Großformat Photowettbewerb 2018 - JOBO - ARCA SWISS - Chamonix

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    • MikeN schrieb:

      Zweifelsohne! Aber das hat dann eben nichts mehr mit analogem Handwerk zu tun.
      natürlich hat es das nicht. wobei ich einschränken würde: ein preisverdächtiges bild mit einer analogen GF auf dia oder film und anschließender filmentwicklung und anschließendem hybridprozess fällt auch nicht einfach vom himmel, da muss man sein handwerk schon auch beherrschen. wenn die vorlage schrott ist, reißt du da auch am pc nichts mehr raus.

      aber generell würde auch ich sagen: teilnahmebedingungen NACHTRÄGLICH zu ändern, hinterlässt bei mir keinen guten eindruck. aber ich mache bei dem wettbewerb ja auch nicht mit, insofern ist mir das wumpe.

      im übrigen wurde das, was du da gern widerlegen möchtest auch nie behauptet.

      MikeN schrieb:

      da nur ein Mausklick
      ein? 1? welchen? "löschen bestätigen"?

      der guru - einige werden wissen wer gemeint ist - sagt: wer auf ditale prints umsteigt in der hoffnung damit zeit bei der erstellung eines wettbewerbsfähigen abzugs zu sparen (verglichen mit der analogen arbeit), der wird sich schnell wundern.
    • Hi Sharif,

      ich mache fast ausschließlich Dia mit Großformat, mit Vorliebe in 8x10".

      Hört sich teuer an, aber man fotografiert ja auch langsam und nicht jeden Tag. Da kommen keine Unmengen an Bildern zusammen.

      Ich frage mich ob ich bei dem Wettbewerb etwas einreichen sollte. Ist ja nicht mehr so arg schwierig, wenn eine digitale Version erstmal reicht. Gewinnen tu ich eh nix, aber vielleicht taugt es als Ausgleich dafür, daß ich kein Lotto spiele... ;)

      Viele Grüße
      Wilfried
    • renros schrieb:

      im übrigen wurde das, was du da gern widerlegen möchtest auch nie behauptet.

      MikeN schrieb:

      da nur ein Mausklick
      ein? 1? welchen? "löschen bestätigen"?
      Widerlegen möchte ich gar nichts ;) Zum Klick: Stell dir vor, alles perfekt außer Vogel als schwarzer Punkt im ansonsten so perfekten Himmel. Digital = 1 Klick. Analog = Jod oder Negativ Retusche; auf jeden Fall Positivretusche; nicht so trivial, wenn man's noch nie gemacht hat. Noch schlimmer, wenn der Vogel nicht nur ein Punkt ;)

      Hybrid hat natürlich auch seine Herausforderungen. Denke nur ans Farbmanagement in der gesamten Kette. Angefangen vom PH Wert im Farbentwickler (Dia) bis hin zur Profilierung von Scanner, Monitor & Drucker :)

      Sharif schrieb:

      Ich finde die Entscheidung, auch Scans oder Prints von Scans zuzulassen in Ordnung.
      Was wäre denn, ich würde nur Dias an meiner GF machen?

      Na ja:

      "...dabei sollte höchstens eine minimale Bildbearbeitung stattfinden (z.B. Entfernen
      von Staub oder Kratzern)." Quelle: Teilnahmebedingungen (abgerufen am 12.04.2018)

      Damit kommt man auch nicht weit :). Für Dia im Zweifel ok; aber SW...? Allerdings ist's ja auch nur Konjunktiv ;)
      The Print (click)
      MN
    • Sharif: Nö, wie soll ich das denn vernünftig machen, analoge Abzüge von den Dias? Mit Ilfochrome-Restbeständen fange ich jetzt bestimmt nix an. Wäre auch ein größeres Projekt.

      Zum Digitalisieren könnte ich jetzt viel erzählen, passt aber irgendwie nicht in den Thread.

      Die Originale hinzuschicken wäre schon eine haarige Sache. Wobei ich trotzdem mal davon ausgehe daß Jobo die nicht beschädigen würde. Aber das ist ja offensichtlich nicht mehr erforderlich.

      Es ist andererseits natürlich so daß ein 8x10"-Dia auf der Leuchtplatte wesentlich mehr hermacht als ein gescanntes Bild auf einem Monitor. Man könnte vielleicht ein 8x10"-Dia in einem Leuchtrahmen von Volker Warbende als fertiges Bild präsentieren, das würde bestimmt hervorstechen. :D

      Viele Grüße
      Wilfried
    • renros schrieb:

      was kann man "nur schwerlich" so bezeichnen?
      Der von Dir genannte "wirklich astreine digital-ausdruck".

      Diesch schrieb:

      Der Wettbewerb heißt "Großformat-Fotografie". Das legt deutlich das Schwergewicht auf die Aufnahmeseite, eben mit Großformatkamera
      Richtig.
      Ich hab mir das wiederholt durchgelesen und komme zu dem Schluß, daß ursprünglich von aufnahmeseitig großem Format die Rede war, weil ja kleine, nicht als großformatig geltende "Prints" zugelassen sind und sich der Begriff des großen Formates letztlich irgendwo wiederspiegeln muß.
      In einem 8x10" "Print" tut er das nicht, das ist kein großes Format, also bleibt da nur der großformatige Planfilm.


      Ich meine auch, wer bewusste Schwerpunkte Richtung analog setzt, sollte diese konsequent einhalten; wenn die Beteiligung mau ausfiel, hätten ja auch die Knebelbedingungen für Nominierte aufgeweicht werden können, welche für mich ein Grund der Nichtteilnahme waren und sind.
    • Neu

      Möglicherweise habe ja auch ich Wahrnehmungsdefizite . . .
      So wundere ich mich über diese lebhafte, bisweilen irritative Diskussion.

      Für mich steht fest, was ich sehe und lese und das ist primär analoges Großformat.
      Dazu der Name des Wettbewerbes an sich - für mich stellen sich da keine weiteren Fragen.
      Digital (Pixeln, Scannen oder Drucken) arbeite ich sowieso nicht.
      Zudem das Ganze in Verbingung mit / von / durch Jobo, Adox und Ilford . . ?

      Hä . . ? ?(
      Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluß der sich öffnet und wieder schließt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von der-photofreund ()

    • Neu

      bequalm schrieb:

      renros schrieb:

      was kann man "nur schwerlich" so bezeichnen?
      Der von Dir genannte "wirklich astreine digital-ausdruck".

      Diesch schrieb:

      Der Wettbewerb heißt "Großformat-Fotografie". Das legt deutlich das Schwergewicht auf die Aufnahmeseite, eben mit Großformatkamera
      Richtig.Ich hab mir das wiederholt durchgelesen und komme zu dem Schluß, daß ursprünglich von aufnahmeseitig großem Format die Rede war, weil ja kleine, nicht als großformatig geltende "Prints" zugelassen sind und sich der Begriff des großen Formates letztlich irgendwo wiederspiegeln muß.
      In einem 8x10" "Print" tut er das nicht, das ist kein großes Format, also bleibt da nur der großformatige Planfilm.


      Ich meine auch, wer bewusste Schwerpunkte Richtung analog setzt, sollte diese konsequent einhalten; wenn die Beteiligung mau ausfiel, hätten ja auch die Knebelbedingungen für Nominierte aufgeweicht werden können, welche für mich ein Grund der Nichtteilnahme waren und sind.
      Hallo,

      was sind denn aus deiner Sicht die Knebelverträge? Dass man einen Abzug bei Normierung nachreichen muss? Oder Porto für Rücksendung?
      Interessiert mich, weil ich gerne mitmachen würde. Deshalb auch die Frage, weil ich noch nie bei einem Fotowettberwerb mitgemacht habe. Ich hätte keine Lust, dass die Bilder auf ewig von jedem genutzt werden dürften. Aber steht ja drin, dass die Rechte bei den Teilnehmern verbleiben.
      Danke für die Aufklärung
      Philipp
    • Neu

      Ciba(Ilfo)chrome war ein sehr schönes Material. Ich habe es vor langer Zeit auch verwendet, weil ich ausschließlich Farbdias produziert habe, damals allerdings nur 135er und 120er Film. Leicht irritiert war ich, dass das Material keineswegs so extrem lichtecht war wie es behauptet wurde. Ich hatte über Jahre einen selbstgemachten Cibachromeprint im Büro, mit einem runden Magneten an der Blechwand fixiert. Nach zehn Jahren konnte man einen deutlichen Unterschied zwischen dem offenen und dem verdeckten Teil des Bildes ausmachen. Das ist natürlich nicht die korrekte Form von Archivierung/Ausstellung. Pigmentdrucke haben allerdings besser durchgehalten. Davon abgesehen bewundere ich Burkett für seine beinahe unendliche Geduld bei der Anfertigung des endgültigen Bildes. Das sieht auch alles wunderbar aus (wieviel des realen Eindrucks geht durch die Bildschirmübertragung verloren?). Vom Stil her erinnern mich seine Landschaften auch an Shinzo Maeda ...

      Es gibt allerdings noch eine Steigerung: Dye Transfer! Und da sieht es wohl so aus, dass dieses Verfahren noch über eine sehr lange Zeit verfügbar sein könnte. Ich gebe mal einen Link auf eine deutsche Seite an: bettinahaneke.com Wikipedia und Tante Google helfen natürlich auch. Der Prozess ist allerdings noch weniger heimtauglich als Cibachrome.

      Bildfreudige Grüße, hp
    • Neu

      hppruefer schrieb:

      Es gibt allerdings noch eine Steigerung: Dye Transfer! Und da sieht es wohl so aus, dass dieses Verfahren noch über eine sehr lange Zeit verfügbar sein könnte. Ich gebe mal einen Link auf eine deutsche Seite an: bettinahaneke.com Wikipedia und Tante Google helfen natürlich auch. Der Prozess ist allerdings noch weniger heimtauglich als Cibachrome.
      Interessant!



      PBS NewsHour schrieb:

      In 2011, when the company stopped making cibachrome, Burkett bought a 10-year supply of the paper.
      Ist das auch der Kollege, der die letzte Velvia 50 8x10 Batch gekauft hat? :)
      The Print (click)
      MN
    • Neu

      Hmm. Munterer thread, aber mir gerade zuviel und zu durcheinander.

      Meine initiale Begeisterung ueber den -- ehemals -- rein analogen Wettbewerb ist zumindest stark abgekuehlt. Ich habe "frueher" relativ haeufig an Wettbewerben teilgenommen, und es gab ein -- gedacht -- ebenes Spielfeld. Ach ja, das Staunen darueber, was man alles hinbekommen kann; der Frust ueber teure und trotzdem unbefriedigende Fremdabzuege in Farbe. Besonders spannend fand ich die intensive Beschaeftigung mit einzelnen Bilder oder dem Ausarbeiten eines Konzepts, was immer wieder mit der Umsetzung wechselwirkte. Aber ich schweife ab.

      Heute ist meine Zeit so knapp bemessen, dass ich meine Laborbesuche im letzten Jahr an einer Hand abzaehlen kann; trotz besserer Moeglichkeiten als je zuvor. Der Wettbewerb hat bei mir ein langes Nachdenken ausgeloest -- und jetzt habe ich das Gefuehl, dass das Ende der Ueberlegungen erreicht ist. Vor zwanzig Jahren sahen die besten Bilder aus bezahlbaren Druckern nicht wie Photos aus. Vor zehn Jahren sahen sie fuer mich wie Photos aus, aber bis auf sehr wenige Ausnahmen eher wie schlechte -- Unschaerfen, schlechte Grauabstufungen, mangelnder Tiefeneindruck, Farbstiche, etc. In der Zwischenzeit hat sich das geaendert. Auf professioneller Ebene sind die analogen Printer Exoten geworden, allen Museums- und Archivstandards zum Trotz. Das Ziel im geldfreien Raum ist das beste Bild.

