Intrepid 8x10 - erste Erfahrungen

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    • Diesch schrieb:

      zoz schrieb:

      Auch wenn Dir das fremd ist, aber es gibt eben nicht nur diese beiden Standpunkte
      Dann nenn mir doch einen Standpunkt, der sich nicht innerhalb dieses Feldes befindet.
      Gruß
      Dieter
      ??? Du warst es doch der Ausgeschlossen hat dass es weitere Standpunkte innerhalb dieses Feldes geben würde:

      Diesch schrieb:

      Man muß sich entscheiden, ob man eine Großformatkamera als Werkzeug für spezielle Aufgaben auffaßt, ..., oder einfach nur als Gehäuse für möglichst große Filmblätter.
      Grüße
      Steffen
    • Diesch schrieb:

      Klar herausgearbeitete Positionen klären die Debatte. Bei welchem Grau man sich dann selbst ansiedelt, entscheidet jeder für sich.
      und ein Stück weiter dies.

      Wobei das mit dem Grau natürlich, bei genauerer Betrachtung, so nicht stimmt, denn man nimmt in seiner fotografischen Tätigkeit eher den einen oder eher den anderen Standpunkt ein, je nach selbst gestellter Aufgabe. -> Deshalb habe ich 2 Kameras.

      Gruß
      Dieter
    • Andreas schrieb:

      Hallo Uwe,

      Es gibt keinen Grund, abfällig über die Kamera zu reden. Sie erfüllt gänzlich andere Bedürfnisse als eine Arca Swiss, Linhof oder auch Chamonix. Bilder - und auch gute - lassen sich mit ihr sicher auch erstellen.

      Ich musste mir dieselben Bemerkungen gefallen lassen, als ich eine Wanderlust Travelwide aus Plastik im Rahmen eines Kickstarter-Projektes gekauft hatte. Sie macht, trotz aller ihrer Limitationen, gute Bilder.

      Grüsse
      Andreas
      hallo andreas,

      eine seifenkiste macht auch spaß - ich habe selbst eine gebaut und gefahren.
      aber niemand wird behaupten es wäre ein auto, obwohl es auch so aussieht und 4 räder hat.

      jeder wird auf seine art glücklich.
      ich war es früher vielleicht mit der seifenkiste mehr, als jetzt mit dem auto.
      aber das ist ein anderes ding.

      fotografisch bin ich mit einer kamera glücklich ..
      und ich mach mich über gewisse sachen lustig -
      abfällig ist deine interpretation.


      grüße

      uwe
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • Was sich der Ein oder Andere anscheinend nicht vorstellen kann: mit dem Ding kann man fotografieren.
      Die sollten sich die Kamera und alte Holzkameras um 1900 anschauen. Die Intrepid nimmt anderes Holz und auch mal Kunststoff. Sie ist leichter und hat mehr Verstellungen. Steifigkeit, Stabilität usw sind ähnlich. Vielleicht kann man ja doch Bilder damit machen? Oder soll GF einem elitären Haufen gehören, der Linhof oder Sinar nutzt? Da könnte man sich dann tagelang batteln wie Nikon/Canon Nutzer und vergessen, dass der Fotograf und die Optik viel wichtiger für das Bild sind.
      Die Intrepid ist sowohl für Einsteiger geeignet (von denen der eine Teil das Ding irgendwann ins Regal stellt, der andere Teil wird aufsteigen- sie trotzdem immer noch ab und an nutzen) oder als 2./3. oder was immer Kamera, da das Gewicht der Hammer ist.
      Ich hab mir noch eine in 4x5 geholt :)
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • lookbook schrieb:

      eine seifenkiste macht auch spaß - ich habe selbst eine gebaut und gefahren.
      aber niemand wird behaupten es wäre ein auto, obwohl es auch so aussieht und 4 räder hat.
      Übersetzt heißt das, die Intrepid ist keine Kamera.
      Spannende Aussage.


      lookbook schrieb:

      und ich mach mich über gewisse sachen lustig -
      Jetzt finde ich Deine Sig noch viel lustiger.
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • Ich muss ehrlich zugeben, dass ich durch die Interpret 4x5 erst wirklich auf GF aufmerksam geworden bin. Davor dachte ich, dass es alter Kram ist und es gar keine neuen Kameras mehr gibt.
      Erst durch deren Kickstarter und dar damit verbundenen Recherche, bin ich in die Welt des GF vorgedrungen. Es ist zwar am Ende keine Interpret geworden, trotzdem hab ich mich für GF entschieden und genieße es in vollen Zügen.
      Ich kaufe Filme, Chemie etc und ich glaube solange eine Firma generell soetwas bewirken kann, kann das nur von Vorteil für uns alle sein.
      Was dann jeder damit macht, oder welchem Grauton er für sich selbst entdeckt, muss man dann schon jedem selber überlassen..
    • lolli089 schrieb:

      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich durch die Interpret 4x5 erst wirklich auf GF aufmerksam geworden bin. Davor dachte ich, dass es alter Kram ist und es gar keine neuen Kameras mehr gibt.
      Erst durch deren Kickstarter und dar damit verbundenen Recherche, bin ich in die Welt des GF vorgedrungen. Es ist zwar am Ende keine Interpret geworden, trotzdem hab ich mich für GF entschieden und genieße es in vollen Zügen.
      Ich kaufe Filme, Chemie etc und ich glaube solange eine Firma generell soetwas bewirken kann, kann das nur von Vorteil für uns alle sein.
      Was dann jeder damit macht, oder welchem Grauton er für sich selbst entdeckt, muss man dann schon jedem selber überlassen..
      .. war eine gute sache von dir!! : )
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • Schade, was ich sehe, und lese - das wäre nichts für mich.
      Für mich muß eine Feldkamera neben der Leichtigkeit auch kompromisslos bedienbar sein, Rumfummeln is nich.
      Aus diesem Grund war meine Shen Hao HZX, wenn auch für Leicht mit ca 2 Kg schon einen Tick zu schwer, die fast perfekte Ergänzung.

      Danke für die realitätsnahen Einschätzungen, ich wünsche Euch möglichst viel Spaß mit den Teilen.

      Peter Volkmar schrieb:

      Die sollten sich die Kamera und alte Holzkameras um 1900 anschauen. Die Intrepid nimmt anderes Holz und auch mal Kunststoff. Sie ist leichter und hat mehr Verstellungen. Steifigkeit, Stabilität usw sind ähnlich.

      Die 1900er gabs auch mit 3-fachem Auszug, mitTilt UND Swing,hier dann hinten, per Schneckenzahntrieb verstellbar - ,sowie generell mit Seit-und Hochverschiebung vorn. Zusammenstecken musste man die auch nicht , und das "andere" Holz hält sicher noch mal 100 Jahre :)

      In der Reisekameravariante waren die Dinger dann etwas schlichter, aber dafür sehr leicht.
      Serienmässiger Mattscheibentransportschutz, Lidverschluß optional, zusammenfaltbar ungeachtet der Formatausrichtung - handwerkliche Höchstleistung, und für mich ganz klar die überlegeneren Kameras...


      Peter Volkmar schrieb:

      Ich überlege ernsthaft, die Kamera zu Ölen (Hartöl) spricht da was dagegen? Bessere Vorschläge? Lassen?
      Mehrfach ölen, und zwar bevor die ersten Grabbelspuren oder Wassertropfen ins Holz kommen, die gehen nämlich nicht mehr weg.

      Vor-oder Nachteil des Ölens: das Ikea-Feeling verschwindet, das Holz dunkelt kräftig nach.
      Holz schreit ohnehin nach Pflege,das wird gerne vergessen, und Öl gibt einen guten Perleffekt bei Wassertropfen.

      Persönlich mag ich bei Holz den seidenmatten Glanz von einpoliertem Bienenwachs am liebsten, aber als Erstbehandlung würde ich auch Öl nehmen.
      Habt Ihr bestimmt in der Garküche: Leinöl ist der fast ungeschlagene Klassiker, teures Spezialzeuch würd ich nicht kaufen.

