren Gewicht einzusetzen.

      Sobald ich in 30 Jahren pensioniert bin und allein im Wohnmobil mit unendlich viel Platz und Zeit reine Fotourlaube mache (sofern ich das will), werde ich vielleicht darüber nachdenken, mir so einen Panzer zuzulegen.

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • edewolf schrieb:

      Moin Moin,

      Uwe, wieder einmal geht die Diskussion völlig an der Thematik (und Zielstellung) vorbei und Du vergleichst Äpfel mit Birnen (nein, nicht Autos und Seifenkisten).

      Die gezeigte Plaubel Peco Profia 8x10 wiegt allein als pure Kamera 8Kg und benötigt etwas mehr als den dreifachen Platz der Intrepid. Wenn Du es schaffst, mir eine 8x10 anzubieten, die problemlos in einen Rucksack passt und mir nicht den Rücken bricht und 500€ kostet und dabei die Qualität einer Vollmetallkamera aufweist - gern würde ich sie kaufen wollen.

      Solang das nicht der Fall ist, genieße ich die Möglichkeit, eine 8x10 als REISEKAMERA in dem für mich möglichen maximalen Packmaß und tragbaren Gewicht einzusetzen.

      Sobald ich in 30 Jahren pensioniert bin und allein im Wohnmobil mit unendlich viel Platz und Zeit reine Fotourlaube mache (sofern ich das will), werde ich vielleicht darüber nachdenken, mir so einen Panzer zuzulegen.

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
      .. dir geht es offensichtlich darum friedrich - aber mit dir habe ich nicht gesprochen.
      ich will retiolum nur auf eine alternative idee bringen, weil er vorerst einen günstigen einstieg sucht.
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      ich will retiolum nur auf eine alternative idee bringen, weil er vorerst einen günstigen einstieg sucht.
      Ich selbst suche derzeit gar nicht nach einem günstigen Einstieg, weil mich andere Aspekte von 8x10 abhalten (Filmkosten, Entwicklung). Ich bin nur in das Thema weil mich das totale ablehnen von Ansätzen wie Intrepid oder "The Italian Camera" stören, daher auch der Link zu dem Artikel von Hamish Gill. Von mir aus kann sich jeder die Kamera aussuchen, die zu ihm passt (z.B. anhand der Parameter Gewicht oder Preis), aber andere Entscheidungen als die eigene sollte man immer respektieren.
    • retiolum schrieb:

      Ich fotografiere (noch) nicht in GF, lese hier im Forum aber immer wieder gerne mit. Auch diesen Thread, weil mich die Intrepid auch interessiert als Einstieg in etwas (für mich) unbekanntes, ohne dass ich gleich mehrere tausend Euro dafür ausgeben muss. Dass die Qualität nicht die gleiche sein kann wie bei einer Linhof/SInar/..., ist mir dabei klar.
      .. und ich habe auf die "mehrere tausend Euro" geantwortet - die ich so nicht stehen lassen wollte.
      .. und auf "noch nicht in GF" - welches ich dann als suche deutete.



      die wendung ..

      retiolum schrieb:

      Ich selbst suche derzeit gar nicht nach einem günstigen Einstieg, weil mich andere Aspekte von 8x10 abhalten (Filmkosten, Entwicklung).
      kam dann doch ziemlich überraschend!!
      schönen tag noch
      : )
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      .. und ich habe auf die "mehrere tausend Euro" geantwortet - die ich so nicht stehen lassen wollte.
      OK, mehrere tausend sind's dann nicht, aber selbst mit einer einigermaßen günstigen Kamera ist es ja nicht getan (Objektiv, Filmhalter, etc.).