      Ich sehe das ganz wertfrei, es geht nicht um Kosten oder Zeit; Unikate mit Unzulaenglichkeiten, Esoterik -- geschenkt. Digital hat im handlichen Print *fuer mich* ueberholt. Gegen einen sauber ausgearbeiteten Ausdruck aus den einschlaegigen Druckern komme ich nicht mehr an, nicht im Einzelabzug und schon garnicht beim vielfachen Abzug. Fuer Wettbewerbe heisst das -- wiederum fuer mich -- Ende Gelaende. Ein "das geht noch besser" kann und will ich nicht mehr praesentieren; mal ganz davon abgesehen, dass ich definitiv kein "master printer" bin.

      Guru hin oder her, ich lese ganz gerne. So hiess es 2003 in 'Perspektive Fine-Art" noch "wer es analog geschafft hat ... braucht es digital nicht zu versuchen". In 2008 wurde es dann "digilog", mit dem ebenso passenden "Die Aufnahmesysteme – seien diese analog oder digital – dienen dabei nur als Werkzeug und erfüllen einen untergeordneten Zweck". [Zitat von der aktuellen webseite]


      gr, chr
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
    • Neu

      cherub schrieb:

      Gegen einen sauber ausgearbeiteten Ausdruck aus den einschlaegigen Druckern komme ich nicht mehr an, nicht im Einzelabzug und schon garnicht beim vielfachen Abzug.
      Sehe ich genauso.
      Im REM (Reiß Engelhorn Museum) in Mannheim lagern die Fotos meiner beiden Meister, Robert Häusser und Arthur Pfau. Alle Abzüge wurden digital erstellt, kein einziges analog. Und nach Aussage meines früheren Juniorchefs, Christoph Pfau, hätte er die Aufnahmen seines Vaters anolog nie und nimmer so hinbekommen. Und immerhin war er auch mein Laborchef gewesen und kann analog wie kaum ein zweiter.
      Ich werde demnächst mein komplettes Labor wohl auflösen, es macht keinen Sinn mehr (für mich).

      Gruß
      Winfried
    • Neu

      philipp schrieb:

      was sind denn aus deiner Sicht die Knebelverträge? Dass man einen Abzug bei Normierung nachreichen muss?

      Da steht was von einer anschließenden Ausstellung in Köln bei Nominierung, oder Gewinn des Wettbewerbes, und da hat man dann einen Abzug einzureichen.
      Wenn ich einen Wettbewerb bestreite, will ich nicht zwangsläufig noch an Ausstellungen mitwirken. Müssen.
      Etwas weniger Firlefanz insgesamt täte der Veranstaltung aus meiner Sicht ganz gut ..
    • Neu

      Ich habe das schon ausgeführt, ich tue es gern noch mal: Für mich ist das ein Wettbewerb, dessen Gewicht auf dem Umgang (Einsatz, Verstellungen) mit der Großformatkamera liegt. Laborvergrößerungen können von jedem Ausgangsnegativ gemacht werden, somit steht auch die Negativgröße eher nicht im Vordergrund. Und schon gar nicht steht dann die Fähigkeit im Vordergrund, im Labor einzigartige Einzelstücke zu schaffen: kein Laborwettbewerb.

      Ich sehe das auch als eine Werbemaßnahme für die Großformatfotografie und unterstütze das gern. Deshalb habe ich einen Beitrag auf dem bequemen Weg als Email-Anhang geschickt; einen Scan vom Negativ, zu dem ich jederzeit das Negativ vorzeigen kann und von dem ich einen Ausstellungsdruck auf Barytpapier anfertigen kann (ich drucke bis A1). Der Scan ist nur in den Tonwerten abgestimmt, das Wesentliche des Fotos ist bei der Aufnahme passiert: Beleuchtung und Kameraverstellung.

      Gruß
      Dieter