      Ich vermute mal, das Holz da saugt wie ein Schwamm; immer wieder nachölen, aber Überstehendes abnehmen,es könnte sonst auch Nasen und Flecken geben..

      VG,
      Ritchie
    • bequalm schrieb:

      Mehrfach ölen, und zwar bevor die ersten Grabbelspuren oder Wassertropfen ins Holz kommen, die gehen nämlich nicht mehr weg.

      Vor-oder Nachteil des Ölens: das Ikea-Feeling verschwindet, das Holz dunkelt kräftig nach.

      hört sich nach frittieren an! :D

      bequalm schrieb:

      Leinöl ist der fast ungeschlagene Klassiker

      bist du bei diesem tipp ganz sicher? es gab früher mal bei haushaltsarbeitsplatten (speziell bei nagelneuem ikea-sperrmüll) den tipp, die dinger mit genau diesem öl zu imprägnieren. resultat: die dinger fingen an zu kleben (weil das öl verharzte) und stanken obendrein wie toter biber.
    • Peter Volkmar schrieb:

      Oder soll GF einem elitären Haufen gehören, der Linhof oder Sinar nutzt?
      GF ist, als es aktuell war, nicht wirklich "für das gemeine Volk" gebaut worden :) Der in dem Zitat formulierte Anspruch "Großformatfotografie für alle" ist schon interessant.

      Zu der Zeit, als diese Technik aktuell war, war der Neupreis für eine Fachkamera nebst Objektiv und entsprechendem Vergrößerer so hoch, daß nur wenige Amateure sich das leisten wollten. Der Umstand, daß diese mittlerweile überholte Technik zu Schleuderpreisen angeboten wird, läßt den Anspruch, für den diese Ausrüstung gebaut wurde, leicht übersehen und vielleicht auch den Maßstab verlieren. Großformatkameras zum kleinen Preis für jeden erschwinglich gab es da eigentlich nicht.

      Hilfreich als Vergleich ist da vielleicht ein Blick auf die Preise von Neugeräten, die jetzt in der digitalen Fotografie aktuell sind und mit vergleichbarem Anspruch daherkommen.

      Beispiel für Architektur:
      eine Alpa XY mit Digaron W und PhaseOne Rückteil

      Die entsprechenden Objektive:
      arca-shop.de/de/hr-digaron-w1

      Bei den Preisen kann einem schon der Gedanke an kommen, daß das nicht gerade "Volksgerät" ist.

      Gruß
      Dieter
    • bequalm schrieb:

      .....
      Danke für die realitätsnahen Einschätzungen, ich wünsche Euch möglichst viel Spaß mit den Teilen.
      Danke!


      bequalm schrieb:


      Peter Volkmar schrieb:

      Die sollten sich die Kamera und alte Holzkameras um 1900 anschauen. Die Intrepid nimmt anderes Holz und auch mal Kunststoff. Sie ist leichter und hat mehr Verstellungen. Steifigkeit, Stabilität usw sind ähnlich.
      Die 1900er gabs auch mit 3-fachem Auszug, mitTilt UND Swing,hier dann hinten, per Schneckenzahntrieb verstellbar - ,sowie generell mit Seit-und Hochverschiebung vorn. Zusammenstecken musste man die auch nicht , und das "andere" Holz hält sicher noch mal 100 Jahre :)

      In der Reisekameravariante waren die Dinger dann etwas schlichter, aber dafür sehr leicht.
      Serienmässiger Mattscheibentransportschutz, Lidverschluß optional, zusammenfaltbar ungeachtet der Formatausrichtung - handwerkliche Höchstleistung, und für mich ganz klar die überlegeneren Kameras...

      Ich wollte die Intrepid schon mit einer anderen Field und nicht mit einer Studiokamera vergleichen.
      Ich habe verschiedene Holzkameras von 13x18 bis 30x40 da, keine hat einen Mattscheibentransportschutz.
      Meine 18x24 wiegt bestimmt das Doppelte.
      Was meinst Du mit Lidverschluß? Den Halbrunden, den die Globica hatte? Hab ich noch nicht in einer Fieldkamera gehabt.
      Mit mehreren alten Holzkameras hast Du gearbeitet, aber mit wievielen Intrepids?


      bequalm schrieb:



      Peter Volkmar schrieb:

      Ich überlege ernsthaft, die Kamera zu Ölen (Hartöl) spricht da was dagegen? Bessere Vorschläge? Lassen?
      Mehrfach ölen, und zwar bevor die ersten Grabbelspuren oder Wassertropfen ins Holz kommen, die gehen nämlich nicht mehr weg.
      Vor-oder Nachteil des Ölens: das Ikea-Feeling verschwindet, das Holz dunkelt kräftig nach.
      Holz schreit ohnehin nach Pflege,das wird gerne vergessen, und Öl gibt einen guten Perleffekt bei Wassertropfen.

      Persönlich mag ich bei Holz den seidenmatten Glanz von einpoliertem Bienenwachs am liebsten, aber als Erstbehandlung würde ich auch Öl nehmen.
      Habt Ihr bestimmt in der Garküche: Leinöl ist der fast ungeschlagene Klassiker, teures Spezialzeuch würd ich nicht kaufen.

      Ich vermute mal, das Holz da saugt wie ein Schwamm; immer wieder nachölen, aber Überstehendes abnehmen,es könnte sonst auch Nasen und Flecken geben..

      VG,
      Ritchie
      Leinöl hab ich hier mal bei Balken in der Wohnung genommen, das hat ewig geklebt. Ginge ölen (Hartöl oder was anderes?) und anschließend Bienenwachs? Was sollte man auf Dauer tun? Zum Wachsen und Ölen muß ich die Kamera ja erstmal auseinanderschrauben. Aber das möchte ich ja höchstens 1x machen....
      Zeit ist nicht Geld.
      Zeit ist Zeit.
    • Peter Volkmar schrieb:

      Mit mehreren alten Holzkameras hast Du gearbeitet, aber mit wievielen Intrepids?

      Ich hatte einige div. Kameras, um ausreichend beurteilen zu können, was ich haben und was ich nicht haben möchte, das muß ich mir nicht noch mal bestätigen.
      Aber es geht ja nicht um meine Wünsche hier.
      Ungeachtet meiner persönlichen Abneigungen gegen unnötiges Zusammenschrauben, oder Verheddern an der Mattscheibe beim Drehen, warte ich einfach mal auf ehrliche Wertungen, wenn diese Handgriffe im Winter getätigt werden müssen :)

      Peter Volkmar schrieb:

      Leinöl hab ich hier mal bei Balken in der Wohnung genommen, das hat ewig geklebt.

      Nach meinen Erfahrungen muß man das regelmäßig ölen und pflegen, aber ich gebe auch gerne zu, dass man gegen Leinölgeruch eine gewisse Resistenz haben sollte.
      Hartöl kenne ich nicht.
      Früher wurden ja neben Leinöl auch zerdrückte Läuse genommen (Schellack), aber das hatte ich auch noch nie in Anwendung.

      Grundsätzlich halte ich jede ölige Erstbehandlung für sinnvoller als das rohe Holz ungeschützt zu lassen.

      Wachs, auch eingerieben und eingebürstet, dringt leider nicht so tief ein, deswegen würde ich erst mal Öl nehmen.
      Wachs hat übrigens einen noch stärker bremsenden Effekt als Öl, macht sich bei Laufböden also nicht so gut, sonst schon.
      Ein gutes Möbelöl wär sicher auch nicht verkehrt, meine Palisandermöbel stehen alle noch, kleben auch nicht.
      Frisch gepflegt hats aber immer eine Patina, da wird kein Weg dran vorbeiführen..

      Mir reichen meine Methoden für all meine Hölzer; wenn Du mehr wissen willst, frag vielleicht mal in einem Schreinerforum.
      Meine Prognose : 20 Antworten, davon 5-10x Leinöl, 2x Olivenöl, und 3x arschteures Spezialzaubermittel - und auf denjenigen, der sein Holz mit Feuer abflammt, würde ich nicht hören :)

      VG,
      Ritchie