      Für mich ist eben noch nicht ganz klar, ob GF etwas für mich ist (vor allem zeitlich, zwei Kinder lassen da im Moment wenig Zeit), ich orientiere mich gerade in Richtung "GF light", also Horseman VH/980 oder Linhof 6x9, da kann ich auch mein vorhandenes Zeug für die Entwicklung weiter verwenden. Wenn's gefällt, kommt dann vielleicht mal das "Upgrade" auf "richtiges" GF.
    • @retiolum ich bin da ganz auf Deiner Schiene! Auch 2 Kinder, wenig Zeit. Aber in dieser bastel ich gerne und probiere aus. 8x10 in Schale kann eigentlich relativ unaufwändig sein, wenn ein dunkler Raum vorhanden ist. Ich bin da erstmal mit Altlasten am experimentieren.

      Aber zum Thema. Habe keine Intrepid. Freue mich aber dass es sie gibt und lese mit Interesse die Erfahrungsberichte. Habe allerdings eine Planfilmkassette von denen geordet und trage gerne meine Erfahrungen damit nach, sobald ich sie bekommen habe.

      Viele Grüße,

      Alexander
      Weimar aus der Vergangenheit in die Zukunft geholt, oder anders herum
      http://zeitsprung.weimar.jetzt
    • Für 8x10" werden häufig recht schwere Objektive eingesetzt. Die muß die Kamera halten, auch gegen die Schwerkraft bei Schrägstand (z.B. bei Neigung der Frontstandarte). Das erfordert ein verwundungsfreies Kameragerüst und feste Klemmungen.

      Eine 8x10" Kamera für draußen sollte leicht und stabil sein. Das läßt sich durch Konstruktion erreichen, wie z.B. bei einer amerikanischen LaufbodenKamera, bei der Materialflächen durch Streben ersetzt sind. Und der Einsatz von speziellen Materialien kann die Kamera leicht machen, Kohlelager oder Titan.
      Nun führt mindestens die Maßnahme über das Material zu einer teuren Kamera.

      Wenn eine Kamera leicht ist und einen kleinen Preis hat, könnte es sein, daß die Stabilität nicht ausreicht (ich weiß von jemandem, der ein Objektiv verkauft hat, weil es für seine Technikardan zu schwer war). Nehmt Winfried mit beim Kamerakauf, der wie, was solch eine Kamera können muß.

      So, nun kann Ralfi wieder irgendeinen dummen Spruch schreiben aus sicherer Deckung oder jemand etwas von Missionierung schreiben.

      Gruß
      Dieter
    • Moin moin,

      Dieter, was mich so unsäglich nervt ist, dass Ihr der Kamera prinzipiell die Möglichkeit absprecht, damit hervorragende Aufnahmen zu machen.

      Ich liebe es auch, mit meiner Arca Swiss Discovery oder Technika V zu arbeiten, aber wenn ich in den Bergen/am Meer/in Städten stundenlang unterwegs bin und dabei nicht auf GF verzichten möchte, dann brauche ICH extrem leichte und kompakte Kameras, weshalb in 4x5 meine Nagaoka und nun in 8x10 die Intrepid die perfekte Ergänzung sind.

      @ Uwe: Du hattest recht, ich hatte mich fälschlicher Weise angesprochen gefühlt. Das ändert in DIESEM Thread allerdings nichts daran, dass wir nicht mehr primär über die Vor- und Nachteile DIESER von Intrepid selbst als ultraleichte 8x10 Reisekamera beworbenen GF Kamera diskutieren, sondern über den (euren?) prinzipiellen Anspruch an GF- und 8x10 Kameras.

      Es ist schlicht naiv anzunehmen, dass alle einer bestimmten Konvention folgen müssten, um die Berechtigung des Erwerbs und der Nutzung von GF-Kameras zu erhalten. Hier droht nicht der Untergang des Abendlandes, weil es langsam zu einem Generationswechsel kommt, der neue/andere Erwartungen aber auch Bedürfnisse mit sich bringt.

      Könnten wir uns abschliessend vielleicht ganz sachlich darauf einigen, dass DIESE Kamera die Anforderungen einiger erfüllt und anderer eben nicht?

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich